Hallo Jennifer,Lady Jennifer hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 12:58 Tja welche Gedanken kreisen mir gerade im Kopf herum? Natürlich ist es meine Beziehung zu Thomas die nun wirklich Fahrt aufgenommen hat und ich schon von Liebe spreche. Vor der Beziehung war ich jahrelang Single und machte mir Gedanken, wie ich mir eine Beziehung vorstelle und ob ich einen Menschen so sehr in mein Leben lassen kann, das ich ihm total Vertrauen kann - schließlich kannte ich diese Gefühl der Verbundenheit noch nicht. Inzwischen hat sich meine Gefühlswelt völlig verlagert und grüble eher über Verlustängste. Ich habe meinen Schatz inzwischen sehr gut kennengelernt und hätte nie gedacht, daß eine Beziehung so gut und vor allem schnell funktionieren würde. Wahrscheinlich liegt es daran, daß wir beide das selbe empfinden.
Ich sprach bereits meine Verlustängste an, denn ich möchte keinesfalls, daß die Beziehung auf irgendeine Weise endet. Mit diesen Gefühlen umzugehen ist derzeit recht schwierig für mich, da ich zuvor noch nie damit konfrontiert wurde. Das ist wohl das Risiko einer funktionierenden Partnerschaft.
Natürlich wäre ich dankbar für jegliche Tipps von euch, wie ich damit umgehen soll.
Sorry, dieser Post ist im Tumult der Thesen etwas untergegangen. Ich mache hierfür ein neues Thema auf, weil es mit durchaus wichtig erscheint.
Ich kann gut nachempfinden was in dir vorgeht. Zu Beginn jeder Beziehung bauten sich bei mir starke Verlustängste auf, zu allem Überfluss waren diese auch noch geparrt mit einer fürchterlichen Eifersucht und völlig irrationalem Mißtrauen. Wenn die Angebetete nicht ans Telefon ging - eine Qual, ließ sie mich trotz Verabredung warten - eine Tortur, redete sie mit anderen Männern und schien sich mit diesen auch noch wunderbar zu unterhalten - die Hölle.
Ich hoffe, dass ich dies nicht zu sehr gezeigt habe.
Mit der Verfestigung der Beziehung nehmen die Ängste irgendwann ab oder verschwinden ganz, was nicht bedeutet, dass sie nicht durch außergewöhnliche Ereignisse wieder angefeuert werden können, wie eime schwere Krankheit oder Beziehungskonkurrenten.
Was könnte ich dir raten? - Betrachte die Verlustängste als Luxusproblem. Ohne Beziehung wären sie nicht da. Vielleicht verlieren sie dadurch ein wenig an Schrecken.
Wichtig ist trotz aller Ängste Partner*in nicht in einen goldenen Käfig zu sperren sondern die Freiräume zu lassen, die für das jeweilige Wohlbefinden und für die jeweilige Persönlichkeitsentwicklung benötigt werden.
Liebe Grüße
Helga