conny hat geschrieben:es erschreckt mich immer wieder, welche reaktionen themen rund um die kirche hervorrufen und wie undifferenziert diese sind. was wäre, wenn -wie schon - gesagt - jemand anders, ein psychologe u.a. so ein thema angekündigt hätte?
Lina hat geschrieben:Persönlich finde ich es auch etwas suspekt, wenn jemand anfängt für eine Religion zu missionieren. Insbesondere in LGBT Kreisen, weil es meistend darauf hinaus läuft: Ihr seid falsch und "wir" müssen euch vor dem Untergang retten, oder sowas in die Richtung. Das nervt, weil es in der Regel sich um Organisationen handelt, wo die Sichtweise der Einzelnen nicht beachtet wird, sondern nur Dogmen vertreten werden.
gerade der fall von dorothea zeigt doch wie tolerant die kirche ist, in dem sie ihren weg unterstützt. auch homosexuelle und lesben können pfarrer sein. wie kann man da behaupten, dass die sichtweise des einzelnen nicht beachtet wird. wo bitte werden in der evangelischen kirche dogmen vertreten?
wie offen die kirche ist, kann man regelmäßig in konzentrierter form auf den kirchentagen erleben. sie ist im manchen weiter als so manch andere institution!
lg
conny
Du findest es also "tolerant", dass die Kirche jetzt seit wenigen Jahren gnädigerweise LGBT Personen nicht mehr verfolgen!! Völlig, ohne zu erwähnen, dass in unseren Kulturen vor dem Einzug des Christentums LGBT ein Teil des Alltags war. Also, wir terrorisieren mal einige Jahrhunderte Lesben, Schwule und Trans, dann hören wir damit auf und können uns dann mit den Federn der "Toleranz" schmücken. Das ist so ähnlich wie, wenn ich erst mal 10 Jahre Drogen deale, dann höre ich damit auf und bekomme dafür den Integrationspreis ... OK, das hat schon jemand vor mir gemacht, aber vom Prinzip her, meine ich.
Und was bitteschön ist denn daran undifferenziert, dass ich auf dogmatisches Verhalten der Kirchen hinweise. Meine Sichtweise der Spiritualität im Universum ist doch nachweislich wesentlich differenzierter, da ich mich niemals dazu anmaße zu behaupten, meine Spiritualität wäre die eingige Wahreit. Hälten die christlichen Kirchen etwa die Tür offen für neue Sichtweisen? Kann etwa die Mitglieder einer Kirchengemeinde sagen, "Hey Padre, wir möchten auch mal was hören aus den wiedergefundenen Texten, die NICHT von den Römern damals ausgesucht." Und er sagt: "Ja, könnt ihr haben, da steht bestimmt auch was Interessantes drin." DAS wäre differenziert!
Das sollte mal gesagt werden finde ich.
Mach doch ruhig Werbung für deine Religion, aber mach es bitte ehrlich und offen.