Warum sind die simpelsten Fragen immer die schwersten ?
Ich sehe das (im Augenblick) so: Wir sind soziale Wesen, denen Anerkennung durch andere Menschen wichtig ist. Was ist einfacher, als auf den Menschen gegenüber einzustellen und ihm so zu signalisieren, dass man ihn wertschätzt. Wie geht es uns denn, wenn wir uns en femme in der Öffentlichkeit bewegen ? Allein, dass wir in unserem Outfit akzeptiert werden, ist die Anerkennung, die wahrscheinlich die meisten von uns suchen.
Getrieben wird der Unterschied durch die gängigen gesellschaftlichen Rollentypen. Damit meine ich nicht nur m/f, sondern auch alle anderen wie z.B. Geschäftsmann, Mutter, Freizeitaktivist Privatmensch etc. Ich denke, dass hier auch der Grund liegt, weshalb in den unterschiedlichen Sportarten die Kleidung eine so große Rolle spielt. Zum Laufen brauche ich nur ein paar gute Schuhe. Aber es müssen ja auch Lauftights, Funktionsshirts etc. sein, damit man sich "richtig" fühlt. Ich will nicht den Nutzen klein reden, aber interessant ist dieses Verhalten schon. Man zeigt, dass man dazu gehört.
Ich denke, das Bestreben hat ja auch seinen Sinn. Ich zeige mich dazugehörig und damit, dass man nichts Böses will. Kommen zwei unterschiedliche Rollen zusammen, zeigt man damit, wo man gerade steht. Ein Geschäftsmann und ein Radfahrer (beide im Dress) gehen anders miteinander um, als zwei Geschäftsmänner. Mann und Frau ist dabei wahrscheinlich eine der größten Rollendifferenzen. Während ein Geschäftsmann auch Radfahrer sein kann, ist man entweder männlich oder weiblich, beides geht nicht (ok Jaddy, ich lasse Dein Avatar außer Betracht

). Dazu dürfte noch die Frage der sexuellen Attraktivität kommen, die unser Verhalten immer mehr oder weniger latent steuert.
Hat jemand eine bessere Idee ?