Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
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Andrea aus Sachsen
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Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
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Hallo alle zusammen,
die oben genannte Frage schwirrt mir schon eine ganze Weile im Kopf herum. Bei den meisten von uns fing es ja bereits im Kinderalter an, als wir merkten, dass wir irgendwie anders sind. Viele hatten niemanden, mit dem die darüber reden konnten und glaubten, die einzigen zu sein, die so sind. Wer sich doch jemandem anvertraute, bekam nicht immer befriedigende Antworten.
Heute, so wie wir hier sind, wissen wir natürlich Bescheid. Doch woher und seit wann wisst ihr mehr?
Bei mir war es so: Als Jugendlicher hatte ich mal ein Buch in der Hand, in dem unsere Sache mit wenigen Sätzen erwähnt wurde. Ich konnte danach mit den Begriffen Transvestit und Transsexueller etwas anfangen und wusste, dass ich nicht der einzige bin, mehr aber auch nicht.
Dadurch konnte ich die Sache einigermaßen gelassen sehen, aber ich schämte mich für mein Anderssein, weil ich weibliche Kleidung zusammen mit (m)einem männlichen Gesicht furchtbar fand. Dass es mit einer geeigneten Perücke und Makeup ganz anders aussieht, wusste ich nicht, das stand eben nicht in dem Buch.
Über 30 Jahre lang gab es dann keine nennenswerten neuen Informationen, ein oder zwei Berichte im Fernsehen über Transsexuelle, aber das betraf mich ja nicht.
Erst als ich vor etwa 5 Jahren mal etwas im Internet recherchierte, lernte ich die Art des Crossdressings (und auch den Begriff) kennen, die ich heute praktiziere. Sehr interessant fand ich damals die Studie "Männer in Kleidern" (http://www.julaonline.de/menindresses.htm). Die ganze Vielfalt unserer Problematik bekam ich dann erst hier im Forum mit.
So, und jetzt bin ich mal gespannt, wie und wann ihr "aufgeklärt" wurdet oder euch selbst schlau gemacht habt.
Hallo alle zusammen,
die oben genannte Frage schwirrt mir schon eine ganze Weile im Kopf herum. Bei den meisten von uns fing es ja bereits im Kinderalter an, als wir merkten, dass wir irgendwie anders sind. Viele hatten niemanden, mit dem die darüber reden konnten und glaubten, die einzigen zu sein, die so sind. Wer sich doch jemandem anvertraute, bekam nicht immer befriedigende Antworten.
Heute, so wie wir hier sind, wissen wir natürlich Bescheid. Doch woher und seit wann wisst ihr mehr?
Bei mir war es so: Als Jugendlicher hatte ich mal ein Buch in der Hand, in dem unsere Sache mit wenigen Sätzen erwähnt wurde. Ich konnte danach mit den Begriffen Transvestit und Transsexueller etwas anfangen und wusste, dass ich nicht der einzige bin, mehr aber auch nicht.
Dadurch konnte ich die Sache einigermaßen gelassen sehen, aber ich schämte mich für mein Anderssein, weil ich weibliche Kleidung zusammen mit (m)einem männlichen Gesicht furchtbar fand. Dass es mit einer geeigneten Perücke und Makeup ganz anders aussieht, wusste ich nicht, das stand eben nicht in dem Buch.
Über 30 Jahre lang gab es dann keine nennenswerten neuen Informationen, ein oder zwei Berichte im Fernsehen über Transsexuelle, aber das betraf mich ja nicht.
Erst als ich vor etwa 5 Jahren mal etwas im Internet recherchierte, lernte ich die Art des Crossdressings (und auch den Begriff) kennen, die ich heute praktiziere. Sehr interessant fand ich damals die Studie "Männer in Kleidern" (http://www.julaonline.de/menindresses.htm). Die ganze Vielfalt unserer Problematik bekam ich dann erst hier im Forum mit.
So, und jetzt bin ich mal gespannt, wie und wann ihr "aufgeklärt" wurdet oder euch selbst schlau gemacht habt.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Sabrina Verena
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Hallo!
Mein wissen beschränkte sich Anfangs auch auf den Unterschied zwischen Transvestit und Transsexuell.
Eine der ersten Quellen war die Bravo, später dann Psychologie Heute.
Auch Fersehbeiträge und eine Travestieshow gaben mir Infos.
Den eigentlichen Fundus an Wissen aber habe ich durch Wikipedia und dieses Forum erlangt.
LG
Verena
Mein wissen beschränkte sich Anfangs auch auf den Unterschied zwischen Transvestit und Transsexuell.
Eine der ersten Quellen war die Bravo, später dann Psychologie Heute.
Auch Fersehbeiträge und eine Travestieshow gaben mir Infos.
Den eigentlichen Fundus an Wissen aber habe ich durch Wikipedia und dieses Forum erlangt.
LG
Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
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ab08
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Hallo,
nur einige Schlaglichter,
In der Jugend bis zum Abitur las ich sehr viel. Freud, Jung, Masters und Johnson, den Kinsey-Report, Günter Amendt, etc und leider auch Bücher von Tätern, wie z.B. Prof. Dr. John Money ("Männlich/Weiblich" , "Körperlich-sexuelle Fehlentwicklungen" erschienen damals bei rororo sexologie). Auch Simone de Beauvoir ging in "Das andere Geschlecht" 1949, auf deutsch bei Rowolt 1951 unter anderem auf TS ein.
Ab Mitte der 60er Jahre verbrachte ich die großen Ferien häufig bei der im Lehrberuf tätigen Verwandschaft in Paris... Nach 1968 war dort die Atmosphäre offen und aufgeschlossen auch gegenüber den Themen. In London / Soho, wo ich ab 1967 auch circa alle zwei Jahre war, waren Broschüren und ähnliches am Randbereich des Rotlichtbezirks erhältlich. Es gab Möglichkeiten, sich outfitmäßig ausstatten zu lassen, was mein Budget aber nicht zuließ. TS sah ich in Soho bzw. Paris einige... Intensivere Gespräche hatte ich erst im Sommer 1974 in der SHG in der Christopher Street in Manhattan und danach in San Franzisko. Selbstgemachte Broschüren und Hilfen für Betroffene sah ich daher schon in den 70er Jahren "Sexuelle Revolution". Deutsch/englischsprachige Bücher (Magnus Hirschfeld etc.), die damals in den Ursprungsländern kaum erhältlich waren, fand ich in kleinen Buchhandlungen im Pariser Studentenviertel Quartier Latin, da ich mich auskannte... So suchte ich ständig nach Informationen, gleichzeitig versuchte ich aber, die eigene TS zu verdrängen.
LG
ab
nur einige Schlaglichter,
In der Jugend bis zum Abitur las ich sehr viel. Freud, Jung, Masters und Johnson, den Kinsey-Report, Günter Amendt, etc und leider auch Bücher von Tätern, wie z.B. Prof. Dr. John Money ("Männlich/Weiblich" , "Körperlich-sexuelle Fehlentwicklungen" erschienen damals bei rororo sexologie). Auch Simone de Beauvoir ging in "Das andere Geschlecht" 1949, auf deutsch bei Rowolt 1951 unter anderem auf TS ein.
Ab Mitte der 60er Jahre verbrachte ich die großen Ferien häufig bei der im Lehrberuf tätigen Verwandschaft in Paris... Nach 1968 war dort die Atmosphäre offen und aufgeschlossen auch gegenüber den Themen. In London / Soho, wo ich ab 1967 auch circa alle zwei Jahre war, waren Broschüren und ähnliches am Randbereich des Rotlichtbezirks erhältlich. Es gab Möglichkeiten, sich outfitmäßig ausstatten zu lassen, was mein Budget aber nicht zuließ. TS sah ich in Soho bzw. Paris einige... Intensivere Gespräche hatte ich erst im Sommer 1974 in der SHG in der Christopher Street in Manhattan und danach in San Franzisko. Selbstgemachte Broschüren und Hilfen für Betroffene sah ich daher schon in den 70er Jahren "Sexuelle Revolution". Deutsch/englischsprachige Bücher (Magnus Hirschfeld etc.), die damals in den Ursprungsländern kaum erhältlich waren, fand ich in kleinen Buchhandlungen im Pariser Studentenviertel Quartier Latin, da ich mich auskannte... So suchte ich ständig nach Informationen, gleichzeitig versuchte ich aber, die eigene TS zu verdrängen.
LG
ab
Zuletzt geändert von ab08 am Fr 23. Aug 2013, 14:10, insgesamt 8-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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ExUserIn-2026-01-22
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Im Gegensatz zu vielen Anderen hier, fing meine "Verwandlung" erst vor ein paar Jahren an. In meiner Jugendzeit hatte ich erste Erfahrungen im Bereich Fetisch (mit Lycra) gesammelt. Aber ganz als Frau gekleidet, stand ich erst vor wenigen Jahren vor einem Spiegel.
Da ich aus Medien (bsw. Mary und Gordi, Lilo Wanders) kannte, und diese als Travestikünstler bezeichnet wurden, dachte ich mir, daß ich also auch ein Transvestit bin - ein Mann der gerne Frauenkleider trägt. Weiter habe ich mich darüber nicht informiert - ich lese nämlich keine Bücher.
Erst als ich im Internet ein wenig gesucht habe und auf einige Foren gestoßen bin, wurde mir klar, daß ich eigentlich ein Crossdresser bin. Nun begann mein Austausch mit Gleichgesinnten und so "lernte" ich vieles von dem, was ich heute weiß - auch dank, diesem Forums hier.
Jennifer
Da ich aus Medien (bsw. Mary und Gordi, Lilo Wanders) kannte, und diese als Travestikünstler bezeichnet wurden, dachte ich mir, daß ich also auch ein Transvestit bin - ein Mann der gerne Frauenkleider trägt. Weiter habe ich mich darüber nicht informiert - ich lese nämlich keine Bücher.
Erst als ich im Internet ein wenig gesucht habe und auf einige Foren gestoßen bin, wurde mir klar, daß ich eigentlich ein Crossdresser bin. Nun begann mein Austausch mit Gleichgesinnten und so "lernte" ich vieles von dem, was ich heute weiß - auch dank, diesem Forums hier.
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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exuser-06-09-2013
Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Hallo liebe Andrea,
ich war anfangs ziemlich naiv, was Sex und so etwas angeht. Über das Thema Transsexuell bin ich von meiner Mama und deren Freundin (Ärztin) so mit Mitte 16 aufgeklärt worden. Ich diente sozusagen als "praktisches" Beispiel, was anders ist als bei richtigen Buben. Allerdings lagen zwischen dem reinen Fakten-Wissen und es innerlich für sich zu akzeptieren noch einige Jahre, Mein Gefühl sagte mir zwar, ich bin weiblich, mein Verstand meinte aber auf keinen Fall, ich will Bub bleiben. Das dauerte so von vielleicht 16 bis 18/19. In dieser Zeit habe ich oft mit meiner Mama (ab und zu auch mit meinem Daddy) und auch viel mit der Freudin meiner Mama gesprochen.
Liebe Grüße
Anna-Maria
ich war anfangs ziemlich naiv, was Sex und so etwas angeht. Über das Thema Transsexuell bin ich von meiner Mama und deren Freundin (Ärztin) so mit Mitte 16 aufgeklärt worden. Ich diente sozusagen als "praktisches" Beispiel, was anders ist als bei richtigen Buben. Allerdings lagen zwischen dem reinen Fakten-Wissen und es innerlich für sich zu akzeptieren noch einige Jahre, Mein Gefühl sagte mir zwar, ich bin weiblich, mein Verstand meinte aber auf keinen Fall, ich will Bub bleiben. Das dauerte so von vielleicht 16 bis 18/19. In dieser Zeit habe ich oft mit meiner Mama (ab und zu auch mit meinem Daddy) und auch viel mit der Freudin meiner Mama gesprochen.
Liebe Grüße
Anna-Maria
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Nicoletta
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Erstaunlicherweise habe ich die erste Information schon in der Kindheit bekommen, sie aber noch nicht auf mich bezogen. Meine erzählte davon als von Kuriositäten: ihrem Chef, der Damenstrümpfe trug, und von einem amerikanischen Soldaten, der sich zur Frau hatte "umoperieren" lassen. Dass das etwas mit mir zu tun hatte, wurde mir erst klar, als ich mit ca. 38 Jahren die Biographie einer Transsexuellen las und mich darin wiedererkannte, es aber verdrängt habe und nicht wahr haben wollte. Fundierteres Wissen habe ich erst in den letzten Jahren bekommen, teils hier durch das Forum, teils durch einschlägige Lektüren (Biographien), und zwar sowohl von Transvestiten als auch Transsexuellen. Sehr aufschlussreich war schließlich Dianas Blog, die offen über viele Details geschrieben hat.
Viele Grüße,
Nicoletta
Viele Grüße,
Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
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Ulrike-Marisa
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Moin zusammen,
wie bei vielen von uns, so auch bei mir, die wir schon in höherem Alter sind, hat das bewusstwerden der Andersartigkeit und des anders sein schon in der Kindheit angefangen ohne eine direkte Begrifflichkeit dafür zu haben. Da waren Wünsche was und wie man sein wollte und erste Experimente und Interesse für die Gegengeschlechtliche Kleidung gab es aber keinerlei Gespräche über eigene Probleme und Gefühle. So etwas war in der Jugendzeit und auch später einfach eine fast unbekannte Thematik. So lebte ich auch in dem ständigen unbewussten Versuch eine normale männliche Sozialisation zu durchlaufen mit Erfolgen und Rückschlägen hin bis zur Familiengründung. Ein Studienkollege erwähnte mal am Rande, dass ich wohl viele weibliche Eigenschaften hätte; weiter darüber gesprochen haben wir dann auch nicht. Das Thema war aber immer irgendwie im Hintergrund vorhanden. Auch mit meiner Frau habe ich nie über so etwas gesprochen; das war einfach zu weit ab vom normalen Zusammenleben. So hatte ich später meine kleine Welt in der Werkstatt, wo ich mich ein wenig austoben konnte. Ein richtiges Bewusstsein und Informationen verdanke ich in großem Anteil dem Internet, als ich mich vor etwa 2 Jahren mit der Thematik beschäftigt habe, als unsere Kinder erwachsen und dann auch ausgezogen waren. Das Forum hier kam hinzu und ich war plötzlich nicht mehr allein mit meinen Gefühlen und Wünschen und ich brachte schließlich auch den Mut auf, den weiblichen Anteil an mir zu akzeptieren und die Ulrike-Marisa gleichberechtigt in mein Leben zu lassen hin bis zum Outing meiner Kernfamilie gegenüber, was dort aber auf Unverständnis und völligen Ablehnung stiess (anderes Thema). Seit 1-1/2 Jahren bin ich auch aktiv in einer Selbsthilfegruppe in Flensburg, was von der Familie geduldet wird. Dort habe ich weitere Informationen und Anregungen bekommen und bin heute eigentlich ganz gut informiert, ohne dass ich allerdings durch meine fämiliäre Bindungen alles möglich machen kann, bzw. einen vollständigen TS-Weg als Frau beschreiten könnte; CD/TV sind da nicht so meine Richtung.
LG, Ulrike-Marisa
...ich bin was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...
wie bei vielen von uns, so auch bei mir, die wir schon in höherem Alter sind, hat das bewusstwerden der Andersartigkeit und des anders sein schon in der Kindheit angefangen ohne eine direkte Begrifflichkeit dafür zu haben. Da waren Wünsche was und wie man sein wollte und erste Experimente und Interesse für die Gegengeschlechtliche Kleidung gab es aber keinerlei Gespräche über eigene Probleme und Gefühle. So etwas war in der Jugendzeit und auch später einfach eine fast unbekannte Thematik. So lebte ich auch in dem ständigen unbewussten Versuch eine normale männliche Sozialisation zu durchlaufen mit Erfolgen und Rückschlägen hin bis zur Familiengründung. Ein Studienkollege erwähnte mal am Rande, dass ich wohl viele weibliche Eigenschaften hätte; weiter darüber gesprochen haben wir dann auch nicht. Das Thema war aber immer irgendwie im Hintergrund vorhanden. Auch mit meiner Frau habe ich nie über so etwas gesprochen; das war einfach zu weit ab vom normalen Zusammenleben. So hatte ich später meine kleine Welt in der Werkstatt, wo ich mich ein wenig austoben konnte. Ein richtiges Bewusstsein und Informationen verdanke ich in großem Anteil dem Internet, als ich mich vor etwa 2 Jahren mit der Thematik beschäftigt habe, als unsere Kinder erwachsen und dann auch ausgezogen waren. Das Forum hier kam hinzu und ich war plötzlich nicht mehr allein mit meinen Gefühlen und Wünschen und ich brachte schließlich auch den Mut auf, den weiblichen Anteil an mir zu akzeptieren und die Ulrike-Marisa gleichberechtigt in mein Leben zu lassen hin bis zum Outing meiner Kernfamilie gegenüber, was dort aber auf Unverständnis und völligen Ablehnung stiess (anderes Thema). Seit 1-1/2 Jahren bin ich auch aktiv in einer Selbsthilfegruppe in Flensburg, was von der Familie geduldet wird. Dort habe ich weitere Informationen und Anregungen bekommen und bin heute eigentlich ganz gut informiert, ohne dass ich allerdings durch meine fämiliäre Bindungen alles möglich machen kann, bzw. einen vollständigen TS-Weg als Frau beschreiten könnte; CD/TV sind da nicht so meine Richtung.
LG, Ulrike-Marisa
...ich bin was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...
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Julia65
Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Im Kindergarten (1968 - 1971) war ich schon neidisch auf ein knallrotes Kunstlederkleid eines Mädchens. Sogar im Alter von vielleicht 5 Jahren habe ich manchmal heimlich den Rock meiner 4 Jahre älteren Schwester angezogen.
In der 1. Klasse war ich neidisch auf die sehr langen geflochtenen Zöpfe von Zwillingsschwestern in meiner Klasse.
Als ich einige Jahre später (ich weiss nicht mehr ob durch Fernsehen, Zeitung oder was auch immer) den Begriff Transvestit lernte, ordnete ich mich dem zu. Ich lernte auch als junger Erwachsener dann, dass das durch sexuelle Bedürfnisse ausgelöst würde, bzw. sexuelle Lust bereiten würde. Ich empfand beim Tragen von Frauenkleidung ebenfalls oft sexuelle Lust, aber mich verwirrte viele viele Jahre, wie das dann schon im Kindergarten sein konnte.
Dass es zu der frühen Zeit, also noch lange vor meiner Pubertät, schon von sexueller Lust geleitet war, wage ich doch schwer zu bezweifeln. Wenn ich mich angestrengt zu erinnern versuche, was ich damals als Kind fühlte, war es meinst nur ein riesiger Wunsch, und enormer Neid, und ein euphorisches Gefühl bei der Vorstellung ein Mädchen zu sein, aber sexuelle Lust? Noe, eher nicht. Aber es ist schwer, sich so gut zu erinnern.
Wegen der aber später empfundenen begleitenden Lust ordnete ich mich selbst als Transvestit ein. Punkt. Ich habe mal, das muss wohl so in den 80ern gewesen sein, in einem Lexikon das Wort Transvestit nachgeschlagen und erinnere mich bis heute sehr gut daran was da stand. Es war nur ein Satz, der in etwa wie folgt lautete:
Transvestit: Meist durch sexuellem Verlangen angetriebener Drang, Kleidung und Verhalten des anderen Geschlechts anzunehmen. - PUNKT ENDE AUS.
Ich entschloss mich also damit zu leben und es niemals irgendjemandem zu verraten und hoffte und betete, ja nie erwischt zu werden, weil das das Allerschlimmste und Peinlichste wäre, was man sich überhaupt vorstellen könnte. Denn das wäre in Etwa so, wie das was Doc Brown zu Marty Mc Fly sagte, als der ihn fragte, was passieren würde, wenn er in die Vergangenheit reisen würde und seinen eigenen Vater töten würde, ehe er ihn selbst hätte zeugen können. Ein Universum vernichtendes Paradoxon!
Und ich habe aufgepasst. Ich habe ja sowas von aufgepasst. Und ich wurde NIEMALS erwischt.
Ich glaube, es waren die späten 80er oder die frühen 90er als man gelegentlich Berichte in Zeitschriften oder auch mal Dokus im TV über Transsexualität oder Transvestiten sah. Ich sog diese immer begierig auf, wenn mir sowas begegnete, immer stets darauf achtend, dass mir mein Interesse nicht angemerkt wurde.
Erst mit dem Aufkommen des Internets ( wann war das? Mitte der 90er? ); ich war als Computerfreak von Anfang an dabei, dauerte es nicht lange, dass ich nach dieser Thematik recherchierte. Sofort stiess ich auf entsprechende Foren. Eines der ersten Foren diesebezüglich, die mir bekannt wurden, war das Transgener-Forum in Östereich. Dort las ich, ähnlich wie hier im Forum heute, Berichte über Outdoor-Erlebnisse und Beschreibung von Begrifflichkeiten. Es wurde der Begriff Transvestitismus erklärt und auch der Begriff Transsexualität. Und auch der Unterschied. So lass ich Berichte von Transsexuellen und von Transvestiten.
Da ich die sexuelle Komponente nicht so massgebend empfand, wie es meist bei Berichten von Transvestiten geschildert wurde, insbesondere war das der Fall im Bereich von "forced feminisation" habe ich anfangs, und später auch immer mal wieder Transsexualität für mich in Betracht gezogen. Aber eine Sache lies mich immer wieder davon ab. Die Tatsache, dass ich immer wieder nur Berichte las, in denen Transsexuelle "leiden" würden. Dass sie ihren Penis abgrundtief hassen würden. Dass sie den unbedingt loswerden müssten und schon oft mit Messer in der Hand überlegten, es selbst zu erledigen. Das war bei mir nie der Fall. Ich habe meine Genetalien nicht verabscheut. Ich habe mich nicht davor geekelt.
Erst viele Jahre später, auch wieder bei der Lektüre von Berichten im Internet (ich las später, so in den Jahren ab 2003 etwa, immer wieder auch Fachberichte von Psychologen und Fachleuten), las ich davon, dass es das noch mehr Facetten gibt. Zwischenbereiche, fliessende Übergänge. Ich erführ von Transsexuellen, dessen Transsexualität sich anscheinden aus einem transvestitischen Fetischismus entwickelt zu haben schien.
Ich las Schalgabtausche von Professoren, die sich darüber ausliessen, ob sich eine Transidentität aus einem Transvestitismus entwickeln kann, ober ob der Transvestitismus eine Vorstufe (oder Symptom) einer ohnehin von Anfang an vorhandenen, aber nicht sofort zum Vorschein gekommenen Transsexualität sei.
Ich allerdings, so war mir klar, dass ich mich da finden würde. Denn das sexuelle Interesse am Frausein wich mehr und mehr davon. Aber der Neid auf alle Frauen, wegen deren weiblichen Erscheinungsbild, der Kleidung, ja einfach der Neid auf deren Weiblichkeit wuchs stärker denn je. So ca. seit 2007 konnte ich keinen einzigen Schritt mehr aus dem Hause machen, ohne jeder Frau, der ich begegnete, neidvoll hinterherzublicken.
Es war vorgekommen, dass ich ein ernstes Gespräch mit meiner jeweiligen Partnerin bekam, weil sie merkte, dass ich mal anderen Frauen hinterhersah. Aber ich wagte ja nicht, zu sagen, dass ich das aus Neid tat.
Eigentlich liess ich vor ca. 5 bis 7 Jahren die Transseualität für mich zu. Ich gestand sie mir ein. Aber ich habe mich nicht geoutet und mich keinem Psychologen anvertraut und keine Transistion angestrengt, weil ich Angst davor hatte, alleine leben zu müssen. Denn ich wollte immer einen liebenden Partner um mich wissen. Meine Beziehungen hielten leider alle nicht. Meine Transsexualität hat vermutlich ihren Teil dazu beigetragen, dass die Beziehungen scheiterten.
Vor etwa 5 bis 7 Jahren begann etwas zu kippen: Der Wunsch, eine Frau zu sein, mich nicht mehr verstellen zu müssen wuchs allmählich über den Wunsch nach Partnerschaft. In 2007 / 2008 habe ich im Second Life einen weiblichen Avatar geschaffen und habe viele Monate eine Shopping Mall geleitet, als Frau und (im Gegensatz zu vielen anderen, die das versuchten) bin ich nie aufgeflogen oder habe mich verdächtig gemacht, im realen Leben ein Mann zu sein.
Nachdem ich 2010 meine letzte Beziehung beendet hatte, zog ich mich für ca. 9 Monate ins Second Life zurück. Ich nahm an einem GOR Rollenspiel teil und spielte zunächst als Sklavin. Dort war es bekannt, dass häufig Männer Frauenrollen spielten und auch versuchten sich als Real-Frau auszugeben. Aber es wurde belächelt, weil jeder spätestens nach einigen Tagen oder Wochen eh auffliegen würde. Das war bei mir nicht so. Erst nach Monaten, als ich mich mit vielen schon angefreundet hatte und auch Dinge aus dem realen Leben erzählt wurden, habe ich mich denen offenbart, weil ich ein schlechtes Geweissen bekam, denn mir wurde viel Vertrauen entgegen gebracht.
Zunächst wurde mir das nicht geglaubt. Ich musste Fotos zeigen um klarzumachen, dass ich wirklich ein Mann war.
Erstaunlicherweise wurde das nur zur Kenntniss genommen und ich wurde nach wie vor wie selbstverständlich als Frau behandelt. "Nee, das passt nicht, du bist manchmal viel zu zickig. Für mich bist du die Johari, auch wenn dir da was zwischen den Beinen baumelt."
Da ich mich nur noch in diese virtuelle Welt flüchtete und mein reales Leben darunter zu leiden begann, fasste ich Anfang 2012 den Entschluss mich zu outen und meinen Weg zu gehen.
LG
Julia
Edit hat noch Tippfehler beseitigt.
In der 1. Klasse war ich neidisch auf die sehr langen geflochtenen Zöpfe von Zwillingsschwestern in meiner Klasse.
Als ich einige Jahre später (ich weiss nicht mehr ob durch Fernsehen, Zeitung oder was auch immer) den Begriff Transvestit lernte, ordnete ich mich dem zu. Ich lernte auch als junger Erwachsener dann, dass das durch sexuelle Bedürfnisse ausgelöst würde, bzw. sexuelle Lust bereiten würde. Ich empfand beim Tragen von Frauenkleidung ebenfalls oft sexuelle Lust, aber mich verwirrte viele viele Jahre, wie das dann schon im Kindergarten sein konnte.
Dass es zu der frühen Zeit, also noch lange vor meiner Pubertät, schon von sexueller Lust geleitet war, wage ich doch schwer zu bezweifeln. Wenn ich mich angestrengt zu erinnern versuche, was ich damals als Kind fühlte, war es meinst nur ein riesiger Wunsch, und enormer Neid, und ein euphorisches Gefühl bei der Vorstellung ein Mädchen zu sein, aber sexuelle Lust? Noe, eher nicht. Aber es ist schwer, sich so gut zu erinnern.
Wegen der aber später empfundenen begleitenden Lust ordnete ich mich selbst als Transvestit ein. Punkt. Ich habe mal, das muss wohl so in den 80ern gewesen sein, in einem Lexikon das Wort Transvestit nachgeschlagen und erinnere mich bis heute sehr gut daran was da stand. Es war nur ein Satz, der in etwa wie folgt lautete:
Transvestit: Meist durch sexuellem Verlangen angetriebener Drang, Kleidung und Verhalten des anderen Geschlechts anzunehmen. - PUNKT ENDE AUS.
Ich entschloss mich also damit zu leben und es niemals irgendjemandem zu verraten und hoffte und betete, ja nie erwischt zu werden, weil das das Allerschlimmste und Peinlichste wäre, was man sich überhaupt vorstellen könnte. Denn das wäre in Etwa so, wie das was Doc Brown zu Marty Mc Fly sagte, als der ihn fragte, was passieren würde, wenn er in die Vergangenheit reisen würde und seinen eigenen Vater töten würde, ehe er ihn selbst hätte zeugen können. Ein Universum vernichtendes Paradoxon!
Und ich habe aufgepasst. Ich habe ja sowas von aufgepasst. Und ich wurde NIEMALS erwischt.
Ich glaube, es waren die späten 80er oder die frühen 90er als man gelegentlich Berichte in Zeitschriften oder auch mal Dokus im TV über Transsexualität oder Transvestiten sah. Ich sog diese immer begierig auf, wenn mir sowas begegnete, immer stets darauf achtend, dass mir mein Interesse nicht angemerkt wurde.
Erst mit dem Aufkommen des Internets ( wann war das? Mitte der 90er? ); ich war als Computerfreak von Anfang an dabei, dauerte es nicht lange, dass ich nach dieser Thematik recherchierte. Sofort stiess ich auf entsprechende Foren. Eines der ersten Foren diesebezüglich, die mir bekannt wurden, war das Transgener-Forum in Östereich. Dort las ich, ähnlich wie hier im Forum heute, Berichte über Outdoor-Erlebnisse und Beschreibung von Begrifflichkeiten. Es wurde der Begriff Transvestitismus erklärt und auch der Begriff Transsexualität. Und auch der Unterschied. So lass ich Berichte von Transsexuellen und von Transvestiten.
Da ich die sexuelle Komponente nicht so massgebend empfand, wie es meist bei Berichten von Transvestiten geschildert wurde, insbesondere war das der Fall im Bereich von "forced feminisation" habe ich anfangs, und später auch immer mal wieder Transsexualität für mich in Betracht gezogen. Aber eine Sache lies mich immer wieder davon ab. Die Tatsache, dass ich immer wieder nur Berichte las, in denen Transsexuelle "leiden" würden. Dass sie ihren Penis abgrundtief hassen würden. Dass sie den unbedingt loswerden müssten und schon oft mit Messer in der Hand überlegten, es selbst zu erledigen. Das war bei mir nie der Fall. Ich habe meine Genetalien nicht verabscheut. Ich habe mich nicht davor geekelt.
Erst viele Jahre später, auch wieder bei der Lektüre von Berichten im Internet (ich las später, so in den Jahren ab 2003 etwa, immer wieder auch Fachberichte von Psychologen und Fachleuten), las ich davon, dass es das noch mehr Facetten gibt. Zwischenbereiche, fliessende Übergänge. Ich erführ von Transsexuellen, dessen Transsexualität sich anscheinden aus einem transvestitischen Fetischismus entwickelt zu haben schien.
Ich las Schalgabtausche von Professoren, die sich darüber ausliessen, ob sich eine Transidentität aus einem Transvestitismus entwickeln kann, ober ob der Transvestitismus eine Vorstufe (oder Symptom) einer ohnehin von Anfang an vorhandenen, aber nicht sofort zum Vorschein gekommenen Transsexualität sei.
Ich allerdings, so war mir klar, dass ich mich da finden würde. Denn das sexuelle Interesse am Frausein wich mehr und mehr davon. Aber der Neid auf alle Frauen, wegen deren weiblichen Erscheinungsbild, der Kleidung, ja einfach der Neid auf deren Weiblichkeit wuchs stärker denn je. So ca. seit 2007 konnte ich keinen einzigen Schritt mehr aus dem Hause machen, ohne jeder Frau, der ich begegnete, neidvoll hinterherzublicken.
Es war vorgekommen, dass ich ein ernstes Gespräch mit meiner jeweiligen Partnerin bekam, weil sie merkte, dass ich mal anderen Frauen hinterhersah. Aber ich wagte ja nicht, zu sagen, dass ich das aus Neid tat.
Eigentlich liess ich vor ca. 5 bis 7 Jahren die Transseualität für mich zu. Ich gestand sie mir ein. Aber ich habe mich nicht geoutet und mich keinem Psychologen anvertraut und keine Transistion angestrengt, weil ich Angst davor hatte, alleine leben zu müssen. Denn ich wollte immer einen liebenden Partner um mich wissen. Meine Beziehungen hielten leider alle nicht. Meine Transsexualität hat vermutlich ihren Teil dazu beigetragen, dass die Beziehungen scheiterten.
Vor etwa 5 bis 7 Jahren begann etwas zu kippen: Der Wunsch, eine Frau zu sein, mich nicht mehr verstellen zu müssen wuchs allmählich über den Wunsch nach Partnerschaft. In 2007 / 2008 habe ich im Second Life einen weiblichen Avatar geschaffen und habe viele Monate eine Shopping Mall geleitet, als Frau und (im Gegensatz zu vielen anderen, die das versuchten) bin ich nie aufgeflogen oder habe mich verdächtig gemacht, im realen Leben ein Mann zu sein.
Nachdem ich 2010 meine letzte Beziehung beendet hatte, zog ich mich für ca. 9 Monate ins Second Life zurück. Ich nahm an einem GOR Rollenspiel teil und spielte zunächst als Sklavin. Dort war es bekannt, dass häufig Männer Frauenrollen spielten und auch versuchten sich als Real-Frau auszugeben. Aber es wurde belächelt, weil jeder spätestens nach einigen Tagen oder Wochen eh auffliegen würde. Das war bei mir nicht so. Erst nach Monaten, als ich mich mit vielen schon angefreundet hatte und auch Dinge aus dem realen Leben erzählt wurden, habe ich mich denen offenbart, weil ich ein schlechtes Geweissen bekam, denn mir wurde viel Vertrauen entgegen gebracht.
Zunächst wurde mir das nicht geglaubt. Ich musste Fotos zeigen um klarzumachen, dass ich wirklich ein Mann war.
Erstaunlicherweise wurde das nur zur Kenntniss genommen und ich wurde nach wie vor wie selbstverständlich als Frau behandelt. "Nee, das passt nicht, du bist manchmal viel zu zickig. Für mich bist du die Johari, auch wenn dir da was zwischen den Beinen baumelt."
Da ich mich nur noch in diese virtuelle Welt flüchtete und mein reales Leben darunter zu leiden begann, fasste ich Anfang 2012 den Entschluss mich zu outen und meinen Weg zu gehen.
LG
Julia
Ich finde es immer sehr traurig, wenn jemand wohl die TS für sich erkannt hat, aber sich in einer Situation sieht, der nicht nachgeben zu können, wegen familiären oder beruflichen Gründen. Ich bin sicher, manchmal kann es sein, dass man allen Barrieren zum Trotz, seinen Weg gehen muss.Ulrike-Marisa hat geschrieben:... ohne dass ich allerdings durch meine fämiliäre Bindungen alles möglich machen kann, bzw. einen vollständigen TS-Weg als Frau beschreiten könnte; CD/TV sind da nicht so meine Richtung.
Edit hat noch Tippfehler beseitigt.
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marabella68
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Also ich dachte auch lange Zeit, dass es sowas wie mich nicht nochmal gibt. Wirklich erst mit dem Aufkommen des Internets wurde mir bewusst das ich nicht der einzige bin, der aus sexueller Lust Frauenkleidung anzieht und wieviele es mit dieser Neigung vermutlich gibt. Für mich war das Crossdressen aber ohnehin immer eher ein Ersatz für das Fehlen einer Frau an meiner Seite.
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
.
Zunächst einmal vielen Dank für eure Beiträge! Ich hole diesen Thread aus aktuellem Anlass noch einmal hervor, weil an anderer Stelle (Manchmal echt frustrierend "¦) dieses Thema gestreift wurde. Interessant finde ich, auf welche Informationsquellen ihr so zurückgegriffen habt.
Ein wenig erstaunlich an der Sache ist, dass dort wo wir eigentlich etwas fürs Leben hätten lernen sollen, nämlich im der Schule, nichts von dem rübergekommen ist. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass während meiner Schulzeit jemals Begriffe wie Transvestit oder Transsexualität gefallen sind. Das ist aber schon 40 Jahre her.
Ich möchte die Frage deshalb mal an die jüngere Generation unter uns, denen die Schule noch frisch in Erinnerung ist, weitergeben: Wie sieht das heute aus? Wurde unsere Problematik überhaupt einmal erwähnt? Oder haben die Verantwortlichen dafür in den letzten Jahrzehnten nichts dazugelernt?
Zunächst einmal vielen Dank für eure Beiträge! Ich hole diesen Thread aus aktuellem Anlass noch einmal hervor, weil an anderer Stelle (Manchmal echt frustrierend "¦) dieses Thema gestreift wurde. Interessant finde ich, auf welche Informationsquellen ihr so zurückgegriffen habt.
Ein wenig erstaunlich an der Sache ist, dass dort wo wir eigentlich etwas fürs Leben hätten lernen sollen, nämlich im der Schule, nichts von dem rübergekommen ist. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass während meiner Schulzeit jemals Begriffe wie Transvestit oder Transsexualität gefallen sind. Das ist aber schon 40 Jahre her.
Ich möchte die Frage deshalb mal an die jüngere Generation unter uns, denen die Schule noch frisch in Erinnerung ist, weitergeben: Wie sieht das heute aus? Wurde unsere Problematik überhaupt einmal erwähnt? Oder haben die Verantwortlichen dafür in den letzten Jahrzehnten nichts dazugelernt?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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nicole.f
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Wow, welch' eine Biografie da durchscheint!ab08 hat geschrieben:Hallo,
nur einige Schlaglichter,
In der Jugend bis zum Abitur las ich sehr viel. Freud, Jung, Masters und Johnson, den Kinsey-Report, Günter Amendt, etc und leider auch Bücher von Tätern, wie z.B. Prof. Dr. John Money ("Männlich/Weiblich" , "Körperlich-sexuelle Fehlentwicklungen" erschienen damals bei rororo sexologie). Auch Simone de Beauvoir ging in "Das andere Geschlecht" 1949, auf deutsch bei Rowolt 1951 unter anderem auf TS ein.
Ab Mitte der 60er Jahre verbrachte ich die großen Ferien häufig bei der im Lehrberuf tätigen Verwandschaft in Paris... Nach 1968 war dort die Atmosphäre offen und aufgeschlossen auch gegenüber den Themen. In London / Soho, wo ich ab 1967 auch circa alle zwei Jahre war, waren Broschüren und ähnliches am Randbereich des Rotlichtbezirks erhältlich. Es gab Möglichkeiten, sich outfitmäßig ausstatten zu lassen, was mein Budget aber nicht zuließ. TS sah ich in Soho bzw. Paris einige... Intensivere Gespräche hatte ich erst im Sommer 1974 in der SHG in der Christopher Street in Manhattan und danach in San Franzisko. Selbstgemachte Broschüren und Hilfen für Betroffene sah ich daher schon in den 70er Jahren "Sexuelle Revolution". Deutsch/englischsprachige Bücher (Magnus Hirschfeld etc.), die damals in den Ursprungsländern kaum erhältlich waren, fand ich in kleinen Buchhandlungen im Pariser Studentenviertel Quartier Latin, da ich mich auskannte... So suchte ich ständig nach Informationen, gleichzeitig versuchte ich aber, die eigene TS zu verdrängen.
LG
ab
Du hast nicht zufällig schon Memoiren in der Schublade? Die würde ich zu gerne lesen.
Gerade zu der Zeit als Du dort warst, waren alle diese Orte hochgradig spannend! Ein flippiges Soho, das Paris während der Studentenrevolten (mit dem jungen Cohn Bendit
Das muss eine unheimlich aufregende Zeit gewesen sein? Damals befand sich die Gesellschaft ja weltweit praktisch im Aufbruch - alles wurde in Frage gestellt, bishin zur reinen Existenz an sich
Darüber würde ich zu gerne mal einen Kaffee Plausch mit Dir halten - das wäre bestimmt irre spannend!
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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Anni
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
" ... EINEN Kaffee - Plausch darüber halten ... "
na da muß die Kaffeekanne aber groß sein !!!
LG von frecher Anni
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LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Hallo AndreaAndrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Z......
Ein wenig erstaunlich an der Sache ist, dass dort wo wir eigentlich etwas fürs Leben hätten lernen sollen, nämlich im der Schule, nichts von dem rübergekommen ist. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass während meiner Schulzeit jemals Begriffe wie Transvestit oder Transsexualität gefallen sind. Das ist aber schon 40 Jahre her.
....
Das war bei mir auch nicht anders. Ich glaube aber, das dies die Schule auch nicht leisten kann. Die Lehrer habe genug damit zu tun die Schüler für die Zeit nach der Schule fit zu bekommen - in Bereichen die sie direkt betreffen. Da bleibt für spezial Themen keine Zeit.
Liebe Grüße
Kerstin
Sag mal - gehts noch???DWT_Uschi hat geschrieben:.....Bayern ist zwar immer noch verlogen und rückständig, ....
lg Uschi
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
ich hab mich für meine neigungen jahrzehnte extrem geschämt und wollte über das thema gar nichts wissen.
ich hab mich also auch nie informiert.
erst in den letzten jahren versuche ich mich nach und nach "schlau" zu machen.
liebe grüße
eilin
ich hab mich also auch nie informiert.
erst in den letzten jahren versuche ich mich nach und nach "schlau" zu machen.
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nicole.f
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Re: Woher habt ihr euer Wissen über CD/TV/TS?
Ach was, was ist da schon frech dranAnni hat geschrieben:" ... EINEN Kaffee - Plausch darüber halten ... "
na da muß die Kaffeekanne aber groß sein !!!![]()
LG von frecher Anni
Vermutlich bräuchte es wohl wirklich eine große Kanne, ja! Oder erst Kaffe und später umschwenken auf Pastis und Rotwein?
Wäre bestimmt ein spannender Tag!
Liebe Grüße
nicole
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