Lana hat geschrieben: Mi 22. Sep 2021, 16:09
Noch eine Anmerkung zum Fremschutz. Das RKI nennt das Gemeinschaftsschutz und schreibt dazu im
Bulletin 27_21 des RKI vom 8. Juli 2021:
Aus diesen Daten kann abgeleitet werden, dass die COVID-19-Impfung eine Virustransmission in erheblichem Maße reduziert und dass vollständig
geimpfte Personen in Bezug auf die Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen. Die in der o. g. systematischen Übersichtsarbeit
identifizierten Studien berücksichtigten jedoch vor allem die Alpha-Variante; für die DeltaVariante stehen bislang nur eingeschränkt Daten zur Verfügung.
(Hervorhebung von mir)
Das heißt doch, dass sich die ganzen Aussagen des RKI zur Wirksamkeit der Impfung auf eine Virusvariante beziehen, die in Deutschland schon längst keine Rolle mehr spielt, und dass es zur aktuell dominanten Variante keine Aussagen machen kann oder will.
Der Grund, warum das genau so geschrieben wird ist, dass Wissenschaftler klar stellen, worauf sich ihre Untersuchungen beziehen, und keine allgemeingültigen Aussagen, wie viele Laien, die glauben, sich zu irgendeinem Thema äußern zu müssen.
Dass die Aussagen im obigen Fall ausschließlich auf die Alpha-Variante bezogen sind, bedeutet aber genau nicht, dass das Gesagte für die Delta-Variante nicht mehr gilt, auch wenn sogenannte Skeptiker es so darstellen, dass es so sei.
Lana hat geschrieben: Mi 22. Sep 2021, 16:09
Der Begriff Gemeinschaftsschutz (synonym: Herdenschutz oder Herdenimmunität) bezeichnet im herkömmlichen Sinne den indirekten Effekt einer
Impfung, der auftritt, wenn ein gewisser Anteil der Bevölkerung geimpft ist und dadurch die Transmission des Erregers so reduziert wird, dass auch Ungeimpfte ein niedrigeres Risiko haben sich zu infizieren. Dieses Phänomen kann beobachtet werden, wenn Impfstoffe nicht nur das Auftreten der vom Erreger verursachten Erkrankung verhindern, sondern auch die Infektion mit dem Erreger bzw. seine Übertragung.
(Hervorhebung von mir)
Genau das ist aber bei den Corona-Spritzen nicht der Fall, und das müsste dem RKI auch im Juli bekannt gewesen sein. Was soll also diese Darstellung von allgemeinen Erkenntnnissen bezwecken, die für Polio- und Masernimpfungen gelten mögen,
aber nicht für Corona?
Ich finde das ist zumindest irreführend.
Auch das bestätigt mich in meiner Wahrnehmung, dass ich mir Vorwürfe unsolidarischen Verhaltens nicht zu eigen machen muss, weil es selbst aus Sicht des RKI für diese Behauptung keine gesicherten Daten gibt.
Dennoch wird öffentlich das Gegenteil behauptet.
Wenn du das so wahrnimmst, dann ist deine Wahrnehmung verzerrt. Ich will versuchen zu erklären, warum du falsch liegst:
Es gibt wahrscheinlich bei allen Impfungen sogenannte Impfdurchbrüche, weil das Immunsystem nicht bei jedem Menschen gleich gut reagiert.
Aber das ist gerade kein Argument gegen diese Impfungen.
Wenn also ein Teil der Geimpften einen Impfdurchbruch hat, so ist das dennoch ein Erfolg, weil dennoch insgesamt die Ansteckungsrate gesenkt wird. Es wird zum Einen das direkte Infektionsrisiko für Menschen gesenkt, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Und zum Anderen .. wenn es gelingt, dass die Ansteckungsrate unter 1 sinkt, dann klingt das Infektionsgeschehen ab, was das Infektionsrisiko insgesamt noch weiter absenkt. Kurz gesagt sind trotz Impfdurchbrüchen weniger Infizierte unterwegs.
Eines noch zum Abschluss:
Wenn du tatsächlich die Absicht hast, hier sachlich zu diskutieren, dann ist es nicht hilfreich, diesen populistischen Querdenker-Jargon zu verwenden, wie z.B. "Corona-Spritzen"!
Beste Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.