Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?
Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

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ExUserIn-2026-01-21
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Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 1 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-21 »

Ich denke, das man als Kind seine Eltern ganz gut einschätzen kann und weiß, wie diese mit einem Outing innerhalb der Familie umgehen würden. An dieser Stelle möchte ich Jennifer zitieren:
Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 20. Sep 2019, 12:00 Meinem Vater hätte ich mich diesbezüglich nie anvertrauen können, er hätte es komplett abgelehnt. Ein Outing als mein Vater noch lebte, hätte wahrscheinlich den Familienfrieden ziemlich belastet - deshalb tat ich es auch nicht. Der Tod meines Vater war schlimm, aber ebnete mir den Weg mich ein paar Jahre später zu "öffnen"...
Dies schrieb sie im Thread "Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe" und offenbart damit auch gleich, wie schwierig ein Outing innerhalb der Familie ist, wenn man von einem Elternteil weiß, dass es dies nie akzeptieren könnte. Vor Jennifers Outing hatte ich keine Ahnung was Crossdressing angeht. Somit konnte ich, von dem ich keine Ahnung hatte, es auch nicht per se ablehnen. Natürlich gebe ich zu, dass mich das Outing meines Kindes anfangs schon umgehauen hat :shock: (ich berichtete), da ich aber grundsätzlich für alles offen bin, hatte ich mich gefangen und wollte schlussendlich alles darüber wissen.
Unterm Strich möchte ich damit sagen, dass mein Mann und ich diesbezüglich andere Sichtweisen hatten. Wie Jennifer es schon schrieb, wäre ein Outing bei ihrem Vater unmöglich gewesen.

Diesen Thread möchte ich nutzen, um mehr darüber zu erfahren. Gerade als Mutter interessiert mich folgendes sehr:
- könnt ihr eure Eltern einschätzen, wie sie mit einem Outing umgehen würden?
- wisst ihr von euren Eltern, dass ein Elternteil es ablehnen würde und der andere offen dafür wäre?
- würdet ihr euch auch outen, wenn es das Familienleben belasten würde - da ein Elternteil es nicht akzeptieren könnte?

Fragen über Fragen :o

Ich bin sehr neugierig auf eure Eindrücke!
Liebe Grüße, Tina

+++Wissenswertes+++
Ich bin Tina und die Mutter von Jennifer. Ihr kennt sie unter ihrem Forumsnamen "Lady Jennifer"
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 2 im Thema

Beitrag von DanielaTV »

Interessante Frage, da ich mich nun schon seit längerem damit beschäftige wie ich es meinen Eltern beibringen könnte.

Bei meiner Mutter bin ich mir ziemlich sicher, das es zwar auch sie aus der Bahn werfen wird, aber das sie dennoch zu mir stehen wird, da sie sich schon immer eine Tochter gewünscht hat.

Bei meinem Vater hingegen muss ich sagen, das die wohl nicht so einfach werden wird. Wobei das eine Mutmaßung ist. Denn mein Vater ist manchmal sehr verschlossen und zeigt Gefühle eher ungern. Es war schon komisch für ihn das ich ihn umarmt habe um mich bei ihm zu Bedanken.

Wünschen würde ich es mir allerdings sehr das beide es gut aufnehmen.

LG Daniela
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Viktoria-TV
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 3 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV »

Hallo Tina,

das ist wieder mal ein tolles Thema. Ich stelle mal die These auf das Mütter ein solches Outing in der Regel besser akzeptieren als Väter. Ich glaube da spielen kulturell tiefverwurzelte Erwartungen eine große Rolle. Ein Mann braucht halt einen Stammhalter und der fällt ja damit irgendwie weg. Mütter lieben ihre Kinder oftmals abgöttisch egal was ist.

Mein Vater hätte wohl wahrscheinlich auch Probleme mit so einem Outing. Meine Mutter hingegen wahrscheinlich weniger, zumal ich denke dass sie etwas ahnt. Als Jugendlicher hatte ich mal ihre Sachen probiert und das ist aufgefallen. Letztes Jahr hatte ich mal in geistiger Umnachtung für zwei Stunden ein Bild enfemme im WhatsApp Profil... Und die einzige die es gesehen hat., war ausgerechnet meine Mutter. Als wir Wochen später zu Besuch waren hat sie mich mal gefragt, ob wir uns verkleidet hätten oder wer denn die hübsche Frau da auf dem Bild gewesen sei. Leider hab ich die Chance nicht genutzt.

Eine Notwendigkeit mich in der Familie zu outen hab ich nicht, da sie ein paar hundert Kilometer entfernt lebt.

LG
Viktoria
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -
ExuserIn-2019-12-22

Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 4 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

In meiner Situation gab es gar keine Alternative zu einem Outing.
Das Verhältnis vorher war schlecht und das machte mir Angst vor einem Outing ihnen gegenüber.
Am Ende jedoch haben sie ganz super reagiert.
Steffi-BLN
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 5 im Thema

Beitrag von Steffi-BLN »

Hallo,

fangen wir bei meiner Mutter an, sie hat früher als ich etwa 8-9 Jahre alt war, mehrmals "erwischt", als ich Sachen von meiner 2 Jahre älteren Schwester anhatte. Sie kam damit überhaupt nicht klar und ich wurde mehrfach verprügelt dafür. Als ich 11 war, ich probierte mich am make up mit meiner Schwester zusammen, heisst sie hat mich auch mal geschminkt und so. Das hat mein Stiefvater dann mitbekommen und er war schon immer sehr aggressiv, bzw leicht reizbar. Ich wurde dann aufs übelste misshandelt mit einer Holzleiste. Meine beiden Arme waren am nächsten Tag komplett blau, der linke sogar schon fast schwarz. Ich habe mich aber nicht getraut zur Polizei zu gehen oder ähnliches. Meine Mutter hat es auch gesehen aber sie hat es nicht interessiert.
Ab da war ich kaum noch zuhause und ich kam mit 12 dann ins Heim...
Dann habe ich meine Mutter knapp 14 Jahre nicht mehr gesehen. Sie ist als ich 14 war, mit meinen Stiefvater (er ist Spanier) und meiner Halbschwester(Von meiner Mutter und meinen Stiefvater) nach Spanien gezogen.
Als sie dann Berlin besuchte hat meine Halbschwester mich über Facebook kontaktiert und mitgeteilt das sie zu Besuch kommen nach Berlin. Also haben wir uns dann kurz gesehen auf einen Kaffee, das war es dann aber auch schon.
4 Jahre später, also Februar letzten Jahres fing ich an mich überall zu outen dass ich Trans* bin. Als erstes bei meiner Halbschwester und eine ln Tag später bei meiner Mutter, erst war alles gut und sie stehen voll hinter mir sagten sie. Gerade bei meiner Mutter hat es mich doch sehr gewundert. Bei meiner Halbschwester gar nicht, da wir immer ein ziemlich gutes Verhältnis zueinander hatten. Sie waren dann im April oder Mai glaube ich
war es. Ich noch komplett männlich von der Erscheinung, okay eine Skinny jeans habe ich getragen *g*

Ein paar Tage später war ich sogar mit meiner Schwester aus, ich dann auch komplett als Frau.
Es war schon sehr schön, aber die nächsten Monate dann, wurde es immer ruhiger und wir haben nun keinen Kontakt mehr. Kommen damit wohl doch nicht so zurecht.

Dass zu meiner Mutter, nun mein Vater.

Der hat davon damals nichts mitbekommen, da sich meine Eltern schon früh getrennt haben, da war ich etwa 4 oder 5.

Dann als ich mich ja anfing im Februar letzten Jahres überall zu outen, habe ich probiert wieder Kontakt zu meiner grossen Schwester aufzubauen. Dies hat sich geklappt und ich outete mich ihr gegenüber.
Lange Rede kurzer Sinn, sie wollte an einem Wochenende dann zu mir kommen, ein paar Tage vorher, sie schrieb mir über WhatsApp dass sie gerade mit Papa schreibt, ich hatte zu der Zeit meinen Vater 6 Jahre nicht gesehen. Auch eine schwierige Situation wegen seiner neuen Frau, sie betreiben zusammen eine große Pferderanch in Brandenburg.
Dann sagte meine Schwester zu mir, "Keine Sorge, ich erzähle ihm nix." Hmmm, ein paar Stunden später bekam ich über den Facebook messenger eine Nachricht von einer Freundin von meinem Vater.

Hier die Original Nachricht.
Hey mein Sohn ich habe kurz von deiner Schwester erfahren was mit dir ist .Nur zur Info ich habe kein Problem damit !!!!!! Du bist und bleibst immer mein Sohn !!!!!! Ich stehe hinter dir egal was du machen möchtest !!!! Melde dich bei mir oder sende mir deine Handy nummer meine ist 0000 Ich hab dich lieb! !!!!!! DEIN Papa

Klang ja doch nicht so schlecht, war aber total sauer auf meine Schwester und habe zu ihr gesagt dass so etwas nicht geht und habe den Kontakt zu ihr abgebrochen.
In den folgenden Monaten war ich dann öfters auf der Ranch und der Kontakt zu meinem Vater war echt gut, jetzt kommt das große aber... Aber je mehr ich mich veränderte, je weiblicher die Kleidung wurde, je länger die Haare wurden, umso komischer wurde er.
Ende der Geschichte ist, dass ich ihn das letzte Mal im Dezember letzten Jahres gesehen habe. Und seitdem keinen Kontakt mehr. Ich habe mehrfach probiert ihn zu kontaktieren, aber er antwortet nicht auf Nachrichten, bzw geht nicht an sein Telefon ran wenn ich Anrufe.
Irgendjemand hat ihn dann wohl auch auf Facebook Bilder von mir gezeigt und kam damit nicht so zurecht.

Nun bin ich wieder alleine, okay mein Halbonkel(Bruder von der neuen Frau meines Vaters) steht zu mir, wobei es da auch immer schwerer wird.

Alles nicht so einfach. Aber ich habe ein paar she gute Freunde die zu mir stehen, sie sind wie meine neue Familie, dann meine Mädels aus dem Sonntagsclub und natürlich das Forum hier, speziell die, die immer im Chat sind, geben mir Kraft und Hoffnung dass alles durchzustehen.

Jetzt ist es doch wieder ein kleiner Roman geworden, aber so kann man es gut nachvollziehen warum ich so bin wie ich bin. Und dass war nicht einmal das schlimmste was mir widerfahren ist, die Zeit hatte ich als ich 15 war und die darauffolgenden Jahre bis ich fast 18 wurde... Vielleicht finde ich bald mal die Kraft hier darüber zu schreiben, einige wissen es ja schon.

Liebe Grüße
DanielaTV
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 6 im Thema

Beitrag von DanielaTV »

Steffi-BLN hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 15:43 Hallo,

fangen wir bei meiner Mutter an, sie hat früher als ich etwa 8-9 Jahre alt war, mehrmals "erwischt", als ich Sachen von meiner 2 Jahre älteren Schwester anhatte. Sie kam damit überhaupt nicht klar und ich wurde mehrfach verprügelt dafür. Als ich 11 war, ich probierte mich am make up mit meiner Schwester zusammen, heisst sie hat mich auch mal geschminkt und so. Das hat mein Stiefvater dann mitbekommen und er war schon immer sehr aggressiv, bzw leicht reizbar. Ich wurde dann aufs übelste misshandelt mit einer Holzleiste. Meine beiden Arme waren am nächsten Tag komplett blau, der linke sogar schon fast schwarz. Ich habe mich aber nicht getraut zur Polizei zu gehen oder ähnliches. Meine Mutter hat es auch gesehen aber sie hat es nicht interessiert.
Ab da war ich kaum noch zuhause und ich kam mit 12 dann ins Heim...
Dann habe ich meine Mutter knapp 14 Jahre nicht mehr gesehen. Sie ist als ich 14 war, mit meinen Stiefvater (er ist Spanier) und meiner Halbschwester(Von meiner Mutter und meinen Stiefvater) nach Spanien gezogen.
Als sie dann Berlin besuchte hat meine Halbschwester mich über Facebook kontaktiert und mitgeteilt das sie zu Besuch kommen nach Berlin. Also haben wir uns dann kurz gesehen auf einen Kaffee, das war es dann aber auch schon.
4 Jahre später, also Februar letzten Jahres fing ich an mich überall zu outen dass ich Trans* bin. Als erstes bei meiner Halbschwester und eine ln Tag später bei meiner Mutter, erst war alles gut und sie stehen voll hinter mir sagten sie. Gerade bei meiner Mutter hat es mich doch sehr gewundert. Bei meiner Halbschwester gar nicht, da wir immer ein ziemlich gutes Verhältnis zueinander hatten. Sie waren dann im April oder Mai glaube ich
war es. Ich noch komplett männlich von der Erscheinung, okay eine Skinny jeans habe ich getragen *g*

Ein paar Tage später war ich sogar mit meiner Schwester aus, ich dann auch komplett als Frau.
Es war schon sehr schön, aber die nächsten Monate dann, wurde es immer ruhiger und wir haben nun keinen Kontakt mehr. Kommen damit wohl doch nicht so zurecht.

Dass zu meiner Mutter, nun mein Vater.

Der hat davon damals nichts mitbekommen, da sich meine Eltern schon früh getrennt haben, da war ich etwa 4 oder 5.

Dann als ich mich ja anfing im Februar letzten Jahres überall zu outen, habe ich probiert wieder Kontakt zu meiner grossen Schwester aufzubauen. Dies hat sich geklappt und ich outete mich ihr gegenüber.
Lange Rede kurzer Sinn, sie wollte an einem Wochenende dann zu mir kommen, ein paar Tage vorher, sie schrieb mir über WhatsApp dass sie gerade mit Papa schreibt, ich hatte zu der Zeit meinen Vater 6 Jahre nicht gesehen. Auch eine schwierige Situation wegen seiner neuen Frau, sie betreiben zusammen eine große Pferderanch in Brandenburg.
Dann sagte meine Schwester zu mir, "Keine Sorge, ich erzähle ihm nix." Hmmm, ein paar Stunden später bekam ich über den Facebook messenger eine Nachricht von einer Freundin von meinem Vater.

Hier die Original Nachricht.
Hey mein Sohn ich habe kurz von deiner Schwester erfahren was mit dir ist .Nur zur Info ich habe kein Problem damit !!!!!! Du bist und bleibst immer mein Sohn !!!!!! Ich stehe hinter dir egal was du machen möchtest !!!! Melde dich bei mir oder sende mir deine Handy nummer meine ist 0000 Ich hab dich lieb! !!!!!! DEIN Papa

Klang ja doch nicht so schlecht, war aber total sauer auf meine Schwester und habe zu ihr gesagt dass so etwas nicht geht und habe den Kontakt zu ihr abgebrochen.
In den folgenden Monaten war ich dann öfters auf der Ranch und der Kontakt zu meinem Vater war echt gut, jetzt kommt das große aber... Aber je mehr ich mich veränderte, je weiblicher die Kleidung wurde, je länger die Haare wurden, umso komischer wurde er.
Ende der Geschichte ist, dass ich ihn das letzte Mal im Dezember letzten Jahres gesehen habe. Und seitdem keinen Kontakt mehr. Ich habe mehrfach probiert ihn zu kontaktieren, aber er antwortet nicht auf Nachrichten, bzw geht nicht an sein Telefon ran wenn ich Anrufe.
Irgendjemand hat ihn dann wohl auch auf Facebook Bilder von mir gezeigt und kam damit nicht so zurecht.

Nun bin ich wieder alleine, okay mein Halbonkel(Bruder von der neuen Frau meines Vaters) steht zu mir, wobei es da auch immer schwerer wird.

Alles nicht so einfach. Aber ich habe ein paar she gute Freunde die zu mir stehen, sie sind wie meine neue Familie, dann meine Mädels aus dem Sonntagsclub und natürlich das Forum hier, speziell die, die immer im Chat sind, geben mir Kraft und Hoffnung dass alles durchzustehen.

Jetzt ist es doch wieder ein kleiner Roman geworden, aber so kann man es perfekt nachvollziehen warum ich so bin wie ich bin. Und dass war nicht einmal das schlimmste was mir widerfahren ist, die Zeit hatte ich als ich 15 war und die darauffolgenden Jahre bis ich fast 18 wurde... Vielleicht finde ich bald mal die Kraft hier darüber zu schreiben, einige wissen es ja schon.

Liebe Grüße
Wow das tut mir wirklich leid was dir wiederfahren ist. Ich wünsche dir für deine Zukunft alles erdenklich gute.
(smili)
LG Daniela
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 7 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Die fesche Tina hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 12:45 Diesen Thread möchte ich nutzen, um mehr darüber zu erfahren. Gerade als Mutter interessiert mich folgendes sehr:
- könnt ihr eure Eltern einschätzen, wie sie mit einem Outing umgehen würden?
- wisst ihr von euren Eltern, dass ein Elternteil es ablehnen würde und der andere offen dafür wäre?
- würdet ihr euch auch outen, wenn es das Familienleben belasten würde - da ein Elternteil es nicht akzeptieren könnte?

Fragen über Fragen
Hallo Tina..ja Fragen über Fragen...

meine Mum war bei dem Thema sehr behutsam, wir haben zusammen samstags immer gebadet-ja das gab es damals noch-
und mit 6 habe ich sie das erste mal gefragt warum ich nicht bin wie sie.
Mit 6 wirklich einschätzen? Hmm nein ich glaube das habe ich nicht-ich habe die Frage gestellt weil ich mich da schon mit
meinem Körper unwohl fühlte..

das Outing war sozusagen also früh und da ich sehr liberales Elternhaus hatte/habe-mein Dad ist vor etwas mehr als 2 Jahren
gestorben-durfte ich auch zeigen wer ich bin und sie standen hinter mir.

Spannend finde ich die Stammhalterthese von Viktoria.
Mein Bruder ist 20 Jahre älter als ich und war schon am ausziehen als ich erst auf die Welt kam-mit 12 wurde ich das erste mal Tante
-sie haben damals einen Sohn bekommen-
und das war tatsächlich kurz bevor ich das erste Mal geschminkt in die Schule bin. Irgendwas hat da bei mir klick gemacht und ich
wusste ich muss diesen Wahnsinn nicht erfüllen, ich bin raus, frei von der Sache obwohl ich das nicht so hätte sagen können zu der
Zeit. Ich habe gemacht mit was ich mich wohl fühlte und das war Makeup tragen..
zu der Zeit habe ich mich auch intensiv als Mädchen wahrgenommen, vorher war mir das vom Gefühl her nicht wichtig, aber
wie oben schon gesagt vom Körper unangenehm.

Auf eine Art und Weise bin ich mir auch fast sicher, das mein Dad Crossdresser war und deshalb cool oder sogar stolz auf mich war.
Öffentlich gelebt hat er es allerdings nicht und auch nicht in der Familie gezeigt, aber da war was und das dachte ich bis zuletzt.
Weil ich ihn aber nicht aufrühren wollte und er seinen Frieden mit allem gemacht hatte, habe ich mich zurückgehalten mit der Frage.
Und das immer-was mich ein wenig ärgert und mir vielleicht sogar mir einen Teil meiner Geschichte genommen hat.

Meine Mum flechtet mir heute noch gerne Zöpfchen..das finde ich lieb obwohl sich ihr Selbst wegen der Demenz langsam auflöst...

nun an der Stelle wird es traurig und ich habe auch geschrieben was ich schreiben wollte.

Ich danke den beiden aus ganzem Herzen das sie mich immer so genommen haben wie ich bin und mir Schutz und Zukunft gegeben
haben...

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Katta

Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 8 im Thema

Beitrag von Katta »

Oh man, Steffi. Wir kennen uns erst seit kurzem aus dem Chat, aber am liebsten würde ich dich jetzt mal drücken. Das ist wirklich hammerhart. Aus dem Chat weiß ich ja, dass das alles andere als toll war mit der Unterstützung aus deiner Familie. Ich hoffe, dass du hier im Forum und natürlich bei deinen Leuten in Berlin besseren Halt findest.

Bei dir, Marie, ist es schon viel besser gelaufen. Das war auch schön zu lesen. Ich wünsche euch allen nur das Beste, und dass ihr glücklich werdet.

LG,
Katta

PS: Bei einigen Geschichten von Eltern und deren Gewalt-Beziehungen zu ihren Kindern - physische und psychische Gewalt - denke ich manchmal an hospitalisierte Bären- oder Löwen-Mütter im Zoo, die mit ihrem Nachwuchs auch nichts anfangen können. Die sind einfach mit ihrer Rolle als Muttertier komplett überfordert und werden dann gefährlich. Genau so scheint es bei uns (hospitalisierten / ungereiften) Menschen zu sein. Sorry, das sehe ich so.
ExUserIn-2026-01-21
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 9 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-21 »

Ein ganz großes THANKS für diese teils sehr emotionalen Eindrücke!



DanielaTV hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 12:57 Bei meiner Mutter bin ich mir ziemlich sicher, das es zwar auch sie aus der Bahn werfen wird, aber das sie dennoch zu mir stehen wird, da sie sich schon immer eine Tochter gewünscht hat.
Bei meinem Vater hingegen muss ich sagen, das die wohl nicht so einfach werden wird. Wobei das eine Mutmaßung ist. Denn mein Vater ist manchmal sehr verschlossen und zeigt Gefühle eher ungern. Es war schon komisch für ihn das ich ihn umarmt habe um mich bei ihm zu Bedanken.
Da erkenne ich Parallelen zu unserem Haushalt. Ich finde es großartig, dass du deine Eltern auf diese Weise einschätzen kannst und ungefähr ahnst wohin ein Outing führen würde.


Steffi-BLN hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 15:43 Hallo,

fangen wir bei meiner Mutter an, sie hat früher als ich etwa 8-9 Jahre alt war, mehrmals "erwischt", als ich Sachen von meiner 2 Jahre älteren Schwester anhatte. Sie kam damit überhaupt nicht klar und ich wurde mehrfach verprügelt dafür. Als ich 11 war, ich probierte mich am make up mit meiner Schwester zusammen, heisst sie hat mich auch mal geschminkt und so. Das hat mein Stiefvater dann mitbekommen und er war schon immer sehr aggressiv, bzw leicht reizbar. Ich wurde dann aufs übelste misshandelt mit einer Holzleiste. Meine beiden Arme waren am nächsten Tag komplett blau, der linke sogar schon fast schwarz. Ich habe mich aber nicht getraut zur Polizei zu gehen oder ähnliches. Meine Mutter hat es auch gesehen aber sie hat es nicht interessiert.
Ab da war ich kaum noch zuhause und ich kam mit 12 dann ins Heim...
Dann habe ich meine Mutter knapp 14 Jahre nicht mehr gesehen. Sie ist als ich 14 war, mit meinen Stiefvater (er ist Spanier) und meiner Halbschwester(Von meiner Mutter und meinen Stiefvater) nach Spanien gezogen.
Als sie dann Berlin besuchte hat meine Halbschwester mich über Facebook kontaktiert und mitgeteilt das sie zu Besuch kommen nach Berlin. Also haben wir uns dann kurz gesehen auf einen Kaffee, das war es dann aber auch schon.
4 Jahre später, ...

Alles nicht so einfach. Aber ich habe ein paar she gute Freunde die zu mir stehen, sie sind wie meine neue Familie, dann meine Mädels aus dem Sonntagsclub und natürlich das Forum hier, speziell die, die immer im Chat sind, geben mir Kraft und Hoffnung dass alles durchzustehen.

Jetzt ist es doch wieder ein kleiner Roman geworden, aber so kann man es gut nachvollziehen warum ich so bin wie ich bin. Und dass war nicht einmal das schlimmste was mir widerfahren ist, die Zeit hatte ich als ich 15 war und die darauffolgenden Jahre bis ich fast 18 wurde... Vielleicht finde ich bald mal die Kraft hier darüber zu schreiben, einige wissen es ja schon.
Liebe Steffi, deine Geschichte macht mich richtig betroffen. Ich musste sie zwei Mal lesen, um es zu verarbeiten. So eine Kindheit wünscht man keinem Kind auf der Welt und es tut mir so unendlich Leid, dass du so viel durchmachen musstest. Dass Eltern in so einem Fall so extrem handeln können ist mir unbegreiflich+++ :shock: Gerade wenn das eigene Kind in einer schwierigen Situation ist (und in diesem sehr jungen Alter) kann man doch nicht mit Gewalt versuchen zu einer Lösung zu kommen. Natürlich fehlt mir dein weiterer familiärer Hintergrund, aber deine Zeilen schockierten mich regelrecht. Zudem finde ich es furchtbar, dass so gar kein Kontakt mehr zu deinen Eltern bestehen zu scheint. Ich wünsche dir für jetzt und deine Zukunft nur das aller Beste und hoffe, dass du Menschen treffen wirst, die dich akzeptiere wie du bist und du sogar selbst eine Familie gründen wirst! (pea)



!EmmiMarie! hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 16:02 das Outing war sozusagen also früh und da ich sehr liberales Elternhaus hatte/habe-mein Dad ist vor etwas mehr als 2 Jahren
gestorben-durfte ich auch zeigen wer ich bin und sie standen hinter mir.
Hier lese ich wieder das genaue Gegenteil zu Steffis Bericht+++wie unterschiedlich Familien damit umgehen :o
!EmmiMarie! hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 16:02 Ich danke den beiden aus ganzem Herzen das sie mich immer so genommen haben wie ich bin und mir Schutz und Zukunft gegeben
haben...
Wunderschön!!! (flo) Darf ich dich fragen, ob du dies als selbstverständlich empfindest oder dankst du dies in irgendeiner Weise deinen Eltern?
Liebe Grüße, Tina

+++Wissenswertes+++
Ich bin Tina und die Mutter von Jennifer. Ihr kennt sie unter ihrem Forumsnamen "Lady Jennifer"
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 10 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Die fesche Tina hat geschrieben: So 22. Sep 2019, 11:20 Hier lese ich wieder das genaue Gegenteil zu Steffis Bericht+++wie unterschiedlich Familien damit umgehen

!EmmiMarie! hat geschrieben:

Ich danke den beiden aus ganzem Herzen das sie mich immer so genommen haben wie ich bin und mir Schutz und Zukunft gegeben
haben...

Wunderschön!!! Darf ich dich fragen, ob du dies als selbstverständlich empfindest oder dankst du dies in irgendeiner Weise deinen Eltern?
Hallo Tina,

selbst wenn es wünschenswert wäre und man sich das selber in jeder Beziehung erhofft-nein, es ist nicht selbstverständlich.
Aber unheimlich viel wert und sehr verletzend wenn es die Wege geht wie bei Steffi-dabei zieht es mir total im Herzen.

So zu handeln wie meine Eltern gehandelt haben, erfordert viel Liebe, Offenheit und auch ja, Mut.
Mein Bruder sagte mal zu mir, "du bist das geliebte Kind" das ist eine Stellung die mir so ja gar nicht zustand, oder eben
selbstverständlich wäre..

hmm mein Lebensmittelpunkt ist schon eine ganze Weile knapp 180 km von meinem Elternhaus entfernt, ich habe aber versucht,
so jedes 2te Wochenende dort zu sein und nach ihnen zu sehen und zu helfen wenn etwas zu tun war.
Wir mussten Anfang August meine Mum in eine Pflegeeinrichtung geben, da sie aufgrund der Demenz einfach nicht mehr allein
daheim bleiben konnte und niemand von uns Geschwistern wirklich da vor Ort ist. Der Gedanke ist für mich noch immer nicht
schön, aber rein von der logischen Seite-wenn etwas passiert wäre (Herd vergessen oder ähnliches) wir hätten uns tierische
Vorwürfe gemacht.
Wie kann ich ihr es jetzt noch danken? Indem ich ihr die letzten Jahre Liebe entgegen bringe wie sie es bei mir tat, Mitgefühl
sende und sie so nehme wie sie nun ist, selbst wenn sie mich irgendwann nicht mehr erkennen wird.

Weisst du, sie war eine so starke und schöne Frau und dieser schleichende Verlustprozess zerreisst mir fast mein Herz...
aber ich kann es nicht aufhalten, ich kann es nur versuchen zu verarbeiten und da zu sein so gut ich kann.


Alles Liebe Marie (flo)
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 11 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Die fesche Tina hat geschrieben: Sa 21. Sep 2019, 12:45 Wie Jennifer es schon schrieb, wäre ein Outing bei ihrem Vater unmöglich gewesen.

Diesen Thread möchte ich nutzen, um mehr darüber zu erfahren. Gerade als Mutter interessiert mich folgendes sehr:
- könnt ihr eure Eltern einschätzen, wie sie mit einem Outing umgehen würden?
- wisst ihr von euren Eltern, dass ein Elternteil es ablehnen würde und der andere offen dafür wäre?
- würdet ihr euch auch outen, wenn es das Familienleben belasten würde - da ein Elternteil es nicht akzeptieren könnte?
Hallo Tina,

ich möchte erst einmal auf Deine Frage(n) eingehen. Bei mir ist diese schnell beantwortet: Meinen Vater habe ich nicht kennengelernt und meine Mutter hat sich auf die Gleise gelegt, da war ich 22 Jahre und da war das Outingproblem noch lange nicht akut.
Allerdings habe ich mich letztes Jahr meiner Mutter gegenüber am Grab geoutet. Dort liegt übrigens auch meine Oma.
Ich denke die hat sich im Grabe umgedreht, aber von meiner Mutter hätte ich wohl Verständnis bekommen.
Als Zeichen dafür habe ich die Hirschkuh angesehen. Sie stand an dem Tag einfach und plötzlich da und hat mich lange angeschaut, bevor sie eilig davon sprang.

Betroffen und auch wütend macht mich allerdings der erste Satz in meinem Zitat. Mir ist gerade klar geworden wie uns Eltern in die Depressionen treiben, wenn wir nicht einmal in unserem engsten Schutzraum Vertrauen und Schutz finden. Das gilt wohl nicht nur für das Transthema. Ich hoffe ich war aufmerksamer und habe es etwas besser gemacht.

Liebe Grüße
Vanessa
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 12 im Thema

Beitrag von Christiane »

Tja

Da meine beiden Elternteile derartigem "Fehlverhalten" sehr ablehnend gegenüber stehen und meine Mutter mich im Alter von 13 oder 14 Jahren vor versammelter Familie mit den gefundenen Sachen gedemütigt hat, muss ich sagen:
Ein Outing meinen Eltern gegenüber wird nie stattfinden. Glaub mir Tina - Schläge hätte ich besser verkraftet - damit konnte ich damals schon umgehen, denn dies war ja leider auch keine Seltenheit in unserer "heilen" Familie.
Wir hatten nach meinem Auszug 10 Jahre überhaupt keinen Kontakt mehr - obwohl wir in der selben Stadt gewohnt haben. Nein - damals war das gar kein Thema - damals war ich das braune/schwarze Schaf der Familie.
Meine Tarnung hat damals scheinbar gut funktioniert und ich konnte ohne Beeinträchtigungen durch meine Familie erwachsen werden.
Das, was dieses Jahr ganz zart begann - mit ernsthaftem Austausch - ist auch schon wieder eingeschlafen. Wir sind wieder auf der "Wetter-Ebene" angekommen - only Small Talk - wenn überhaupt.
Vom Rest meiner Familie - Schweigen.
Vielleicht ist das auch besser so. Meine Frau benötigt momentan wieder meine ganze Unterstützung, da bleibt einfach keine Zeit mehr für Andere.

LG
Christiane
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 13 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Tina,

da Du so interessante Fragen stellst, möchte ich Dir auch gerne antworten.

Ich hatte meine Eltern glatt falsch eingeschätzt.
Bei meinem Vater, der vor einigen Jahren verstorben ist, bin ich mir sicher, dass es trouble gegeben hätte, ich denke aber nicht so schlimm wie bei Steffi.

@ Steffi - das ist ein Alptraum, so was wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind. Ich weiß nicht, wie ich meine emotionen über das gelesene zum Ausdruck bringen soll.

Bei meiner Mutter war es vor etwas mehr als einem halben Jahr ein spontanes, unbedachtes "Zwangsouting".
Sie hatte mich "zur Rede gestellt", da es der gesamten Familie nicht verborgen geblieben ist, dass es in der Ehe "krieselt". Sie hatte eine andere Frau in meinem Leben vermutet. Wie recht sie hatte. Was sie nicht vermutete ist, daß diese Frau in meiner Seele ist. Sie hat gelassen reagiert, ich glaube aber, daß sie das noch nicht verdaut hat.

Hätte ich darüber nachgedacht, diese Reaktion wäre für mich unvorstellbar gewesen. Zu einem "freiwilligen" Outing wäre ich nicht bereit gewesen.

Das CD (das zweite ich) ist übrigens die Ursache, daß die Ehe belastet ist.
Ok, irgendwie wiederspricht sich diese Aussage, das liegt wohl daran, dass ich mir über mich selbst nicht so ganz im reinen / klaren bin.

LG Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
ExuserIn-2019-12-22

Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 14 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

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Hat heute jemand in einem Chat geteilt.
Denn hatte mein Vater vor 17 Jahren noch auf die bei mir gefundene Mädchenkleidung mit der Aussage: "Was stimmt mir dir nicht?" reagiert, war er es der mich bei meinem Outing Anfang des Jahres als erstes in den Arm genommen hatte.
Wir haben hier mit Steffi wohl leider ein sehr extremes Negativbeispiel wie Eltern reagieren können. Aber bei vielen überwiegt doch die Liebe zum eigenen Kind die eigene Intoleranz.
Renée
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Re: Outing gegenüber Eltern mit unterschiedlicher Einstellung/Betrachtungsweise?

Post 15 im Thema

Beitrag von Renée »

Hallo,

ich hatte mich Mitte des Jahres bei meinen Eltern offenbart. Da wir auch nicht in einem Ort wohnen, machte ich dies per Telefon, es musste raus. Es ich wollte es am vorhergehenden Wochenende persönlich machen, aber meine Gesprächsführung war da zu subtil um irgendeine Reaktion bei ihnen auf einige Andeutungen hervorzurufen. Diese Reaktionlosigkeit macht mich Sprachlos. Ich wusste einfach nicht wie ich weiterreden sollte.
Am Telefon holte ich den holzhammer raus und sagte direkt was mit mir los ist. Sie waren natürlich erstmal sprachlos. Zusammenfassend war die Reaktion gefasst und so nach dem Motto ist ok und hoffentlich hält das meine Ehe aus. Nach diesem Gespräch haben wir nie wieder darüber gesprochen. Sie haben mich allerdings auch noch nicht als Frau gesehen. Über Gefühle habe ich mit meinen Eltern auch nie richtig geredet. Da muss schon viel passieren.
Liebe Grüße
Renée

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