Laila-Sarah hat geschrieben: Do 21. Jan 2021, 19:37
Da zitiere ich mich mal selber und komme mir wichtig vor:
Dagegen habe ich nichts einzuwenden ... sprich: wichtig ... hihi ... so komme ich mir ja auch oft vor ... kicher
Paulus verurteilt zum Beispiel (
Römer 1,26f.) den Geschlechtsverkehr von Frauen und Frauen, Männern und Männern als "gegen die Natur". An anderer Stelle (
1Korinther 11,14) bietet er das gleiche Argument gegen Männer auf, die das Haar lang wachsen lassen. Um "Natur" geht es ihm dabei gewiss nicht.Haare wachsen bei Männern nicht weniger als bei Frauen und die Haartracht ist eine Frage von Kultur und Mode. Warum sollte der fragwürdige Naturbegriff des Paulus also in einer Homosexualitätsdebatte zum Urteilsgrund werden?
Warum nimmt wer, wie und wogegen welche Worte der "
Schrift" in Anspruch und warum andere nicht, können wir ja auch fragen, nicht wahr?
Ich vermute, dass es letztlich nicht diese und ähnliche Bibelstellen sind, die das Urteil begründen, sondern dass sie ein ohnehin feststehendes Urteil unterfüttern. Biblische Worte und Texte werden dann zur Norm, wenn sie das bestätigen, was man aus anderen und teilweise durchaus honorigen Gründen selbst meint. Tun sie das nicht, werden sie als Zeugnisse einer vergangenen Lebenswelt abgebucht.
Liebe Grüße vom
Blümchen

... habe ich eigentlich schon mal irgendwo erwähnt, dass ich tatsächlich mal Pastorin werden wollte ... hihi
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)