Mila S hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:39
Andererseits muss ich dir Lina aber doch widersprechen in Bezug auf rationelles Denken: mMn ist die Natur alles andere, als einfach kategorisierbar.
Hi Mila,
das hat Lina auch nicht gesagt. Das Denken in Kategorien ist deswegen rationell, da es erlaubt, schnell auf Situationen zu reagieren. Man muss im Hirn nicht erst alle Möglichkeiten durchdenken. Es ist eine Optimierungsstrategie des Hirns. DAs Problem besteht dann, wenn man außschließlich in Kategirien denkt, denn dann ist man unflexibel. Ich erlebe das im Augenblick täglich, da ich viele Kontakte mit Menschen habe. Ich werde erst einmal in eine Schublade gesteckt, irritiere aber durch mein Auftreten. Erst dann fängt im besten Fall der Differentierungsprozess ein. So erlebe ich Menschen, die mir zuhören und auf meine Position reagieren. Aber es gibt auch Menschen, die das weniger können und da bleibt die Distanz. Letztlich ist das berühmt.berüchtigte Passing nichts anderes, als die Anpassung an Kategorien, um die Irritationen zu vermeiden.
Mila S hat geschrieben: Mo 12. Feb 2024, 14:39
kommt man schon zu dem Schluss, dass frau selber gar nicht das Problem ist und der Rest einen schnurz sein könnte.
Ich denke, dass genau das für uns entscheidend ist. Wir sind nicht das Problem. Ich gehe noch einen Schritt weiter. Wir können eine Lösung sein, wenn der Mensch, mit dem wir es zu tun haben, bereit ist, sich auf den Differenzierungsprozess einzulassen oder anders gesagt, uns zuhört. Der Empfänger bestimmt die Botschaft.
Ich glaube nicht, dass uns der Rest schnurz sein kann. Aber in einem ersten Schritt, in dem es um unsere Selbsterkennung geht, da ist der Rest schnurz. Da geht es nur um uns. Aber das gilt mMn nicht mehr, wenn wir mit Menschen zu tun haben, besonders wenn sie uns nahe stehen. Wenn wir aber wissen, wer wir sind, brauchen wir uns nicht zu verbiegen und können gleichzeitig auf den/die Andere/n zugehen.