dahlia hat geschrieben:Liebe Conny und alle anderen die ich beleidigt habe.
Das war so natürlich nicht meine Absicht, sondern sollte, in etwas überspitzter Form, mein Unverständnis für vor vor allem streng Gläubige darstellen.
Diese fundamentalischtische Gläubigkeit sorgt heute noch in Ägypten, Irak und vielen anderen Ländern für Krieg und Verfolgung. Auch wenn es dabei an sich gar nicht um die Religion als solche geht.
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Gruß Dahlia
Nicht nur da. Ein Freund von mir (aus Miami) darf seinen Bruder nicht sehen - das verbietet die Frau seines Bruders - weil er nicht in die Kirche geht und nicht an den Deus-Gptt ais der Bibel glaubt. Vielleicht auch weil er befürworter der Evolutions-Theorie ist.
In vielen Teilen der USA werden Lehrer auch gefeuert, weil sie ihren Schülern über die Evolutions-Theorie informieren. Das alleine reicht. Es ist nicht, dass sie von den Schülern verlangen, dass sie aufhören an die These, dass die Erde vor etwas über 6000 Jahren entstand zu glauben - es ist nur weil sie im Unterricht die andere Theorie darstellen.
Das ist auch Verfolgung.
Es gibt immer noch Leute, die mit Hinweis auf ihren christlichen Glauben Gewalt- und Mord-Drohungen gegen LGBT-Persenen aussprechen. Das ist in der westlichen Welt. Das sind Mitglieder christlicher Gemeinschaften.
Das sind keine Muslime vom Arsch der Welt.
Gerade deswegen greife ich auch immer direkt an, da wo ich die Missstände sehe. Ich greife niemanden an, weil er an etwas glaubt, was dem anderen unmöglich scheinen mag. Ich glaube selber NICHT das Jesus von N. ein Kind Gottes war, mehr als ich selbst oder jeder von euch es auch sind. Ich respektiere, dass es welche gibt, die das anders sehen. Zumindest was Jesus betrifft. Jeder soll glauben was er für richtig hält. Und genau das ist der Punkt! Es gibt kaum Religionen - und sog. Christliche wohl erst recht nicht - die den Menschen das Recht zusprechen möchten. Ich kann nicht sagen - zumindest nicht in einer Kirche und erst recht nicht bei solchen Leuten wie die Familienmitglieder meines Freundes aus Miami - "super, Jesus von N. hat eine ganze Menge Gutes in Gang gesetzt. Auch wenn die sogenannten "christlichen Grundwerte" keine Erfindung von Christen sind, stehe ich voll dahinter, aber ich glaube keineswegs, dass Jesus von N. sich in grausamster Weise töten ließ, weil das für uns irgendwie gut sein sollte. Und das mit Gott funktioniert nach meinen Begriffen ganz anders." Im Gegenteil wird man mich dafür angreifen - mindestens Verbal. Die Kirche die das akzeptieren würde, müsste total umstrukturieren, endlich mal demokratisches Denken akzeptieren und würde nie wieder dieselbe Macht über die Menschen bekommen, die sie noch hat.
Was ICH also angreife, ist schlicht und ergreifend, dass Kirchen (Synagoge, Moscheen und reihenweise Sekten dürfen sich gleichermaßen angesprochen fühlen) solche Machtsysteme geschaffen haben. Ich kenne Leute, die mir erzählen, dass sich regelrecht Angst hatten, die alternativen Schriften, die NICHT von der katholischen Kirche oder irgendwelchen der Nachfolger akzeptiert wurden, zu lesen.
Dass man es so weit treibt, dass jemand noch im 21. Jahrhundert ANGST hat, einen gedruckten Text auf weißem Recycling-Blauer-Engel-Papier zu lesen - Nur weil irgendein machtgeiler Sandalträger irgendwann gesagt hat, es wäre böse - da bin ich wirklich über die Leute enttäuscht, die nicht zugeben, dass das nicht OK ist und weiterhin auf haargenaue interpretation von Bibelzitaten pocht.
Genauso enttäuscht bin ich übrigens auch über die Leute,, die auf die Schulwissenschaften als das einzig Wahre pochen - das, was wissenschaftlich erwiesen ist und NICHTS anderes kann stimmen - und nicht mal kapieren, dass dies auch ein Glaubenssystem ist.