Liberal geht anders... - # 2
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Annette
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Re: Liberal geht anders...
Guten Morgen,
Mit dem Zitat von Celan will ich nichts pauschalisieren und es dürfte hinreichend bekannt sein, dass die Deutschen im allgemeinen sehr offen und tolerant sind. In diesem Sinne bin ich umso mehr überrascht, dass solche Aussagen überhaupt geduldet werden, dass diesen Ausgeburten rechtem Fascho-Gesocks auch noch ein politisches Sprachrrohr geschenkt wird.
Es ist fast wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass ausgerechnet die Demokratie auch diejenigen fördert, die die Demokratie umgehend wieder abschaffen wollen.
LG,
Annette
Mit dem Zitat von Celan will ich nichts pauschalisieren und es dürfte hinreichend bekannt sein, dass die Deutschen im allgemeinen sehr offen und tolerant sind. In diesem Sinne bin ich umso mehr überrascht, dass solche Aussagen überhaupt geduldet werden, dass diesen Ausgeburten rechtem Fascho-Gesocks auch noch ein politisches Sprachrrohr geschenkt wird.
Es ist fast wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass ausgerechnet die Demokratie auch diejenigen fördert, die die Demokratie umgehend wieder abschaffen wollen.
LG,
Annette
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Liberal geht anders...
Hallo Annette,Annette hat geschrieben: Mi 5. Jan 2022, 07:44 Es ist fast wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass ausgerechnet die Demokratie auch diejenigen fördert, die die Demokratie umgehend wieder abschaffen wollen.
das nennt sich Toleranz-Paradoxon. Karl Popper hat sich damit auseinander gesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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ChristinaF
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Re: Liberal geht anders...
Danke dir für den Link. Es ist doch unfassbar, wie sparsam manche Politiker mit ihrer Intelligenz umgehen.
Liebe Grüße
Christina
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Mirjam
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Re: Liberal geht anders...
Naja, die FDP scheint diese Tradition doch nicht so ganz hinter sich gelassen zu haben. Bei Wikipedia (ja ich weiß, mit Vorsicht zu genießen ...) steht zum Beispiel zu lesen:Georgette hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 22:18Das bezieht sich auf die Vorläuferparteien der FDP in der Weimarer Republik.Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 18:16kannst du mal die deutschnationalen Namen nennen, damit man erkennt, von wem du sprichst? Theodor Heuss oder Walter Scheel oder Guido Westerwelle werden's wohl kaum gewesen sein. Vielleicht der Graf Lambswool?Georgette hat geschrieben: Di 4. Jan 2022, 17:56 Hallo
man/frau sollte nie vergessen, dass es in der FDP immer schon eine deutschnationale Traditionslinie gegeben hat. Die Teilkongruenz zur AFD in der Wählerhaltungen ist kaum ein Zufall.
Georgette
Valerie
Im nächsten Abschnitt kommt dann nochmal was dazu:Bis in die 1950er Jahre hinein standen einige Landesverbände der FDP rechts von den Unionsparteien, die ihrerseits anfänglich noch Konzepten eines christlichen Sozialismus nachhingen. Mit national orientierten Grundwerten wurde um Stimmen auch ehemaliger Nationalsozialisten und Beamter des NS-Staates geworben. So ist es dann für die damalige Einordnung bezeichnend, dass die FDP im Deutschen Bundestag stets "rechts außen" zu finden war, indem ihr die Plätze rechts von der Union zugewiesen werden.
Es waren also nicht nur die Vorläuferparteien der FDP, das zieht sich nach dem Krieg auch weiter so durch, teilweise bis in die heutige Zeit: Die Partei der zwei Herzen.Die FDP stimmte im Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte Entnazifizierungsverfahren. Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in München verlangte sie die Freilassung aller "so genannten Kriegsverbrecher" und begrüßte die Gründung des Verbands deutscher Soldaten aus ehemaligen Wehrmachts- und SS-Angehörigen, um die Integration der nationalistischen Kräfte in die Demokratie voranzubringen. Die nach Werner Naumann benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter Nationalsozialisten, die Partei zu unterwandern, die in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen viele rechtskonservative und nationalistische Mitglieder hatte. Nachdem die britischen Besatzungsbehörden sieben prominente Vertreter des Naumann-Kreises verhaftet hatten, setzte der FDP-Bundesvorstand eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Thomas Dehler ein, die insbesondere die Zustände in der nordrhein-westfälischen FDP scharf rügte.
Sind das fürs erste genug Belege?
Mirjam