es ist noch lange hin, aber Salzburg liegt ja auch ein paar Kilometer südlich von Eggebek
und Anreise und Unterkunft erfordern sicherlich vorbereitende Planungen.
Die Ankündigung möchte ich schonmal heir aufnehmen. Weitere Infos folgen, wenn sie vorliegen.
Gruß
Anne-Mette
PROGRAMM ZUM
INTERSEX SOLIDARITY DAY 2014
Freitag, 7.11.2014:
9.30: Get together Brunch in der HOSI Salzburg
12 - 16 Uhr: Workshop mit PERSSON PERRY BAUMGARTINGER:
Frauen, Männer - und der Rest von uns?
Eine Experimentierwerkstätte über "geschlechtergerechte" Sprache und queere Sprachalternativen
Viele Menschen gehen noch immer davon aus, dass es nur zwei Geschlechter Mann oder Frau gibt. Obwohl immer mehr TransInterQueere Aktivist_innen auf sich aufmerksam machen. Auch in der Sprache haben sich vor allem zwei Geschlechter männlich und weiblich, er und sie, niedergeschlagen. Was ist mit den anderen Geschlechterrealitäten? Wo kommen sie in der Sprache vor? Seit Jahren werden immer mehr queere Sprachalternativen entwickelt, verwendet und diskutiert. Welche queeren Sprachalternativen gibt es? Und: welche Sprache wird Geschlecht überhaupt gerecht?
Diese Fragen sind Programm für den Workshop. Neben einem Input gibt es vor allem viel Raum für die Teilnehmenden, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, sie zu diskutieren und vor allem zu experimentieren: die verschiedenen Alternativen auszuprobieren in Wort und Schrift, in Text und Bild, in gesprochener und geschriebener Sprache.
Ort: Roter Salon, HOSI Salzburg, Gabelsbergerstraße 26, 5020 Salzburg
Abendveranstalung:
18:30 Uhr: Film "Tomboy", Lesung von Max Pfnür aus dem Buch "Middlesex" von Jeffrey Eugenides,
Gabriele Rothuber im Gespräch mit Gorji Marzban: "Geschlecht als wertvolle Verunsicherung!?"
Ort: Literaturhaus Salzburg, Strubergasse
Kostenlos
Samstag, 8.11.2014: 1. SALZBURGER INTER*TAGUNG im Unipark Nonntal
8.00 Pressekonferenz
9 - 12 Uhr: Begrüßung und Referate:
- Gorji Marzban: My Body is not My Destiny oder Mein Körper spricht Nicht das letzte Wort - Eine Einführung in die Intersexualität
- Lucy G. Veith: 1. Vorsitzende Intersexuelle Menschen e.V.: Intersexuelle Menschen und die Menschenrechte: Ein Erfahrungsbericht 2008-2014
- Julia Mac Gowan: Herausforderungen in der Inter*-Beratung
- Eva Matt: Intersexualität und Recht
- Gabriele Rothuber: Sprachlosigkeit, Familiengeheimnisse und gesellschaftliches Tabu
14 - 17 Uhr: Workshops: Zielgruppen: Pädagog*innen, Beratende, Hebammen / medizinisches Personal, Inter*Personen, Angehörige, Verbündete, Interessierte
Workshop 1: Beratung und Intersexualität - Anregungen zum Umgang mit Inter*-Menschen und ihren Angehörigen in der (beraterischen) Praxis
Rasa Humer (Inter*, Gründungsmitglied von VIMÖ) und Julia Mac Gowan (Kultur- und Sozialanthropologin, systemische Beraterin) sind Teil der Plattform Intersex und
nähern sich dem Thema dieses Workshops aus wissenschaftlich/beraterischer sowie aus Betroffenen-Perspektive.
Workshop 2: Uppsss! Das Kind ist intersexuell !!!
Gorji Marzban (Mitglied VIMÖ - Verein Intersexueller Menschen Österreich, Präsident ORQOA - Oriental Queer Organisation Austria) & Bettina Enzenhofer (Plattform Intersex Österreich) befassen sich mit dem Geschlecht als Primärsprache für zwischenmenschliche Kommunikation und der Wahrnehmung der Intersexualität aus der Perspektive des Umfeldes - d.h. die Eltern, Ärzte/Ärztinnen, Kindergarten, Mitschüler*innen und später Freund*innen und Partner*innen.
Workshop 3: Intersex — eine Herausforderung für die pädagogische Praxis!?
Gabriele Rothuber (Intersex-Beauftragte der HOSI Salbzburg, Plattform Intersex Österreich) Martina Enzendorfer und Paul Haller (beide Plattform Intersex Östereich)
Der pädagogische Diskurs ist bis heute vom Zwei-Geschlechter-Denken geprägt. Das Thema Intersex findet in der pädagogischen Ausbildung sowie unter pädagogischen Akteur*innen in unterschiedlichen Institutionen kaum Erwähnung und bleibt für Betroffene oftmals ein Tabuthema. Gehen Sie davon aus, Inter*personen in Ihrer Arbeit zu begleiten, ohne es zu wissen!
Wir beschäftigen uns im Workshop mit den Fragen:
Wie kann Inter*Kinder/Jugendliche ein wertschätzendes Umfeld ermöglicht werden? Von welchen Erfahrungen berichten Inter*personen in pädagogischen Kontexten und welche Bedeutung haben sie für die Rolle der Pädagog*innen und ihr Handlungsfeld? Wie kann Intersex in den unterschiedlichen Altersstufen thematisiert werden? Welche Konzepte gibt es bereits und wie eigenen sie sich für Ihre Praxis?
Außerdem ermöglichen wir einen gemeinsamen Austausch über bisherige Erfahrungen, fördern die Selbstreflexion über das eigene Geschlechterdenken und werden den Einsatz von unterschiedlichen Materialien und Methoden für die pädagogische Praxis erproben, gemeinsam reflektieren und diskutieren.
Screening des Films "Hermes & Aphrodite" von Gregor Zootzky, 9 Minuten, 2013
Workshop 4: "Was ist es denn?" Die andere Perspektive auf Geschlechternormen. WS von Lucie G. Veith (1. Vors. Intersexuelle Menschen e.V.) für Hebammen / Geburtshelfer*innen / Kinderschwestern, Mediziner*innen und Interessierte
Workshop 5: Zweigeschlechtlichkeit ade — und wie gehe ich damit um?!
Teresa Lugstein (Runder Tisch für Menschenrechte) & Cornelia Grünwald (Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg)
Intersexuelle Kinder & Jugendliche und junge Erwachsene begegnen uns als Schüler*innen, Besucher*innen der Jugendzentren, Beratungsstellen u.a.m.
Um sie in ihren Anliegen und Bedürfnissen wahrzunehmen und einen diskriminierungs-freien Umgang zu ermöglichen ist die Auseinandersetzung mit sexuellen Identitäten und bestehenden Geschlechterzuordnungen notwendig. Es braucht aber auch ein Weiterdenken bzgl. Maßnahmen und der möglichen Veränderung von Konzepten in den jeweiligen Einrichtungen/Institutionen.
Was heißt das nun aber für mich in meiner Rolle als Pädagog*in, Betreuer*in, Sozialarbeiter*in"¦ und für meine Einrichtung. Was brauche ich dazu und wo sehe ich möglicherweise Grenzen?
Anhand von theoretischen Inputs, Diskussionsrunden, Zeit für Fragen und Reflexion, erfolgt ein gemeinsames Erarbeiten von Handlungsstrategien für die praktische Arbeit.
Zielgruppe: Pädagog*innen, Jugendbetreuer*innen, Sozialarbeiter*innen"¦
Öffentliche Abendveranstaltung ab 19 Uhr im Unipark Nonntal: VIMÖ — Verein Intersexueller Menschen und die Plattform Intersex Österreich stellen sich vor.
Öffentliche Filmvorführung INTERSEXION mit anschließender Podiumsdiskussion, Moderation: Alexandra Schmidt (Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg). Am Podium die WS-Leitenden
Ausstellung im Foyer: "Ach, so ist das?!" Comics zur LGBTI-Realität von Martina Schradi
Büchertisch & Aussteller
9.11.: Inter:Treffen "Das geheime Frühstück": Vernetzung / Austausch nur für Inter*-Personen.
HOSI Salzburg in Kooperation mit: ÖH Salzburg, GendUp der Universität, Frauenbüro der Stadt Salzburg, Grüne Bildungswerkstatt, Land Salzburg — Stabsstelle für Chancengleichheit, Anti-Diskriminierung und Frauenförderung, Runder Tisch für Menschenrechte, Literaturhaus Salzburg, VIMÖ & Plattform Intersex Österreich, ORQOA, Intersexuelle Menschen e.V., Verein selbstbewusst
Info / Anmeldung: www.inter-tagung-at
Tagungsorganisation: Gabriele Rothuber: intersex@hosi.or.at
Tagungskosten regulär: 48,- / ermässigt: 24,- inkl. Kaffeepause am 8.11.
Öffentliche Abendveranstaltungen gratis