du siehst gut aus, magst du alte Motorräder - DKW RT 125 und so? (am Rande bemerkt)
Ihr habt alle schon viel persönliches geschrieben, das auch bei mir in vielen Details auch zutrifft. Im falschen Körper zu leben, ist für mich im Wesentlichen, dass ich mein Leben lang in einer Rolle aufgewachsen bin, die nicht die meine war und aus der es keinen Ausweg gab. Trotzdem habe ich eine Familie und ich liebe meine Frau, die mittlerweile weiß, dass ich mich weiblich fühle und wir leben nun mit einem Lebenskompromiss. Meinen Körper muss ich so akzeptieren, den ein weiterer Weg mit HRT und GAOP ist familiär nicht möglich. Das Leben wird ein Kompromiss bleiben auch meine Rolle im gesellschaftlichen Leben werde ich nicht aufgeben können. Trotzdem kann ich in weiten Teilen meines Leben eben diesen falschen Körper überwinden, auch wenn ich ihn täglich im Spiegel sehe, spätestens beim rasieren, der Tiefpunkt des Tages gefühlsmäßig. Wenn ich mich angezogen habe, dann sieht die Welt schon wieder besser aus, auch wenn ich in den berühmten Spiegel sehe. Alles in allem geht es gefühlt so mit dem falschen Körper, wobei mein kleiner schon immer vorhandener natürlicher Mädchenbusen, etwas mit PM aufgepeppt, über andere Unzulänglichkeiten hinweghilft und den falschen Körper ertragen lässt, ohne einen großen Leidensdruck zu empfinden. Ich fühle mich als Frau einfach wohl, mit und ohne Rock...
Beste Grüße, Ulrike-Marisa
...das Leben zu gestalten ist schon eine schwierige Aufgabe, aber lösbar...