Svetlana L hat geschrieben: Mi 23. Jun 2021, 07:34
Die Diskussionen über den Regenbogen, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit sind ja gerade nicht zu übersehen. Viele Äußerungen halte ich für ehrlich und glaubhaft, bei einigen springt einem der Zug, auf den sie aufgesprungen sind, förmlich ins Auge. Wenn beispielsweise Herr Söder sich auf einmal so deutlich für Schwule, Lesben, Trans*, Inter* ... einsetzt, dann kann er doch auch seinen Einfluss in der Union geltend machen, damit wir beim TSG, beim Abstammunsgrecht, beim Art. 3 GG usw. endlich mal einen Schritt weiter kommen. Gefühlt ist ja fast ganz Deutschland auf einmal Teil der Regenbogen-Community.
Sehe es nicht so positiv. Dieses Jahr ist die Bundestagswahl. Söder und Co. sind im Wahlkampf, sie wollen keine negativen Schlagzeilen riskieren. Wenn man in das Wahlprogramm von der Union schaut, habe ich beim überfliegen kein einzigen Punkt entdeckt der mit lgbt+ zu tun hat. Erwarte keine Verbesserung der Rechtslage, zumindest nicht von Söder.
Solange in Deutschland eine bessere Rechtslage herrscht, kann man von oben herabblicken und Ungarn verurteilen. Das Gesetz ist absoluter Mist. Vor der paar Jahren wurde aber auf in DE stark darüber diskutiert, ob in der Schule z.B. über Homosexualität aufgeklärt werden soll. Wir sind nur zwei Schritte vor Ungarn, sollten uns mehr für Fortschritt bemühen, als uns deshalb auf die Schulter zu klopfen. Welche Institution die Fähigkeit hat, das Gesetz zu drehen ist mir nicht bekannt. Verschwindet wahrscheinlich von der Prioritätenliste sobald die EM um ist, zumindest für uns.
Uhu