Theresa hat geschrieben: So 11. Nov 2018, 17:56
Und überhaupt: das Bedürfnis ddanach, die weibliche Seite ausleben zu müssen unterliegt bei mir starken Schwankungen die ich selber nicht verstehen kann. Manchmal bin ich froh darüber dass "sie" nahezu verschwunden ist. Mit ihr sehe ich keine Zukunft, ohne sie allerdings auch nicht.
Die Herzdame fehlt auf ganzer Linie und ich habe keine Vorstellung wo iich sie kennenlernen könnte. Dabei habe ich auch noch bestimmte Vorstellungen von der Partnerin....
Zudem sitzt mir mit nun 57 Jahren die Zeit im Nacken.
Hi Theresa,
bin auch 57. Ich habe meine jetzige Frau vor knapp 8 Jahren über ein Datingportal kennen gelernt. Nachdem wir uns beschnuppert haben und das Gefühl hatten, es könnte was werden, habe ich ihr relativ schnell über meine Interessen erzählt. Ich halte es auch nicht unbedingt für sinnvoll, bereits beim ersten Mal von allen Interessen zu sprechen. Ich möchte als Mensch wahrgenommen werden und nicht als "Interessenträger". Sie konnte nicht viel mit meinem Trans*-Wesen anfangen, aber das muss sie ja auch nicht. Man muss nicht alles miteinander teilen und die Zeit wird zeigen, wohin die Reise geht. Viel wichtiger in unserer Beziehung ist es, aufeinander einzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Sie hat auch Bereiche, die ich nicht teile, ihr aber nach Kräften helfe.
Ich meine, in Beziehungen ist es wichtig, Unterschiede zu erkennen und zuzulassen. Das öffnet Räume für die eigene Entwicklung auch jenseits der Beziehung. Das ist m.E. entscheidend.
Nicht verhehlen will ich, dass nicht jedes Treffen und jeder Kontakt gut war. Ich habe die unterschiedlichsten Frauen kennen gelernt und bei den meisten wr innerhalb von Sekunden, wenn nicht Sekundenbruchteilen klar, dass das nichts wird. Deshalb habe ich trotzdem die Zeit genossen, weil ich neue Menschen kennen lernen durfte. Je authentischer ich war, um so angenehmer war das Treffen. Oder es war schnell beendet.
Es gilt der alte Spruch: Wer es versucht, kann verlieren, wer es nicht versucht, hat schon verloren. Es ist manchmal, wenn nicht sogar öfters frustrierend, aber irgendwann hat es gepasst.
Wenn Du eine Beziehung willst, dann musst Du aktiv sein. Ein Grund wie " ich weiß nicht, wo ich sie finden soll", zählt nicht. Dabei muss man nicht wie ein Trüffelschwein im Wald suchen, sondern einfach nur offen für die Dinge und Menschen, die auf einen zukommen. Wenn's klappt, ist es schön (aber auch mühevoll), wenn es nicht klappt, hat man etwas erlebt.