Elektroautos - CO2-frei?
Elektroautos - CO2-frei? - # 2

Michi
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 16 im Thema

Beitrag von Michi »

Jasmine hat geschrieben: Mo 8. Jan 2018, 20:10 Ich habe mir mal die Geschichte des Elektroautos durchgelesen.
Dazu mal noch etwas Interessantes: 1925: Leipzig fährt elektrisch!

Elektrisch angetriebene Autos (mit Akkus als Energiespeicher) wurden also schon mal genau dort eingesetzt, wo sie ihre Stärken gut ausspielen können. Schade drum, dass dieses Potential so lange brach gelegen hat.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Lina
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 17 im Thema

Beitrag von Lina »

MichiWell hat geschrieben: Mo 8. Jan 2018, 22:10
Lina hat geschrieben: Mo 8. Jan 2018, 13:58 habt ihr mal ausgerechnet wo die Elektroautos liegen CO2-mäßig, verglichen mit Diesel-/Benzin-/Gas-Autos, wenn der Strom mit fossilen Energieträgern erzeugt wird?
Hallo Lina,

nicht böse sein, wenn ich bei der Frage spontan sage: "Da spricht der Laie." :wink:

Ich müsste mir auch erst die Befähigung erarbeiten, eine derartige Berechnung so ausführen zu können, dass sie fachlich fundiert und belastbar ist. Aber zumindest reicht meine Qualifikation dafür aus, um abschätzen zu können, dass man die Berechnung einer Ökobilanz oder auch nur einen Teilbereich davon (das CO2) nicht zwischen Kaffeetrinken und Abendbrot auf die Beine stellt. Da sind Fachleute sehr wahrscheinlich Wochen und Monate full time beschäftigt, alle notwendigen Daten zusammenzutragen. Es hängt einfach viel zu viel hinten dran.

Meiner Meinung nach kannst du getrost davon ausgehen, dass nahezu alles, was in den allgemeinen Medien verbreitet wird, reiner Marketingbullshit ist. (Grad kommt wieder so eine dumme Autowerbung, wo u.a. geschwätzt wird, dass die Wolken den Wind machen ... Kopf --> Tischplatte ... und ... repeat!!!)

Wenn es dich interessiert, musst du selber auf die Suche gehen, und dich in das Thema ernsthaft einarbeiten, um beurteilen zu können, was wirklich Hand und Fuß hat.


HTH und Liebe Grüße
Michi

Ich habe ja eben gezielt nach Aussangen von denen, die Ahnung haben, gefragt. Das halte ich für sinnvoller als wenn ich selber Mutmaßungen anstelle. Es gibt bestimmt jemand der irgendwo hingeschrieben hat, wieviel Brennmittel für die Erzeugung von einer genauer definierten Leistung x Zeit, und vieviel CO2 das ergibt. Aber ist es so einfach? Gibt es andere Faktoren, die wichtig sind. Wie z.B., dass ein Elektroauto nicht nur Energie verbraucht, sondern auch ein Teil der Bremskraft zur Energieerzeugung nutzt.
Und wahrscheinlich hat es sowieso schon jemand ausgerechnet - würde mich zumindest schwer wundern, wenn nicht. Warum das Rad neu erfinden, wenn es schon einen Bauplan gibt?
edeka
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 18 im Thema

Beitrag von edeka »

entscheidend bei diesem Thema ist, man sollte es ganzheitlich betrachten, und das wird in der Regel nicht gemacht.

Das geht schon los mit dem Wirkungsgrad. In den paar Quellen, die ich eben nachgeschaut habe, gibt es zwar Aussagen über einen Wirkungsgrad, der ist dann entweder so gerechnet, wieviel Bewegungsenergie der Motor aus dem Treibstoff an das Getriebe weitergibt, oder maximal noch die Herstellung des jeweiligen Treibstoffs aus verschiedenen Kraftwerken mit einrechnet.
Aber keiner versteht den Wirkungsgrad etwa so, wieviel Personen mit durchschnittlichem Gewicht damit 10 km transportiert werden. Das wär für mich wesentlich plausibler.
Ein Motor in einem Auto von 1500 kg transportiert im Durchschnitt (also in der Realität) 1,2 Personen.
Ein Fahrrad von 15 kg transportiert 1 Person.

Und wer sich beklagt, dass die Regierung den falschen Weg einschlägt...
Der muß sich erst mal fragen: Was ist überhaupt das Ziel:
  • will man CO2 Ausstoß reduzieren ?
  • was ist mit den andern Schadstoffen , Stickoxid, Feinstaub (vom diesel, vom bremsen) ... ?
  • will man weniger Landschaftsverbrauch ? oder will man sogar mehr ?
  • will man die Gewinne der Autoindustrie für die nächsten 5 Jahre sichern ?
  • will man die Arbeitsplätze in der Autoindurstrie für die nächsten 20 Jahre sichern ? oder die Arbeitsplätze insgesamt ?
  • will man die Bürger möglichst viel/weit rum fahren lassen ?
  • will man den Bürgern die Infrastruktur geben, die sie in der Nähe (ohne rum zu fahren) bleiben lässt ?
das sind nur einige der Fragen, die man entweder so oder so beantworten kann.
Also es gibt kein richtig und falsch. Was richtig und was falsch ist , kommt auf die Perspektive/Interesse des Adressaten an !
Insofern ist es auch immer richtig, was die Regierung macht . Man kann daraus sehen, für wen...

der ascona (hatte noch Benzinmotor)
Marielle
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 19 im Thema

Beitrag von Marielle »

Nabend Lina,
Lina hat geschrieben: Mo 8. Jan 2018, 22:41 Ich habe ja eben gezielt nach Aussangen von denen, die Ahnung haben, gefragt. Das halte ich für sinnvoller als wenn ich selber Mutmaßungen anstelle.
Das ist eine wohltuende Haltung, in Zeiten, in denen Wahrheiten häufig lieber gefühlt als recherchiert werden.

Also: Bei allen Schwierigkeiten, die sich bei der exakten Bilanzierung von CO2-Emmissionen ergeben, entspricht der CO2-Ausstoss eines Autos mit reinem E-Antrieb, beim derzeitigen Strommix* in Deutschland und bei durchschnittlicher Nutzung, in etwa dem eines gleich schweren Diesel-Autos; Benziner liegen zwangsläufig etwas höher, da ihr Prozesswirkungsgrad niedriger ist.

Besondere Berücksichtigung verdient aber der übliche Betriebszustand des Fahrzeugs. Die CO2-Gleichheit gilt bei gemischtem Betrieb in der Stadt, auf dem Land und auf der Autobahn. Beim Kurzstreckenbetrieb in der Stadt schlägt das E-Auto den Diesel und den Benziner beim CO2 um Längen, weil er keine Kaltstartphase und keine Leerlaufverluste hat und weil dort die Bremsrekuperation einen großen Beitrag leistet.

Hab's gut

Marielle (Ingenieurx der Energietechnik)

*) daraus anteilig der CO2-Ausstoss aller Kraftwerke; Atom, Öl, Kohle, Gas, Wind, Sonne, Wasser usw.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 20 im Thema

Beitrag von Bente »

Moin,
ich halte die Akku-e-Autos Hype für falsch. Meiner Meinung nach haben die Brennstoffzellenautos (Wasserstoff) Zukuftschancen. Ich habe kürzlich einen Vortrag über das Thema "Power to Gas" gehört. Da wird der überschüssige Windstrom benutzt um Wasserstoff zu erzeugen. Dieser Wasserstoff kann dann gespeichert werden. Energiespeicher! Die Versorgung könnte über das vorhandene Tankstellensystem erfolgen. Ich glaube, das ist die Zukunft - ausgereifte Versuchsanlagen gibt es bereits in Europa.

LG

Benny
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Michi
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 21 im Thema

Beitrag von Michi »

Marielle hat geschrieben: Mo 8. Jan 2018, 23:58 Also: Bei allen Schwierigkeiten, die sich bei der exakten Bilanzierung von CO2-Emmissionen ergeben, entspricht der CO2-Ausstoss eines Autos mit reinem E-Antrieb, beim derzeitigen Strommix* in Deutschland und bei durchschnittlicher Nutzung, in etwa dem eines gleich schweren Diesel-Autos; Benziner liegen zwangsläufig etwas höher, da ihr Prozesswirkungsgrad niedriger ist.

Besondere Berücksichtigung verdient aber der übliche Betriebszustand des Fahrzeugs. Die CO2-Gleichheit gilt bei gemischtem Betrieb in der Stadt, auf dem Land und auf der Autobahn. Beim Kurzstreckenbetrieb in der Stadt schlägt das E-Auto den Diesel und den Benziner beim CO2 um Längen, weil er keine Kaltstartphase und keine Leerlaufverluste hat und weil dort die Bremsrekuperation einen großen Beitrag leistet.
Du hast das selbst ausgerechnet?
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 22 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo zusammen.

Meiner Meinung nach ist die gesamte Öko-Sache nur ein riesiger Marketinggag. Und CO-²-frei gibt es nicht, egal was ich anstelle. Selbst wenn ich mich auf mein Fahrrad setze produziere ich mehr CO-². Am meisten sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich den ganzen Sch... von regenerativen Energien höre. Gerade mit Windrädern wird da viel zu viel Schindluder getrieben. Wenn ich mir den Aufwand ansehe, der allein nötig ist, so ein Ding zu produzieren, and den Verwendungsort zu transportieren und vor Ort aufzustellen und in Betrieb zu nehmen. Bei uns in Thüringen werden da Schneißen von 20 Metern Breite in die Wälder geschlagen, der Boden dort in große Tiefen verdichtet, extra Stromleitungen verlegt u.s.w. nur um die Teile in Betrieb zu bekommen. Und mittlerweile werden die ersten schon wieder ausgetauscht, gegen noch größere und höhere Modelle. Da möchte ich mal eine ins Geamte hochgerechnete Öko-Bilanz sehen. Noch dazu, dass es oftmals schon bei ordentlichem Wind unmöglich ist, den bestmöglich produzierten Strom überhaupt los zu bekommen. Auf meine Touren quer durchs Land sehe ich oftmals Windparks, wo dan teils 1/3 der Anlagen still steht, weil der Strom nicht abgenommen werden kann.
Ich bin ja auch für bewussten Umgang mit Energie, hab eine Solarthermie-Anlage auf meinem Dach und dämme mein Haus, aber alles nur in einem Rahmen, der möglichst sinnvoll erscheint, nicht was maximal möglich ist.


Eure nachdenkliche Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 23 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo Diana,

Ich denke nicht, dass Du da Recht hast. Der Aufbau von Windparks oder PV-Feldern bei uns vor der Haustür stört natürlich ungemein (den einen oder die andere) und sicher gibt es auch kritische Fragen dazu. Allerdings sehe ich derzeit rein gar keine Alternative dazu und das Windräder ausgetauscht werden, liegt einfach daran, dass die neuen höhere Winerträge aufweisen und zum Teil ein Windrad drei andere ersetzt können. Die Energieträger aus anderen Ländern zu beziehen und die Augen vor den Schäden vor Ort zu verschließen, ist sicherlich kein guter Weg ... da ist es nicht verkehrt die Umweltfolgen auch im eigenen Land zu tragen und dadurch auch zu sehen! Das die CO2 - Problemetik (und CO2 steht ja stellvertretend für alle Klimaschädlichen Gase) vorhanden ist, bestreitet in der Wissenschaft nun wirklich kaum noch jemand. Hier geht es um aktive Daseinsvorsorge für zukünftige Generationen und damit für den Fortbestand der Gesellschaft. Und die muss nun mal grundlegend umgebaut werden ....

Und bei der ganzen Diskussion um E-Auto ja/nein bitte auch nicht vergessen, dass a9 die Autos bei weitem nicht das halten was sie versprechen in Bezug auf Umweltausstoß und das die Luftbelastung in Ballungsgebieten nicht durch Verbrennungsmotoren verbessert werden kann. Alternative Antriebskonzepte (die Serienreif) sind müssen da auf dem Tisch ... nachdem die Brennstoffzelle nun über 20 Jahre den Durchbruch nicht geschafft hat, bleibt wohl derzeit nur das E-Auto .... und vielleicht hört dann ja auch die Raserei auf deutschen Autobahnen auf und wir werden alle etwas entschleunigt, weil uns einfach keine ander Wahl bleibt :-), wenn wir von Münschen nach Berlinmit einem E-Auto fahren wollen ....

Liebe Grüße
VanessaL

PS auch wenn es vielleicht anders erscheint, ich bin durchaus ein vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft und kein Öko-Aktivist ... aber die Welt schönreden hilft eben nicht weiter ...
Viggy
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 24 im Thema

Beitrag von Viggy »

Wir beziehen unseren Strom seit langem von Greenpeace Energy. Unser Strom kommt natürlich auch aus der Steckdose, aber wir zahlen nicht für Atom- oder Kohlestrom, fördern die weitere Entwicklung von eneuerbaren Energien und die Menge an Strom die wir verbrauchen, muss nicht zwangsläufig aus den Kraftwerken der großen Konzerne kommen, bzw. ist hier übererzeugt. Und je mehr Stromverbraucher zu Ökoanbietern wechseln, um so unwirtschaftlicher werden diese alten Kolosse. Wir haben es tatsächlich in der Hand an der Energiewende mitzuarbeiten, auch wenn Regierung und Konzeren dagegenarbeiten. Wir dürfen nur nicht immer NUR auf den Preis sehen.

Wenn man sich nun als Ökostrombezieher für Kurzstrecken ein Elektroauto in Betracht zieht (wir haben keines), wird das ja meist zuhause aufgeladen, dann kann man diesen Schritt relativ guten Gewissens tun.

Bleibt natürlich noch der Aufwand mit den Batterien, weshalb ich persönlich auch gegen reine Batterie Autos bin. Hier wird wieder nur vorschnell auf Tesla reagiert. Die Hersteller sollten sich lieber auf die Weiterentwicklung der Kombination Brennstoffzelle und Wasserstoff konzentrieren. Die Japaner machen das schon vor. Außerdem könnten wir mit den Überkapazitäten an Strom jede Menge Wasserstoff herstellen und damit den 'Strom' speichern, statt ihn für Dumpingpreise auf dem internationalen Markt zu verschleudern.
Ulrike-Marisa
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 25 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin zusammen,

ich habe da als Nichtfachfrau nur eine persönliche Meinung zu dem Thema. Den ganzen Hype um E-Autos etc. halte ich auch für einen PR-Gag letzten Endes. Wenn ich mir überlege, was alles an Aufwand dazu gehört, ein Fahrzeug, einen Motor, eine Batterie, Treibstoffe herzustellen, ist doch klar, dass wir immer Recourcen verbrauchen, sogar für ein Fahrrad; - ist hier alles schon gesagt und dargestellt worden viel besser als ich das kann.
Ansetzen möchte ich da mal auf der Seite der Wünsche und Erwartungen an unsere persönliche Mobilität und deren Qualität und Komfort.
Ich bin ja mit 64 schon etwas älter und habe noch den Brezelkäfer mit 30PS kennengelernt, hatten meine Eltern 1959 als gebrauchtes Auto, später noch im Studium gab es Kommiliton/innen mit Enten und R4s; das waren damals begehrte Fortbewegungsmittel, billig in der Herstellung und sparsam im Verbrauch und sie haben ganze Familien transportiert von A nach B, wie gewünscht. Was wollen wir heute: DEN AUTONOM FAHRENDEN SUV MIT -§%=PS UND VON BESCHLEUNIGUNG VON 0 AUF 100 MÖGLICHST IN 1,8 SEKUNDEN. Das ist überzogen und provokant dargestellt, trifft aber das Grundproblem: UNSERE ANSPRÜCHE SIND ZU HOCH.
Ich glaube, dass es technisch möglich wäre, leichte Fahrzeuge mit modernsten Verbrennungsmotoren etc. zu produzieren mit nur den für eine durchschnittliche Fortbewegung erforderlicher Motorstärke und einfacher Ausstattung - NUR DAS WILL HEUTE KEINER MEHR (auch wieder provokant gesagt). Da liegt der Hase im Pfeffer.

Beste Grüße, Ulrike-Marisa, alte Käferfahrerin (moin)
Yasmine
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 26 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: Di 9. Jan 2018, 12:36 trifft aber das Grundproblem: UNSERE ANSPRÜCHE SIND ZU HOCH.
Danke, das trifft es sehr gut. Wir fahren einen Kleinwagenen, meine ganze Familie nutzt den. Wir passen da echt alle rein! Erstaunlich, aber möglich. Sogar in den Urlaub fahren wir damit. Dann kommt eine Dachbox drauf. Für den Rest des Jahres kommt sie runter und der Verbrauch ist wieder im Keller. 800km? Kein Problem. Ökobilanz? Mein Bordcomputer sagt 5 Liter auf 100km. Benzin. Klassischer Motor ohne Feinstaubschleuder. Bei 9000km ihm Jahr wird man nichts besseres finden.
LG
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 27 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ja es ist ein weites Feld und entscheidend wie wir in Zukunft leben. Jeder kann schon jetzt seine Beitrag leisten um die CO-2 Belastung zu senken. Muss ich denn mit 180 km/h über die Autobahn rasen. Bei jeder Stockung stark abbremsen um auf freie Strecke bis zum Limit zu beschleunigen. Was nach meiner Meinung auch bei einem E-Auto nicht im Sinne des Erfinders ist. Ich favorisiere da auch ein Tempolimit wie bei unseren Nachbarn. Und schon jetzt gibt es Fahrzeuge die zumindest weniger verbrauchen. Nur werden sie von den Herstellern nicht immer in erster Reihe angeboten. Als ich vor 1,5 Jahren ein Fahrzeug suchte und auch bestellte war die Wartezeit endlos lang und der Liefertermin schob sich immer weiter nach hinten. Ein anderes Fahrzeug vom gleichen Typ zwar, aber mit einer höheren Ausstattung und demzufolge mehr Verbrauchern im Auto, war sofort zu haben. Es gab sogar noch ein finanzielles Entgegenkommen , da das bestellte Fahrzeug nicht lieferbar war.

Dann beschäftigt mich als Laie noch ein anders Problem beim E-Auto. Das Laden des Fahrzeuges. Die meisten Fahrten sind bei mir der Weg zur Arbeit und nach Hause. Bei der Firma werde ich den Akku nicht laden können. Ich denke den Meisten wird es ähnlicher ergehen. Bleibt also Abends in der Garage oder vor dem Haus. Da man merkte es wenn man im Stau steht fast alle zur gleichen Zeit unterwegs sind. Kann es da nicht sein, das diese Fahrer um die selben Zeit ihr Fahrzeug laden möchten. Also wenn der verdiente Feierabend erreicht ist und das Auto Pause hat. Der Ladevorgang soll länger Zeit in Anspruch nehmen? Es ist diese Zeit der großen Nachfrage an Strom. Kann dann flächendeckend der notwendige Strom zur Verfügung gestellt werden. Der zu anderen Zeiten nicht nachgefragt wird. Ich betone es nochmals ich bin Laie auf diesem Gebiet. Oder anders gefragt, der Ladevorgang müsste schneller erfolgen und man kann wie bisher an der Tankstelle, dann eine E-Tankstelle erledigt werden.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Tinchen
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 28 im Thema

Beitrag von Tinchen »

Hallo Nina,
sehr gute Frage :-)

Was Marielle schreibt, ist grundsätzlich richtig. Allerdings müssen wir uns da auf Ergebnisse von anderen Leuten verlassen. CO2 ist ja nicht das einzige Problem, die Frage müsste eher lauten, wie groß die Umweltbelastung bei einen Verbrenner im Vergleich zum E-Auto unter der Berücksichtigung der Energieherstellung und Transport ist. Da ist das E-Auto dann doch nicht so weit vorn...

Ich halte auch nichts von dem immer alles auf eine neue Karte setzen, besser ist es den richtigen Mix zu finden. Beim Verbrenner kann man sehr viel Energie aus Abwärme dem Antrieb wieder hinzufügen. Sprich Hybrid- oder Plugin Antriebe sind interessant. Momentan sind wir auch gar nicht in der Lage genug Strom zu erzeugen, um alle Autos per Schnipp auf Elektro umzustellen.

Ich frage mich auch nach der Vergleichbarkeit von Autos, da E-Autos gedrosselt sind, so ist die Energiebilanz immer ein wenig in Schieflage. Nichts desto trotz, sind E-Autos in reinem Stadtverkehr sinnvoll. Andererseits ist man ja in der Lage auch Verbrenner zu bauen, die deutlich weniger verbrauchen....bietet man nicht an oder kauft keiner....es gibt immer zwei Sichtweisen.

Mein erster Käfer (Bj. 69) hat 11 Liter verbraucht, mein Mini braucht 9,5...also kaum ein Unterschied....bis auf die Leistung, der Käfer hatte 40 PS, der Mini 185. (Ja, ihr dürft mich egoistische Umweltsau nennen) E-Autos fahren maximal 140, das konnte der Käfer auch knapp, also wenn wir heute 40 PS Autos kaufen würden, mit besserer Aerodynamik und geringerem Gewicht....wer weiß wie der Vergleich mit dem E-Auto dann ausfällt :-)

LG Tina
Früher wusste ich nicht wie man Inschenöhr schreibt, heute bin ich eine. (888)
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 29 im Thema

Beitrag von Marielle »

Nabend Michi,
MichiWell hat geschrieben: Di 9. Jan 2018, 00:12 Du hast das selbst ausgerechnet?
Ja, im Rahmen der Analysen und Beratungen für bisher etwa 30 Fuhrparke mit zusammen rund 2000 Fahrzeugen.


Die Kurzzusammenfassung der Ergebnisse nach Kosten und CO2-Ausstoss ist folgende:

Betriebszustand 'Innerstädtischer Pizzaservice' oder 'motorisiertes Brötchen holen' => E-Roller oder kleines E-Auto

Betriebszustand 'bundesweit reisende_r Aussendienstler_in' => a) Bahncard + Taxi oder, falls a) nicht zweckmässig realisierbar ist, b) Dieselauto mit bedarfsentsprechender Transportkapazität


Der Betriebszustand 'Mackerkarre mit Penisverlängerungseffekt' lässt sich mit ingenieurmässigen Kriterien leider nicht erfassen.

Hab's gut

Marielle

PS: Damit du nicht extra fragen musst: Bei uns wird auf Langstrecken mit der Bahn und dem Taxi gefahren, auf Mittelstrecken mit Diesel-Smarts und auf Kurzstrecken mit 'nem Twizzy. Um weniger CO2 pro Lebenskilometer rauszuhauen, dürften viele andere den Rest ihres Lebens nur noch zu Fuss gehen. :wink:
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Re: Elektroautos - CO2-frei?

Post 30 im Thema

Beitrag von Tinchen »

Da fällt mir noch ein...

Es gibt Studien, die besagen, dass Rinderfürze mehr CO2 produzieren als Autos..... siehe auch hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 292-2.html

Also wenn ich wieder vegetarisch werde, kann ich den Mini behalten :-)....na ja besser wäre ich werde vegetarisch und kaufe mir einen Smart. Mal sehen im März läuft der Leasingvertrag aus.

LG Tina
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