Vielen Dank für Eure Komplimente. Die tun mir gerade wirklich gut. Ich war selber erstaunt über die Wirkung, die sie in mir erzeugt haben. Es stimmt, vieles hat sich in Herz und Kopf in mir gewandelt, auch wenn die Wirkung auf den Bildern durch Sikikoneinlagen und einem Korsett unterstützt wurden. Aber das ist nicht das Entscheidende. Es ist das Spürenwollen und das Seinwollen, das in mir steckt. Ich bin mir bewusst, dass ich niemals die Frau sein kann, die ich wäre, wenn ich als Mädchen geboren worden wäre.
Ich maße mir nicht an, zu wissen, wie "eine Frau fühlt". Aber ich weiß, wie ich mich als Frau fühle und das fühlt sich richtig an. Das steckt hinter meinem Lächeln. Vor der Kamera grinse ich breit und ganz bewusst, aber erst das Gefühl, dass so wie ich aussehe, ich mich auch fühle, lässt mich ganz weich werden. Je mehr ich mich eins mit mir fühle, um so besser fühle ich mich auch vor der Kamera. Vor 10 Jahren wollte ich intensiv wissen, wie ich aussehe und wie ich auf mich wirke. Heute drücke ich mich vor der Kamera aus, vor allem mit den Augen. Und da mein Körper nun einmal nicht weiblich ist, brauche ich etwas, um mich mit meinen Gefühlen an mir festzuhalten. Haare, Schminke, Kleidung, Accessoires ... Das ist mal stärker und mal schwächer, aber es ist immer da. Und wenn ich vor der Kamera alles zusammen bringen kann, geht es mir richtig gut.
In dieser Session ist alles sehr intensiv zusammen gekommen und so sind so viele gute Bilder zustande gekommen wie nie zuvor. Aber es macht auch etwas in meinem Kopf. Ich weiß, dass ich das bin und auch sein will, was ich sehe. Das Herz entscheidet, nicht der Kopf...
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