Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um
Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Carina81 hat geschrieben: Di 28. Mai 2019, 19:20 Ich finde man muss schon eine gewisse Regelung finden inwieweit er Emma auslebt, auch ich bin da und mir fällt es auch nicht immer leicht. Warum sollen wir Bio-Frauen immer verständnisvoll sein, damit der Druck des Partner nicht noch größer wird. Auch bei uns baut sich durch dieses Thema was auch uns mit auferlegt wurde Druck auf. Auch wir haben unsere Grenzen die genauso von der anderen Seite beachtet werden müssen. Immer geht es nur darum das es ja ach so schwer für die Trans* Menschen ist. Das man sich in sie reinversetzen soll. Und dann werden Lügen hingestellt, als wenn es nur ne Lappalie ist. Ich finde ihr macht es euch da manchmal echt leicht. Tut mir leid für diese Worte aber bei sowas werde ich echt wütend. Ihr bürdet uns da eine ordentliche Last auf. Seid doch einmal so gut und macht euch Gedanken wie sich die andere Seite fühlt.
Ich finde zu so einer Beziehung gehört Offenheit und Ehrlichkeit an erster Stelle. Aussagen wie "ich weiß/wusste ja nicht wie du reagierst" ist absolut fehl am Platz. Jeder weiß das Thema ist da und nicht wegzudiskutieren, warum kann man dann nicht offen und ehrlich damit umgehen?
Hallo Carina,

als erstes: Ich finde es nicht gut, dass Du einen Brief deines Partners hier veröffentlichst. Ob das Dein Partner gut findet ? Ich bezweifle es. Für mich wäre das ein massiver Vertrauensbruch, der einer Lüge in nichts nachsteht.

Zu Deinen Worten: Ob man eine Regelung benötigt, liegt nur an Euch. Unterliegst Du einer Regelung, was Deine Kleidung betrifft ? Aber Regelungen können gut sein, wenn es darum geht, sich nach und nach mit der Thematik zu beschäftigen. Aber Du kannst sicher sein, dass jede Regelung im Laufe der Zeit immer wieder angepasst werden muss. Sie gilt nur auf Zeit.

Die Worte Deines Partners sind für mich absolut plausibel. Über Trans zu reden ist am Anfang extrem schwierig. Und diese Phase kann eine ganze Zeit dauern. Das Tragen von Frauenkleidung, das ganze Dasein von Emma dürfte für Deinen Partner extrem mit Scham verbunden sein. Das (zeitweise) Leben en femme ist für ihn einfach wichtig. Darüber zu reden, ist extrem schwer. Seine ganze Umwelt gibt ihm das Gefühl etwas Schlechtes zu tun. Du hilfst ihm offensichtlich dabei nicht, dass er dieses Gefühl verliert. Wie soll er dann daüber reden können ?

Sein Dasein als Trans-Mensch (welche Form auch immer) ist zu akzeptieren. Genauso ist zu akzeptieren, dass Dir das nicht gefällt. In einer Beziehung gibt es immer Unterschiede und man muss auch nicht versuchen alle Unterschiede zu egalisieren. Du schreibst:
Warum sollen wir Bio-Frauen immer verständnisvoll sein, damit der Druck des Partner nicht noch größer wird.
Wer verlangt das ? Wenn Dein Partner unter Druck steht, ist es seine Aufgabe, damit fertig zu werden. Das was Du in dem Satz beschreibst, ist so eine typische Fehleinschätzung im Beziehungsleben. Du musst nicht verständnisvoll sein. Aber wenn Du ihn verstehen willst, musst Du ihm zuhören und ihm nicht Deine Meinung über Trans* durch Deine Haltung aufdrängen. Du kannst Dich aber auch davon zurückziehen und ihm die Sache alleine überlassen. Eine Beziehung lebt nicht nur von Nähe, sondern auch davon, dass man Distanz und Unterschiede akzeptiert. Was Du aber nicht kannst, ist ihn so formen, dass er für Dich kompatibel ist. Du wirst ihn schon nehmen müssen, wie er ist. Du hast aber das Recht, Dich so mit der Thematik zu beschäftigen, wie Du willst. Aber wenn Du Dich auf den ehrlichen Austausch einlässt, dann dürftest Du ihm dadurch helfen, in dem Du goldene Brücken baust, statt Vorwürfe auszusprechen. Es treibt ihn in die Enge, wenn er auf Fragen antworten soll, wenn im Hintergrund mögliche Vorwürfe lauern.

Kennst Du das s.g. "Erotische Zwiegespräch" ? Im Buch von Lucas Möller "Die Wahrheit beginnt zu zweit" findest Du einiges dazu. Hier geht es darum, dem anderen aus freien Stücken die eigene Gefühlslage zu zeigen ohne dass darüber ein Austausch stattfindet. Einfach nur ohne Kommentar zuhören. Das ist eine wirklich gute Übung.

Letztlich geht es nicht (nur) um das Transsein Deines Partners. Es geht ganz viel auch um Eure Beziehungsdynamik. Könnt Ihr Euch auf Augenhöhe begegnen ? Was ist Liebe für Euch ? Wie könnt Ihr Euch in der Beziehung weiter entwickeln ?

Willst Du Dich auf die Liebe einlassen ? Dann tue es. Ganz. Und höre auf mit den Vorwürfen. Die Vorwürfe zeigen nur, wie unsicher Du Dir selber bist. Dein Partner muss lernen, sich im Namen der Liebe zu öffnen. Du kannst lernen, dass Liebe viel mehr ist als die Lappalien, die Euch im Augenblick zusetzen. Eure Krise ist Eure Chance.

Das beste, was ich zum Thema Liebe kenne ist das Gedicht von Khalil Gibran "Über die Liebe". Ihr findet es im Netz. Mein Tip: Lest es zusammen und lasst es auf Euch wirken. Es erschließt sich nicht beim ersten Mal, sondern jedes Mal kommt etwas mehr hinzu.

Ich drücke Euch die Daumen.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 17 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Hallo Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 07:13 als erstes: Ich finde es nicht gut, dass Du einen Brief deines Partners hier veröffentlichst. Ob das Dein Partner gut findet ? Ich bezweifle es. Für mich wäre das ein massiver Vertrauensbruch, der einer Lüge in nichts nachsteht.
das war tatsächlich auch mein erster Gedanke. Dann dachte ich, es ist nicht sooo tragisch, da Emma ja (anscheinend?) nicht hier im Forum ist bzw. liest. Im Nachhinein betrachtet macht es die Sache aber nicht besser. Du hast vollkommen recht.

Liebe Grüße
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 18 im Thema

Beitrag von Frieda »

Carina81 hat geschrieben: Di 28. Mai 2019, 19:20 1... man muss schon eine gewisse Regelung finden inwieweit er Emma auslebt, auch ich bin da und mir fällt es auch nicht immer leicht.
2..... Warum sollen wir Bio-Frauen immer verständnisvoll sein, damit der Druck des Partner nicht noch größer wird
3.... Auch bei uns baut sich durch dieses Thema was auch uns mit auferlegt wurde Druck auf.
4.... Auch wir haben unsere Grenzen die genauso von der anderen Seite beachtet werden müssen.
5...... Immer geht es nur darum das es ja ach so schwer für die Trans* Menschen ist. Das man sich in sie reinversetzen soll.
6.... Und dann werden Lügen hingestellt, als wenn es nur ne Lappalie ist. Ich finde ihr macht es euch da manchmal echt leicht.
7...... Tut mir leid für diese Worte aber bei sowas werde ich echt wütend.
8..... Ihr bürdet uns da eine ordentliche Last auf. Seid doch einmal so gut und macht euch Gedanken wie sich die andere Seite fühlt.
9.... Ich finde zu so einer Beziehung gehört Offenheit und Ehrlichkeit an erster Stelle. Aussagen wie "ich weiß/wusste ja nicht wie du reagierst" ist absolut fehl am Platz.
10..... Jeder weiß das Thema ist da und nicht wegzudiskutieren, warum kann man dann nicht offen und ehrlich damit umgehen?

Liebe Carina, ich entschied mich für diese Art der Reaktion, ich hoffe ich bin damit nicht zu harsch.😳

zu1. Regelung? Ernsthaft jetzt? ... Ich finde es traurig auf welche Art und Weise du deine Worte hier gewählt hast. Ich empfinde das in deinen Worten Unzufriedenheit mitschwingt, evtl fühlst du dich auch ungerecht "behandelt". Es ist bereits schon erwähnt worden, dass wir uns mit unseren Partner auf einer Gefühlsebene bewegen, und in meiner Wahrnehmung kannst du Gefühle nicht kommandieren, bestimmen, eingrenzen... Sry für mich ist dieser Gedanke furchtbar!

zu 2. Ähm? Sollen? Sollen... In meiner Wahrnehmung kann man dies so nicht formulieren! A) entweder ist man von selbst bereit dazu, oder man lässt es gleich, weil "soll" nicht ehrlich und nicht aufrichtig ist. B) Das hat null etwas mit dem Thema Trans zu tun, diese Bereitschaft für Verständnis und Akzeptanz ist freiwillig für jeden Partner da, egal welche Eigenschaften, Besonderheiten und/oder Makel und/oder Handicap's Er/Sie hat.

zu 3. "auferlegt"... Furchtbar klingt das, furchtbar! Bist du "zwangsverheiratet" worden, oder hast du dich freiwillig in deinen Partner verliebt? Bist du überhaupt verliebt? Strahlst du überhaupt innerlich, wenn du an ihn denkst, über ihn redest?

zu 4. "beachtet werden müssen"... Wow, das sind für mich pure Erwartungen und Forderungen! In diesem Satz lese ich keinen Respekt, keine Höflichkeit, kein Entgegenkommen, keine gemeinsame Augenhöhe sry.

zu 5. Verständnis - Bedeutungen lt wiktionary:
[1] Verstehen, das inhaltliche Begreifen eines Sachverhalts
[2] Empathie, die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und mitzufühlen
[3] Art und Weise, wie man eine Situation, ein Problem beurteilt
Wäre ich dein Partner, ich hätte Angst vor der Zukunft. Weil ich dir nicht trauen könnte, wann, wie oft und wie beständig du dein Verständnis halten kannst!

zu 6. In meiner Wahrnehmung machst du es dir leicht, da du mit dem Finger mehr auf deinen Partner zeigst und kaum auf dich.

zu 7. Du kannst kein "tut mir leid" empfinden, wenn du Wut in dir hast!!!

zu 8. Dies ist eine Wiederholung... Ich frage dich nochmal, hast du dich für diese Beziehung freiwillig entschieden, oder wurdest du gezwungen? Du weißt das Thema Trans seit mindestens 2017 und es ist JETZT für dich eine Last!? Sollten die Veränderungen zu gravierend für dich sein, dann seie auch du selbst ehrlich zu deinem Partner und stehe zu den Konsequenzen, und klage ihn nicht für sein "Sein" an.

zu 9. Ehrlichkeit und Offenheit gehören in jede Beziehung!!! Und hoffentlich warst du von Anfang an ehrlich zu deinem Partner und zu dir selbst, mit dem Thema Trans fair umgehen zu können/wollen!?

Und zu 10. Ob dein Gegenüber sich dir beständig öffnen kann und will, liegt mit an dir selbst! Wenn unser Gegenüber kein Vertrauen zu uns finden kann, sollten wir auch mal über unser eigenes Verhalten ehrlich(!) nachdenken können.

Namaste 🙏
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 19 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Das erinnert mich ein wenig an das Outing gegenüber meiner Partnerin. Sie verstand mich und meine Transsexualität ohne einen Groll gegen mich zu hegen. Klar musste sie dies erst verdauen, aber sie sah es sofort als Herausforderung an um weiterhin eine gute Beziehung zu führen. Sie erkannte und fühlte und verstand was ich bis dato erlebt hatte und wie ich mich schützen musste. Sie gab mir für vieles nicht die Schuld sondern sie verstand meine Situation und war so voller Liebe zu mir um mich so anzunehmen wie ich nun mal bin. Das war auch nicht einfach für sie aber sie wusste das sie sehr stark an sich arbeiten musste um unsere Beziehung zu erhalten. Viele Gespräche zwischen uns brachten uns weiter und unsere Liebe wurde noch tiefer und intensiver.
Liebe Grüße Jasmine
Laila-Sarah
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 20 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

Es liegt wirklich an dir und nur in deiner Hand. Lege das Positive in eurer Beziehung auf eine Waagschale und die "Transidentität", die dich anscheinend sehr stört, auf die andere und siehe was schwerer wiegt. Nur du kannst es wissen und nur du kannst auch wissen was dich an der "Transidentität" stört. Es ist ja grundsätzlich nichts falsches Trans zu sein und es ist auch Grundsätzlich nichts falsches zu sagen: "ich kann nicht mit einem Transmenschen leben". Du empfindest es für dich als falsch. Frage dich warum. Frage dich auch ob es für dich richtig wäre wenn dein Partner die hälfte von deinem Wesen verbieten würde. Aber anscheinend kommt ihr miteinander mal abzüglich des Themas "Transidentität" sehr gut zu recht. Das heißt doch eigentlich, dass vieles sehr gut funktioniert. Und dass du hier fragst, heißt doch auch, dass du noch Hoffnung in dir trägst.

VlG
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 21 im Thema

Beitrag von Wally »

Liebe Carina81,

Eure Auseinandersetzung findet schlicht auf der falschen Ebene statt. Stell Dir mal vor, DIR würde ein Mann Vorschriften (und am Ende die ganze Beziehung davon abhängig) machen, welche Unterwäsche Du an welchen Tagen trägst... Selbst wenn Dein Partner da wirklich freiwillig (nicht bloß unter Druck...) eingewilligt haben sollte: das ist einfach grundsätzlich falsch, so kann man dieses Problem nicht lösen. Das ist übergriffig.

So schmerzlich es ist: Du kommst nicht umhin, genau hinzugucken, wer Dein Partner wirklich ist, und dann zu entscheiden, ob Du damit leben kannst und willst. Zu einer funktionierenden Partnerschaft gehört ZWINGEND (ich bin 70 Jahre alt, ich habe da einige Erfahrung...), dass man den Partner so akzeptiert, wie er ist, und dass man dann selbstverständlich auch seine Intimsphäre respektiert. Wenn Dir das in diesem Fall nicht möglich ist, dann ist er schlicht der falsche Partner für Dich.

Andererseits ist (auch intime) Kleidung nur was Äußerliches. Auf was es wirklich ankommt, ist der Grundcharakter - selbstverständlich INKLUSIVE der weiblichen Anteile daran! Normalerweise (es sei denn, Du hast Dir schon von Anfang an heftig selber was vorgelogen) kannst Du davon ausgehen, dass Dein Partner auch bei weiterem Outing in den wirklich grundlegenden Eigenschaften derselbe Mensch ist und bleibt, als den Du ihn kennengelernt hast. Auch Transsexuelle (ich bin selber einer) verändern sich auf ihrem Weg nicht grundsätzlich, sie passen letztlich nur ihre äußere, soziale Rolle ihrem unveränderlichen Grundcharakter an. Versuche also bitte nicht, ihn zu ändern, selbst wenn er bereit wäre, Dir das zu versprechen: das geht nicht, das kann "er" so grundsätzlich auch selber gar nicht - eben deshalb ist "er" ja Transvestit oder Transsexueller oder was auch immer. Schau, ob genug Gemeinsames da ist, um darauf eine Partnerschaft zu gründen; das ist letztlich das einzig Wichtige. Wenn ja, dann akzeptiere und respektiere "ihn" in Gottes Namen auch in den Eigenschaften, die Dir nicht so gut gefallen, die aber nun mal auch zu "ihm" gehören. Mit sowas mußt Du in JEDER funktionierenden Partnerschaft leben, egal ob normal oder transsexuell oder sonst was.

Liebe Grüße
Wally
Herzliche Grüße
Wally
ExuserIn-2020-03-10
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 22 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Carina81 hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 22:18 Hallo zusammen, ich weiß nicht mehr weiter und brauche euren Rat.
Ich und mein Partner sind seit 3,5 Jahren zusammen. Nach einem halben Jahr hat er mir im Urlaub offenbart das er ein CD ist. Anfangs war es für mich ein Schock, weil ich überhaupt nicht wusste was dies bedeutet. Mittlerweile hat er sich weiterentwickelt und ist zu der Erkenntnis gekommen das er sich als transsexuell einstuft.
Das ist ein Punkt wo man in der Beziehung drüber reden muss. Wenn man sich als Mann/Frau kennen lernt, um dann als Mann in eine lesbische Beziehung einzubiegen, dann ist der Partner natürlich irritiert. Was letztlich nur du entscheiden kannst ist die Frage, ob ihr als 'Freundinnen' die Zeit, in der er 'Emma' ist, gemeinsam geniessen könnt, oder ob dein Partner das völlig für sich alleine machen soll.
Carina81 hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 22:18 Es hab immer Zeiten in denen er "Emma" unterdrückt hat, sie beiseite geschoben hat weil seiner Meinung nach nicht der richtige Zeitpunkt gegeben war. Und dann kam Emma immer wieder noch stärker zurück und hat ihr Dasein eingefordert. Irgendwann war ich soweit das ich ihm gesagt habe das ich mit diesen Spitzen nicht mehr umgehen kann, das er es mehr integrieren muss.
Ja, das verstehe ich, dass hatte ich früher auch, das hab ich von einigen anderen auch so ähnlich gehört. Ich kann dir versprechen dass es ruhiger wird, dass man sich 'dran gewöhnen kann' wenn man die Rolle hin und her wechselt. Ausschlaggebend ist jedoch ob du da mitmachen kannst oder ob - nach längerem ausprobieren - du nicht mitgehen kannst.
Carina81 hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 22:18 Er soll Emma ausleben. Mein Vorschlag war das er unter der Woche von Dienstag bis Donnerstag die Möglichkeit dazu hat und jeden zweiten Freitag.
Prima, ein Anfang zur Einigung hattet ihr ja gemacht. Das hatten wir anfangs auch so ähnlich. Als Einstieg zum sich selber mal testen ob man damit klarkommt ist das tauglich.
Carina81 hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 22:18 ... dachte ich mir in der Früh ich gehe noch kurz vor der Arbeit bei ihm vorbei um ihn zu verabschieden. Ich hatte ihm extra noch eine Nachricht geschrieben das er Bescheid wusste. Soweit so gut. Als ich bei ihm ankam war er im Bad. Nackt aber mit Socken. Neben dem Waschbecken lag eine Unterhose von Emma.
Ok, 'in Flagranti' ertappt. Da brauchts keine Worte mehr. Die Frage die sich mir nun stellt, warum bist du morgens bei ihm vorbei gefahren? War es ein Kontrollgang, oder wolltest du ihn nur lieb küssen und den Weg zur Arbeit versüßen? War es abgemacht dass dein Freund ehrlich darüber Auskunft gibt was er an seinen freien Tagen unternimmt?
Meine Interpretation dieser Situation ist, dass du ihn bei irgendetwas 'ertappt' hast, was auch immer es war. Und dass er aus Liebe dir gegenüber die Notlüge in Kauf genommen hat. Männer machen das hin und wieder, obwohl es nichts an der Situation verbessert. Redet darüber, ich wünsche euch dass euer Gespräch ohne Vorwürfe und Verletzungen stattfindet.
Carina81 hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 22:18 ...Er wollte immer das es eine Leichtigkeit bekommt, aber er lügt mich an. Ich weiß nicht wie das funktionieren soll. Das Thema komplett aus der Beziehung nehmen? Er darf es machen und das ist süchtig, aber ich will davon weder was sehen noch hören?
Ich weiß mir keinen Rat mehr. Ich weiß ich liebe ihn, aber wenn man in einer Beziehung angelogen wird ist das Vertrauen dahin...
Danke das ihr bis zum Schluss durchgehalten habt und es bis hierher gelesen habt. Ich bin über jeden Rat oder Gedankenanstoß dankbar.
Ich verstehe dich, dass du so verwirrt bist ist absolut nachvollziehbar. Aber mach jetzt nicht denselben Fehler den dein Partner schon begangen hat. Setz dich mit ihm hin, erzähle ihm von deiner Verunsicherung, und dann lasst ihr das einfach so stehen.

Räume ihm stattdessen lieber einen anderen Tag ein, an dem er erzählen kann wie es ihm damit gegangen ist. Und dann lasst ihr das auch so stehen.

Es braucht sich niemand dafür rechtfertigen wie er ist, oder 'Besserung' geloben, die es sowieso nicht gibt. Aber man muss sich selber gegenüber ehrlich sein und auch sagen was man für Träume, Vorstellungen und Ziele in der Partnerschaft hat. Wenn dann ein Punkt kommt, wo man sich selber eingesteht 'es geht so nicht mehr' dann ist es immer noch Zeit für eine Trenung - aber soweit ist es bei euch noch lange nicht.

So, jetzt danke ich dir dass du so lange gelesen hast -
Liebe Grüße
deine Ute
Jasmin_35
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 23 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Ich hab lange überlegt, ob ich mich dazu äußere oder nicht. Aber nun muss ich doch was dazu sagen.

Ich verstehe vollkommen, das es teilweise echt schwer sein kann, aber ein "ausleben" seiner gegengeschlechtlichen Seite ist nur sehr schwer mit einem "Zeitplan" wie ihr in vereinbart habt, das klappt anfangs vielleicht noch ganz gut, weil man euphorisiert ist, das man eine einfache und gute Regelung gefunden hat, leider kommen die Wellen, in denen man sich "ausleben" will nicht nach einem festen Zeitplan und dann ist der Zwang und Druck so groß, das man es kaum noch aushält und dann wird man einen Zeitplan zwangsläufig durchbrechen.
und es ist am anfang vedammt schwer sich selber es einzugestehen und dann mit solchen "lügen", nicht aus gründen des betrügens, sondern eher aus gründen der panik aufzuwarten.

es ist einfach ein schwieriges thema für deinen partner und es wird auch nicht leicht für dich. ihr beide müsst da erstmal für euch selber einen weg finden. man kann einen anderen menschen nicht ändern, nur sich selbst. diese neue identität für deinen partner zuzulassen bedeutet auch sein leben umzustellen, es kann aber auch bedeuten, befreiter und glücklicher und ausgeglichener zu werden, was dann auf jeden fall auch dir zu gute kommen wird.

nun noch was zu anderen posts von anderen usern:
!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 28. Mai 2019, 20:00 Meine Mum ist immer noch eine Liebe, aber eben mit 84 setzt langsam oder doch schneller die Demenz bei ihr ein.
Ich bin ihr Nesthäkchen und ihr Schatz, das ist immer noch schön. Heute hat sie mir Zöpfe geflochten, weil ichs alleine
nicht wirklich gut kann..
und wir haben uns toll über Schmuck, Klamotten und Farbkombinationen unterhalten.
Und ein bisschen gelästert weil der Männerdutt vom meinem Neffen letztens so scheisse aussah..

Aber es bedrückt mich zu sehen (muss mal Tränen wischen) wie sich ihre Persönlichkeit und ihr Geist sich mir langsam
entziehen...ist es da was euch traurig, sauer oder enttäuscht sein lässt?

Nun, kann ich aber solche Gefühle haben? Es ist der Lauf der Zeit, den ich selbst mit aller Macht nicht stoppen könnte.
Also bleibt mir eines, mich erden und sie ziehen lassen, so hart es ist, festhalten wird nicht klappen..

ich könnte ja sowas von Rotz und Wasser heulen!

Mach ich jetzt auch... Marie
ich bin in gedanken bei dir, es ist einfach unendlich schwer jemanden, den man sein leben lang kennt, gehen lassen zu müssen.
Jasmine hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 11:10 Das erinnert mich ein wenig an das Outing gegenüber meiner Partnerin. Sie verstand mich und meine Transsexualität ohne einen Groll gegen mich zu hegen. Klar musste sie dies erst verdauen, aber sie sah es sofort als Herausforderung an um weiterhin eine gute Beziehung zu führen. Sie erkannte und fühlte und verstand was ich bis dato erlebt hatte und wie ich mich schützen musste. Sie gab mir für vieles nicht die Schuld sondern sie verstand meine Situation und war so voller Liebe zu mir um mich so anzunehmen wie ich nun mal bin. Das war auch nicht einfach für sie aber sie wusste das sie sehr stark an sich arbeiten musste um unsere Beziehung zu erhalten. Viele Gespräche zwischen uns brachten uns weiter und unsere Liebe wurde noch tiefer und intensiver.
Liebe Grüße Jasmine
Das ist so schön zu lesen, ich freue mich immer, wenn ich von Partnern lese, die es als positiv ansehen und es annehmen, weil man ja als mensch, besonders wenn man es nicht mehr verstecken muss, der selbe bleibt, bzw ein befreiter mensch wird und seine ganze lebensfreude zurückbekommt. Ich freue mich wirklich sehr darüber, ist leider, wie ich bisher feststellen musste, wohl eher die ausnahme, aber es gibt diese schönen geschichten und es kann funktionieren, wenn beide dran arbeiten wollen :)
Liebe Grüße Jasmin
ExuserIn-2022-05-28
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 24 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Ich will hier mal ein Beispiel bringen:

Ein Paar heiratet, sie sieht aus wie Claudia Schiffer ( oder für die jüngeren unter uns wie Heidi Klum). Na h 10 Jahren glücklicher Ehe bricht bei Ihr ein Gendeffekt aus. Sie leidet an Lipödem und wiegt bald 140 Kilo.
Wie sollen sie damit umgehen?
Bringt es was, wenn er jetzt sagt: Du Schatz bitte sie zu, dass Du Montags, Dienstags und Mittwochs wie Heidi aussiehst, egal wie Du es hinkriegst?

Am Anfang geht es noch, da helfen dann noch Stützstrümpfe um die Figur zu halten. Sie kann aber nichts gegen tun, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird. Das einzige was vielleicht helfen könnte zahlt die Kasse nicht und sie haben nicht das Geld es selbst zu bezahlen ( Hier hinkt der Vergleich etwas, da es bei Lipödem tatsächlich eine Methode gibt, die hilft, bei Trans jedoch gibt es sie nicht) .

Hier kann man nur versuchen damit klar zu kommen. Dazu muss er sich mit der Krankheit beschäftigen. Verdrängt er sich ist eine Trennung unausweichlich, da er sich nie daran gewöhnen wird. Beschäftigt er sich damit, wird er irgendwann die Angst vor der Zukunft und der Veränderung verlieren und damit klar kommen.

Der Betroffene Partner sollte allerdings mithelfen. Im obigen Beispiel heist dass dann vielleicht am Anfang Stützstrümpfe tragen und sich nicht gehen lassen, den Partner mit zu den Ärzten nehmen, bei Trans, kann es dann sein, dass man nicht zu dick aufträgt ( also nicht Supermini etc) . Beide sollten ehrlich sein, was die Zukunft anbelangt. Im Beispiel weis sie nicht, wie schwer sie noch wird, bei Trans weis er nicht, ob er nicht doch in einiger Zeit Personenstandsänderung und Gaop braucht um zu überleben.

Was Ehrlichkeit und Lügen anbelangt: Ihr esst liebend gern mal ein Steak. Der Partner ist Vegan und schimpft ständig über Fleischesser und verlangt, dass in seinem Beisein kein Fleisch gegessen wird. Nach einer Reise fragt er dann: Hast Du Fleisch gegessen, als ich weg war?

Wer würde nun hingehen und sagen "Ja hab ich" und in damit in Kauf nehmen wieder einen Streit hervor zu rufen? Die meisten werden wohl sagen: Nein gab ich nicht.

Trans ist nichts, was man beeinflussen kann. Laut diversen Studien ist Trans eine neuronale Varianz der geschlechtlichen Entwicklung, also eine Art Intersexualität, die sich im Gehirn abspielt und schon lange vor der Geburt durch erbliiche und äussere hormonelle Einflüsse festgelegt wird.
( siehe Buch Das Geschlecht in mir, neurowissenschaftliche, lebensweltliche und theologische Beiträge zu Transsexualität)

Zu guter Letzt: wer mit einem Partner zusammen ist kann nicht erwarten, dass er ihn/sie immer so formen kann, wie er er/sie es gerne hätte. Das kann manchmal klappen, häufig aber nicht.


LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
ExuserIn-2022-05-28
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 25 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Chrissie hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 23:13 Ich will hier mal ein Beispiel bringen:

Ein Paar heiratet, sie sieht aus wie Claudia Schiffer ( oder für die jüngeren unter uns wie Heidi Klum). Na h 10 Jahren glücklicher Ehe bricht bei Ihr ein Gendeffekt aus. Sie leidet an Lipödem und wiegt bald 140 Kilo.
Wie sollen sie damit umgehen?
Bringt es was, wenn er jetzt sagt: Du Schatz bitte sieh zu, dass Du Montags, Dienstags und Mittwochs wie Heidi aussiehst, egal wie Du es hinkriegst?

Am Anfang geht es noch, da helfen dann noch Stützstrümpfe um die Figur zu halten. Sie kann aber nichts gegen tun, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird. Das einzige was vielleicht helfen könnte zahlt die Kasse nicht und sie haben nicht das Geld es selbst zu bezahlen ( Hier hinkt der Vergleich etwas, da es bei Lipödem tatsächlich eine Methode gibt, die hilft, bei Trans jedoch gibt es sie nicht) .

Hier kann man nur versuchen damit klar zu kommen. Dazu muss er sich mit der Krankheit beschäftigen. Verdrängt er sich ist eine Trennung unausweichlich, da er sich nie daran gewöhnen wird. Beschäftigt er sich damit, wird er irgendwann die Angst vor der Zukunft und der Veränderung verlieren und damit klar kommen.

Der Betroffene Partner sollte allerdings mithelfen. Im obigen Beispiel heist dass dann vielleicht am Anfang Stützstrümpfe tragen und sich nicht gehen lassen, den Partner mit zu den Ärzten nehmen, bei Trans, kann es dann sein, dass man nicht zu dick aufträgt ( also nicht Supermini etc) . Beide sollten ehrlich sein, was die Zukunft anbelangt. Im Beispiel weis sie nicht, wie schwer sie noch wird, bei Trans weis er nicht, ob er nicht doch in einiger Zeit Personenstandsänderung und Gaop braucht um zu überleben.

Was Ehrlichkeit und Lügen anbelangt: Ihr esst liebend gern mal ein Steak. Der Partner ist Vegan und schimpft ständig über Fleischesser und verlangt, dass in seinem Beisein kein Fleisch gegessen wird. Nach einer Reise fragt er dann: Hast Du Fleisch gegessen, als ich weg war?

Wer würde nun hingehen und sagen "Ja hab ich" und in damit in Kauf nehmen wieder einen Streit hervor zu rufen? Die meisten werden wohl sagen: Nein gab ich nicht.

Trans ist nichts, was man beeinflussen kann. Laut diversen Studien ist Trans eine neuronale Varianz der geschlechtlichen Entwicklung, also eine Art Intersexualität, die sich im Gehirn abspielt und schon lange vor der Geburt durch erbliiche und äussere hormonelle Einflüsse festgelegt wird.
( siehe Buch Das Geschlecht in mir, neurowissenschaftliche, lebensweltliche und theologische Beiträge zu Transsexualität)

Zu guter Letzt: wer mit einem Partner zusammen ist kann nicht erwarten, dass er ihn/sie immer so formen kann, wie er er/sie es gerne hätte. Das kann manchmal klappen, häufig aber nicht.


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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 26 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Chrissie hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 23:13
Chrissie hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 23:13 Ich will hier mal ein Beispiel bringen:

Ein Paar heiratet, sie sieht aus wie Claudia Schiffer ( oder für die jüngeren unter uns wie Heidi Klum). Na h 10 Jahren glücklicher Ehe bricht bei Ihr ein Gendeffekt aus. Sie leidet an Lipödem und wiegt bald 140 Kilo.
Wie sollen sie damit umgehen?
Bringt es was, wenn er jetzt sagt: Du Schatz bitte sieh zu, dass Du Montags, Dienstags und Mittwochs wie Heidi aussiehst, egal wie Du es hinkriegst?

Am Anfang geht es noch, da helfen dann noch Stützstrümpfe um die Figur zu halten. Sie kann aber nichts gegen tun, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird. Das einzige was vielleicht helfen könnte zahlt die Kasse nicht und sie haben nicht das Geld es selbst zu bezahlen ( Hier hinkt der Vergleich etwas, da es bei Lipödem tatsächlich eine Methode gibt, die hilft, bei Trans jedoch gibt es sie nicht) .

Hier kann man nur versuchen damit klar zu kommen. Dazu muss er sich mit der Krankheit beschäftigen. Verdrängt er sie ist eine Trennung unausweichlich, da er sich nie daran gewöhnen wird. Beschäftigt er sich damit, wird er irgendwann die Angst vor der Zukunft und der Veränderung verlieren und damit klar kommen.

Der Betroffene Partner sollte allerdings mithelfen. Im obigen Beispiel heist dass dann vielleicht am Anfang Stützstrümpfe tragen und sich nicht gehen lassen, den Partner mit zu den Ärzten nehmen, bei Trans, kann es dann sein, dass man nicht zu dick aufträgt ( also nicht Supermini etc) . Beide sollten ehrlich sein, was die Zukunft anbelangt. Im Beispiel weis sie nicht, wie schwer sie noch wird, bei Trans weis er nicht, ob er nicht doch in einiger Zeit Personenstandsänderung und Gaop braucht um zu überleben.

Was Ehrlichkeit und Lügen anbelangt: Ihr esst liebend gern mal ein Steak. Der Partner ist Vegan und schimpft ständig über Fleischesser und verlangt, dass in seinem Beisein kein Fleisch gegessen wird. Nach einer Reise fragt er dann: Hast Du Fleisch gegessen, als ich weg war?

Wer würde nun hingehen und sagen "Ja hab ich" und in damit in Kauf nehmen wieder einen Streit hervor zu rufen? Die meisten werden wohl sagen: Nein gab ich nicht.

Trans ist nichts, was man beeinflussen kann. Laut diversen Studien ist Trans eine neuronale Varianz der geschlechtlichen Entwicklung, also eine Art Intersexualität, die sich im Gehirn abspielt und schon lange vor der Geburt durch erbliiche und äussere hormonelle Einflüsse festgelegt wird.
( siehe Buch Das Geschlecht in mir, neurowissenschaftliche, lebensweltliche und theologische Beiträge zu Transsexualität)

Zu guter Letzt: wer mit einem Partner zusammen ist kann nicht erwarten, dass er ihn/sie immer so formen kann, wie er er/sie es gerne hätte. Das kann manchmal klappen, häufig aber nicht.


LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 27 im Thema

Beitrag von Frieda »

Chrissie hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 23:13 ...
Liebe Chrissie❣️
Ich danke dir aus tiefsten Herzen für deinen Beitrag.
Ich selbst bin aktuell kaum in der Lage so passende Worte zu finden.
Du hast mit deinen Beispiel die Realität so treffend angesprochen und ausgesprochen... DANKE dafür, ich kämpfe mit den Tränen liebe Chrissie... Danke!!!🙏🙏🙏
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•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 28 im Thema

Beitrag von Michi »

Chrissie hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 23:13 Ich will hier mal ein Beispiel bringen:

[...]

Was Ehrlichkeit und Lügen anbelangt:

[...]
Hallo Chrissie,

ich kann nun danke sagen und wie bestechend gut ich deine gewählten Beispiele finde. (yes) (hs)
Ein wenig beneide ich dich dafür, dass du es so auf den Punkt gebracht hast. Doch du weißt: Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.

Nur ein einfacher Danke-Klick war mir dafür viel zu wenig.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 29 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Hallo Carina,

Was wäre wenn........Dein Partner nur noch Damenunterwäsche tragen würde?
Eine liegengebliebene Unterhose würde nicht mehr zu Zweifeln oder zu Diskussionen führen.
Zum einen ist es egal, aus welcher Abteilung die Wäsche stammt, zum anderen, außer Euch beiden sieht das ja ohnehin kein anderer.
Außerdem sagt die Wäsche absolut nichts über den Charakter des Trägers aus, in Damenwäsche ist er nicht weiblicher

Bitte bleibt locker und vor allem sprecht miteinander.

Liebe Grüße
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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Re: Vom Partner wieder belogen... wie gehe ich damit um

Post 30 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Das Thema gibt es inzwischen in einem anderen Bereich des Forums und Carina81 hat sich ja auch hier nicht weiter zu Wort gemeldet. Möglicherweise entsprachen die Antworten nicht ganz den Vorstellungen (smili)

Liebe Grüße
Michelle
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