15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser
15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser - # 7

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Violetta-TransFlower
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Re: 15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser

Post 91 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Olgy hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 22:07 Just in time habe ich gestern auf dem Schneematsch ausgerutscht und muss morgen früh noch zum Arzt, bevor ich losfahre. Hoffe geht alles gut und ich noch rechtzeitig nach Göttingen ankomme.
Bis bald
Olgy

Liebe Olgy, (dr)

Na solche Sachen braucht man da wirklich nicht.

Ich hoffe, Es war nicht allzu schlimm mit dem Sturz.
Ich wünsche Dir Alles Gute, das Du auch heute Alles Geplante für Dich schaffst.

Kannst ja mal Rückmeldung geben, ob alles in Ordnung ist.

Und ich wünsche UNS ALLEN eine gute, sichere und staufreie Anreise, bis morgen.
))):s

wünscht Dir Was
Deine/Eure Violetta 💜 🌺
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
Martina
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Re: 15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser

Post 92 im Thema

Beitrag von Martina »

Ihr Lieben,

Das verlängerte Wochenende im Waldschlößchen war in mehrerer Hinsicht eine Premiere für mich. Zum einen waren 4 Tage nonstop en femme präzedenzlos - ich hatte Sorge, meiner Weiblichkeit womöglich überdrüssig zu werden, was sich schließlich als unbegründet erwies. Zum anderen, weil ich nie zuvor mit so vielen Gleichgesinnten zusammensein konnte. Unter‘m Strich war das Wochenende eine lange Kette, bestückt mit Glücksperlen einer nach der anderen - ich bin nachhaltig geflasht! Es begann im Kleinen schon Mittwoch.

TAG 1 - Mittwoch
Die Anreise war mit Komplikation verbunden: 10km vor dem Waldschlösschen, wo ich schonmal meinen „Koffer“ parken wollte, versetzte ein Getriebeschaden meinen Camper in den Notlaufmodus. Mehr schlecht als recht konnte ich die Ziele aber doch noch erreichen. So stand zuerst ein Termin im Nagelstudio an - auch Premiere für mich. Mit Gel-Nägeln ging‘s dann direkt zum Vorglühen-Treffen mit Jana, Liv, Melissa und Olga im Restaurant Stadtwall, gefolgt von gemeinsamem Absacker im Hotel. Alles en femme natürlich. Mein Nachtplatz mit dem Camper lag vor den Toren der Stadt.

Waldschlößchen am Mittwochabend: Der stimmungsvolle Anblick ließ die Erwartungen klettern.

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TAG 2 - Donnerstag
Jana, Liv und Olga waren autark mobil, sodass ich Melissa noch vom Hotel abzuholen hatte und wir mit Getriebeschaden schön langsam zum Waldschlößchen getuckert sind. Der Checkin verlief freundlich und super, gefolgt vom ersten gemeinsamen Mittagessen. Nachmittags gab‘s dann mit allen Teilnehmerinnen eine ausgiebige Vorstellungsrunde. Mit von der Partie waren auch 3 Partnerinnen / Lebensgefährtinnen, deren Teilnahme, so mein Eindruck, allseits bestens gelitten war. Dennoch war‘s absolut aufmerksam von Karin, deren Duldung nicht stillschweigend zu antizipieren, sondern ausdrücklich in der Gruppe zu erfragen. Ich fand es schön und Zuversicht stiftend, wie freundlich, einfühlsam und aufgeschlossen sich die drei Cis-Damen in unser Wochenende integriert haben. So kann das also klappen im partnerschaftlichen Zusammenleben - wunderbar!

Martina direkt nach dem Checkin

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TAG 3 - Freitag
Nach dem Frühstück gab‘s den ersten Schmink-Workshop. Gehe ich also ungeschminkt zum Frühstück??? Sinnvoll wär‘s, aber die Eitelkeit hat obsiegt - wenigstens quick+Dirty musste ich dann doch machen, um dann zu sehen, dass etliche Schwestern hier in der geschlossenen Gruppe viel pragmatischer unterwegs waren. Hätte ich mir die Eitelkeit also sonstwo hinstecken können! 😅
Große Fragen zum Schminken hatte ich eigentlich nicht. Das groß thematisierte Bartschattenproblem und seine Kryolan-Lösung ist bei mir glücklicherweise irrelevant. Also malte ich wie immer, nur mit viel mehr Muse, so vor mich hin und erhielt positives Feedback für meine autodidaktischen Resultate. Nur der erste Lippenstiftversuch ging farblich daneben, was mir auch die anderen Mädels bestätigten; zum schwarzen Outfit musste dann girlyhafte Pastellrosa wieder runter und wurde durch ein sattes Rot ersetzt. Elke, die Partnerin von Carolin, hatte dann aber noch einen Vorschlag für meine Haare und legte ganz lieb Hand an. Das Ergebnis fand ich sehr vorteilhaft.

Nachmittags gab‘s aufschlussreiche Infos zur Stimmbildung und Stilberatung.

Martina nachmittags

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Mit dem Lippenstift in Rot war die Schuhauswahl für den Abend quasi gesetzt. Ein erstes Highlight musste her, bin ich doch verrückt nach auffälligen und stilvollen Schuhen. Auch der zweite Abend ging wieder bis in die Puppen - wieder waren Violetta und ich die letzten, die den Weg ins Bett gefunden haben. Davor mussten aber natürlich noch paar nächtliche Fotos vom Outfit gemacht werden - den vorangegangenen Rotwein kann man, denke ich, gut in meinen Augen ablesen.

Martina in Rot nach viel Rotwein

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TAG 4 - Samstag
Den vormittäglichen Schminkworkshop hab ich geschwänzt. Stattdessen gab‘s nette Gespräche und ich konnte mich um das Nachmittagsoutfit für den Ausflug nach Göttingen kümmern; musste ich ja erstmal aus dem geparkten Koffer auswählen.

Martina vormittags

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Der Ausflug nach Göttingen bot beste Gelegenheit für weitere Gespräche und nette neue Bekanntschaften. Allein der Busfahrer auf dem Hinweg dürfte eigentlich maximal LKW fahren, da seine Fahrkünste zur Personenbeförderung gänzlich ungeeignet waren. Und als wollte er uns challengen, war die Heizung voll aufgedreht - Qualm unter den Perücken gab‘s kostenlos. Kindliche Freude löste Karin in mir aus, als sie mich von hinten antippte und lobende Worte für mein Outfit fand, das ich erstmals in dezentem Boho-Style versucht hatte (schon wieder Premiere).

Martina nachmittags

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Zurück aus Göttingen stieg die Aufregung samt Puls mit Blick auf die „Schwesternzeit-LateNight-Abschlussparty“, zu der ich auch noch eine Karaoke-Einlage angekündigt hatte. Das Outfit sollte dafür wieder ein Highlight werden, zum Song „Patricia the Stripper“ passen (etwas Sexappeal durfte also sein), schlicht und elegant anmuten und natürlich vorteilhaft sein. Eine nie zuvor erlebte Herausforderung im Grenzbereich von Sexappeal und Stil. Ob‘s mir gelungen ist, mögen andere entscheiden. Das erhaltene Feedback am Abend, am Folgetag und auch heute wieder legt mir die Vermutung nahe, dass ich damit einen Treffer hatte. Wenn meine Frau die Fotos sehen würde - sie würde wohl aus den Latschen kippen und wäre traumatisiert.

Martina abends

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TAG 5 - Sonntag
Natürlich war auch die dritte Nacht extrem kurz. Aber Adrenalin macht’s möglich! Nach dem Frühstück folgte eine Feedbackrunde, die in aller Achtsamkeit und Respekt den Teilnehmerinnen Unterstützung bei Selbsteinschätzung und Selbstbewusstsein bieten konnte. Ich bin bis heute sehr berührt von dem vielen Zuspruch, den ich erhalten habe und sage an dieser Stelle an alle Mädels, die‘s lesen, nochmal DANKE ♥️. IHR SEID WUNDERVOLL!!!
Nach dem Mittagessen ging‘s ans Verabschieden, was mitunter sehr schwer gefallen ist, da sich manche anschließende Wege geografisch genau entgegengesetzt darstellten - mit der verbundenen räumlichen Ferne trotz innerer Nähe. Nur eines ist sicher: Wenn uns das Leben gewogen bleibt, gibt‘s ein Wiedersehen. Und darauf freue ich mich schon heute riesig!
Die Heimreise - ich war ja die mit dem weitesten Weg laut Quizergebnis (sorry Melissa, dass ich Dir wegen 3km mehr Distanz den 1. Platz in dieser Wertung genommen hab!) - verlief trotz Getriebeschaden glücklicherweise glimpflich, wozu ich auch jedwede ungünstige Fahrsituation gemieden habe und freiwillig erstmals auf einer deutschen Autobahn vollgetankt habe - Augen zu und durch beim Anblick der Tankquittung und sch… drauf, das neue Getriebe kostet über das 100-fache. War‘s das Wochenende oder das Getriebe - nach 3 äußerst kurzen Nächten waren 7 Stunden Rückreise ohne Schlafpause drin. Adrenalin macht‘s möglich! 🤪

Ich bin bis heute hin und weg von den Erlebnissen und Eindrücken. Ich hatte an dem Wochenende Raum+Zeit völlig verloren, fast wie Leben in einem Paralleluniversum. Die gedankliche Verheiratung des Erlebten mit dem realen Alltagskontext dauert noch an - vermutlich noch länger.

Ich umarme all die lieben Menschen, die ich kennenlernen durfte. Sowas gab‘s in dieser Art nicht in meinem Leben. Ich empfinde große Dankbarheit dafür.

Das Geschriebene ist kein chronologischer Bericht. Der hier ist persönlich und subjektiv, also auch mit bewussten und unbewussten Auslassungen. Ich sag‘s nur, falls jemand was vermisst.

Geflasht und ganz herzlich grüßt euch:
♥️🌹💋 DIE MARTINA 💋🌹♥️
laura_naomi
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Re: 15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser

Post 93 im Thema

Beitrag von laura_naomi »

Ihr lieben, das liest sich ja total nach einem erfüllten Wochenende.
Mal sehen ob es mir im nächsten Jahr ausgeht.
Bin gerade auf dem Weg nach Wien zum Regenbogen Ball
Martina
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Re: 15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser

Post 94 im Thema

Beitrag von Martina »

Bleibende Eindrücke, Erkenntnisse und neue Fragen – ein Rückblick vom 22.02.2026 und 15.05.2026

Im CD-Forum hatte ich, noch benommen von den Eindrücken und Erlebnissen, wenige Tage nach dem Wochenende einen Bericht nebst Bildern gepostet. Dies war eine eher chronologische Schilderung der mir wichtigen Ereignisse. Nicht mehr. Aber: Dieses Wochenende war mehr, je länger ich die Eindrücke und Erlebnisse, die ich nachfühlen kann, erinnere und vergegenwärtige. Ich bin in sowas langsam, war schon immer langsam, aber zumeist dann besonders gründlich. Diese Beobachtung meiner Mutter an Kind 4 von 4, als ich etwa 19 war, verstand ich damals nicht so recht, sie bewahrheitete sich aber mit den Lebensjahren immer wieder.
Vor dem Wochenende bewegte mich u.a. der Gedanke, was ich mache, wenn ich an Tag eins oder Tag zwei der Martina überdrüssig werde, schließlich kannte ich meine Geschlechtsidentität als recht volatil jeweils im Verlauf der Tage. Aber ich erlebte es anders. Martina fiel mir keinen Tag zur Last, und die Trennung samt Rückverwandlung am vierten Tag kurz vor Heimkehr fiel schwer; ich hätte gerade so weiterleben können, obgleich mir klar war, daß dieser safe space mich wie ein Paralleluniversum vereinnahmt hatte. Im weiteren Austausch mit einer lieben Schwester, die ich an diesem Wochenende kennenlernen durfte, war dann sogar für uns beide klar, daß wir, gäbe es keinerlei soziale Konsequenzen nach einer intuitiven Wahlentscheidung, uns gegenwärtig für die weibliche Form des Erscheinens und Erlebens entscheiden würden. Interessant war dabei u.a. auch ein Bildvergleich. Es wurde augenfällig vor allem aus den Feedbacks des Gegenübers oder von Freunden, dass die Bilder von der Person in der femininen Version deutlich mehr Zufriedenheit und Glück ausstrahlen, als sonst im Mannmodus.
Nach dem Wochenende hatte sich in mir für eine Woche eine Stimmung ergeben, die ich ähnlich erinnerlich nur einmal zuvor erlebt habe, und das war 1990 mit zarten 25 Jahren – eine absolute Ausnahmestimmung also. Über den Geschehnissen des Alltags lag ein sonderbarer Schleier und ich sah mich nicht in der Lage, mich persönlich mit Kolleg*innen und Mitarbeitenden zu konfrontieren, sodass ich die ganze erste Woche im Homeoffice verweilte. Das Erlebte hatte mich so sehr von der alltäglichen Realität entkoppelt, dass die Berührung mit eben dieser befremdlich wurde. Das Gewohnte erschien plötzlich sonderbar und verklärt. Aber was war es genau, das in mir diese Ausnahme-Reaktion hervorrief?
Um diese Frage zu beantworten, ist der Psychologe in eigener Sache gefragt. Ein Versuch ist’s wert. Wer bin ich, und wenn ja, wieviele? Kenne ich mich? Vor allem, kenne ich mich vollständig? Um das mit einem Ja beantworten zu können, muss vorangegangen sein, dass ich mich selbst vollständig er-kenne. Nun zeigen mir solche Reaktionen wie nach dem Waldschlößchen doch deutlich, dass ich wohl manches über mich weiß, aber eben nicht alles in mir er-kannt habe; woher sollten sonst die Befremdlichkeiten des Alltäglichen herrühren!?!
Es ist zwischenzeitlich etwas Zeit seitdem vergangen und ich kann, wenn ich das Heute mit dem Gestern aus 2025 vergleiche, Veränderungen feststellen, die nicht mit Paukenschlag, sondern schleichend sich eingestellt haben.
Zurück zum Waldschlößchen: Das waren Tage, an denen ich ohne jegliche Rücksichtnahme auf Erwartungen und Konventionen mein Äußeres und mein Inneres wählen und auskehren konnte, völlig frei nach meiner eigenen Stimmung, und ich bin dabei auf ein Umfeld gestoßen, das mich genau damit wie selbstredend akzeptiert hat. Was wie selbstverständlich angenommen werden sollte, ist zumindest in meinem Alltag nicht in solchem Maß repräsentiert. Aus Bescheidenheit, Scham, Rücksichtnahme, Manieren, Konformitätsbestreben, Pflichtbewusstsein, Anpassungsbestreben an soziale Normen …? Da mag von allem was dabei sein.
Status Quo vor dem Waldschlößchen: Es gab wenige Menschen, die Martina erlebt haben, grundsätzlich aber als eine gelegentliche Variante des Martin verstehen mussten, da sie den Martin seit vielen Jahren kannten. Einzig Violetta aus Thüringen (Transflower) kannte mich ausschließlich als Martina, was dem Kontakt zu ihr einen Ausnahmecharakter verlieh. Natürlich werde ich im Forum nicht als Martin wahrgenommen, aber Hand auf’s Herz: das echte Leben findet im persönlichen und weniger im virtuellen Kontakt statt. Das hat sich also nun mit dem Waldschlößchen verändert.
Es ergaben sich in der Gruppe Situationen, in denen über mich, ausdrücklich über „Martina“ gesprochen wurde. Das war schonmal neu und ungewohnt, dass wie selbstverständlich über mich ausschließlich bezüglich meiner weiblichen Identität gesprochen wurde – der Martin war erstmals zu 100% wie weggefegt. Es dauerte keinen Tag, bis das Ungewohnte von mir als selbstverständlich empfunden wurde. Vor 3 Wochen etwa wurde in einem Gespräch bei Freunden eine andere, mir nicht bekannte Martina thematisiert und ich spürte erstmals, obgleich im MM anwesend, dass die Aussprache des Namens Martina in mir zündete, also ebenso wie beim Vorkommen eines Namensvetters. Wie hat sich das angefühlt? Einfach nur richtig, denn Martin und Martina – es stimmt beides. Und wieder spüre ich, dass für mich ein weiblicher Phantasiename wie z.B. Marusha, den ich zunächst hier im Forum gewählt hatte, nicht adäquat ist, denn Martin / Martina erlebt das soziale Geschlecht fluide und stark volatil im Tagesverlauf; die „sortenreine“ Identität Mann / Frau kommt schon vor, ist ebenso volatil und nicht der Normalzustand. Ich will nicht verheimlichen: Sortenrein fühlt sich alles am schönsten an, aber ich komme mit den Grauzonen dazwischen zunehmend besser klar, sodass das Maß innerer Konflikte geringer wird.
Der Umstand, dass über Martina in der 3. Person gesprochen wurde, bedeutete natürlich auch, dass nun weitere Menschen die Martina kennen, ohne einen Martin als Basis mitzudenken. So etablierten sich langsam neue Freundschaften und die mit Violetta durfte sich trotz der großen Unterschiede zwischen uns vertiefen.
Mit Jana (aus dem Cuxland) folgten nach dem Waldschlößchen mehrere Videocalls mit interessanten Themen und Feststellungen und ich durfte sie und ihre Frau zu Hause besuchen, als ich im Norden zuletzt unterwegs war – ein riesiger Vertrauensbeweis, für den ich sehr dankbar bin. Der nächste Termin für ein Treffen war bald gefunden, musste aber unglücklicherweise von mir extrem kurzfristig abgesagt werden. Dafür hat mein Kalender schon die nächsten 2 Termine eröffnet – Vorfreude groß!!!
Bei unserem Treffen hatten wir ein gemeinsames Foto komplett vergessen. Die KI hat uns aber eines aus den zwei Selfies vor unserem Treffen zusammengebastelt.
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Mit Geli aus dem Großraum Frankfurt kam’s auch zu einem ersten Treffen in Darmstadt, da ich in der Gegend aktuell recht oft beruflich unterwegs bin. Gesundheitlich war ich ziemlich angeschlagen – ein Männerschnupfen bleibt halt ein Männerschnupfen, auch wenn ihn Frau zur Schau trägt.
Und schon wenige Wochen später konnten wir ein weiteres sehr nettes Treffen arrangieren. Eine CD-Freundin von Geli, die jedoch in keinem Forum, aber ansonsten sehr aktiv ist, war mit von der Partie und wir hatten auch an diesem Abend viel Spaß.

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Und mit Violetta ließ sich ein drittes Treffen ausmachen, das erste Wiedersehen nach dem Waldschlößchen. Violetta hat dazu ja schon berichtet in ihrem Thread. Auch da war ich bei ihr zu Hause und durfte erleben, wie Vertrauen wächst. Sehr schön!!! Ein besonderes Merkmal unserer Beziehung ist für mich, dass ich gerade wegen unserer großen Unterschiede den Teil an Vorurteilen, den ich noch mit mir herumtrage, deutlich reduzieren konnte, ohne gleich in die völlige Naivität abzudriften.
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Martina hat also in 2026 mehr soziale Kontakte gefunden, und das macht sich bemerkbar. Vor 2 Jahren nötigte mich der Leidensdruck-Stau gleich nach der Abreise von zu Hause auf den nächstbesten Rastplatz, um die Transformation zu vollziehen – „notgeil auf Frausein“ umschreibt’s unschön, aber recht treffend. Da ist völlige Entspannung eingekehrt mittlerweile, und die zunehmenden sozialen Kontakte für Martina sind wesentliche Auslöser für diese Entspannung.

Hier sitze ich an einem kalten verregneten Gardasee und hatte seit langer Zeit endlich mal wieder die Muse, meine Gedanken zu sortieren und aufzuschreiben. Dem Sch-Wetter sei’s gedankt.

❤️🌹Martina🌹❤️
Beatrixtg
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Re: 15.-18.01.26 Akademie Waldschlösschen: Wochenende für Transfrauen und Crossdresser

Post 95 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Martina hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 16:10 Interessant war dabei u.a. auch ein Bildvergleich. Es wurde augenfällig vor allem aus den Feedbacks des Gegenübers oder von Freunden, dass die Bilder von der Person in der femininen Version deutlich mehr Zufriedenheit und Glück ausstrahlen, als sonst im Mannmodus.
Eine Feststellung die ich in letzter Zeit oft bestätigt finde.
Martina hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 16:10 Um diese Frage zu beantworten, ist der Psychologe in eigener Sache gefragt. Ein Versuch ist’s wert. Wer bin ich, und wenn ja, wieviele? Kenne ich mich? Vor allem, kenne ich mich vollständig? Um das mit einem Ja beantworten zu können, muss vorangegangen sein, dass ich mich selbst vollständig er-kenne. Nun zeigen mir solche Reaktionen wie nach dem Waldschlößchen doch deutlich, dass ich wohl manches über mich weiß, aber eben nicht alles in mir er-kannt habe; woher sollten sonst die Befremdlichkeiten des Alltäglichen herrühren!?!
Gute Frage. Damit beginnt das erkennen der eigenen Person. Bei mir äusserte sich das mit der Zeit so, dass ich Mann und Frau bin. Heterosexuell, aber im Gefühlsleben mehr feminin. Aber nicht Frau. Woher soll ich auch genau wissen, wie sich eine Frau fühlt? Eine Frau? Sicher nicht alle gleich. Sein wahres mich zu erkennen ist meines Erachtens das Ziel. Und dieser Weg ist nie abgeschlossen.
Martina hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 16:10 Es ist zwischenzeitlich etwas Zeit seitdem vergangen und ich kann, wenn ich das Heute mit dem Gestern aus 2025 vergleiche, Veränderungen feststellen, die nicht mit Paukenschlag, sondern schleichend sich eingestellt haben.
Siehe oben, der Wg ist nie abgeschlossen.
Martina hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 16:10 Status Quo vor dem Waldschlößchen: Es gab wenige Menschen, die Martina erlebt haben, grundsätzlich aber als eine gelegentliche Variante des Martin verstehen mussten, da sie den Martin seit vielen Jahren kannten. Einzig Violetta aus Thüringen (Transflower) kannte mich ausschließlich als Martina, was dem Kontakt zu ihr einen Ausnahmecharakter verlieh. Natürlich werde ich im Forum nicht als Martin wahrgenommen, aber Hand auf’s Herz: das echte Leben findet im persönlichen und weniger im virtuellen Kontakt statt. Das hat sich also nun mit dem Waldschlößchen verändert.
Es ergaben sich in der Gruppe Situationen, in denen über mich, ausdrücklich über „Martina“ gesprochen wurde. Das war schonmal neu und ungewohnt, dass wie selbstverständlich über mich ausschließlich bezüglich meiner weiblichen Identität gesprochen wurde – der Martin war erstmals zu 100% wie weggefegt.
Ein wichtiger Meilenstein, sich selbst erkennen und hinterfragen. Wichtig dabei ist doch, wie Du Dich selbst siehst, und nicht was andere vielleicht über Dich denken. Das war für mich der Wendepunkt. Und dann die Aufforderung von meiner Familie, "Sei Du endlich Du selbst!" Ich muss leider gerade weg. Vielleicht kann ich später weiter kommentieren. Nur noch so viel, tolle Fotos!

Lieben Gruss Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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