Wie wusstet ihr es?
Wie wusstet ihr es? - # 2

allgemeiner Austausch
Andrea75
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 16 im Thema

Beitrag von Andrea75 »

Hallo Nicole,
Nicole74 hat geschrieben: Fr 12. Nov 2021, 11:51 Ich bin so froh, diese Frau gefunden zu haben, mit diesen richtig schrägen Töchtern (gitli) (gitli) (gitli)
Dass nenn ich mal ein Outing im "Schweinsgallop". Super, dass die drei normal genug sind, dich zu akzeptieren wie Du bist.

Liebe Grüße
Andrea
Annette
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 17 im Thema

Beitrag von Annette »

Helga hat geschrieben: Fr 12. Nov 2021, 09:02
Annette hat geschrieben: Do 11. Nov 2021, 18:11 Weil ich eine Frau bin. Mit genetischem Defekt.
Hier möchte ich einmal deutlich widersprechen. Was uns hier umtreibt ("uns" meint sowohl Crossdresser als auch Transsexuelle als auch NB als auch...) ist keine psychische Störung, es ist keine Krankheit und mit Sicherheit kein Gen- Defekt. Es ist lediglich eine leichte Variation...
Liebe Helga,

du glaubst doch nicht wirklich ich wäre davon überzeugt, dass es sich um einen genetischen Defekt handeln würde. Ich möchte das nicht verallgemeinern und spreche lediglich für mich selbst. Doch für mich IST das ein Fehler der korrigiert werden muss. Das Ding gehört da nicht hin, es MUSS weg!

Wie gesagt, diese Aussage betrifft mich selbst. Aber richtig, ich hätte es besser umschreiben können, zum Beispiel so: ...mit "genetischem Defekt", also mit Anführungszeichen.

Ansonsten stimme ich deiner Stellungnahme zu.

Mit Respekt und liebsten Grüssen,
Annette CS
Danni_Stuttgart
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 18 im Thema

Beitrag von Danni_Stuttgart »

Halli hallo,

vielen Dank für die vielen und ausführlichen Antworten.
Ich brauchte ein wenig um alle zu lesen und zu verstehen.
Das heißt also zu einem Psychologen o.ä. zu gehen bringt einen nicht weiter. Ich finde es toll wie einige damit umgehen dürfen und können. Ich finde es immer hilfreich das wieso zu verstehen, damit man das wir besser angehen kann.
Aber was habt ihr mit eurem Umfeld gemacht? Also Nachbarn, Familie und Kinder?

Lg
Danni
Momo58
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 19 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Hi Danni,

Zum Thema Psychologe
Ich glaubte am Anfang auch, dass ich einen Psychologen brauche. Ich sah in ihm eine Nikolausfunktion, der mich mit der Rute dazu bringt, ein Mann zu sein. Dem ist aber nicht so. Manche kennen die Geschichte schon, aber ich möchte sie dir kurz erzählen. Ich ging also zum Kennenlerntermin bei einem Psychologen. Der sagte wörtlich: "ich mache aus ihnen einen ganzen Kerl". Danach suchte ich mir eine Psychologin, die mir geholfen hat, zu mir zu stehen und die mich fit gemacht hat, mit Anfeindungen richtig umzugehen. Als ich meinen weiblichen Personslausweis in den Händen hatte ging ich zu den ersten Psyhologen und sagte: "Ich bin die, die sie zu einem ganzen Kerl machen wollten". Lange Rede, kurzer Sinn. Es handelt sich um eine Variante der Geschlechtsentwicklung und nicht um eine psychologische Krankheit..

Zum Thema Umfeld
Ich fasste allen Mut zusammen und begann mich überall zu outen. Die Reaktionen darauf können sehr unterschiedlich sein. Bei den meisten bekam ich Verständnis, Anerkennung, Akzeptanz und Toleranz. Nur in einem Fall erfuhr ich Ablehnung. Es ist gerade diese Angst vor Ablehnung, die unsereins Kopfkino verursacht. Da hilft nur eins, den geraden Weg durch die Angst nehmen. Den Nachbarn habe ich einen Brief geschrieben und darin meine Veränderung erklärt. Die Kinder aus der Nachbarschaft waren schneller als mein Brief fertig war. Sie standen plötzlich vor meiner Wohnungstüre und fragten: "Warum verkleidet du dich als Frau"? Ich erklärte kindgerecht, was mit mir gerade passiert. Die Kinder meinten: "Ach so du machst eine Geschlechtsumwandlung. Dann ist ja alles gut. Dann bist du ja harmlos". Bei eigenen Kindern verhält sich das genauso. Nur wenn die Kinder zu Pubertieren geworden sind, ist eine Vorhersage deren Reaktionen wie Kaffeesatzleserei.
Das Outing in der Familie lief bei mir nicht so gut wie bei anderen. Mein Partner hat mich voll unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin. Mein Bruder aber hat meine Telefonnummer und meine email-Adresse gesperrt und meine Briefe nie beantwortet. Das Outing bei Freunden war gut gelaufen. Ich habe mich bei meinen Outings nie unter Druck gesetzt, sondern immer nur dann gehandelt, wenn ich dazu in der Lage war.

LG Manuela
Zuletzt geändert von Momo58 am Sa 13. Nov 2021, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
Ninadieflocke
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 20 im Thema

Beitrag von Ninadieflocke »

Hallo Danni!
Bei mir hat sich die Neigung zum Crossdressen irgendwie im Laufe des Lebens entwickelt. Zeitungsberichte über Transgender und GAO haben mich schon in der frühen Pubertät fasziniert und irgendwie nicht mehr losgelassen. Warum? Keine Ahnung, ist mir eigentlich auch gleichgültig. Das Verlangen, weibliche Kleidung zu tragen, wurde zunehmend stärker, wenn auch - über die vielen Jahre gesehen - nicht immer in gleicher Intensität, so doch recht verlässlich immer wieder. Allerdings habe ich mir über das Warum keine besonderen Gedanken gemacht, sondern meine Neigung irgendwie als gegeben akzeptiert.
Vermutlich muss man unser spezielles "Hobby" einfach als existent ansehen und sich an den hierdurch bestehenden Möglichkeiten erfreuen, ohne sich zu sehr in eine Ecke schlechten Gewissens Anderen oder der Familie gegenüber oder des Zwangs zum Outing drängen zu lassen, wenn das möglich ist, und wir unsere beiden Ichs irgendwie miteinander kombinieren können, ohne unser ganz persönliches Umfeld damit allzu sehr zu belasten oder gar zu überfordern. Zumindest so lange, wie es um reines Crossdressen als beispielsweise "Urlaub" vom männlichen Rollenverhalten geht und nicht etwa um eine grundlegende Veränderung unserer geschlechtlichen Identität und/oder Lebensweise, was dann sicher mit einem wesentlich höheren seelischen Druck verbunden ist. Das Grübeln über irgendwelche Ursachen oder Gründe dürfte nur selten zu einem gescheiten Ergebnis führen.
Viel Glück auf Deinem ganz persönlichen Weg"¦
Nina
Dali
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 21 im Thema

Beitrag von Dali »

Hallöchen.

Sicherlich wird zuviel Grübeln über die Gründe und Ursachen nichts bringen, aber mich würde es ebenfalls schon sehr interessieren, woher dieser Drang kommt. Das würde mir auch helfen zu verstehen, ob mein alternatives Ich jetzt ich bin, oder ein "anderes" ich, das irgendwie in meinem Kopf rummurkst. Oder ob mein ganzheitliches Ich aus 2 kleineren Ich besteht. Vielleicht ist auch nur ein Rest eines früheren Lebens rübergeschwappt, dann hoffe ich, dass es Frankreich war. Falls man an die Wiedergeburt glauben mag. das würde auch meinen Faible für Oldtimer erklären und warum mir die französische Sprache gut gefällt.
Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass es kein "Defekt" gleich welcher Art ist. Und ich weiß auch, dass zumindest in meinem Bekanntenkreis keine der Bio-Mädels auch nur ansatzweise mit den Klamotten rumlaufen würde, wie ich es gerne täte und Zuhause auch tue, obwohl die Röcke nicht zu kurz sind.
Ich habe streckenweise das Gefühl, dass Bio-Männer mit dieser Neigung sich weit femininer kleiden als die meisten Bio-Frauen, um vielleicht etwas aufzuholen???


LG

Dali
petra0103
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 22 im Thema

Beitrag von petra0103 »

Hallo,

woher diese Vorliebe kommt, mich weiblich zu kleiden, das weiss ich nicht. Wenn ich als Jugendlicher heimlich die Röcke meiner Mutter angezogen habe, dann war das rein sexueller Natur. Mittlerweile, Jahrzehnte später, ist das ganz anders. Ich liebe es Röcke und Kleider zu tragen und ich denke eigentlich nicht darüber nach warum dem so ist. Ich genieße es, als Frau unterwegs zu sein, sei es um Ausflüge zu machen oder mich mit Freunden zu treffen. Ich bin gerade dabei, das zu perfektionieren. Das en femme unterwegs zu sein hilft mir auch, mit dem beruflichen Stress besser zurecht zu kommen. Wenn Petra unterwegs ist, ist der ganze Druck weg von mir. Nachdem ich eine Entwicklung vom Rock tragenden Mann hin zur Frau gemacht habe, ist natürlich auch die Frage, ob ich mit dem jetzigen Status als Teilzeitfrau mein Ziel erreicht habe. Momentan glaube ich ja, es gibt keinen inneren Druck weiter gehen zu wollen. In Träumen stelle ich mir zwar immer wieder vor als Frau leben zu wollen, aber in der Realität ist dieser Drang nicht da. Aber wie gesagt, das ist eine Momentanaufnahme. Ich bin zwar auch schon kanpp über 60, aber - eine gute Gesundheit vorausgesetzt - ich hoffe schon noch, das Frausein viele Jahre leben zu können.

Liebe Grüße
Petra
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 23 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo Danni,

für mich gibt es auch kein "Warum", sondern eher ein "Was ist es denn nun genau,wo ich mich stimmig fühle? Welche "Variation des Soll-Zustandes" - wie es Helga schrieb - ist es, die mich wiedergibt? " Das ist einfach sehr individuell und für andere Menschen oft kaum zu verstehen, selbst wenn sie an sich tolerant eingestellt sind und das ihnen Unbekannte für gut halten.

Ich erkläre das Phänomen so: Ich habe männliche und weibliche Seiten in mir. Mit den männlichen Seiten bin ich erzogen und groß geworden und von Familie und Gesellschaft entsprechend gelabelt worden. Von den weiblichen Seiten in mir habe ich lange nur geträumt. erst seit einigen Jahren ließ ich das Bedürfnis zu, traute mir mehr. Ein Crossdresser-Session, wom ich mich als Frau herrichten ließ, war für mich der Durchbruch. Doch da stand für mich auch die Frage im Raum: Weibliche Seiten gehören auch zu dir, aber wieviel? Und wie kann ich es ausleben - und zwar so gleichrangig wie die männlichen ? und- so viel wusste ich, Frausein wollte ich nicht von anderen Frauen kopieren, sondern mich selbst finden. Eben meine eigene Idendität, die teilweise versteckt war.

Wenn ich es amtlich frei wählen könnte, würde ich mich heute in dem weiten Feld von "Diversen" einordnen.

Ich denke, der Entdeckungs- und Erkenntnisprozess wird kein Ende finden, sondern ich werde leben, beides in mir.

Liebe Grüße
Inga
Dali
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 24 im Thema

Beitrag von Dali »

Guten Morgen zusammen.

Ist ja alles recht und schön, aber mich treibt die Frage um, warum sich das so stark (wenn ich von mir ausgehen darf) in den Klamotten äußert? Wie ich schon geschrieben hatte, ich kenne in meinem Umfeld keine Frauen, die sich femininer anziehen und stylen würden als ich, wenn ich es komplett ausleben dürfte / könnte.
Die Gefühlswelt ist ein Ding, das bemerke ich ebenfalls bei mir, das Andere ist eben das Äußere.
Und ich wusste von Anfang an, dass da irgendetwas sehr faszinierendes an femininer Kleidung war. Meine erste bewusste Erinnerung daran ist mit ungefähr 5 oder 6 Jahren.

LG und habt einen schönen Tag

Dali
chris
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 25 im Thema

Beitrag von chris »

Dali hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 05:23 Guten Morgen zusammen.

Ist ja alles recht und schön, aber mich treibt die Frage um, warum sich das so stark (wenn ich von mir ausgehen darf) in den Klamotten äußert? Wie ich schon geschrieben hatte, ich kenne in meinem Umfeld keine Frauen, die sich femininer anziehen und stylen würden als ich, wenn ich es komplett ausleben dürfte / könnte.
Die Gefühlswelt ist ein Ding, das bemerke ich ebenfalls bei mir, das Andere ist eben das Äußere.
Und ich wusste von Anfang an, dass da irgendetwas sehr faszinierendes an femininer Kleidung war. Meine erste bewusste Erinnerung daran ist mit ungefähr 5 oder 6 Jahren.

LG und habt einen schönen Tag

Dali
Hi Dali,

beim Lesen deines Beitrags bin ich sehr ins Grübeln gekommen.
Mir fällt genau das Gleiche auf: wieso bin ich im Styling auch extrem feminin unterwegs, ich im Umfeld aber keine Frau kenne die das ebenso tut.
In der Nachbarschaft sehe ich nur Frauen die zum Gegenteil tendieren und ohne Make-Up und mit pflegeleichter Kurzhaarfrisur unterwegs sind.

Ich habe dazu nur 2 Vermutungen:
einerseits faszinieren mich die Äußerlichkeiten sehr und sie gefallen mir enorm. Vielleicht macht das den Reiz für mich besonders weil sich dadurch auch mein Wesen verändert und ich mir darin mittlerweile gut gefalle.
Andererseits finde ich die Alltagserscheinung vieler Frauen sehr unattraktiv und ich möchte, wenn ich die Gelegenheit dazu habe, selbst nicht so aussehen.
Auf jeden Fall ist es eine Art das "Femininsein" auch optisch zu untermalen.

LG
chris
scheue_Sarah
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 26 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Hallo Dali,

genau diese Frage habe ich mir auch schon sehr oft gestellt:
Dali hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 05:23 Ist ja alles recht und schön, aber mich treibt die Frage um, warum sich das so stark (wenn ich von mir ausgehen darf) in den Klamotten äußert? Wie ich schon geschrieben hatte, ich kenne in meinem Umfeld keine Frauen, die sich femininer anziehen und stylen würden als ich, wenn ich es komplett ausleben dürfte / könnte.
Für mich (als CD, subjektiv) habe ich eine annehmbare Antwort gefunden:
ich bevorzuge an der Kleidung Attribute, die sie auch wirklich weiblich erscheinen lassen, die in der Männerwelt normal nicht zur Verfügung stehen
- Kleider, Röcke, auch Dessous,...
- Schnitte, Spitze,...
- Stoffe: Satin, Chiffon,...
- Schuhe mit Absätzen, ob Pumps, Stiefeletten, Stiefel

Ohne diesen weiblichen Touch könnte ich auch gleich meine Männerjeans anbehalten.

Dazu kommt noch ein gewisser Nachholbedarf. Cis Frauen hatten viel Zeit ihren Stil zu finden und Jugendsünden modischer Art zu begehen. Ich hatte diese prickelnde Phase nicht (nur in meinem Kopf). Also gibt es in meinem Schrank doch einige aufreizendere Teilchen, die cis Frauen in meinem Alter nicht (mehr) tragen würden. Die Diskussion darüber gibt es ja in einem anderen Thread.

Aber wie gesagt: ich als CD sehe die feminine Kleidung als den wichtigsten Aspekt. Für viele andere hier ist es "nur" ein Teil des Gesamtpakets Frausein und so zu leben.

Vielleicht hilft Dir das bei der Beantwortung der Frage aus Deiner eigenen Sicht
Sarah
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 27 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,

mir geht es ja auch so, dass ich mit bestimmten mir sehr feminine Sachen wie Kleidung, Frisuren und Makeup einen gewissen Nachholbedarf auslebe. Sozusagen die CrossDresser-Pubertät

Doch je länger ich es mache, desto mehr komme ich von etwas schriller oder auffälliger Kleidung weg und orientiere mich auch daran, was praktisch, mir stimmig und für den Anlass angemessen, d.h. nicht zu sehr overdressed ist.

Bei den Frisuren (Perücken) bin ich auch von den Langhaarmodellen der Anfangsjahre abgekommen und mag es maximal schulterlang, wo Stylen nicht nötig ist, sondern ein paar mal Durchkämmen reicht.

Dass etwa die Damen-Jeans in den Boots etwas männlich wirken könnte, ist mir egal. Hauptsache, sie sitzt gut, sieht gut aus, passt zum Kuschelpulli, und ich kann mich daran sehen lassen.

Liebe Grüße
Inga
gabo
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 28 im Thema

Beitrag von gabo »

hallo ihr Lieben
Ihr habt wieder mal tolle Berichte geschrieben.

Zu mir.
Ich habe auch mit ca. 5 Jahren bemerkt das ich anders bin. Ich wünschte mir so sehr Ballerinas oder Mädchenkleider. Autos, Flugzeuge (später Eisenbahn, Mofa frisieren, Computer, an Autos und Motorräder schrauben) fand ich super. Mit Puppen konnte ich aber nicht anfangen.
Bei den Mädchenkleidern gefielen (und gefallen heute immer noch (leider)) mit die Vielfalt, die zarten Stoffe, die Farben, Muster. Dagegen verabscheute (heute immer) schon als kleiner Junge Anzug und Krawatte. Für mich war es der reinste Horror bei meiner Hochzeit einen Anzug zu tragen. Wie habe ich mir gewünscht auch ein so tolles Kleid wie meine Frau zu Tragen.
Das erste mal als ich endlich ein Kleid trug, war ich ca. 12 Jahre alt. Meine Mutter bekam von einer Kollegin ein bat Taschen voll mit Mädchen Sachen. Die Ihrer Tochte zu klein waren. Diese Taschen lagen dann bei meinen Schwestern rum zum Aussortieren. Ich schwänzte einen Nachmittag die Schule um mir die Sachen anzuschauen und natürlich auch anzuprobieren. Leider passte fast nicht. Ausser einem Kleid. Das Passe wie angegossen. <bis ich jemand an der Tür hörte. Bein schnellen Ausziehen ging es ziemlich kaputt. Danach trug ich erst mal Jahre keine Kleider Mehr. Die Sachen Meiner Mutter habe ich nie angefasst. Haben mir einfach nicht gefallen. Da scheine ich auch ein Exot zu sein.
Ich meiner ersten Wohnung kaufte ich mir dann erstmals jede Ballerinas. Schmiss sie aber auch immer wieder weg. Dacht das so meine "Abartigkeit" auch weg geht. Ohne Erfolg.

Komischerweise habe ich mich nie für Jungs Interessiert. Als Kumpel, Kollege oder Freund ja. Aber sexuell zogen mich Mädchen (in Jungen Jahren) Frauen viel, viel mehr an. Ich denk, als geborene Frau währe ich Lesbisch. Auch da End finde ich mich als Exot. Auf der einen Seite bin ich gern Mann, Vater Ehemann. Auf der anderen Seite, liebe ich diese wunderschönen Kleider und Schuhe die nur für Frauen sind.
In meinen Jungen Jahren gab es noch kein Internet. Und in Zeitschriften las ich sehr selten was über Transsexuellen oder was für Transvestiten. Das passte aber irgendwie nicht zu mir. Also Exot.

Meine Frau hast mich für mein Andressen. Sie kann das überhabt nicht akzeptieren das ich nicht 08/15. Zähnen knirschend duldet sie, das ich in der Wohnung Ballerinas Trage. Was ich sehr schade finde. Und so trage ich die Schachen Heimlich. So ist das halt wenn Mann ein exot und nicht 08/15 ist :-).

Ich wüsche euch einen Wunderschönen Tag
Gabo
Zuletzt geändert von gabo am Mo 15. Nov 2021, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
manchmal_melissa
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 29 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

gabo hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 12:12 Die Sachen Meiner Mutter habe ich nie angefasst. Haben mir einfach nicht gefallen. Da scheine ich auch ein Exot zu sein.

("¦)

Komischerweise habe ich mich nie für Jungs Interessiert. Als Kumpel, Kollege oder Freund ja. Aber sexuell zogen mich Mädchen (in Jungen Jahren) Frauen viel, viel mehr an. Ich denk, als geborene Frau währe ich Lesbisch. Auch da End finde ich mich als Exot.
Hallo Gabo,

da kann ich dich beruhigen. Von den Sachen meiner Mutter habe ich auch größtenteils die Finger gelassen. Da war einfach nix spannendes dabei. Bis auf die wenigen Schuhe mit ein bisschen Absatz, die ich heimlich anzog, nachdem ich bereits die hohen Schuhe von Freundinnen getragen hatte.
Auch Heterosexualität bzw. Gynophilie ist unter Crossdressern überhaupt nichts exotisches. Im Gegenteil, ich habe bisher nur gelesen, dass die sexuelle Orientierung von Crossdressern ziemlich im Durchschnitt der Gesellschaft liegt.

Liebe Grüße,
Melissa
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Re: Wie wusstet ihr es?

Post 30 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

manchmal_melissa hat geschrieben: Mo 15. Nov 2021, 12:31 Im Gegenteil, ich habe bisher nur gelesen, dass die sexuelle Orientierung von Crossdressern ziemlich im Durchschnitt der Gesellschaft liegt.
Schaut euch hier im Forum um...
Die berühmte Frage "Bist Du schwul?" bei outings von CDs ist leider Normalität und drückt eher die Ängste der Partnerinnen aus als die Realität.
Schublade zu...

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