Helgas Thesen - # 4
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Wally
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Re: Helgas Thesen
Liebe Nicole,
Ob Du momentan besoffen bist, weiß ich ich nicht. Verbal machst Du nicht den Eindruck...
Aber eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen: ein gesunder Mensch IST von einer ganzen Flasche Wein besoffen - und zwar schon ziemlich!
Wenn das bei Dir nicht so ist, solltest Du Dir mal ernsthaft Gedanken über Deinen gewohnheitsmäßigen Alkoholkonsum machen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen! Wäre schade, auch für uns hier.
Herzliche Grüße
Wally
Ob Du momentan besoffen bist, weiß ich ich nicht. Verbal machst Du nicht den Eindruck...
Aber eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen: ein gesunder Mensch IST von einer ganzen Flasche Wein besoffen - und zwar schon ziemlich!
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Michi
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Re: Helgas Thesen
Das denke ich auch, dass Frauen eher lieber aus dem Hintergrund die Fäden ziehen.Gwendulin65 hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 17:46 Aber mal erlich, seit sich die Menschheit sich selbst bewusst wurde war es nicht schon immer so das es die Frauen waren die im Hintergrung die Fäden ziehen ?
Ich kann mich noch gut an die Reden meiner Großeltern erinnern.
Da hieß es mehrfach:
"Der Mann ist der Kopf, die Frau ist der Hals. Und wie sich der Hals dreht, so muss der Kopf mit."
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Wally
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Re: Helgas Thesen
Hallo Aria,Aria hat geschrieben: Sa 25. Sep 2021, 20:51 Transsexualität hat nichts mit der Gesellschaft zu tun, sondern nur mit einem selbst.
Mit allem anderen in Deinem ausführlichen Posting bin ich einverstanden und kann es aus eigener Erfahrung bestätigen; aber interessant wird's ja nun mal genau da, wo man die Dinge unterschiedlich sieht
Meine Erfahrung ist, dass man sich im Spiegel der gesellschaftlichen Umgebung seiner selbst erst wirklich bewußt werden kann. Wäre ich der einzige Mensch auf der Welt, dann wäre mein Geschlecht eine völlig belanglose Kategorie. Es wäre für mich nicht nur egal: ich wüßte nicht einmal im Ansatz, was "Geschlecht" überhaupt ist. Erst die gesellschaftliche Unterscheidung ermöglicht es mir, mich selber mehr oder weniger eindeutig auf der einen oder anderen Seite zu verorten. Und mich dann auch öffentlich zu dieser Seite zu bekennen und mich anderen Menschen so zu zeigen gibt meiner persönlichen, geschlechtlichen Identität überhaupt erst Sinn und Bedeutung.
Es klingt wie ein Widerspruch, ist aber tatsächlich so: unsere geschlechtliche Identität steckt vom Ursprung her ausschließlich in uns selber; wir können sie nicht aus irgendeiner Erziehung, aus gesellschaftlichen Regeln oder Vorbildern beziehen. Leben können wir diese Identität aber wiederum nur in der Gesellschaft, in der spezifischen Interaktion mit anderen Menschen. Eben weil sich das mir so darstellt, halte ich die geschlechtliche Identität für etwas "Angeborenes", auf hirnorganischer "Hardware" beruhendes.
Herzlichen Gruß
Wally
Herzliche Grüße
Wally
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Nicole Fritz
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Re: Helgas Thesen
Danke, liebe Wally, dass Du dich um mich Sorgen machst. Aber schau vielleicht mal zurück ins Mittelalter. Da definierte man einen gesunden Menschen noch ganz anders. In der Marxburg bei Koblenz sind die Gefäße für die Täglichen Wein-Rationen für Adelige oder Mönche ausgestellt. Bei der Menge wäre ich wirklich besoffen.Wally hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 18:31 ein gesunder Mensch IST von einer ganzen Flasche Wein besoffen - und zwar schon ziemlich!
Liebe Grüße
Nicole
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Nicole Fritz
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Re: Helgas Thesen
Genau deswegen war mir schnell klar, dass ich mit meinem Schniedelwutz da unten die Arschkarte gezogen hatte. Dumm gelaufen, oder wie sagt man da?Gwendulin65 hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 17:46 Eine Frau gehörte an den Herd aber sie wusste ganz genau wie sie ihre weiblichen Reitze einsetzen musste um ihren Mann dazu zu bringen ihrem Willen zu folgen Das ist Macht aus sicherer Distanz und wenn es Schief ging war der Mann schuld.
LG Nicole
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Helga
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Re: Helgas Thesen
Hallo Aria,Aria hat geschrieben: Sa 25. Sep 2021, 20:51 Ich denke, du hinterfragst das spezifische Rollenbild im Bezug zu Kleidung deshalb so sehr, weil du Leid deswegen erfährst und nicht verstehen kannst, warum es den Männern nicht gelingt sich darin genau so zu emanzipieren wie die Frauen.
keine Angst, ich leide nicht. Ich denke nur nach. Würde ich nicht nachdenken und wie früher auf irgendwelche Verdrängungsstrategien setzen, dann würde ich mit Sicherheit leiden. Würde ich das Nachdenken über mich irgendwelchen Fachmenschen überlassen, die versuchen würden mich in vorkonfektionierte Schubladen zu pressen statt neue zu bauen, ich würde mutmaßlich auch leiden.
Meine weibliche Seite ist eigentlich ganz zufrieden. Sie ist akzeptiert, wird als Bereicherung empfunden, ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse werden in den Alltag eingebunden, zu besonderen Anlässen darf sie sich dann auch mal zeigen und sie freut sich schon sehr darauf demächst einige gute Freundinnen zu treffen.
Bevor wir uns jetzt alle zur Weinverkostung auf den Weg in den Hunsrück machen, versuche ich mal den Bogen zurück zu schlagen.
Ich fasse zusammen: Männer und Frauen verfügen abgesehen vom Kinder- zeugen und Kinder- gebären über die gleichen Fähigkeiten, meinetwegen in unterschiedlich starker Ausprägung.
Die im Laufe der Zeit enstandene Rollenverteilung führte unter dem Strich dazu dass beide zwar das gemacht haben, was sie jeweils am besten konnten, sich dabei aber in ihren Fähigkeiten selbst eingeschränkt haben. Die nicht- ausgeübten Fähigkeiten wurden unterdrückt und schienen verloren. Einiges mag sich im Zuge der Evolution noch konsolidiert haben. Im Zuge der Emanzipation, bei der es vordergründig um Rechte ging, haben die Frauen sich die meisten dieser Fähigkeiten zurückgeholt. Da die Männer sich als dominierendes Geschlecht keine Rechte zurückholen mussten, gibt es eigentlich keine Emanzipation und sie tun sie sich schwerer damit die unterdrückten Fähigkeiten wieder zu reaktivieren. Kleidung ist hierbei nur schmückendes Beiwerk und tut nichts zur Sache. Im Zuge der Diskussion gab es einiges "Geschwurbel" aber auch einige interessante Gedanken. Faszinierend finde ich die von Vicky geäußerte Idee, dass in den unterdrückten Fähigkeiten ein Schlüssel zum TransX- Thema liegen könnte.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Helga
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Re: Helgas Thesen
Hallo Diva,Diva hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 16:02 Das Avatar ist nur eine Reminiszenz. Ich liebe die Sachen nach wie vor, aber ich ziehe sie niemals wieder an.
das ist schade. Du hast hoffentlich nicht den klassischen Fehler begangen, den wir Crossdresser gerne immer wieder machen und alles entsorgt?
Liebe Grüße
Helga
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Re: Helgas Thesen
Frauen mögen im Mittel schwächer sein. Geschickter sind sie sicher nicht. In Zeiten, in denen es um das Überleben ging, musste sich Jede/r nach seinen Fähigkeiten einbringen und wahrscheinlich nicht nach dem Geschlecht. Die geschlechtliche Aufgabenteilung "Beeren sammeln" bzw. "Jagen" wird nach den Erkenntnissen der Archäologie stark bezweifelt (https://www.deutschlandfunkkultur.de/ge ... _id=342902).Gwendulin65 hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 17:46 In den Anfängen der Menschheit war es doch so das Frauen schwächer und geschickter wie Männer waren. Also war es sinvoll das sie die Beeren sammelten wärend die starken Männer für das Fleisch sorgten. Soweit ok.
Damit sind alle Thesen, die darauf aufbauen, hinfällig...
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Helgas Thesen
Moin,
Missbrauch ist Missbrauch.
gute Idee; gleich umsetzenGwendulin65 hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 10:39 Ich merke schon das man hier genauer auf seine Ausdrucksweise aufpassen muß.
Hihi finde ich unangebracht; klingt fast nach Zustimmung.Gwendulin65 hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 10:39 Hihi ich möchte nicht wissen wieviele herranwachsende Jungen / Männer mit noch etwas zarterem Körperbau flach gelegt wurden
Missbrauch ist Missbrauch.
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Re: Helgas Thesen
Das wäre kein großes Problem; es gibt eh zu viele belanglose Beiträge und Themen.Gwendulin65 hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 11:50 dann verlieren viele bestimmt die Lust überhabt noch etwas zu schreiben !
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Re: Helgas Thesen
Hallo Helga,Helga hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 22:28 Hallo Jennifer,
eigene Ideen, Gedanken und Thesen sind herzlich willkommen! Bin dankbar für Anstöße.
danke für deine Anregung!
Tja welche Gedanken kreisen mir gerade im Kopf herum? Natürlich ist es meine Beziehung zu Thomas die nun wirklich Fahrt aufgenommen hat und ich schon von Liebe spreche. Vor der Beziehung war ich jahrelang Single und machte mir Gedanken, wie ich mir eine Beziehung vorstelle und ob ich einen Menschen so sehr in mein Leben lassen kann, das ich ihm total Vertrauen kann - schließlich kannte ich diese Gefühl der Verbundenheit noch nicht. Inzwischen hat sich meine Gefühlswelt völlig verlagert und grüble eher über Verlustängste. Ich habe meinen Schatz inzwischen sehr gut kennengelernt und hätte nie gedacht, daß eine Beziehung so gut und vor allem schnell funktionieren würde. Wahrscheinlich liegt es daran, daß wir beide das selbe empfinden.
Ich sprach bereits meine Verlustängste an, denn ich möchte keinesfalls, daß die Beziehung auf irgendeine Weise endet. Mit diesen Gefühlen umzugehen ist derzeit recht schwierig für mich, da ich zuvor noch nie damit konfrontiert wurde. Das ist wohl das Risiko einer funktionierenden Partnerschaft.
Natürlich wäre ich dankbar für jegliche Tipps von euch, wie ich damit umgehen soll.
Ein großes Dankeschön für eure Ideen.
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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Aria
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Re: Helgas Thesen
Huhu Diva,
schön dich wieder mal zu lesen...
Winkeärmchen....da musste ich schmunzeln. Tatsächlich habe ich auch leichte Ansätze davon. Das kommt aber vom Verlust der Muskelmasse, die ich bis zum Start der HET über Jahre hin aufgebaut hatte. Und da ich keine 25 mehr bin, tut sich auch meine Haut nicht mehr so leicht damit, das wieder rückgängig zu machen. U.a. ein Vorteil der ein frühe Transition mit sich bringt....
schön dich wieder mal zu lesen...
Aria hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:27 Dabei fällt mir gerade besonders auf, dass es an Armen und Beinen zwar weniger wird und der Eindruck ob männlich oder weiblich sich schon zu letzteren ändert aber etwas bleibt und das sind die Ansatzpunkte der Muskeln am Knochen, die durch die Fettreduktion sichtbarer geworden ist. Wenn ich das mit Cis-Freundinnen vergleiche, ist definitiv ein Unterschied zu erkennen. Und diesen kann ich niemals kompensieren, da ich XY Chromosomen habe, die meinen Körper so aufgebaut haben.
Ja, auch dann! Man kann es deutlich erkenne. Vor allem an Handgelenken, Fesseln und Schultern.Diva hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 16:02 Und wenn du mit den Armen einer Leistungssportlerin a.D. vergleichst?
Eine Therapeutin meinte letztens zu mir, "normale" untrainierte Frauen meines Alters wären zweifelsfrei am "Winkfleisch" zu erkennen. Das war ihre derbe Bezeichnung des hinteren Oberarm-Ansatzes (Trizeps) ... Ich hab kein "Winkfleisch" und will auch keines haben, selbst wenn es mich optisch "verweiblichen" würde.
Du hast Recht, dass immer ein männlicher Rest verbleibt. Doch gibt es denn nicht auch muskulöse Frauen, große Frauen, Frauen mit Bassstimme usw.? Im letzten Sommer blieb mir nichts weiter übrig, bei über 30 Grad im Top unterwegs zu sein, ohne was drüber zu ziehen. Der Kommentar eines Mannes zu seiner Frau, die mich Fastfood-essend beobachteten, als ich vorüber ging (ohne Maulkorb): "Na, die Frau hat Muskeln!" Und ein paar spielende Mädchen hielten kurz inne, schauten mich an und kreischten: "Kuck mal, 'ne Lesbe!"
Ein Ehepaar, das bei der ersten und letzten Veranstaltung, die ich dieses Jahr besuch(t)e, am Nebentisch saß, tuschelte nach eingehender Beobachtung laut herum. Die Frau belehrte ihren Mann: "Wenn eine Frau hart arbeitet oder viel Sport macht, dann ist sie eben weiblich und trotzdem kräftig." Ich trug Rock, Sneakers und enges T-Shirt.
Winkeärmchen....da musste ich schmunzeln. Tatsächlich habe ich auch leichte Ansätze davon. Das kommt aber vom Verlust der Muskelmasse, die ich bis zum Start der HET über Jahre hin aufgebaut hatte. Und da ich keine 25 mehr bin, tut sich auch meine Haut nicht mehr so leicht damit, das wieder rückgängig zu machen. U.a. ein Vorteil der ein frühe Transition mit sich bringt....
Aria hat geschrieben: Fr 24. Sep 2021, 10:27 Gleiches gilt für den Beckenbereich. Der Beckenknochen ist bei biologischen Frauen breiter gebaut, einfach weil da halt mal ein Babykopf durch passen sollte. Das ergibt dann auch ein anderes äußeres Erscheinungsbild in diesem Bereich. Da kann mein Körper Fett verteilen wie der will, ich werde keine Hüfte wie die einer Bio-Frau haben.
Ich kenne Jenny aus Bachelor nicht und ich will auch gar nicht leugnen, dass es Abweichungen vom Durchschnitt gibt. Wenn man aber genau den betrachte, sind die Unterschiede nicht von der Hand zu weisen, weil sie biologischer Herkunft sind. Klar, helfen mir solche Abweichungen, mit meiner Dysphorie etwas besser zu recht zu kommen. Doch da gibt es bessere und schlechtere Tage. Und wenn so ein schlechter Tag da ist, ist so eine Reaktion von einem vermeintlichen Verehrer natürlich die Vollkatastrophe. Da geht es dann GNTM Kandidatinnen, die augenscheinlich mehr Passing-Glück habe am Ende genau so wie mir und dir.Diva hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 16:02 Nimm z.B. die Auserwählte des ersten "Bachelors" im TV (was hab ich damals geheult): Jenny begeisterte mich, denn sie hatte breitere Schultern als Hüften und widersprach damit dem "Stundenglas" - oder böse formuliert "Uhrenkasten"-Modell der Weiblichkeit.
Oder schau dir die Reporterin beim rbb Ulrike Finck an: Ich kenne kein Interview, bei dem sie einen männlichen Gesprächspartner nicht mindestens um einen Kopf überragt. Zudem ist sie kräftig und trainiert, paddelt ja auch kreuz und quer durch Berlin und Brandenburg. Oder die neue Nachrichtensprecherin mit dem extrem hohen Haaransatz. Als Transperson käme da schnell das Thema auf zu operieren oder das durch die Frisur zu kaschieren. Aber sie als Cis-Frau betont diese Eigenheit noch durch stets zurückgekämmtes Haar.
Ich halte es mit einem der ersten "Trans"-Models bei GNTM, die in einem Interview sehr schön beschreibt, wie sie angeflirtet und komplimentiert wird, bis endlich der alles entscheidende Satz kommt: "Übrigens, ich bin nicht als Frau geboren worden." Falls das Gegenüber nicht sofort aufspringt und fluchtartig die Szene verlässt, gibt es neben Beschimpfungen oft Bemerkungen wie: "Ja, hab ich mir gleich denken können, die tiefe Stimme, die großen Hände, die großen Füßen" usw. Nur komisch, dass es zuvor keinen Anlass zur Ablehnung gab. Alles Geschwätz, um das eigentliche Thema zu tarnen: Es geht nicht um Einzelheiten in der Erscheinung, sondern allein um die irrsinnige Angst der Männer und die Irritationen der Frauen, vermeintlich einer "Täuschung" aufgesessen zu sein. All die scheinbaren Ungereimtheiten - wenn sie nicht allzu offensichtlich sind - führen regelmäßig erst dann zum Misgendern und angeblicher zwangsweiser männlicher Wahrnehmung durch andere, wenn diese "wissen" oder zu wissen meinen (durch Tratsch z.B.), dass es sich nicht um eine Cis-Frau handelt.
Insoweit kann gegen jede männlich kategorisierte Optik angekämpft werden - die Umwelt wird stets das sehen, was sie meint, sehen zu MÜSSEN. Deshalb ist jeder Kampf um gutes Passing ein Spiel auf Zeit und im Zwischenmenschlichen von vornherein verloren.
¡no lamento nada!
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Aria
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Re: Helgas Thesen
Hmm, du hast mir aber mal gesagt, dass du auch einen Leidensdruck erfährst, als ich dir sagt, dass man erst dann was ändert, wenn der Druck zu groß wird.Helga hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 23:36 keine Angst, ich leide nicht. Ich denke nur nach. Würde ich nicht nachdenken und wie früher auf irgendwelche Verdrängungsstrategien setzen, dann würde ich mit Sicherheit leiden. Würde ich das Nachdenken über mich irgendwelchen Fachmenschen überlassen, die versuchen würden mich in vorkonfektionierte Schubladen zu pressen statt neue zu bauen, ich würde mutmaßlich auch leiden.
Meine weibliche Seite ist eigentlich ganz zufrieden.
Ich weiss nicht woher du immer die Annahme vertrittst, dass Fachmenschen über dich nachdenken und dich dann in eine Schublade stecken wollen. Ein kompetenter Fachmensch wird das niemals tun, sondern alles dir überlassen.
Du weisst, dass gerade bei diesen Fachmenschen das Wort "eigentlich" kein gutes Wort ist.....!?
¡no lamento nada!
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Aria
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Re: Helgas Thesen
Völlig richtig!Wally hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 19:45 Meine Erfahrung ist, dass man sich im Spiegel der gesellschaftlichen Umgebung seiner selbst erst wirklich bewußt werden kann.
Dennoch kann mich die Gesellschaft nicht beeinflussen, den Weg zu beschreiten. Ich bin der Faktor, der diesen Prozess zulässt oder nicht Ich merke zwar, dass ich unter einem Fehlempfinden leide aber ob es mir die Sache wirklich wert ist nachzugehen, entscheide am Ende nur ich selbst. Und wenn ich der Sache nicht nachgegangen bin, weiss ich noch nicht mal, dass es sich wirklich um Transsexualität handelt, da ich davon vllt noch nie gehört habe. Ich verorte meine ständige Missstimmung evt. in einem ganz anderen Feld.
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Re: Helgas Thesen
Liebe Vicky...Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 15:59 Jenseits von Yoga ist auch folgender Absatz aus dem Artikel interessant:
Was bedeutet das für unsr Transwesen ? Wie beeinflusst die intensive Beschäftigung mit dem Thema unsere Hirnfunktion und damit unsere Wahrnehmung ?Interessant in dem Zusammenhang: Jedes Hobby, das ein Mensch über längere Zeit verfolgt, verändert das Gehirn, Lesen genauso wie Fahrradfahren. Denn auf wiederholtes Üben reagiert unser Denkorgan generell mit funktionellen und strukturellen Anpassungen, erklärt Ulrich Ott, Psychologe am Bender Institute of Neuroimaging der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Das heißt, die Hirnregionen, die benutzt werden, differenzieren sich aus und die synaptischen Verbindungen werden stärker — vergleichbar mit einem Muskel, der durch regelmäßiges Training an Kraft gewinnt.
Aber das ist ein anderes Thema.
ich sehe deinen Ansatz...
aber, hier geht es um Hobbys die man erlernen kann und natürlich mache ich dann Fortschritte,
die in "Fleisch und Blut" übergehen, habe ich dafür schon gute Anlagen, geht es auch schneller.
Mein Sein ist zum Teil die Gesamtheit aller meiner Erfahrungen, zum anderen Teil ist es nativ so.
Nur weil ich mich mit mir als Frau beschäftige werde ich aber nicht weiblicher..
mein Sein ist weiblich, was sollte sich also bei der Beschäftigung mit meiner Person daran ändern?
Ich kann nicht üben eine Frau zu sein, ich kann es nicht werden wollen, ich bin eine.
Schminken ist eine Sache die ich lernen kann, sie drückt Weiblichkeit aus (gut nicht nur, weil es auch
schön geschminkte Männer gibt), aber es ändert mein Wesen nicht.
Weiblich sein und Dinge tun die für weiblich gehalten werden sind 2 unterschiedliche Dinge.
Frau sein sitzt nicht im Gehirn, nein, tut es nicht..für mich nicht, weil es nicht meiner Vorstellung
von "Seele" entspricht, der Energie die in meinem Körper wohnt.
Deswegen liebe Helga, ich habe es schon mehrfach betont-Frau sein hat nichts mit der Kleidung zu tun
die getragen wird. Die ist nur ein der Zeit zugeordneter individueller Ausdruck des Frau seins.
Daher verstehe ich deine Tochter gut, denn ich mag Absatzschuhe auch nicht besonders, dafür mag
wie Aria auch Jumpies total gerne..das ist unser Ausdruck des Frau seins und da gibt es so viele wie
Frauen auf diesem Planeten..
was ist schade daran? Genau richtig, nichts..
In einem Rock mit Blazer würde ich mich richtig verkleidet fühlen, so wie ich mich wenn ich einen
Anzug getragen habe auch verkleidet gefühlt habe, falsch, sogar künstlich, völlig eingeschränkt
-es passt nicht zu meiner Person. Zu einer anderen Person schon...
ich würde gerne noch auf die geschichtlichen und körperlichen Themen eingehen die hier
angeschnitten wurden, denn ich habe viel über Alt-Europa und die Thesen von Marija Gimbutas
gelesen-es würde aber nichts daran ändern, das ich nicht mehr über etwas nachdenke was ich
einfach bin...
Habt es gut...Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.