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conny hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 10:12
Ist es i.O. wenn diese am Ende die Zeche bezahlen, in dem ihre Spiele boykottiert werden?
Ja, wäre es. Abgesehen davon, dass ich erwarten würde, sie würden nicht einfach klein beigeben und sich der FIFA beugen.
Was hätte die FIFA denn machen können, wären sie alle geschlossen doch mit der Binde aufgelaufen ... alle Länder, die daran teilnehmen wollten? Hätte man dann all diese Mannschaften, nach Hause geschickt?!
Und was jeden einzelnen Spieler betrifft, der auch nichts weiter wie ein Angestellter (sonst seines Clubs) ist, hätte Ruckgrat zeigen können.
Ich habe mal einem meiner Chefs die Kündigung auf den Tisch geworfen, weil ich seine Firmenpolitik nicht mehr vertreten konnte und wollte! Soviel Moral und Anstand erwarte ich auch von Spielern, anstatt nur Lippenbekenntnisse von sich zu geben.
Vor der Iranischen Nationalmannschaft ziehe ich den Hut, das Mitsingen der Nationalhymne zu verweigern, als klares Zeichen des Widerstands gegen das, was in ihrem Land gerade abgeht.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Tja mein lieber DFB (und andere), wohl jämmerlich eingeknickt, was? Sich dem Diktat einer korrupten Zweckgemeinschaft beugen ist ja auch einfacher"¦
Aber mal ehrlich, was war denn anderes zu erwarten von dem geldgeilen und menschenverachtendem Verbrechersyndikat der MaFifa! Nun wäre ich ja geneigt zu behaupten, der DFB, aber auch alle anderen teilnehmenden Verbände und Mannschaften, wären nichts als erbärmliche Speichellecker, die zuerst groß was angekündigen, wenn es dann aber ernst wird, tja dann"¦ Katzbuckeln und den MaFifa-Funktionären wie auch den allerwelts-verachtenden Scheichs hinten reinkriechen.
Der Vorwurf westlicher Arschkriecherei finde ich zwar richtig, jedoch in diesem Moment nicht (mehr) so ganz angebracht! Aus folgendem Grund: Wo sind diese kritischen Stimmen bei der fragwürdigen Vergabe dieser WM gewesen? All die Frauen- und Menschenrechtler? Amnesty International? Die Linken, die Grünen, die Moralapostel und die Weltverbesserer? Wo sind sie gewesen? Die Seelsorger, die Gutmenschen? Ja selbst die MaFifa-eigene Ethikkommission, wo nur? So gut wie keine Einwände wurden da einst erhoben! Weder von politischer, noch von sportlicher Seite! Obwohl damals schon bekannt war, dass der Katar sich ja nicht gerade im oberen Bereich der Liste der freien Rechtsstaaten tummelt. Die ganze Problematik dieser WM war zur Genüge bekannt, doch nix wie unter den Teppich damit!
Und jetzt auf einmal soll zum Boykott dieser WM aufgerufen werden. Jetzt, wo es bereits zu spät ist"¦ Na dann, Boykott dem Boykott! Obwohl ich für alle Proteste großes Verständnis habe, und die MaFifa mitsamt den totalitären Mullah-Regimes grundlegend verachte, kann ich diese im allerletzten Augenblick vorgeheuchelte und scheinheilige Hexenjagd nicht nachvollziehen. Schade eigentlich, denn solche Aktionen, wie zB. die der Kapitänsbinde, sind sehr begrüßenswert!
Aber all das wird in wenigen Tagen niemanden mehr scheren, allenfalls als unerwünschte Randnotiz in den Medien auftauchen, und gequengelt wird nur noch wegen dem Alkoholverbot in den Stadien. Fußball ohne Bier! Letztendlich wird dies das größte Verbrechen an der Menschlichkeit sein. Das MaFifa-Karussell wird sich weiterdrehen, die Mullahs genüsslich wieder öffentlich auspeitschen und steinigen lassen, und die Fußballfans werden sich solch fragwürdigen und moralischen Aspekte weiterhin mit Unmengen Bier aus dem Schädel heraus pauken. Eine einzige Farce, die gerade jetzt dort abgeht. Es sei denn, man hätte früher reagiert. Viel früher. Zum Beispiel vor zehn Jahren!
Blossom hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 10:28
.......Vor der Iranischen Nationalmannschaft ziehe ich den Hut, das Mitsingen der Nationalhymne zu verweigern, als klares Zeichen des Widerstands gegen das, was in ihrem Land gerade abgeht.
Ich habe davon in den Nachrichten erfahren und muß sagen das diese Mannschaft Mut bewiesen hat. Nur hoffe ich das sie keine Sanktionen dafür erdulden müssen. Ich habe mir die folgenden Internetseiten durchgelesen.
Tja, so ist das mit den unterschiedlichen Deutungen - sing man die Iranische Nationalhymne nicht mit, beweißt das Mut.
Singen unsere deutschen Nationalspieler mit Migrationshintergrund die Hymne nicht mit, wird ihnen mangelnder Integrationswillen vorgeworfen. Hat da schon mal jemand nach den Gründen fürs nicht mitsingen gefragt? Ist das vielleicht auch ein stiller Protest als Manung für Fremdenfeindlichkeit in Deutschland?
Und ganz schnell sind wir wieder beim Urteilen, ob die Gesinnung Links oder Rechts ist, was gut oder schlecht ist, richtig oder falsch...und für alle gilt das Lied von Pippi Langstrumpf "...ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt..."
Das macht der Herr Infantino genau so, wie diejenigen, die die One Love-Binde tragen wollten...
Und trotzdem gilt - es ist doch nur Fußball.
Malvine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
Malvine hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 15:09
Und trotzdem gilt - es ist doch nur Fußball.
Und genau das ist er halt schon lange nicht mehr.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
conny hat geschrieben: Di 22. Nov 2022, 10:12
Man muß aber nicht allzuviel Sympathie für den Fußball hegen um zu erahnen, was eine WM für die Spieler bedeutet.
Die Feststellung ist zwar richtig, aber es ist nicht das Publikum, dass den Spieler "Böses" antut, es sind die verlogenen und korrupten Verbände. Das ist auch schon lange klar. Und deshalb können die Profis, die eine unfassbare Menge Geld für "ihren" Sport bekommen, sich nicht herausreden. Es ist das Berufsrisiko, wenn man mit den Wölfen heult ...
Ich finde es schlicht unverschämt und übergriffig, wenn das potentielle Publikum in Sippenhaft genommen wird. Friss Vogel oder stirb ... Wenn das Publikum nicht auf die Barrikaden geht, wer denn dann ?
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 08:52
Wenn das Publikum nicht auf die Barrikaden geht, wer denn dann ?
Ganz einfach Vicky — niemand. Denn dann kann es so weiterlaufen wie bisher. Brot und Spiele eben "¦
Und ihr, die ihr trotz gewisser Bedenken "ein paar Spiele gucken" wollt: Seid mir nicht böse, aber genau damit unterstützt ihr das Ganze, indem ihr nämlich die Einschaltquote nach oben bringt. Und wenn die passt, dann war am Ende alles halb so schlimm "¦
Mirjam hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 13:06
aber genau damit unterstützt ihr das Ganze, indem ihr nämlich die Einschaltquote nach oben bringt.
Na ja um korrekt zu sein: Die Einschaltquote errechnet sich aus einer sehr kleinen Stichproben von Haushalten. Wer da nicht dazu gehört, kann schauen was er will, die Quote ändert sich deshalb nicht. (Weshalb natürlich "Einschaltquoten" ungefähr genauso verlässlich sind wie Corona Zahlen.)
Für mich stellt sich die Frage eh nicht, hab schon seit viiiielen Jahren kein Fußball mehr geschaut.
Martina-NB hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 13:18
...Die Einschaltquote errechnet sich aus einer sehr kleinen Stichproben von Haushalten....
Da gehört unser Haushalt dazu! Wir haben an beiden TVs ein Gerät der GfK hängen, bei den wir uns Anmelden, wenn wir TV schauen. Wir haben auch einen extra WLAN Router bekommen, der die Streaming Dienste analysiert.
Unser Beitrag zur aktiven Programmgestaltung der Sender.
Heute blieb der TV zum Deutschland Spiel aus....war eh keiner Zuhause... aber ich habe Ausschnitte im Radio verfolgt.
Malvine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 23. Nov 2022, 08:52
Wenn das Publikum nicht auf die Barrikaden geht, wer denn dann ?
Es ist doch schon seitens der Medien verlogen ... Auf der einen Seite rufen sie eine Debatte nach der anderen ins Leben zum Thema WM in Katar ... Anrufer und Podiumsgäste dürfen sich äußern ... Die Bild, die ganz vorne schreit, alle müssten ein Zeichen setzen, macht Werbung für ihre WM-Sonderausgabe ... Wäre es nicht richtiger, die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten, aber auch die Printmedien, allen voran die Bild, würden einfach gar nichts zu den Spielen berichten? Anstatt das Spiel heute gegen JAPAN zu zeigen ( Mist. Ich weiß sogar, gegen wen die heute gespielt haben, als auch das Ergebnis, weil es mir überall entgegenschreit, obgleich ich es gar nicht wissen will) wären die Bildschirme schwarz geblieben, tonlos, mit einem kleinen flatternden Regenbogenfähnchen in der Mitte. Das wäre mal ein Statement gewesen, wie ich finde.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Ob sie es wirklich tun und sich damit sportlich isolieren (FIFA Wettbewerbe)? Oder können sie Mitstreiter werben?
Konsequent wäre es...
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show
"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
scheue_Sarah hat geschrieben: Do 24. Nov 2022, 10:23
Ob sie es wirklich tun und sich damit sportlich isolieren (FIFA Wettbewerbe)? Oder können sie Mitstreiter werben?
Darüber habe ich heute auch nachgedacht ... und an eine "Alternative WM" unter eigener Regie der Mitgliedsländer. Ja, das wäre mal richtig konsequent.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Die FIFA hat ja kein Fußballmonopol. Grundsätzlich ist auch die Gründung eines weiteren Verbandes möglich. Mitmachen könnten alle nationalen Verbände, die allein schon die korrupte FIFA-Führungsriege ablehnen. An der wird sich ja eher nichts ändern, Infantino hat bis dato keinen Gegenkandidaten für die anstehende Wahl.