Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
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LucyBaby86
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Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hallo zusammen,
mich würde einmal interessieren, wie sich euer beruflicher Weg nach eurem Outing oder während der Transition entwickelt hat.
Ich selbst bin seit März 2026 aufgrund verschiedener Umstände arbeitssuchend und befinde mich gerade an einem Punkt, an dem ich mich beruflich komplett neu orientieren möchte – eventuell im Bereich Krankenpflege oder MFA, oder gar im Kaufmännischen Bereich.
unterstützt werde ich bei der Findung einer neuen Beruflichen perspektive vom Jobcoach.
Bis auf private Erfahrungen hatte ich mit diesen Bereichen bisher allerdings kaum Berührungspunkte. Dazu kommt, dass mein bisheriges Leben und Berufsleben leider komplett „männlich“ ausgerichtet war.
Mein Alltag bestand viele Jahre aus:
LKW fahren
Bau & Handwerk
Stahl, Strom & schwere Maschinen
Öl, Schmiere und körperlich harter Arbeit
ABI oder Studium habe ich nie gemacht da man familiär und auch sonst nie wirklich unterstützt und gefördert wurde.
Manchmal frage ich mich ehrlich, ob so ein kompletter Neuanfang überhaupt realistisch ist oder ob ich mich damit überfordere.
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass sich mit der Transition nicht nur äußerlich vieles verändert hat, sondern auch innerlich. Dinge, die früher nie denkbar gewesen wären, fühlen sich heute plötzlich deutlich näher an als mein altes Leben.
Mich würde deshalb interessieren:
Seid ihr in euren alten Berufen geblieben oder habt ihr nach eurem Outing ebenfalls neue Wege eingeschlagen?
Und falls ja:
Wie schwer war dieser Schritt für euch?
mich würde einmal interessieren, wie sich euer beruflicher Weg nach eurem Outing oder während der Transition entwickelt hat.
Ich selbst bin seit März 2026 aufgrund verschiedener Umstände arbeitssuchend und befinde mich gerade an einem Punkt, an dem ich mich beruflich komplett neu orientieren möchte – eventuell im Bereich Krankenpflege oder MFA, oder gar im Kaufmännischen Bereich.
unterstützt werde ich bei der Findung einer neuen Beruflichen perspektive vom Jobcoach.
Bis auf private Erfahrungen hatte ich mit diesen Bereichen bisher allerdings kaum Berührungspunkte. Dazu kommt, dass mein bisheriges Leben und Berufsleben leider komplett „männlich“ ausgerichtet war.
Mein Alltag bestand viele Jahre aus:
LKW fahren
Bau & Handwerk
Stahl, Strom & schwere Maschinen
Öl, Schmiere und körperlich harter Arbeit
ABI oder Studium habe ich nie gemacht da man familiär und auch sonst nie wirklich unterstützt und gefördert wurde.
Manchmal frage ich mich ehrlich, ob so ein kompletter Neuanfang überhaupt realistisch ist oder ob ich mich damit überfordere.
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass sich mit der Transition nicht nur äußerlich vieles verändert hat, sondern auch innerlich. Dinge, die früher nie denkbar gewesen wären, fühlen sich heute plötzlich deutlich näher an als mein altes Leben.
Mich würde deshalb interessieren:
Seid ihr in euren alten Berufen geblieben oder habt ihr nach eurem Outing ebenfalls neue Wege eingeschlagen?
Und falls ja:
Wie schwer war dieser Schritt für euch?
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Knäckebrötchen
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hi Lucy,
in meinem beruflichen Alltag hat sich im Grunde nichts geändert. Ich arbeite weiterhin da, wo ich vor und während meiner Transition gearbeitet habe. Und streng genommen fühle ich mich noch nicht am Ende dieses Weges. Außer, dass ich zu Dingen eingeladen werde, die Frau-exklusiv sind (ich durfte nicht nur an der BfC-Wahl teilnehmen, ich hätte mich sogar aufstellen (lassen) können).
Wenn Du aber eh schon in andere Richtungen denkst: hast Du mal über Abendgymnasium nachgedacht? So könntest Du diesen Punkt nachholen und dir damit vielleicht noch mehr Optionen eröffnen? Ansonsten kommt es ja auch sehr drauf an, wie weit die Unterstützung durch das Amt so geht. Ich konnte damals noch die Zusatzqualifikation in Richtung QM/QMB rausholen, hab dann aber auch wieder was in meinem eigentlichen Berufsfeld gefunden.
in meinem beruflichen Alltag hat sich im Grunde nichts geändert. Ich arbeite weiterhin da, wo ich vor und während meiner Transition gearbeitet habe. Und streng genommen fühle ich mich noch nicht am Ende dieses Weges. Außer, dass ich zu Dingen eingeladen werde, die Frau-exklusiv sind (ich durfte nicht nur an der BfC-Wahl teilnehmen, ich hätte mich sogar aufstellen (lassen) können).
Wenn Du aber eh schon in andere Richtungen denkst: hast Du mal über Abendgymnasium nachgedacht? So könntest Du diesen Punkt nachholen und dir damit vielleicht noch mehr Optionen eröffnen? Ansonsten kommt es ja auch sehr drauf an, wie weit die Unterstützung durch das Amt so geht. Ich konnte damals noch die Zusatzqualifikation in Richtung QM/QMB rausholen, hab dann aber auch wieder was in meinem eigentlichen Berufsfeld gefunden.
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Lavendellöwin
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hi Lucy,
bei mir ist es ganz ähnlich wie bei Knäckebrötchen...
ich habe mich allerdings auch in der Transition wie du gefragt, möchte ich mich beruflich komplett verändern. Und dabei auch ein wenig an
den medizinischen Bereich gedacht, denn ich interessiere mich schon sehr für Medizin und/oder Ernährung. Aber auch für Reisen..fast noch mehr..
Das du jetzt grade bei der Agentur bist, gibt dir die Möglichkeit das auch mal ein wenig auszuloten. Ich würde dir empfehlen, bevor du eine Weiterbildung
oder Umschulung in dem Bereich machst, mal ein paar Wochen zu hospitieren, also ein Praktikum zu machen. Denn grade in der Pflege ist das
auch ein Knochenjob und psychisch auch nicht ganz belastungsfrei..
deswegen hatte ich an Ergotherapie oder Logopädie gedacht, 3 Jahre waren mir aber deutlich zu lange für eine neue Ausbildung.
Daher habe ich mich letztes Jahr ziemlich intensiv in Projektmanagement und Softwareentwicklung weitergebildet, etliche Zertifikate gemacht und auch einen
sehr guten Abschluss bekommen. Ich komme aber auch aus dem IT Bereich und habe vorher viel Supportthemen gehabt unter anderem für Apple.
Was habe ich festgestellt? Das ich im Grunde schon richtig war, ich liebe es Menschen bei technischen Fragestellungen zu unterstützen, das bin ich einfach,
das ist das was mich ausmacht, Probleme lösen und den Menschen wieder Vertrauen geben.
Mein Lieblingsmensch ist Magister in Geografie und Geologie befördert aber seit Jahren sehr erfolgreich Menschen von A nach B und auch hier sind die
Gespräche der wahre Kern, der diesen Job ausmacht.
Es ist nicht wichtig, ob du einen Job bei "männlich" oder "weiblich" einsortierst, es ist wichtig, das du den Job liebst, denn das ist die Grundlage
das du ihn gut machst und da sollte sich deine Energie darauf konzentrieren, alles sonst ist verschwendete Zeit.
Und Energie braucht man für die Transition, gerade bei der medizinischen...
habs fein, Marie
bei mir ist es ganz ähnlich wie bei Knäckebrötchen...
ich habe mich allerdings auch in der Transition wie du gefragt, möchte ich mich beruflich komplett verändern. Und dabei auch ein wenig an
den medizinischen Bereich gedacht, denn ich interessiere mich schon sehr für Medizin und/oder Ernährung. Aber auch für Reisen..fast noch mehr..
Das du jetzt grade bei der Agentur bist, gibt dir die Möglichkeit das auch mal ein wenig auszuloten. Ich würde dir empfehlen, bevor du eine Weiterbildung
oder Umschulung in dem Bereich machst, mal ein paar Wochen zu hospitieren, also ein Praktikum zu machen. Denn grade in der Pflege ist das
auch ein Knochenjob und psychisch auch nicht ganz belastungsfrei..
deswegen hatte ich an Ergotherapie oder Logopädie gedacht, 3 Jahre waren mir aber deutlich zu lange für eine neue Ausbildung.
Daher habe ich mich letztes Jahr ziemlich intensiv in Projektmanagement und Softwareentwicklung weitergebildet, etliche Zertifikate gemacht und auch einen
sehr guten Abschluss bekommen. Ich komme aber auch aus dem IT Bereich und habe vorher viel Supportthemen gehabt unter anderem für Apple.
Was habe ich festgestellt? Das ich im Grunde schon richtig war, ich liebe es Menschen bei technischen Fragestellungen zu unterstützen, das bin ich einfach,
das ist das was mich ausmacht, Probleme lösen und den Menschen wieder Vertrauen geben.
Mein Lieblingsmensch ist Magister in Geografie und Geologie befördert aber seit Jahren sehr erfolgreich Menschen von A nach B und auch hier sind die
Gespräche der wahre Kern, der diesen Job ausmacht.
Es ist nicht wichtig, ob du einen Job bei "männlich" oder "weiblich" einsortierst, es ist wichtig, das du den Job liebst, denn das ist die Grundlage
das du ihn gut machst und da sollte sich deine Energie darauf konzentrieren, alles sonst ist verschwendete Zeit.
Und Energie braucht man für die Transition, gerade bei der medizinischen...
habs fein, Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Hilke
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hi Lucy,
wie ich schon geschrieben habe, habe ich ein kleines Hotel mit Gastronomie. (in Niedersachsen)
Schau Dich in Deiner Umgebung doch mal um, ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen:
Wenn jemand arbeiten will, mitzieht, Spaß an Gästen hat, wird jeder gerne genommen.
Zwar wird oft nur Mindestlohn gezahlt, aber man darf das Trinkgeld nicht vergessen.
Du kannst mir hierzu gerne eine PN schreiben, ich kann Dir (wenn gewünscht) gerne auch am Telefon dazu was erzählen.
Das zweite, was mir sofort auffiel war "LKW fahren".
Wenn Du den LKW Führerschein hast, zahlen viele Verkehrsbetriebe die Weiterbildung für den Busführerschein.
Ich weiß zwar nicht, wie die Lage in Eurer Region ist, aber hier ist es so, dass die Verkehrsbetriebe jeden einstellen, der nicht schnell genug am Betriebstor vorbei geht.
Da interressiert weder Religion, noch Herkunft, noch sonstwas - Hauptsache arbeitswillig, pünktlich, zuverlässig.
Viele Grüße
Hilke
wie ich schon geschrieben habe, habe ich ein kleines Hotel mit Gastronomie. (in Niedersachsen)
Schau Dich in Deiner Umgebung doch mal um, ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen:
Wenn jemand arbeiten will, mitzieht, Spaß an Gästen hat, wird jeder gerne genommen.
Zwar wird oft nur Mindestlohn gezahlt, aber man darf das Trinkgeld nicht vergessen.
Du kannst mir hierzu gerne eine PN schreiben, ich kann Dir (wenn gewünscht) gerne auch am Telefon dazu was erzählen.
Das zweite, was mir sofort auffiel war "LKW fahren".
Wenn Du den LKW Führerschein hast, zahlen viele Verkehrsbetriebe die Weiterbildung für den Busführerschein.
Ich weiß zwar nicht, wie die Lage in Eurer Region ist, aber hier ist es so, dass die Verkehrsbetriebe jeden einstellen, der nicht schnell genug am Betriebstor vorbei geht.
Da interressiert weder Religion, noch Herkunft, noch sonstwas - Hauptsache arbeitswillig, pünktlich, zuverlässig.
Viele Grüße
Hilke
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LucyBaby86
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hilke hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 18:17 Hi Lucy,
wie ich schon geschrieben habe, habe ich ein kleines Hotel mit Gastronomie. (in Niedersachsen)
Schau Dich in Deiner Umgebung doch mal um, ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen:
Wenn jemand arbeiten will, mitzieht, Spaß an Gästen hat, wird jeder gerne genommen.
Zwar wird oft nur Mindestlohn gezahlt, aber man darf das Trinkgeld nicht vergessen.
Du kannst mir hierzu gerne eine PN schreiben, ich kann Dir (wenn gewünscht) gerne auch am Telefon dazu was erzählen.
Das zweite, was mir sofort auffiel war "LKW fahren".
Wenn Du den LKW Führerschein hast, zahlen viele Verkehrsbetriebe die Weiterbildung für den Busführerschein.
Ich weiß zwar nicht, wie die Lage in Eurer Region ist, aber hier ist es so, dass die Verkehrsbetriebe jeden einstellen, der nicht schnell genug am Betriebstor vorbei geht.
Da interressiert weder Religion, noch Herkunft, noch sonstwas - Hauptsache arbeitswillig, pünktlich, zuverlässig.
Viele Grüße
Hilke
Gastro oder ähnliches ist so Garnicht meins. Danke fürs Angebot.
Die Fahrerei hab ich an Nagel gehangen, du bist in der Branche die Durchleuchteste Person als die, die mit Karte Einkaufen geht und was da für Regel und Gesetzte mittlerweile dahinter stecken ist abseits von normal und der Führerschein ist immer im Gefahr.
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Diana.65
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hallo Lucy.LucyBaby86 hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 12:31 Seid ihr in euren alten Berufen geblieben oder habt ihr nach eurem Outing ebenfalls neue Wege eingeschlagen?
Ich hatte das Glück, dass es bei mir im Job kaum Probleme mit meiner Transition gab. Ich bin Servicetechnikerin für Kommunikationstechnik und übe meine jetzige Tätigkeit schon seit 2003 aus. Es ist zwar manchmal nicht ganz so leicht, sich als Frau in den technischen Beerufen durchzusetzen, aber machbar.
Allerdings kam bei mir während der Transition auch ab und zu der Gedanke auf, dass ich mich beruflich auch eventuell neu orientieren könnte und eher etwas in die soziale Richtung machen würde. Das hab ich dann aber auf Grund meines Alters sein lassen.
Ich kenne aber einige, die den Weg in neue Berufe eingeschlagen haben. Bei manchen war es durch Schwierigkeiten in den alten Tätigkeiten, Mobbing und ähnliches, bei manchen aber auch, dass sie einfach sich beruflich anders orientieren wollen.
Eine gute Freundin von mir hate voriges Jahr mit über 40 noch mal eine komplette neue Ausbildung als Pflegefachkraqft begonnen. Allerdings ist das auch nicht ganz leicht und vorerst mit viel Aufwand und finanziell nur Lehrlingsentgeld verbunden und das für 3 Jahre. Gerade in dem Job sind auch die physischen und mentalen Belastungen sehr ausgeprägt.
Ich wünsche dir alles Gute für deine berufliche Neuorientierung.
Liebe Grüße, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Momo58
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Schuster bleib bei deinen Leisten, Brummifahrer/in bleib bei deinen Reifen.
LKW fahren ist heute kein reiner Männerberuf mehr. Ich habe schon viele Brummifahrerinnen gesehen. Frauen müssen sich überall im männlichen Patriarchat durchsetzen.
OK, LKW-Fahrer(innen) verdienen nur im Fernverkehr gut und ja auch LKW-Fahrer werden oft abwertend behandelt.
Ich selbst hab jetzt keine Erfahrungen, aber ich kann eine Erfahrung meines Transpartners berichten. Erst war alles OK, dann kam sein Outing. Natürlich wusste der Arbeitgeber, dass er ihn nicht wegen seines Outings kündigen kann, aber plötzlich bekam er Aufgaben, die weit über seinem Bildungsstand waren und die konnte er nicht erfüllen. Also wurde er degradiert in der Hoffnung, dass er freiwillig geht. Ganz freiwillig war es dann doch nicht, denn er wurde krank. Nach 2 Jahren Krankheit kam dann die Rente.
LKW fahren ist heute kein reiner Männerberuf mehr. Ich habe schon viele Brummifahrerinnen gesehen. Frauen müssen sich überall im männlichen Patriarchat durchsetzen.
OK, LKW-Fahrer(innen) verdienen nur im Fernverkehr gut und ja auch LKW-Fahrer werden oft abwertend behandelt.
Ich selbst hab jetzt keine Erfahrungen, aber ich kann eine Erfahrung meines Transpartners berichten. Erst war alles OK, dann kam sein Outing. Natürlich wusste der Arbeitgeber, dass er ihn nicht wegen seines Outings kündigen kann, aber plötzlich bekam er Aufgaben, die weit über seinem Bildungsstand waren und die konnte er nicht erfüllen. Also wurde er degradiert in der Hoffnung, dass er freiwillig geht. Ganz freiwillig war es dann doch nicht, denn er wurde krank. Nach 2 Jahren Krankheit kam dann die Rente.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Diana.65
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Ganz so einfach ist das, meiner Meinung nach, nicht. Wenn ich jeden Morgen mit einem unguten Gefühl aufwache, wenn ich dran denke wieder zur Arbeit zu müssen, dann sollte ich schon darüber nachdenken, warum das so ist. Und wenn ich mit der jeweiligen Arbeit absolut nicht zufrieden bin, ist es an der Zeit sich nach etwas umzuschauen, dass mir mehr liegt. Denn immerzu mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit zu gehen macht auf Dauer auch krank.Momo58 hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 08:19 Schuster bleib bei deinen Leisten, Brummifahrer/in bleib bei deinen Reifen.![]()
Nachdenklich, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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LucyBaby86
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Ich befinde mich aktuell in einer beruflichen Neuorientierung und mache mir viele Gedanken über meinen weiteren Weg.
Die Zeit in der Kraftfahrerei hat bei mir gesundheitlich und privat deutliche Spuren hinterlassen. Durch die ständige Abwesenheit war ich kaum zuhause, habe mich selbst stark vernachlässigt und letztlich auch zwei Beziehungen verloren. Zusätzlich fehlte oft die Möglichkeit, regelmäßig etwas für meine Gesundheit oder sportlichen Ausgleich zu tun.
Besonders nachdenklich machen mich zwei Situationen, in denen ich durch Überarbeitung am Steuer einen Sekundenschlaf hatte. Zum Glück ist nichts passiert, aber im Nachhinein möchte ich mir gar nicht ausmalen, was hätte passieren können.
Als Mechatronikerin konnte ich beruflich bislang ebenfalls nie richtig Fuß fassen. Hinzu kommt, dass es als Transfrau leider nicht immer leicht ist, im technischen Bereich fair wahrgenommen zu werden – trotz guter Voraussetzungen und Motivation.
Deshalb überlege ich aktuell, ob ich mich beruflich komplett neu orientieren soll oder ob es sinnvoll wäre, meine Ausbildung weiter auszubauen, beispielsweise im Bereich programmierbare Steuerungen / SPS-Technik.
Mich würden Meinungen dazu interessieren.
Die Zeit in der Kraftfahrerei hat bei mir gesundheitlich und privat deutliche Spuren hinterlassen. Durch die ständige Abwesenheit war ich kaum zuhause, habe mich selbst stark vernachlässigt und letztlich auch zwei Beziehungen verloren. Zusätzlich fehlte oft die Möglichkeit, regelmäßig etwas für meine Gesundheit oder sportlichen Ausgleich zu tun.
Besonders nachdenklich machen mich zwei Situationen, in denen ich durch Überarbeitung am Steuer einen Sekundenschlaf hatte. Zum Glück ist nichts passiert, aber im Nachhinein möchte ich mir gar nicht ausmalen, was hätte passieren können.
Als Mechatronikerin konnte ich beruflich bislang ebenfalls nie richtig Fuß fassen. Hinzu kommt, dass es als Transfrau leider nicht immer leicht ist, im technischen Bereich fair wahrgenommen zu werden – trotz guter Voraussetzungen und Motivation.
Deshalb überlege ich aktuell, ob ich mich beruflich komplett neu orientieren soll oder ob es sinnvoll wäre, meine Ausbildung weiter auszubauen, beispielsweise im Bereich programmierbare Steuerungen / SPS-Technik.
Mich würden Meinungen dazu interessieren.
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Magdalena
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- Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Hallo,
bei mir fand der berufliche Wechsel vor meiner Transition statt. aus gesundheitlichen Gründen konnte ich meinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben. So war ich nach einer sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit beim Amt gelandet. Dann musste ich hart um eine Weiterbildung kämpfen. Ich schrieb damals bis nach Berlin ans Arbeitsministerium. Erst dann bekam ich die Hilfe zur Selbsthilfe. Mit der mir angebotenen Weiterbildung gelang es mir wieder in das Arbeitsleben einzusteigen.
Meine Transition begann ich dann voll im Erwerbsleben stehend. Doch nach der vollzogenen Transition boten sich mit neue berufliche Möglichkeiten. so absolvierte ich eine Fortbildung, welche mir jetzt hilft, den meinalter Arbeitgeber hat den Auftrag verloren. Und ich verlor einen sichergeglaubten Arbeitsplatz. Nahtlos konnte ich im Mai bei einer anderen Firma anfangen.
Viele liebe Grüße von Magdalena
bei mir fand der berufliche Wechsel vor meiner Transition statt. aus gesundheitlichen Gründen konnte ich meinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben. So war ich nach einer sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit beim Amt gelandet. Dann musste ich hart um eine Weiterbildung kämpfen. Ich schrieb damals bis nach Berlin ans Arbeitsministerium. Erst dann bekam ich die Hilfe zur Selbsthilfe. Mit der mir angebotenen Weiterbildung gelang es mir wieder in das Arbeitsleben einzusteigen.
Meine Transition begann ich dann voll im Erwerbsleben stehend. Doch nach der vollzogenen Transition boten sich mit neue berufliche Möglichkeiten. so absolvierte ich eine Fortbildung, welche mir jetzt hilft, den meinalter Arbeitgeber hat den Auftrag verloren. Und ich verlor einen sichergeglaubten Arbeitsplatz. Nahtlos konnte ich im Mai bei einer anderen Firma anfangen.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Val44721
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- Registriert: So 9. Mär 2025, 18:28
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Re: Berufliche Neuentwicklung nach dem Outing / der Transition
Das mit dem schlechter wahrgenommen werden ist wohl die traurige Wahrheit. Frauen werden insgesamt in der Branche als weniger kompetent angesehen und dazu kommt dann natürlich auch alle Transphobie. Das ist nicht immer leicht.LucyBaby86 hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 19:31 Hinzu kommt, dass es als Transfrau leider nicht immer leicht ist, im technischen Bereich fair wahrgenommen zu werden – trotz guter Voraussetzungen und Motivation.
Deshalb überlege ich aktuell, ob ich mich beruflich komplett neu orientieren soll oder ob es sinnvoll wäre, meine Ausbildung weiter auszubauen, beispielsweise im Bereich programmierbare Steuerungen / SPS-Technik.
Trotzdem denke ich, dass technische Berufe auch ihre positiven Seiten für uns haben. Wenn man seine Kompetenz gezeigt hat und es keine großen transphoben Anfeindungen gibt hat man schnell ein Umfeld indem man mit den anderen fachsimpeln und einfach dazugehören kann. Es gibt ja relativ viele Menschen in der Richtung die richtig für ihr Thema schwärmen. Da fällt ein neues Umfeld aufbauen im Zweifelsfall einfacher.
Ich bin die einzige Frau in meiner Abteilung und oft auch bei ganzen Veranstaltungen. Das hat positive als auch negative Folgen. Aber immerhin werde ich beim Einlass eigentlich immer persönlich gegrüßt und kriege mein Namensbadge direkt in die Hand gedrückt anstatt es an der Auslage zu suchen.
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane