Attraktivität von Männern in Kleidern
Attraktivität von Männern in Kleidern - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Anne-Mette
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 16 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

... und ebenfalls frohe Ostern!
Begeisterung kann man nicht unbedingt von seiner Partnerin oder der Familie erwarten, aber sicher doch etwas Toleranz.
Wenn sie nicht mit Dir einkaufen geht, dann geh alleine - oder bestell Dir etwas. Vielleicht gewöhnt sie sich daran :)
Das Leben ist zu kurz, um es zu vertrödeln!
Allerdings sollten wir mal ergründen, was daran so "schlimm" ist, wenn Männer "Frauenkleidung" tragen. Was geht in den Leuten vor, die so etwas als "das Schlimmste" ansehen?
Da werden wir wohl nicht so schnell darauf kommen.
Jeder muss sein Leben und die Lebensumstände bestmöglich selbst gestalten, so lange das möglich ist. Ich wünsche Dir Glück und Erfolg dabei.

Gruß
CPG
Salmacis
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 17 im Thema

Beitrag von Salmacis »

cpg hat geschrieben:Allerdings sollten wir mal ergründen, was daran so "schlimm" ist, wenn Männer "Frauenkleidung" tragen. Was geht in den Leuten vor, die so etwas als "das Schlimmste" ansehen?
Da werden wir wohl nicht so schnell darauf kommen.
meine theorie ist immernoch, dass Jungs/Männer gesellschaftlich höher gestellt sind als Frauen. Auch bei den Frauen selbst! Schon in der Kindheit sind elterliche Aussagen wie "Benimm dich nicht wie ein Mädchen!" oder "Du bist ja so aufgeweckt wie ein Junge!" tolle, subtile und gleichzeitig so herabwürdigende Spruche, die das gesellschaftliche Bild stark prägen können!

Der Schlüssel sind die Eigenschaften, die immernoch auf Geschlechter bezogen sind.
Führungskraft, Stärke, Mut, Abenteuerlust etc. werden stark auf den Mann eingegrenzt.
Musisches, Sensibilität, Einfühlungsvermögen aber auch Schwäche, Eitelkeit und viele andere negative Eigenschaften werden eher dem weiblichen zugeschrieben.
So lernen wir schon in frühester Kindheit, dass Weiblichkeit auf keinen Fall etwas Erstrebenswertes ist! Ganz im Gegenteil, wer etwas Weibliches tut, wie etwa einen Rock trägt, stellt sich unter den Mann und muss damit rechnen, das man ihn herablassend behandelt.

Wir werden alle, egal ob Mann oder Frau, schon in frühester Kindheit in diese Rollen und wahnvorstellungen gedrückt.
Ich selbst bekam solche Sprüche nur sehr selten zu hören. Und das nicht von meinem Vater, der war so wieso nie da! Wenn dann von meinen Cousins oder meinem Onkel. Dies geschah dann aber in einem Alter (7-10) bei dem ich mir bereits meine Gedanken dazu machte. "Warum sollen Mädchen schlechter sein als wir?" Seit dem Kindergarten hatte ich Jungs und gleichermaßen Mädchen im Freudeskreis. Ich habe nie überlegt worin ein unterschied besteht. Den biologischen kannte ich ja, aber sonst? Wo war es? Nirgends! Wenn wir also unsere Kinder ohne diese Klischees erziehen, haben wir eine Chance, dass sich was ändert. Aber der Großteil wird sich wohl nicht so schnell bekehren lassen.
Anne-Mette
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 18 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Wenn wir also unsere Kinder ohne diese Klischees erziehen, haben wir eine Chance, dass sich was ändert.
Moin,

da mache ich leider zum Teil gegenteilige Erfahrungen.
Trotz Vorleben von Toleranz, Umweltbewusstsein, Weltoffenheit usw. merke ich doch, dass die "Peergroups" der Kinder sehr viel wichtiger sind, jedenfalls im Moment; zwar nicht bei allen dreien gleich stark, aber immerhin.
Die umgebenden Gruppen scheinen Uniformität vorzuschreiben. Es müssen ganz bestimmte Kleidungsstücke und möglichst aus einem bestimmten Laden sein.
... und wir leben hier auf dem Dorf - allerdings in der Nähe einer knapp 100 000 Einwohner-Stadt.

Gruß
cpg
angie

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 19 im Thema

Beitrag von angie »

Viele Grüße an alle die geantwortet haben. Ich hoffe, Ihr habt ein schönes Osterfest gehabt bzw die freien Tage genossen.

Antwort zu Salamacis:

Du sagtest: 'Wenn wir also unsere Kinder ohne diese Klischees erziehen, haben wir eine Chance, dass sich was ändert.' Ich glaube, da bist Du sehr idealistisch! Idealismus ist gut und den will ich Dir auch nicht nehmen, auch wenn ich da CPD zustimmen muß.
Mit deiner Theorie, die Du ausführlich erklärt hast, habe ich auch ein paar Probleme. Sie scheint auf den ersten Blick logisch zu sein, ist sie aber nicht. Du hast sicherlich recht, daß es gesellschaftlich einfacher für ein Mädchen ist Dinge zu tun, die typisch für Jungs sind. Aber ich denke, daß das auch was mit den Dingen zu tun hat, was Mädchen nicht machen sollten/durften - z.B. sich nicht schmutzig machen etc... Es ist heute durchaus erlaubt, daß Mädchen experimentieren und Neues erkunden dürfen. Das ist nicht falsch und zwängt auch keinen Jungen in seiner Experimentierfreunde ein. Meine Frage an Dich ist nur: Warum könnt Ihr nicht männliche Röcke kreieren und müßt weiblichste Röcke tragen? O.k. außer einem Kilt gibt es da nicht so viel auf dem Markt, aber was nicht ist, kann ja werden. Nur Weibliches zu übernehmen und dann als eigen zu verkaufen ist (und da hole ich sicher genauso weit aus, wie Du) genauso dumm, wie eine Frau, die meint, wenn sie Männerklammotten trägt ist sie emanzipiert.
Du sagtest 'Ihr habt uns ja auch das Privileg des Hosentragens und des Wahlrechts genommen'. Mit diesem Satz wirst Du wohl keine Frau überzeugen können! Ich finde es einfach schade, daß Du das Wahlrecht und Kleidertragen in einen Pott wirfst. Na ja.

Antwort zu Kimtom:

Selbst wenn es mir schwerfällt meinen Freund in Kleider attraktiv zu finden, kann ich es sicher akzeptieren. Da er sowieso nicht so weit ist, daß er in der Öffentlichkeit mit Kleider rumläuft, muß ich mich nicht einmal mit dem beschäftigen was andere dazu meinen etc... Für mich ist es aber so, daß ich es einfach sexuell nicht erregend finde und da ist auch nicht viel daran zu rütteln.
Du sagtest: 'Ich brauche es um mich vom Alltag zu erholen'. Schlupfst Du dann in eine andere Rolle? Dieses Gefühl habe ich nämlich bei meinem Freund. Er sagt, daß er sich dann einfach fallen lassen kann (abgesehen davon, daß es sich einfach toll anfühlt, wenn ein schöner Stoff den Körper umschlingt). Es beschleicht mich einfach das Gefühl, daß das aus dem Alltag aussteigen und nicht sich selbst zu sein (mit all den Problemen, Zwängen etc) wichtiger ist als das Kleid an sich.
Du beschreibst auch die Szene an dem Du einen Kilt anhattest und die Männer eher dumme Sprüche machten. Das tut mir ehrlich Leid. Mir fällt da gerade eine total andere Szene ein: Ein nackter Mann lief durch die Innenstadt von Barcelona und fast niemand fiel es auf. Die Frage die sich da bei mir stellt ist - Können wir uns mit Dingen eher anfreunden bzw sie als 'normal' ansehen, wenn der Gegenüber etwas selbstverständlich macht, was eigentlich nicht als 'gesellschaftlich normal' gilt. Im Kontext - Wird es als 'normaler' empfunden, wenn Mann ganz selbstverständlich mit Kleid/Rock rumläuft?

Viele Grüße!

Angie
Salmacis
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 20 im Thema

Beitrag von Salmacis »

angie hat geschrieben:Du sagtest: 'Wenn wir also unsere Kinder ohne diese Klischees erziehen, haben wir eine Chance, dass sich was ändert.' Ich glaube, da bist Du sehr idealistisch! Idealismus ist gut und den will ich Dir auch nicht nehmen, auch wenn ich da CPD zustimmen muß.
Mit deiner Theorie, die Du ausführlich erklärt hast, habe ich auch ein paar Probleme. Sie scheint auf den ersten Blick logisch zu sein, ist sie aber nicht. Du hast sicherlich recht, daß es gesellschaftlich einfacher für ein Mädchen ist Dinge zu tun, die typisch für Jungs sind. Aber ich denke, daß das auch was mit den Dingen zu tun hat, was Mädchen nicht machen sollten/durften - z.B. sich nicht schmutzig machen etc... Es ist heute durchaus erlaubt, daß Mädchen experimentieren und Neues erkunden dürfen. Das ist nicht falsch und zwängt auch keinen Jungen in seiner Experimentierfreunde ein. Meine Frage an Dich ist nur: Warum könnt Ihr nicht männliche Röcke kreieren und müßt weiblichste Röcke tragen? O.k. außer einem Kilt gibt es da nicht so viel auf dem Markt, aber was nicht ist, kann ja werden. Nur Weibliches zu übernehmen und dann als eigen zu verkaufen ist (und da hole ich sicher genauso weit aus, wie Du) genauso dumm, wie eine Frau, die meint, wenn sie Männerklammotten trägt ist sie emanzipiert.
Du sagtest 'Ihr habt uns ja auch das Privileg des Hosentragens und des Wahlrechts genommen'. Mit diesem Satz wirst Du wohl keine Frau überzeugen können! Ich finde es einfach schade, daß Du das Wahlrecht und Kleidertragen in einen Pott wirfst. Na ja.
Ich will um Gottes Willen nicht modische Fairness mit prinzipieller politischer Mitbestimmung gleich stellen. Aber das Prinzip, was sich dahinter verbirgt ist das Selbe.

Die Gründe aber warum es Frauen verwährt blieb Hosen zu tragen, sind andere als die, die es Jungen verbietet Röcke zu tragen. Ich glaube da haben wir uns etwas missverstanden oder ich bin da zu militant ran gegangen :)

Ich will einfach nur sagen, dass Frauen unterbewusst unter den Mann gestellt werden und deshalb das Tragen femininer Kleidung als Zeichen der Minderwertigkeit gewertet wird. Und das ist extrem schade. Nicht weil ich dadurch keine Röcke in der öffentlichkeit tragen darf, sondern weil unsere gesellschaft noch weit weg ist von der völligen Emanzipation.
Und es ist völlig dahingestellt ob es Röcke für Frauen sind oder wir eigene entwerfen.
Du sagtest wir bedienen und dem weiblichen und stellen uns als emanzipiert dar. Definiere weiblich! Warum ist ein Rock, nur weil er ein Rock ist weiblich? Wie gesagt, die ersten Frauen, die Hosen trugen, trugen Männerhosen eben weil nichts anderes da war Und heute habt ihr in der Hinsicht mehr Auswahl als wir.
Das einzige, was weiblich ist an Kleidung, ist der BH, denn er erfüllt eine Grundfunktion, die für Männer im Normalfall nicht benötigt wird.
Röcke, Blusen, Kleider, Nylons, Spitze, Rüschen was weiß ich ist eben einfach nur Mode! Völlig egal ob von Mann oder Frau getragen. Solange die Sachen am jeweiligen Modell super aussehen, warum nicht?! Warum soll ein Mann, wenn er in einem Kleid atemberaubend aussieht, es nicht tragen? Das ist natürlich der seltenste Fall, aber wenn er eintritt, dann soll man ihn doch gewähren lassen.

Und wegen den Kindern - wenn ein Mädchen sich beim Fußball dreckig macht ist es heute wesentlich geachteter als ein Junge der ein Kleid trägt und mit Puppen spielt. Ist einfach Fakt.
Vielleicht kann ich es an dem beispiel noch mal ganz gut festmachen.
Die Allgemeinheit würde sich bei genannten Mädchen denen "Naja nicht sehr Damenhaft, aber lebhaft. Sie ist aktiv und spielt gern. Toll entwickeltes Kind. Das Damenhafte kommt bestimmt in der Pubertät!"
Bei dem Jungen wäre es eher "Ohje, was denkt der sich nur? Der läuft rum wie ein Mädchen. In dem Alter sollte der Unterschied doch wohl schon klar genug sein!"
Dieses "Der läuft rum wie ein Mädchen!" ist es was mich stört. Ja und? Dann läuft eben ein mann mal rum wie ne Frau und umgekehrt! Warum nicht solange es gut aussieht? Diese Schublade muss endlich für immer zugehen.

Naja ich kann mich schlecht schriftlich ausdrücken aber ich hoffe ich bin nun etwas schlüssiger :D
Gerdi55
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 21 im Thema

Beitrag von Gerdi55 »

Hallo,

ich bin erst seit ein paar Tagen im Forum vertreten. Aber das Problem treibt mich schon seit Jahren um. Ich habe schon in meiner Jugend mit Neid auf die Kleidung der Frauen geschaut.
Wenn ich unbeobachtet war, probierte ich sie auch mal an. Später habe ich versucht, diesen Wunsch nach Farbe und weichen Stoffen zu verdrängen. Aber es gab Immer wieder Situationen in denen ich mcih ertappte, mal ein Kleid oder Unterwäsche zu probieren.
Nachdem vor einigen Jahren meine erste Partnerschaft gescheitert ist, bin ich eine neue Beziehung eingegangen. In dieser Partnerschaft habe meine Partnerin und ich sehr offen über unsere Vergangenheit insbesondere auch Wünsche und Vorlieben geredet. Nach dem ich ihr mein Begehren nach Tragen femininer Kleidung offenbahrte, lud sie mich ein ihr Nachthemd zu tragen. Nach diesem Ereignis vergingen etliche Wochen/Monate. Ich begann mir passende Kleidung von meiner Partnerin zutragen. Natürlich mit ihrem Einverständnis. Aber es reichte nicht. Ich kaufte mir über Katalog meine erste T-Shirts und Röcke. Es ist immer wieder ein schönes Gefühl. Die legere oder bengende Kleidung der Damenwelt zu tragen und mich zu betrachten. Da ich ein typischer 3B-Mann bin, habe ich natürlich damit meine Probleme, daß die Kleidung nicht immer so wirkt, wie bei einer Frau. Aber das Spiel mit den Farben und Stoffen macht mir Freude. Ich kombiniere auch meine normale Kleidung mit Frauenkleidung. Diese Kombination bringt oft ein befriedigenderes Erlebnis als Dame pur. Bei allen meinen EInkäufen unterstützt mich meine Partnerin, was ihr nicht immer leicht fällt. In der letzten Woche waren wir Schuhe kaufen. Als ich die Damenpumps probierte, half sie mir das richtige Paar zu finden. Für mich war es wichtig, daß sie mir half, diesen Weg in der Öffentlichkeit zu gehen. Andererseits nehme ich aber auch auf ihren Geschmack rücksicht. Ich kann nicht etwas tragen, was sie absolut ablehnt. Sie findet mich in meinen jetzigen Rock und den dazu erstandenen Oberteilen auch schön.
Ich glaube, wenn beide Partner offen über für und wieder ihrer Wünsche reden und beide die Empfindlichkeiten des anderen berücksichtigen, wird auch jeder vom anderen als attraktiv betrachtet werden. Ein wichtiger Aspekt ist die Liebe, sie kann auch die verrücktesten Dinge verzeihen.
Anne-Mette
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 22 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Morgen,

... und herzlich willkommen bei uns )))(:
Ich glaube, wenn beide Partner offen über für und wieder ihrer Wünsche reden und beide die Empfindlichkeiten des anderen berücksichtigen, wird auch jeder vom anderen als attraktiv betrachtet werden. Ein wichtiger Aspekt ist die Liebe, sie kann auch die verrücktesten Dinge verzeihen.
... das klingt gut - sicherlich für viele Beziehungen eine mögliche und durchführbare Möglichkeit.
Ich wünsche Dir weiterhin viele positive Erfahrungen.

Gruß
CPG
Franci90

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 23 im Thema

Beitrag von Franci90 »

[quote="angie"] dass ich einen Mann kennengelernt habe, der dann auf einmal nicht der ist, der ich dachte er ist. Ich meine, ich mag ihn aus anderen Gruenden und das wird auch so bleiben - ABER er hat mir keine Chance gegeben, fuer mich selbst zu entscheiden (ob ich einen Mann mit Kleidern mag oder nicht). Dieses - nicht die Chance zu haben - selbst zu entscheiden stoesst mir auf! Und da muss ich sagen, dass das maennliches, egoistisches Verhalten ist, das man so oft im Alltag mitbekommt (als Frau)! ....Ich glaube, ich fuehle mich verletzt, dass ihr Maenner nicht so viel Vertrauen in die Frauen habt und uns dann vor unvollendete Dinge stellt!

Hallo Angie, ich bin auch Frau mit CD, möchte dir ganz gern meine Sicht auf die Dinge zeigen. Ich habe es, wie in anderen Teilen dieses Forums bereits beschrieben, auch nicht von Anfang an gewusst. (Kannst ja mal bei meinen Beiträgen schauen. ) Viele Dinge die du beschreibst die du seltsam findest kann ich schon ein wenig nachvollziehen, man wundert sich schon! Auch mein Freund trägt zu weilen gern Kleider die ich eher als unbequem bezeichnen würde oder solche Sachen die eine Frau so auf keinen Fall jeden Tag tragen würde, oder tragen möchte. ABER wir könnten es tun, und zwar wann immer wir es wollten, und das ist der Unterschied. Für Männer sind Hochzeitskleider normal gar kein Thema, (nicht gedacht) und genau da liegt bei diesen typisch Frauen vorbehaltenen Kleidungsstücken der Reiz für den Mann als CD. -glaube ich- Ich werde nachts ziemlich oft wach, habe einen leichten Schlaf. In manchen Nächten ist es so, das wenn ich mich zum dritten mal an ihn kuschel, ich bemerke das er sich auch schon das dritte mal umgezogen hat. Ich sage da nie etwas ich schmunzel und schlafe wieder ein. Vom Nachthemd bis zum Hochzeits oder Abendkleid ist alles dabei. Und klar ist es tatsächlich so, das man zeitweise das Gefühl hat im Machtkampf zu stehen, wie mit einer besten Freundin oder so ähnlich. Ich denke auch oft er (Susi) sieht besser aus als ich, gebe ich hier gleich mal zu. Und wenn ich darüber nachdenke frage ich mich ob es manchmal neid ist, oder wieder eifersucht, keine Ahnung. Betrogen oder um eine Chance gebracht habe ich mich nie gefühlt nur weil ich es nicht von Anfang an wusste, auch der Zeitraum des nicht wissens wäre für mich total unerheblich. Ob 3 Monate oder 3 Jahre spielt für mich hierbei keine Rolle, weil ich in den Vordergrund die Frage stelle: Warum die Männer es nicht sagen. Ganz im Gegenteil, ich fand es besser, so konnte ich ihn erst mal kennen lernen. Ich denke nicht das es was mit Egoismus zu tun hat das die Männer erst mal nichts davon sagen bzw es gar nicht vor haben, sondern mit Angst und Vorsicht. Abgesehen davon, und da brauchen wir uns nichts vorzumachen, wissen wir doch alle wie Vorurteilsbeladen unsere Gesellschaftsordnung mit allem was dazu gehört nun mal ist, und die Männer wissen doch genau was sie erwarten kann wenn sie sich offenbaren. Wenn man sich das mal überlegt, und sich vorstellt wenn ich in dieser Situation wäre?, dann kann man das doch nachvollziehen. LG Anja- Würde mich freuen von dir zu lesen. ))):s
Zuletzt geändert von Franci90 am Di 31. Aug 2010, 09:01, insgesamt 2-mal geändert.
Franci90

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 24 im Thema

Beitrag von Franci90 »

Hallo Angel ich hoffe das es ausser uns noch irgendwer lesen wird. Ich würde mich über ein bischen Gedankenaustausch und ein paar Tips sehr freuen. LG Anja )))(:
Joe95
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Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 25 im Thema

Beitrag von Joe95 »

hmm...
meine gedanken dazu sind schon fast kaskaden...

SIE fühlt sich überfahren, belogen weil ER nix sagt...
ER sagt nix weil er angst hat...
angst hat er, weil er ja "WEISS" das sowas "NICHT RICHTIG" ist...

ich finde es hängt viel daran das man(n) selber damit klar kommen muss...
aus meiner eigenen vergangenheit weiß ich das ich irgendwann vor der frage stand was ich denn da mache und warum.
ich habe für mich beschlossen - und vor allem akzeptiert! - das ich gerne crossdresser bin und das es für mich richtig ist.

erst wenn ich mir selber der sache sicher bin kann ich das auch anderen gegenüber vertreten...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Elysia

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 26 im Thema

Beitrag von Elysia »

Also ich frage mich, ob das nicht auch egoistisch ist, wenn Frau meint, Männer nehmen ihnen irgend etwas weg.
Ich meine, muss Frau sich denn in ihrer geschlechtlichen Identität darüber fixieren, dass sie sich für Kleider, Schuhe und Schminke interessiert?

Mich persönlich turnt es ziemlich an, wenn eine Frau sich gerne mit Frauen-untypischen Dingen beschäftigt, wie Technik, Computer, ja vielleicht sogar Programmiererin ist. Meine Freundin ist Veranstaltungstechnikerin, das ist zwar nicht der einzige Grund sie zu mögen, aber ich mag es, dass ich (als Veranstalter und DJ) mich mit ihr über Licht- und Tontechnik unterhalten kann, genauso wie ich es mag, mit ihr über Schminke oder Kleider zu reden (auch wenn sie da noch recht zögerlich ist, da mein Outing ihr gegenüber noch jung ist).

Leider ist das Geschlechtsspezifische in unserer Gesellschaft immernoch zu sehr verankert. Jeder Geschäftsbrief beginnt mit "Sehr geehrter Herr" oder "Sehr geehrte Frau"... noch vor dem Namen, der persönlichen Anrede, kommt erst einmal das Geschlecht und schon ist die Schublade zu. Dann kommen die gesellschaftlichen Konventionen, wie ein Mann und wie eine Frau zu sein hat. Passt man da nicht rein, ist man homosexuell oder trägt gerne Kleidung des anderen Geschlechts, ist man unnormal und falsch.
Und wie Salmacis schrieb, ist es für einen Mann/Jungen schwieriger weiblicher zu erscheinen als seine Geschlechtsgenossen, als es für Frauen/Mädchen ist. Jedoch gibt es auch durchaus komische Blicke und/oder Bemerkungen, wenn eine Frau zu maskulin erscheint. Begriffe wie "Mannsweib" u.ä. kommen dann ins Spiel und eine Frau mit kurzen Haaren, Muskeln, ungeschminkt und Herrenkleidung ist schnell mal eine "Lesbe" oder sogar "Kampflesbe".
Wir empfinden es als unattraktiv, wenn der andere nicht seines Geschlechts entsprechend gekleidet ist oder sich anders gibt, als es "sich gehört". Das sehe ich ja sogar an mir, und auch hier im Forum: Ich persönlich finde mich mit 3-Tage-Bart, Brust- und Beinbehaarung in einem luftigen Kleid oder Minirock mit FSH und Damenschuhen auch nicht attraktiv, weil es irgendwie unpassend aussieht. Oder wenn meine breiten Schultern und meine schmalen Hüften in einem hautengen Kleid stecken... geht gar nicht... Darum muss ich mich Schminken, Bustprotesen und Hüftpolster tragen, mich also ver-kleiden. Dabei frage ich mich jedoch: Warum ist das so? Was macht es aus, dass etwas nicht zueinander passt, und meine Antwort ist dann oft "Gewohnheit".

Aber Gewohnheit lässt sich überwinden und ich habe die Hoffnung, dass ich es noch erleben werde, wenn wir freier werden.

Aber noch etwas zu angie's Thema speziell, auch wenn der Thread schon alt ist: Ich glaube auch, dein Freund hat noch ein anderes Interesse daran, diese Klamotten zu tragen. Er ist wahrscheinlich devot, worauf das Dienstmädchen-Outfit hinweist. Ich habe ja viel im SM-Bereich zu tun, und Feminisierung ist ein großes Thema bei devoten Männern. Sie spielen damit und nutzen damit natürlich diese gesellschaftlichen Konventionen, dass Weiblichkeit eher schwächlich und unterwürfig ist. Das hängt im Grunde sicherlich auch mit der Art und Weise des Geschlechtsaktes zusammen. Ich sags mal derbe: Gefickt werden ist die passive Rolle, der Mann ist allermeistens dominant beim Sex, schon alleine aus physischen Gründen (er dringt in sie ein und bestimmt sorgar den Ablauf vielen Fällen). Daher träumen auch viele devote Männer davon, mit einem Umschnalldildo "genommen" zu werden. Es ist ein Fetisch, wie viele andere auch, und vielleicht solltet ihr euch mal dahingehend unterhalten. Dass muss nicht heissen, dass du ihm zu liebe jetzt zur Domina werden musst, aber über solche Fantasien zu reden, kann einiges lösen und vielleicht findet ihr ja zusammen auch eine Möglichkeit, bei der seine Neigung befriedigt wird, ohne dass du dich in deinen Interessen verbiegen musst...

Ich wünsch euch alles Gute.
Franci90

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 27 im Thema

Beitrag von Franci90 »

Also ich frage mich, ob das nicht auch egoistisch ist, wenn Frau meint, Männer nehmen ihnen irgend etwas weg.
Ich meine, muss Frau sich denn in ihrer geschlechtlichen Identität darüber fixieren, dass sie sich für Kleider, Schuhe und Schminke interessiert.

Auch wenn das Thema von vor einem Jahr ist, es ist immer noch aktuell und deswegen nicht uninteressant, da es ja in den Köpfen der Frauen doch eine große Rolle zu spielen scheint.

Hallo elysia, nein das hat nichts mit Egoismus zu tun und ein wegnehmen ist es auch nicht. Aber wir Frauen müssen schon auch irgendwie die Gelegenheit bekommen uns tausend Gedanken machen zu dürfen auf dem Weg hin zur Akzeptanz. Und über solche Dinge nachzudenken wie zu Beispiel: Stehen ihm manche Klamotten besser als mir, seine Fingernägel sehen lackiert viel schöner aus als meine, diese Tussi die da plötzlich zwischen uns steht nimmt ganz schön viel Raum ein, braucht er mich noch wenn er die Kleider und Röcke usw nun zu jeder Zeit selber tragen kann und und und, sind eben kleine Schritte der Verarbeitung und dienen dem beantworten der Frage:" Kann ich damit leben oder nicht?" LG Anja ))):s
Elysia

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 28 im Thema

Beitrag von Elysia »

Also, ich finde, Frauen in Anzügen können auch ziemlich Sexy sein. ;)
Als ich noch als Programmierer gearbeitet habe, hatten wir auch Frauen im Büro, in verschiedenen Abteilungen. Und nichtmal die Buchhalterinnen sind im Blazer und Rock aufgetreten. Nagut, Röcke schon, aber meistens waren's einfach nur Jeans.
Hallo elysia, nein das hat nichts mit Egoismus zu tun und ein wegnehmen ist es auch nicht. Aber wir Frauen müssen schon auch irgendwie die Gelegenheit bekommen uns tausend Gedanken machen zu dürfen auf dem Weg hin zur Akzeptanz. Und über solche Dinge nachzudenken wie zu Beispiel: Stehen ihm manche Klamotten besser als mir, seine Fingernägel sehen lackiert viel schöner aus als meine, diese Tussi die da plötzlich zwischen uns steht nimmt ganz schön viel Raum ein, braucht er mich noch wenn er die Kleider und Röcke usw nun zu jeder Zeit selber tragen kann und und und, sind eben kleine Schritte der Verarbeitung und dienen dem beantworten der Frage:" Kann ich damit leben oder nicht?" LG Anja ))):s
Naja, es ist eben eine Frage der Identifizierung. Seid mir nicht böse, aber ich habe schon immer nicht viel davon gehalten, wenn jemand sich über seine Schublade identifizieren musste.
Ansonsten kann ich nur beruhigen, zumindest heterosexuelle Männer werden Frauen noch brauchen, auch wenn sie selber Röcke tragen :) Es ist eben viel schöner, mit einer schönen Frau zu kuscheln. Und das Bett ist auch der einzige Ort, wo für mich das wirkliche Geschlecht noch eine Rolle spielt, denn da unten wird sich sogar für die meisten transsexuellen Männer so schnell nichts ändern, und das Privileg des Kinderkriegens werdet ihr wohl auch behalten...
Franci90

Re: Attraktivität von Männern in Kleidern

Post 29 im Thema

Beitrag von Franci90 »

Also ich hatte auch schon den einen oder anderen Hosenanzug ect. und ich habe nie negative Kommentare bekommen, und ich fand mich vorallem -richtig gut angezogen-. Ich halte eigentlich nichts von irgendwelchen Kleidervorschriften oder Ordnungen, es kann jeder gern gehen wie er mag, mich interessiert das nicht. Wie man angezogen sein möchte, muss jeder selber wissen oder verantworten. (Wohlfühlsache) Aber dank meinem Schatz achte ich wieder viel mehr als früher auf die Klamotten und lasse auch keine Gelegenheit aus ihm zu gefallen, ich weiß ja wie es geht. :D Er gibt sich ja für mich auch Mühe und egal ob als Mann oder als Frau, ich finde ihn immer attraktiv und anziehend. Er hat einen relativ guten Geschmack, trotzdem manchmal etwas eigenwillig. Aber die Sachen mit denen er raus geht sind immer sehr schick, und manchmal richtig sexy. Ich glaube in erster Linie möchte er sich selber gefallen, dafür zieht er auch Sachen an die ich für total unbequem halte. Und über manche Klamotten wundere ich mich, wie schon mal gesagt, auch sehr, weil ich das gar nicht bis ungern anziehen möchte, aber ihm macht das riesen Spaß.

Ich habe das meiste bereits auch angenommen und weiß das er mich liebt und braucht, ich wollte euch damit nur klar machen, das diese Gedankengänge wahrscheinlich völlig normal sind auf dem Weg der Verarbeitung und gebraucht werden. Hinterher wenn man darüber gesprochen oder gelesen hat, weiß man das manches toaler Unsinn ist was man so denkt,, aber man kommt zur Erkenntnis nun mal auf keinem anderen Weg als übers nachdenken. :)
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