Je suis Charlie - # 2
-
Magdalena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2733
- Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 416 Mal
- Danksagung erhalten: 524 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Hallo Lilijana,
mir geht es nicht um Schuldsuche und Schulzuweisung. Ich frage mich, wie es zu Pegida und dem Zuwachs kommt. Sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden. Warum entsteht eine ausländerfeindliche Stimmung in unserem Land uns wie kann gegegesteuert werden. Es müssen Lösungen auf den Tisch, die für alle annehmbar sind. Und auf Paris zu kommen, was geht in den Menschen vor so eine Tatzu begehen? Sich ich kann mich hinstellen
und demonstieren, aber das allein reicht nicht. Da müssen auch Entscheidungen von Amtsträgern getroffen werden. Und zwar nicht an den Menschen vorbei. Nur gemeinsanm kann es gelingen ins Gepräch zu kommen. Warum gehen bei den Wahlen im weniger an die Wahlurne? Fehlt das Vertrauen zu unseren Politikern im Land? Du siehst Lilijana ich habe mehr fragen als Antworten. Vieleicht ist es die Ohnmacht auf die Ereignisse in Paris.
Vile Grüße Magdalena
mir geht es nicht um Schuldsuche und Schulzuweisung. Ich frage mich, wie es zu Pegida und dem Zuwachs kommt. Sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden. Warum entsteht eine ausländerfeindliche Stimmung in unserem Land uns wie kann gegegesteuert werden. Es müssen Lösungen auf den Tisch, die für alle annehmbar sind. Und auf Paris zu kommen, was geht in den Menschen vor so eine Tatzu begehen? Sich ich kann mich hinstellen
und demonstieren, aber das allein reicht nicht. Da müssen auch Entscheidungen von Amtsträgern getroffen werden. Und zwar nicht an den Menschen vorbei. Nur gemeinsanm kann es gelingen ins Gepräch zu kommen. Warum gehen bei den Wahlen im weniger an die Wahlurne? Fehlt das Vertrauen zu unseren Politikern im Land? Du siehst Lilijana ich habe mehr fragen als Antworten. Vieleicht ist es die Ohnmacht auf die Ereignisse in Paris.
Vile Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
-
Nicoletta
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 643
- Registriert: Mo 26. Apr 2010, 12:50
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Liebe Magdalena,Magdalena hat geschrieben:Hallo!
Es ist schlimm, wozu Menschen fähig sind. Aber, sind das noch Menschen?
Und zu:
Leider kommen einige nicht mehr mit und hetzen hinterher oder andere auf. Für mich ist es ein Versagen der Politik, die es nicht geschafft hat, die Menschen mitzunehmen. Die Bürger mit ihren Bedenken und Ängsten ernst zu nehmen.Irgendwie habe ich das Gefühl die Welt dreht immer schneller am Teller...........
Im Grundgesetz steht, " Die Würde des Menschen ist unantastbar." Das gilt sowohl für die Bürger unseres Landes und auch Gäste, wie Asylsuchende und Flüchtlinge. Neulich sah ich eine Bericht über Asylunterkünfte, leider ist mir jetzt der Name der Sendung entfallen. Die Art der Unterbringung fand ich nicht Menschenwürdig. So sind nach meiner Auffasung sind dann Konflikte nur eine Frage der Zeit. Hier sehe ich Handlungsbedarf. Es es nur eine Frage des Geldes oderß Ich kann die Frage nicht beantworten. Zu uns kommen Menschen aus Angst vor bewaffneten kämpfen in ihrer Heimat. Meine Frage wer lieferte die Waffen. Wo sind die Gewinne hingegangen. Und können die Gewinne jetzt sinnvol in Hilfe für die Menschen verwendet werden.
Am Ende haben wir nur die eine Welt. Auf der müssen wir alle miteinander auskommen.
Und dann habe ich noch eine weitere Frage. Wie weit darf Satiere gehen? ich kenne die französische Zeitschrift nicht und kann mir kein Urteil erlauben. Nicht, dass ich etwas gegen Satiere habe. Es kann bereichernd sein eigene Unvolkommenheit auf humorvolle Weise vorgehalten zu bekommen. Dabei sollte aber immer auch die Achtung des gegenüber zum Ausdruck kommen. Schön ist es nur wenn alle gemeinsam lachen können und nicht über einen gelacht wird.
Mit nachdenklichen und fragenden Grüßen
Magdalena
Deinen Beitrag fand ich sehr gut, bin vorhin darauf nur nicht eingegangen, weil ein anderer mich eher zum Widerspruch reizte. Aber auch Deiner hat einen Punkt, der mir nicht gefällt: "Sind das noch Menschen?" Ja, ja, ja! Ich bin nicht bereit, jemandem das Menschsein abzusprechen, nur weil er oder sie schreckliche Taten vollbringt. Wir sollten eher fragen, wie es dazu kommen konnte, dass ein Mensch so von Hass erfüllt wurde, dass er keinen anderen Ausweg mehr sah. Ich habe gelesen, dass amerikanische Folterpraktiken daran schuld seien. Das kann ich nachvollziehen, das ist wirklich unmenschlich. Wenn wir in einer Welt ohne Terrorismus leben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass diese Welt auch für Andersdenkende lebbar ist. Nicht nur die Opfer der Pariser Anschläge tun mir leid, die sicher nichts dafür können, auch die Täter, die ihr Leben, jung wie sie waren, verblendet von Hass, an dem der Westen nicht unschuldig ist, weggeworfen haben. Da muss angeknüpft werden, nicht Ausgrenzung der Anderen ist gefordert, nicht neue Gesetze, sondern ein Zugehen auf jene Menschen, die bei uns marginalisiert werden.
LG Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
-
Nicoletta
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 643
- Registriert: Mo 26. Apr 2010, 12:50
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Noch einmal, liebe Magdalena,Magdalena hat geschrieben:Hallo Lilijana,
mir geht es nicht um Schuldsuche und Schulzuweisung. Ich frage mich, wie es zu Pegida und dem Zuwachs kommt. Sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden. Warum entsteht eine ausländerfeindliche Stimmung in unserem Land uns wie kann gegegesteuert werden. Es müssen Lösungen auf den Tisch, die für alle annehmbar sind. Und auf Paris zu kommen, was geht in den Menschen vor so eine Tatzu begehen? Sich ich kann mich hinstellen
und demonstieren, aber das allein reicht nicht. Da müssen auch Entscheidungen von Amtsträgern getroffen werden. Und zwar nicht an den Menschen vorbei. Nur gemeinsanm kann es gelingen ins Gepräch zu kommen. Warum gehen bei den Wahlen im weniger an die Wahlurne? Fehlt das Vertrauen zu unseren Politikern im Land? Du siehst Lilijana ich habe mehr fragen als Antworten. Vieleicht ist es die Ohnmacht auf die Ereignisse in Paris.
Vile Grüße Magdalena
ich stimme Dir zu, nur es bringt nichts, auf Politiker zu warten, die im Zweifelsfall doch nur über Aktionen nachdenken, die ihnen Wählerstimmen bringen. Ich denke nur an das parteipolitische Gezerre über die Teilnahme von Politikern an Demonstrationen. "Wir sind das Volk", nicht in dem Sinne, wie es weiter oben von einer gesagt wurde, als Alleinvertretungsanspruch. Wer das Gefühl hat, einer gerechten Sache durch Teilnahme an einer Demonstration Ausdruck zu verleihen, der soll es bitte tun und sich nicht darum kümmern, was Parteigenossen davon halten und ob möglicherweise andere politisch anders denken. Ich nehme an keiner Pegida-Demonstration teil, weil ich mich nicht betroffen fühle, täte ich es aber, würde ich hingehen und es wäre mir dabei egal, ob auch Neonazis mitdemonstrieren (solange es friedlich bleibt). Denn ich bin auch nicht bereit, Neonazis prinzipiell auszugrenzen: auch das sind Menschen mit einem Anliegen, das Gehör verdient, mit denen man sich auseinandersetzen kann, ja muss, denn sonst droht dort dieselbe Radikalisierung wie in Paris, einfach aus dem Gefühl heraus, ohnmächtig und ausgegrenzt zu sein. Hat es je jemand schöner gesagt als Jesus Christus?: Liebe deinen Nächsten! D.h., nimm ihn ernst als Menschen, grenze ihn nicht aus, versuche, ihn zu verstehen, kümmere dich um ihn.
LG Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4370
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
MartinaTrans hat geschrieben:Lina hat geschrieben:
Nein, ist die nicht. Du meinst also, es sei "erstaunlich", dass jemand sich von Pegida distanziert und sich mit dem Recht zur freien Meinungsäußerung und freier künstlerischer Entfaltung solidarisiert? Das ist zumindest das einzige Eindeutige, die ich aus deiner Aussage erkennen kann.
na dann hau ich mal raus ..ich finde PEGIDA klasse
Recht der freien Meinungsäußerung
und nun ?
Mir geht es darum nicht jeden Unsinn zu unterschreiben von Leute die ich nicht kenne.
Es ist schon so wie ich in der PN schreib an Tintenherz
Steht mal LINKS ist man GUT
Steht man Recht ist man böse und NAZI
SO EINFACH IST DAS NICHT !
...!
Nein SO EINFACH IST ES NÄMLICH GAR NICHT? Also ist es wohl auch eine ziemlich (such dir selber ein negatives Adjektiv aus) es einfach für selbstverständlich zu halten, das es doch keinerlei Erklärung bedarf usw. ...
Als wäre es völlig selbstverständlich, dass man auf den AfDer-Wagen springen muss und sich über eine komplett fiktive Islamisierung von der Gesellschaft empören muss. Ich habe mich übrigens immer gefragt warum sie Alternative im Namen haben - ich habe von der Seite bis jetzt nur gehört, dass sie gegen etwas sind - nicht dass die für etwas sind, bzw. überhaupt Alternativen anbieten.
Und JA, wenn du ein bisschen logisch denkst, leuchtet es wohl auch ein warum Leute ganz Rechts für Böse halten. Das kann dich doch wohl kaum wundern, oder? Man hat Probleme in der Gesellschaft von sozialer und wirtschaflicher Natur, man hat keine intelligenten Lösungen, man spinnt ein Feindbild zusammen, man missbraucht jede Gelegenheit um mehr lLeute aufzuhetzen - dann sind sie beschäftigt, unterstützen den Parteiführer und man kommt so drum herum intelligente Lösungen zu suchen. So funktioniert es doch. Wer da keinen direkten Bezug zu der Vorgehensweise der Nazis sieht hat wohl weder sich mit Geschichte beschäftigt noch eine besonders ausgeprägte emotionelle Intelligenz.
Klar stehen Islamisten auf dem gleichen Level wie Nazis und Kreuzfahrer. Aber wer SIND die Islamisten. Das Suffix "-ist" deutet ja hier an, dass es sich um eine Idelologie handelt. Es ist nicht jeder religiöse Mensch, der seine Religion als politische Ideologie sieht. Es gibt die in allen drei Wüstenreligionen - aber das bedeutet lange nicht, dass alle Anhänger so menschenverachtend sind wie Nazis, Islamisten ...
Die meisten respektieren die Menschen.
-
ab08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2160
- Registriert: So 12. Feb 2012, 14:43
- Geschlecht: Frau (TS bzw. IS)
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Nürnberg
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Hallo,
der BDZV "Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger" regte im Zusammmenhang mit Charlie Hebdo zu Karikaturen an ( z.B. auch zu "PEGIDA"
)
Im Geist von Charlie z.B. bei Merkur-online: http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 13510.html
Nix für ungut und liebe Grüße
Andrea(ab)
Hintergründe:
Wahlergebnisse NSDAP - Sept 1930: 18,3 % - Juli 1932: 37,4 % - März 1933: 43,9 % vgl.Wiki --- FN (Le Pen) in Frankreich bei der letzten Europawahl 25,4 %
Sympathien für Pegida + AfD + ... usw. liegen bei uns im ähnlichen Bereich. Mind. ein Viertel ist mehr oder weniger anfällig(!) für menschenverachtendes, radikales oder rechtsextremes Gedankengut. Wenn von "Nazikeule" gesprochen wird oder gesagt wird "Wir sind keine Nazis" geschieht dies von dem Personenkreis. (Die Kommentare zum Artikel in Merkur-online veranschaulichen es) - Die NSDAP wurde von vielen gewählt, die "eigentlich" keine Nazis waren. Bei der FN, Geert Wilders, den Schwedendemokraten etc. ist das genauso. Den Tätern hilft das, denn sie brauchen ein Umfeld, um wirksam handeln zu können.
Dass der BDZV und andere Flagge zeigen, darüber freue ich mich. --> "Wehret den Anfängen!" --> Die Demokratie hat auf Dauer nur eine Chance, wenn sie wehrhaft ist und bleibt.
der BDZV "Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger" regte im Zusammmenhang mit Charlie Hebdo zu Karikaturen an ( z.B. auch zu "PEGIDA"
Im Geist von Charlie z.B. bei Merkur-online: http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 13510.html
Nix für ungut und liebe Grüße
Andrea(ab)
Hintergründe:
Wahlergebnisse NSDAP - Sept 1930: 18,3 % - Juli 1932: 37,4 % - März 1933: 43,9 % vgl.Wiki --- FN (Le Pen) in Frankreich bei der letzten Europawahl 25,4 %
Sympathien für Pegida + AfD + ... usw. liegen bei uns im ähnlichen Bereich. Mind. ein Viertel ist mehr oder weniger anfällig(!) für menschenverachtendes, radikales oder rechtsextremes Gedankengut. Wenn von "Nazikeule" gesprochen wird oder gesagt wird "Wir sind keine Nazis" geschieht dies von dem Personenkreis. (Die Kommentare zum Artikel in Merkur-online veranschaulichen es) - Die NSDAP wurde von vielen gewählt, die "eigentlich" keine Nazis waren. Bei der FN, Geert Wilders, den Schwedendemokraten etc. ist das genauso. Den Tätern hilft das, denn sie brauchen ein Umfeld, um wirksam handeln zu können.
Dass der BDZV und andere Flagge zeigen, darüber freue ich mich. --> "Wehret den Anfängen!" --> Die Demokratie hat auf Dauer nur eine Chance, wenn sie wehrhaft ist und bleibt.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
-
lilijana
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 794
- Registriert: So 21. Dez 2014, 09:16
- Geschlecht: TS MzF
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Heilbronn
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Guten Morgen,
ich bedauere sehr was da in Frankreich passiert ist.
Alle schreien nach freier Meinungsäußerung in einer Demokratie. Aber gehört zu freier Meinungsäußerung dazu das ich andere beleidigen darf?
Im Islam ist es nunmal so, das Gott, Propheten oder Engel nicht abgebildet werden dürfen. Steht schon im Koran so und wir sollten das auch akzeptieren. Andererseits erwarten wir von anderen das sie unsere Kultur auch akzeptieren und respektieren.
Jetzt wird Allah von einem "ungläubigen", satirisch abgebildet ist doch klar das die Fanatiker am Rad drehen.
Mann kann denken und sagen was man will (Danke freie Meinungsäußerung), aber man sollte sie nicht missbrauchen um andere damit sonst irgendwie zu verletzen.
Nein, ich bin kein Muslim.
Viele liebe Grüße Lilijana
ich bedauere sehr was da in Frankreich passiert ist.
Alle schreien nach freier Meinungsäußerung in einer Demokratie. Aber gehört zu freier Meinungsäußerung dazu das ich andere beleidigen darf?
Im Islam ist es nunmal so, das Gott, Propheten oder Engel nicht abgebildet werden dürfen. Steht schon im Koran so und wir sollten das auch akzeptieren. Andererseits erwarten wir von anderen das sie unsere Kultur auch akzeptieren und respektieren.
Jetzt wird Allah von einem "ungläubigen", satirisch abgebildet ist doch klar das die Fanatiker am Rad drehen.
Mann kann denken und sagen was man will (Danke freie Meinungsäußerung), aber man sollte sie nicht missbrauchen um andere damit sonst irgendwie zu verletzen.
Nein, ich bin kein Muslim.
Viele liebe Grüße Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.
-
Lea Michele
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1197
- Registriert: Sa 30. Mär 2013, 00:48
- Geschlecht: TS Frau
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Nürnberg
- Hat sich bedankt: 1068 Mal
- Danksagung erhalten: 186 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Hallo
Es ist schlimm was der Mensch auf der Welt alles anstellt und auch die Religion missbraucht.
Wie können einige wenige sich anmaßen der Gemeinschaft vorzuschreiben wie sie ihr religiöses Leben gestalten sollen.
Diese sollten sich fragen ob Gott, Allah oder welchen Namen er auch trägt für richtig erachtet.
Ich glaube nicht da sich der Mensch nicht über ihn stellen soll.
LG Lea Michele
Es ist schlimm was der Mensch auf der Welt alles anstellt und auch die Religion missbraucht.
Wie können einige wenige sich anmaßen der Gemeinschaft vorzuschreiben wie sie ihr religiöses Leben gestalten sollen.
Diese sollten sich fragen ob Gott, Allah oder welchen Namen er auch trägt für richtig erachtet.
Ich glaube nicht da sich der Mensch nicht über ihn stellen soll.
LG Lea Michele
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
-
Magdalena
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2733
- Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dresden
- Hat sich bedankt: 416 Mal
- Danksagung erhalten: 524 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Hallo,
ja Nicoletta, ich habe nicht ohne Grund dahinter ein Fragezeichen gesetzt. Vieleicht hätte ich formulieren sollen , " Wie können Menschen dazu fähig sein?" Ist in den Köpfen jener Menschen das verkümmert, was uns als Gattung Mensch auszeichnet?
Bei meiner Arbeit komme ich viel mit Bürgern unterschiedlicher Nationalität und Religion in Verbindung. Grundsatz bei meiner Arbeit ist, die Achtung meinem Gegenüber zu erweisen. Auch wenn es manchmal mit der Sprache (Japanisch, Chinesisch, Hebräisch) hapert. Mit einem Lächeln im Gesicht konnte ich bisher meist überzeugen. Ein freundliches aufeinander Zugehen und miteineander Reden als übereinander, finde ich wichtig. Es gibt Ähnlichkeiten im Umgang mit Ausländern und uns als TG oder CD. Einige in unserer Mitte der Gesellschaft lehnen beides ab. Sie haben ein Problem mit anderen Lebensformen. Es ist häufig auch hier im Forum berichtet worden. Das nach einem Outing plötzlich Freundschaften und Geschäftsbeziehungen zerbrachen.
Ich wünsche allen denoch ein friedliches Wochenende.
LG Magdalena
ja Nicoletta, ich habe nicht ohne Grund dahinter ein Fragezeichen gesetzt. Vieleicht hätte ich formulieren sollen , " Wie können Menschen dazu fähig sein?" Ist in den Köpfen jener Menschen das verkümmert, was uns als Gattung Mensch auszeichnet?
Bei meiner Arbeit komme ich viel mit Bürgern unterschiedlicher Nationalität und Religion in Verbindung. Grundsatz bei meiner Arbeit ist, die Achtung meinem Gegenüber zu erweisen. Auch wenn es manchmal mit der Sprache (Japanisch, Chinesisch, Hebräisch) hapert. Mit einem Lächeln im Gesicht konnte ich bisher meist überzeugen. Ein freundliches aufeinander Zugehen und miteineander Reden als übereinander, finde ich wichtig. Es gibt Ähnlichkeiten im Umgang mit Ausländern und uns als TG oder CD. Einige in unserer Mitte der Gesellschaft lehnen beides ab. Sie haben ein Problem mit anderen Lebensformen. Es ist häufig auch hier im Forum berichtet worden. Das nach einem Outing plötzlich Freundschaften und Geschäftsbeziehungen zerbrachen.
Ich wünsche allen denoch ein friedliches Wochenende.
LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
-
lilijana
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 794
- Registriert: So 21. Dez 2014, 09:16
- Geschlecht: TS MzF
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Heilbronn
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Aber da fängt es ja schon an.
Wir leben nicht nach dem Koran und die nicht nach der Bibel. Dabei sollten alle mal etwas mehr Respekt gegenüber an den Tag legen.
Der Koran kennt als Strafe die Amputation der Hände. Jetzt könnten Muslime sagen, das sie nach dem Koran leben und auch danach handeln. Für uns ist die Amputation der Hände als Strafe auch nicht ok, oder?
Ich darf ja sagen was ich will? Also wenn ich dir auf der Straße begegne und dich wild beschimpfe, dann ist das ok? Freie Meinungsäußerung, oder?
Jeder sollte seine Meinung äußern dürfen, man muss aber auch immer dabei die Würde und Integrität des anderen beachten.
Ich bin auch katholisch, aber gibt es mir jetzt das Recht andere Glaubensrichtungen zu missachten? Nein! Auch ich habe mit dem Koran nichts zu tun.
Auch wenn vieles bei uns nicht verboten ist, sollte man doch abwägen ob es gegenüber anderen doch nicht vielleicht verletzend ist.
Viele liebe Grüße Lilijana
Wir leben nicht nach dem Koran und die nicht nach der Bibel. Dabei sollten alle mal etwas mehr Respekt gegenüber an den Tag legen.
Der Koran kennt als Strafe die Amputation der Hände. Jetzt könnten Muslime sagen, das sie nach dem Koran leben und auch danach handeln. Für uns ist die Amputation der Hände als Strafe auch nicht ok, oder?
Ich darf ja sagen was ich will? Also wenn ich dir auf der Straße begegne und dich wild beschimpfe, dann ist das ok? Freie Meinungsäußerung, oder?
Jeder sollte seine Meinung äußern dürfen, man muss aber auch immer dabei die Würde und Integrität des anderen beachten.
Das soll keine Entschuldigung für diese schreckliche Tat sein. Das ist nur eine Tatsache wie es diese Muslime gesehen haben könnten.MartinaTrans hat geschrieben:
Beleidgung ...ist es aber in meinen Augen nicht und auch nicht in vielen anderer , denn andere und ich Leben nicht nach dem Islam
Das würde ja sonst auch heißen, dass alles was mir nicht gefällt eine Beledigung ist und du damit nicht sagen darfst !![]()
Ich bin katholisch und nun ?Im Islam ist es nunmal so, das Gott, Propheten oder Engel nicht abgebildet werden dürfen.
Was habe ich mit dem Islam zu tun, der MIR gar nichts vernieten darf auch nicht das ich ein Kopftuch oder Burka tragen soll/muss
Exakt ..und bei UNS ist es nicht verboten ! Ich habe auch hier NICHTS mit dem Koran zu tun !Steht schon im Koran so und wir sollten das auch akzeptieren. Andererseits erwarten wir von anderen das sie unsere Kultur auch akzeptieren und respektieren.
und wieder einmal wird NATÜRLICH das schreckliche tun dieser Menschen damit entschuldigtJetzt wird Allah von einem "ungläubigen", satirisch abgebildet ist doch klar das die Fanatiker am Rad drehen.
Ich bin auch katholisch, aber gibt es mir jetzt das Recht andere Glaubensrichtungen zu missachten? Nein! Auch ich habe mit dem Koran nichts zu tun.
Auch wenn vieles bei uns nicht verboten ist, sollte man doch abwägen ob es gegenüber anderen doch nicht vielleicht verletzend ist.
Viele liebe Grüße Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.
-
Nicoletta
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 643
- Registriert: Mo 26. Apr 2010, 12:50
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Hallo, Lilijana,
Deine Äußerungen gefallen und ich stimme ihnen zu. Ich habe nichts gegen Satire an sich, aber gegen eine, die verletzt. Ich vergleiche etwa jüdische Witze, die ich sehr liebe: voller Weisheit und Selbstironie, aber niemals verletzend. In wie vielen Witzen geht es um Verstöße gegen Ritualvorschriften, und man kann immer darüber lachen, aber JHWH ist nie Ziel des Spottes. Bei Muslimen sollte nicht nur der Name Gottes ausgenommen bleiben, sondern auch der im muslimischen Glaubensbekenntnis gleich anschließend verherrlichte Prophet. Das muss Muslime ebenso stören, wie es mich verletzt, wenn man mit Jesus Christus Spott treibt. Da es in Europa nun mal keine monolithische Kultur gibt, sollte Rücksichtnahme auf die Gefühle anders denkender Mitbürger eine Selbstverständlichkeit sein. Im Mittelalter hat man hierzulande durchaus von "gottlosen Muselmanen" gesprochen, was auch damals schon falsch, nur hat es da niemanden beleidigen können, weil es keine muslimischen Mitbürger gab. Charlie hatte durchaus auch nette Einfälle ("100 Peitschenhiebe, wenn du dich nicht totlachst" finde ich genial, unpassend allerdings, wenn diese Worte dem Propheten in den Mund gelegt und dieser auch noch lächerlich karikiert wird, denn damit verletzt man auch Muslime, denen im Zweifelfall der Code civil lieber ist als die Å¡arÄ«'a).
Nicoletta
Deine Äußerungen gefallen und ich stimme ihnen zu. Ich habe nichts gegen Satire an sich, aber gegen eine, die verletzt. Ich vergleiche etwa jüdische Witze, die ich sehr liebe: voller Weisheit und Selbstironie, aber niemals verletzend. In wie vielen Witzen geht es um Verstöße gegen Ritualvorschriften, und man kann immer darüber lachen, aber JHWH ist nie Ziel des Spottes. Bei Muslimen sollte nicht nur der Name Gottes ausgenommen bleiben, sondern auch der im muslimischen Glaubensbekenntnis gleich anschließend verherrlichte Prophet. Das muss Muslime ebenso stören, wie es mich verletzt, wenn man mit Jesus Christus Spott treibt. Da es in Europa nun mal keine monolithische Kultur gibt, sollte Rücksichtnahme auf die Gefühle anders denkender Mitbürger eine Selbstverständlichkeit sein. Im Mittelalter hat man hierzulande durchaus von "gottlosen Muselmanen" gesprochen, was auch damals schon falsch, nur hat es da niemanden beleidigen können, weil es keine muslimischen Mitbürger gab. Charlie hatte durchaus auch nette Einfälle ("100 Peitschenhiebe, wenn du dich nicht totlachst" finde ich genial, unpassend allerdings, wenn diese Worte dem Propheten in den Mund gelegt und dieser auch noch lächerlich karikiert wird, denn damit verletzt man auch Muslime, denen im Zweifelfall der Code civil lieber ist als die Å¡arÄ«'a).
Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
-
Franka
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 806
- Registriert: Fr 25. Mai 2012, 22:18
- Geschlecht: Transgender
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Salzgitter
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
Das bestimmen wohl Bildung, Erziehung und das soziale Umfeld.MartinaTrans hat geschrieben:Nicoletta hat geschrieben:Hallo, Lilijana,
Ich habe nichts gegen Satire an sich, aber gegen eine, die verletzt.
Nicoletta
WER bestimmt denn wann etwas verletztend ist ?
Vor 200 Jahren war unsere Religion auch noch sehr blutrünstig, hat sich zum Glück dann gewandelt.
In Teilen des Ostens, und Afrikas leben viele Menschen noch immer, wie wir im Mittelalter, da ist die Religion der unseren Zeit noch hinterher.
Das soll keine Entschuldigung für Verbrechen sein, die im Namen der Religion verübt werden, diese wird doch nur für persönliche Vorteile als Grund vorgeschoben.
Ich hoffe die Menschen schaffen es irgendwann alle in Frieden zu leben, aber das wird wohl noch einige Zeit brauchen.
Im Iran kann man das doch schon ganz gut erkennen, die jungen Leute wachsen dort mit Internet und Smartphones auf und die alten Machthaber lockern so langsam ihre Steinzeitpolitik.
Aber solange es immer nur um Macht und Geld geht, statt um leben und leben lassen, wird es wohl noch einiges Blutvergießen geben.
Von daher kann ich es auch gut verstehen, das bei uns viele Leute auf die Straße gehen und bei Pegida mitlaufen, die Schere zwischen Arm und Reich wird auch bei uns immer größer.
Aber die Vereinigung Pegida mit ihren Zielen, ist da meiner Meinung nach der falsche Weg, das ganze sollte dann auch unter dem Motto, wir sind das Volk stattfinden und da gehört mein Dönermann und der Thai an Ecke, sowie die anderen "Ausländer" auch dazu. Und Kriegsflüchtlinge können wie meiner Meinung nach gar nicht genug aufnehmen. Unsere nur an sich denkenden Politiker hätten ja in Syrien viel früher eingreifen können und verpassen nun auch im Irak wieder ihren Einsatz. Gegen Unmenschlichkeit muss man was tun, egal in welchem Land.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
-
ab08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2160
- Registriert: So 12. Feb 2012, 14:43
- Geschlecht: Frau (TS bzw. IS)
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Nürnberg
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
+ in erster Linie die Verfassung und die Gesetzgebungdahlia hat geschrieben:Das bestimmen wohl Bildung, Erziehung und das soziale Umfeld.
... und Frankreich ist im Gegensatz zu Deutschland ein laizistischer Staat, also ein Staat mit strenger Trennung von Kirche und Staat.
Nur Elsaß-Lothringen kennt aufgrund der Geschichte christlichen Religionsunterricht an staatlichen Schulen...
Es ist das Erbe der französischen Revolution und Grundlage der Menschenrechte, dass Religionsgemeinschaften nur Einfluß auf ihre Mitglieder und nicht auf das Staatswesen haben.
Egal, ob jemand eine Religion hat, Atheist oder sonstwas ist: "Liberté, Égalité, Fraternité" gilt für alle Bürger ("citoyen") des Staates.
Liberté --> das bedeutet: Bei Satire, in der Literatur, usw... spielen dort religiöse, oder atheistische Gefühle im Grunde keine Rolle. Satire darf also dort auch verletzen...
--> Daher konnten Prozesse Charlie Hebdo und anderen Publikationen nichts anhaben
LG
Andrea
P.S. Allerdings sollten wir den wichtigen Begriff "Fraternité", also Brüderlichkeit, nicht übersehen... Das Wort hat nämlich auch Konsequenzen...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
-
Nicoletta
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 643
- Registriert: Mo 26. Apr 2010, 12:50
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
WER bestimmt denn wann etwas verletztend ist ?[/quote]
Das bestimmen wohl Bildung, Erziehung und das soziale Umfeld.
Vor 200 Jahren war unsere Religion auch noch sehr blutrünstig, hat sich zum Glück dann gewandelt.
In Teilen des Ostens, und Afrikas leben viele Menschen noch immer, wie wir im Mittelalter, da ist die Religion der unseren Zeit noch hinterher.
Das soll keine Entschuldigung für Verbrechen sein, die im Namen der Religion verübt werden, diese wird doch nur für persönliche Vorteile als Grund vorgeschoben.
Ich hoffe die Menschen schaffen es irgendwann alle in Frieden zu leben, aber das wird wohl noch einige Zeit brauchen.
Im Iran kann man das doch schon ganz gut erkennen, die jungen Leute wachsen dort mit Internet und Smartphones auf und die alten Machthaber lockern so langsam ihre Steinzeitpolitik.
Aber solange es immer nur um Macht und Geld geht, statt um leben und leben lassen, wird es wohl noch einiges Blutvergießen geben.
Von daher kann ich es auch gut verstehen, das bei uns viele Leute auf die Straße gehen und bei Pegida mitlaufen, die Schere zwischen Arm und Reich wird auch bei uns immer größer.
Aber die Vereinigung Pegida mit ihren Zielen, ist da meiner Meinung nach der falsche Weg, das ganze sollte dann auch unter dem Motto, wir sind das Volk stattfinden und da gehört mein Dönermann und der Thai an Ecke, sowie die anderen "Ausländer" auch dazu. Und Kriegsflüchtlinge können wie meiner Meinung nach gar nicht genug aufnehmen. Unsere nur an sich denkenden Politiker hätten ja in Syrien viel früher eingreifen können und verpassen nun auch im Irak wieder ihren Einsatz. Gegen Unmenschlichkeit muss man was tun, egal in welchem Land.[/quote
Bildung und soziales Umfeld ist gut, aber mir etwas zu pauschal. Wie wäre es mit Empathie? Offenheit,. Es gibt doch genügend Muslime in unserem Umfeld, so dass man sich nicht mehr auf Unkenntnis herausreden kann. Wer wissen will, kann wissen, was den Nachbarn verletzen könnte. Wir brauchen keine großen politischen Entscheidungen, es geht uns alle an in unserem nachbarschaftlichen Umfeld.
Hier in demselben Haus wohnen mit uns zusammen muslimische Familien verschiedener Herkunft, zu allen haben wir ein gutes Verhältnis. Wenn ich einkaufen gehe, unter anderem in einem türkischen Lebensmittelladen, wird mir frohe Weihnacht gewünscht, ganz natürlich. Das ist Empathie. Unsere Nachbarn haben uns mit türkischem Brot beschenkt zu ihrem Fest des Fastenbrechens, nicht nur uns, alle Nachbarn im Hause. Und es hat mir Freude bereitet, als Antwort wenigstens auf Arabisch Glückwünsche zu verteilen hier im Hause. Das ist gelebtes Miteinander, und darauf kommt es an.
Obwohl das vom Thema weglenkt, muss ich doch darauf antworten, dass angeblich das Christentum vor 2000 Jahren blutrünstig war. Das stimmt nicht. Die Anfänge des Christentums waren sehr human, genau im Geistes des Gründers. Weniger tolerant waren da die Juden (Steinigung des Stephanos). Aber es ist ein sich wiederholendes Phänomen: sobald es nicht mehr lebensgefährlich war, sich zum Christentum zu bekennen, sondern Aufstiegschancen eröffnete, verfiel das Christentum, das aber erst vor 1600 Jahren. Mein ideales Christentum wäre ein machtloses, nicht mit Politik verquicktes und möglichst ein mystisches. Gerade auf der Ebene der Mystik gibt es auch keine Probleme mit anderen Religionen, den alle schöpfen letztlich aus derselben Quelle, nur die (Kirchen)Politik verdunkelt den Blick, der Egoismus und das Machtstreben.
Schönen Abend,
Nicoletta
Das bestimmen wohl Bildung, Erziehung und das soziale Umfeld.
Vor 200 Jahren war unsere Religion auch noch sehr blutrünstig, hat sich zum Glück dann gewandelt.
In Teilen des Ostens, und Afrikas leben viele Menschen noch immer, wie wir im Mittelalter, da ist die Religion der unseren Zeit noch hinterher.
Das soll keine Entschuldigung für Verbrechen sein, die im Namen der Religion verübt werden, diese wird doch nur für persönliche Vorteile als Grund vorgeschoben.
Ich hoffe die Menschen schaffen es irgendwann alle in Frieden zu leben, aber das wird wohl noch einige Zeit brauchen.
Im Iran kann man das doch schon ganz gut erkennen, die jungen Leute wachsen dort mit Internet und Smartphones auf und die alten Machthaber lockern so langsam ihre Steinzeitpolitik.
Aber solange es immer nur um Macht und Geld geht, statt um leben und leben lassen, wird es wohl noch einiges Blutvergießen geben.
Von daher kann ich es auch gut verstehen, das bei uns viele Leute auf die Straße gehen und bei Pegida mitlaufen, die Schere zwischen Arm und Reich wird auch bei uns immer größer.
Aber die Vereinigung Pegida mit ihren Zielen, ist da meiner Meinung nach der falsche Weg, das ganze sollte dann auch unter dem Motto, wir sind das Volk stattfinden und da gehört mein Dönermann und der Thai an Ecke, sowie die anderen "Ausländer" auch dazu. Und Kriegsflüchtlinge können wie meiner Meinung nach gar nicht genug aufnehmen. Unsere nur an sich denkenden Politiker hätten ja in Syrien viel früher eingreifen können und verpassen nun auch im Irak wieder ihren Einsatz. Gegen Unmenschlichkeit muss man was tun, egal in welchem Land.[/quote
Bildung und soziales Umfeld ist gut, aber mir etwas zu pauschal. Wie wäre es mit Empathie? Offenheit,. Es gibt doch genügend Muslime in unserem Umfeld, so dass man sich nicht mehr auf Unkenntnis herausreden kann. Wer wissen will, kann wissen, was den Nachbarn verletzen könnte. Wir brauchen keine großen politischen Entscheidungen, es geht uns alle an in unserem nachbarschaftlichen Umfeld.
Hier in demselben Haus wohnen mit uns zusammen muslimische Familien verschiedener Herkunft, zu allen haben wir ein gutes Verhältnis. Wenn ich einkaufen gehe, unter anderem in einem türkischen Lebensmittelladen, wird mir frohe Weihnacht gewünscht, ganz natürlich. Das ist Empathie. Unsere Nachbarn haben uns mit türkischem Brot beschenkt zu ihrem Fest des Fastenbrechens, nicht nur uns, alle Nachbarn im Hause. Und es hat mir Freude bereitet, als Antwort wenigstens auf Arabisch Glückwünsche zu verteilen hier im Hause. Das ist gelebtes Miteinander, und darauf kommt es an.
Obwohl das vom Thema weglenkt, muss ich doch darauf antworten, dass angeblich das Christentum vor 2000 Jahren blutrünstig war. Das stimmt nicht. Die Anfänge des Christentums waren sehr human, genau im Geistes des Gründers. Weniger tolerant waren da die Juden (Steinigung des Stephanos). Aber es ist ein sich wiederholendes Phänomen: sobald es nicht mehr lebensgefährlich war, sich zum Christentum zu bekennen, sondern Aufstiegschancen eröffnete, verfiel das Christentum, das aber erst vor 1600 Jahren. Mein ideales Christentum wäre ein machtloses, nicht mit Politik verquicktes und möglichst ein mystisches. Gerade auf der Ebene der Mystik gibt es auch keine Probleme mit anderen Religionen, den alle schöpfen letztlich aus derselben Quelle, nur die (Kirchen)Politik verdunkelt den Blick, der Egoismus und das Machtstreben.
Schönen Abend,
Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4370
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
@Was hat nun die AFD damit zu tun ?
Das ist vielleicht keine dumme Frage - aber wirklich dämlich ist es doch, weinn eine PEGIDA-Anhängerin ausgerechnet MICH das fragt. Wenn ausgerechnet neben Neonazi-Gruppierungen die AfD die Partei ist die sich in Verbindung mit P-Demos am deutlichsten profiliert, dann müsste eine P-Anhängerin es doch selber mit bekommen haben und bräuchte nicht mich zu Fragen.
Natürlich ist es auch nur eine rethorische Frage, die letztendlich die folgende Aussage vermitteln soll: "Solange niemand von der Parteiführung offiziell die Demo angemeldet hat, hat die Partei nichts damit zu tun."
Dagegen will ich gar nicht argumentieren, denn das kauft ihnen sowieso kaum jemand ab. Das offizielle Erscheinen der gleichen Personenkreisen, die äußerst ähnlichen Haltungen und Aussagen reichen da eigentlich.
----
Am meisten wundert mich jedoch: Was machen T-Personen mit allegemein minoritätenfeindlichen Personen und Organisationen. Ist es das Stockholm-Syndrom in Großformat, oder so?
Das ist vielleicht keine dumme Frage - aber wirklich dämlich ist es doch, weinn eine PEGIDA-Anhängerin ausgerechnet MICH das fragt. Wenn ausgerechnet neben Neonazi-Gruppierungen die AfD die Partei ist die sich in Verbindung mit P-Demos am deutlichsten profiliert, dann müsste eine P-Anhängerin es doch selber mit bekommen haben und bräuchte nicht mich zu Fragen.
Natürlich ist es auch nur eine rethorische Frage, die letztendlich die folgende Aussage vermitteln soll: "Solange niemand von der Parteiführung offiziell die Demo angemeldet hat, hat die Partei nichts damit zu tun."
Dagegen will ich gar nicht argumentieren, denn das kauft ihnen sowieso kaum jemand ab. Das offizielle Erscheinen der gleichen Personenkreisen, die äußerst ähnlichen Haltungen und Aussagen reichen da eigentlich.
----
Am meisten wundert mich jedoch: Was machen T-Personen mit allegemein minoritätenfeindlichen Personen und Organisationen. Ist es das Stockholm-Syndrom in Großformat, oder so?
-
Lina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4370
- Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 52 Mal
- Danksagung erhalten: 190 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Je suis Charlie
@Was hat nun die AFD damit zu tun ?
Das ist vielleicht keine dumme Frage - aber wirklich dämlich ist es doch, weinn eine PEGIDA-Anhängerin ausgerechnet MICH das fragt. Wenn ausgerechnet neben Neonazi-Gruppierungen die AfD die Partei ist die sich in Verbindung mit P-Demos am deutlichsten profiliert, dann müsste eine P-Anhängerin es doch selber mit bekommen haben und bräuchte nicht mich zu Fragen.
Natürlich ist es auch nur eine rethorische Frage, die letztendlich die folgende Aussage vermitteln soll: "Solange niemand von der Parteiführung offiziell die Demo angemeldet hat, hat die Partei nichts damit zu tun."
Dagegen will ich gar nicht argumentieren, denn das kauft ihnen sowieso kaum jemand ab. Das offizielle Erscheinen der gleichen Personenkreisen, die äußerst ähnlichen Haltungen und Aussagen reichen da eigentlich.
----
Am meisten wundert mich jedoch: Was machen T-Personen mit allegemein minoritätenfeindlichen Personen und Organisationen. Ist es das Stockholm-Syndrom in Großformat, oder so?
Das ist vielleicht keine dumme Frage - aber wirklich dämlich ist es doch, weinn eine PEGIDA-Anhängerin ausgerechnet MICH das fragt. Wenn ausgerechnet neben Neonazi-Gruppierungen die AfD die Partei ist die sich in Verbindung mit P-Demos am deutlichsten profiliert, dann müsste eine P-Anhängerin es doch selber mit bekommen haben und bräuchte nicht mich zu Fragen.
Natürlich ist es auch nur eine rethorische Frage, die letztendlich die folgende Aussage vermitteln soll: "Solange niemand von der Parteiführung offiziell die Demo angemeldet hat, hat die Partei nichts damit zu tun."
Dagegen will ich gar nicht argumentieren, denn das kauft ihnen sowieso kaum jemand ab. Das offizielle Erscheinen der gleichen Personenkreisen, die äußerst ähnlichen Haltungen und Aussagen reichen da eigentlich.
----
Am meisten wundert mich jedoch: Was machen T-Personen mit allegemein minoritätenfeindlichen Personen und Organisationen. Ist es das Stockholm-Syndrom in Großformat, oder so?