21.12.2012
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Nicoletta
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21.12.2012

Post 1 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Hallo in die Runde!

Crossdressing ist ja nicht der gesamte Lebensinhalt, und wir hatten ja auch schon Themen, die davon ganz weit entfernt waren. Dieser Tage gibt es, außer dem unausweichlichen Thema des weihnachtlichen Konsumrauschs, eigentlich nur noch eines von längerfristiger Bedeutung, nämlich den angeblichen Weltuntergang am 21.12.2012. Bevor jetzt alle schreien "Was für ein Quatsch", bitte ich um Geduld, meinen Überlegungen zu folgen:

- Um das ominöse Datum rankt sich vieles, wobei das Datum selbst, wenn ich es recht verstanden habe, vom Maya-Kalender bezogen wird, der dann eben gerade endet. Von dem Datum halte ich soviel wie vom 31.12.1999 als Weltende. Davor habe ich jedenfalls keine Angst.

- Dann gibt es da haufenweise Prophezeiungen von Hopi über Nostradamus bis zu Edgar Cayce, die leider alle daran kranken, nicht näher datierbar zu sein.

- Dann gibt es allerlei sehr mystische Spekulationen um Aufstieg in höhere Sphären, die mir so mystisch vorkommen, dass ich bezweifle, dass ihre Autoren sie überhaupt verstanden haben.

- Und dann gibt es da einen Rest, der mich nachdenklich macht. Auch hier überlagern sich vielfältige nicht nachprüfbare Informationen aus angeblich sicherer Quelle, Kontaminationen altorientalischer Mythologie mit moderner Astronomie, ein schwer zu entwirrender Knoten. Aber vielleicht gibt es ja unter uns jemanden, der einen besseren Durchblick hat:

Ich lese von einem Planeten X bzw. einem braunen Stern bzw. Nibiru, finde Größenangaben (4-8 mal Erdgröße), Angaben zur Umlaufzeit (3600 Jahre) und viel Spekulation, was die Nähe dieses Himmelskörpers zur Erde alles bewirken soll oder könnte. Dazu Nachrichten, uns freundlich gesinnte Aliens seien gerade deshalb verstärkt zur Zeit hier, um uns in dieser schwierigen Phase unserer Geschichte zu unterstützen. Mal heißt es, die NASA streite alles ab, dann wieder, die NASA bestätige die Existenz eines solchen Himmelskörpers, dann werden Fotos ins Netz gestellt, auf denen Nibiru (ich bleibe jetzt mal bei diesem hübschen Namen, der natürlich nicht sumerisch, sondern akkadisch ist) neben der Sonne zu sehen ist, die berühmte zweite Sonne mancher Prophezeiung oder die Schwarze Sonne anderer Couleur.

Mir ist klar, dass, wenn wirklich die Existenz der Menschheit durch solch einen Himmelskörper bedroht sein sollte, die Menschheit durch NASA oder Regierungsstellen davon nichts erfahren würde, denn es gäbe keine Rettung, höchstens für eine Handvoll Eingeweihter Regierender in irgendwelchen Bunkern, die aber hinterher eher bedauern dürften, dass sie haben überleben wollen, um wieder in der Steinzeit anzufangen. Auf offizielle Verlautbarungen ist also nichts zu geben. Ich halte es daher für glaubhaft, dass solch ein Himmelskörper tatsächlich existiert. Himmelskörper müssen sich auf bestimmbaren Bahnen bewegen, und dazu gibt es Theorien, zu deren Wahrscheinlichkeit ich mich nicht äußern kann. Mal heißt es, es sei eine sehr exzentrische Bahn um die Sonne, mal, es handele sich um einen Planeten, der zwei Sonne (unsere und Sirius????) umkreise (scheint mir zu weit weg für nur 3600 Jahre). Vor allem aber kehrt solch ein Himmelskörper immer wieder, und das scheint mir bisher im Internet unbeachtet geblieben zu sein. Wenn die Umlaufzeit um die Sonne von ca. 3600 Jahren stimmt, dann hat die Erde die "bevorstehende Katastrophe" schon oft überlebt. Niemand scheint in die Geschichte zu schauen, um zu sehen, was denn von 3600, 7200, 10800 Jahren usw. passiert ist. Ein paar Anhaltspunkte könnte es geben:

- Untergang der minoischen Kultur um 1500 v.Chr., meist in Zusammenhang gebracht mit dem Ausbruch des Vulkans auf Thera um 1625 v.Chr. und einem schweren Erdbeben 50 Jahre später (um 1575 v.Chr.), Beginn der altorientalischen Großreiche um 1554 v.Chr.
- Beginn der indogermanischen Expansion um 5000 v.Chr., die voraussetzt, dass die älteren Kulturen geschwächt waren
- wahrscheinlichster Untergang von Atlantis um 10000 v.Chr.

In zwei dieser Fälle gibt es auslösende Naturkatastrophen, und damit müsste wahrscheinlich wieder gerechnet werden, aber keinen Untergang der Menschheit, vielleicht nicht einmal eine Rückkehr in die Steinzeit.

Ich stelle diese Überlegungen hier einfach einmal zur Diskussion. Warum hier? Weil hier Menschen versammelt sind, die tagtäglich im Widersrpuch zu Mehrheitsmeinungen überleben, die kritisch denken können und sich ein eigenes Urteil erlauben. Ich bin gespannt auf Eure Überlegungen.

Liebe Grüße,

Nicoletta
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Re: 21.12.2012

Post 2 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Nicoletta!
Nicoletta hat geschrieben:Hallo in die Runde!

Mal heißt es, es sei eine sehr exzentrische Bahn um die Sonne, mal, es handele sich um einen Planeten, der zwei Sonne (unsere und Sirius????) umkreise (scheint mir zu weit weg für nur 3600 Jahre).
Nicoletta
Das Sonnen nächste Gestirn ist Alpha Centaury, dass genau genommen ein Doppelgestirn ist.
Allerdingst reichen 3600 Jahre auch da nicht für einen Orbit eines Himmelskörpers.
Wenn dürfte es sich wohl eher um einen Himmelskörper aus der Oortschen Wolke oder dem Kuipergürtel handeln, der Heimat der Kometen.

In Deiner Auflistung fehlt ein Hinweis auf Yellow Stone, der Ausbruch ist genauso wie das Erdbeben von Istanbul überfällig, hat aber beides nichts mit der 3600 zu tun.
Das sind auch Naturkatastrophen.
Jetzt lese ich erst mal weiter.
Liebe Grüße
Verena
Zuletzt geändert von Sabrina Verena am Sa 1. Dez 2012, 22:34, insgesamt 2-mal geändert.
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exuser-12-02-2013

Re: 21.12.2012

Post 3 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013 »

Hallo,
das ist ein echt interessantes Thema, zu dem ich nur zu gern meinen Senf dazu geben möchte.
Zuerst etwas, das mich schön länger stört: Die NASA ist nicht die einzige Raumfahrtagentur, und Wissenschaftler gibt es nicht nur in den USA. Ok, die ESA ist ein Papiertiger, aber dass USA, Russland und China gemeinsam soetwas geheimhalten ist doch sehr weit hergeholt.
Gibt es einen solchen Planeten? In den letzten zehn Jahren wurden viele recht große Zwergplaneten (bis zu 1000 km groß) entdeckt, aber solch stark exzentrische Umlaufbahnen sind sehr unwahrscheinlich, denn Saturn und besonders Jupiter üben eine enorme Gravitation aus. Solche Bahnen sind einfach zu instabil.
Wenn es in zwei Wochen so weit sein sollte, dann müsste man längst diesen Planeten in Observatorien sehen. Und wenn das ding wirklich acht mal schwerer als die Erde sein soll, dann kann es jeder Amateurastronom sehen, selbst wenn Planet X im Aphel steht. Die meisten Kometenentdeckungen werden von Amateuren gemacht, so ein riesiger Himmelskörper kann niemandem entgangen sein. Die Regierung kann nicht alle Astronomen zum Schweigen bringen ohne das wir was merken.
Nein, ich glaube nicht an diesen Weltuntergang. Wenn unsere Zivilisation schon untergeht, dann ist es auf unserem Mist gewachsen.
Nicoletta hat geschrieben: Wenn die Umlaufzeit um die Sonne von ca. 3600 Jahren stimmt, dann hat die Erde die "bevorstehende Katastrophe" schon oft überlebt. Niemand scheint in die Geschichte zu schauen, um zu sehen, was denn von 3600, 7200, 10800 Jahren usw. passiert ist.
Nicht böse sein, aber das ist etwas unlogisch. Wenn dieser Planet eine Katastrophe ausgelöst haben sollte, dann wäre es eine, die alles Leben vernichtet hätte, nicht nur der untergang von ein paar Völkern. Es wäre entweder zur Kollision gekommen, oder zu einer starken Änderung der Erdumlaufbahn. Auf jeden Fall nicht zu einem läppischen Vulkanausbruch.

liebe Grüße
Sophie

PS: Das dieser Planet die Sonne und Sirius umkreisen soll ist Blödsinn. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer!
Sabrina Verena
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Re: 21.12.2012

Post 4 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Danke Sophie! Du sprichst mir von der Seele.
Liebe Grüße
Verena
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exuser-12-02-2013

Re: 21.12.2012

Post 5 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013 »

Freut mich, dass es dir gefällt, Verena :)
einen schönen Abend noch!
Nicoletta
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Re: 21.12.2012

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Hallo,

zunächst Dank an alle Beiträger, besonders an Sophie, die ich mir hier herausgreife, weil doch Bedarf an Kommentierung besteht.
Sophie_90 hat geschrieben: Zuerst etwas, das mich schön länger stört: Die NASA ist nicht die einzige Raumfahrtagentur, und Wissenschaftler gibt es nicht nur in den USA. Ok, die ESA ist ein Papiertiger, aber dass USA, Russland und China gemeinsam soetwas geheimhalten ist doch sehr weit hergeholt.
Prinzipiell richtig, aber Nibiru soll ein brauner Zwerg sein, d.h. mit sehr geringer Leuchtkraft und daher nicht so leicht zu entdecken.
Sophie_90 hat geschrieben: Gibt es einen solchen Planeten? In den letzten zehn Jahren wurden viele recht große Zwergplaneten (bis zu 1000 km groß) entdeckt, aber solch stark exzentrische Umlaufbahnen sind sehr unwahrscheinlich, denn Saturn und besonders Jupiter üben eine enorme Gravitation aus. Solche Bahnen sind einfach zu instabil.
Wie stark exzentrisch ist die Frage. Die Idee mit Sirius beruht eher auch babylonischer Mythologie und ist in der Tat nicht glaubhaft.
Sophie_90 hat geschrieben: Wenn es in zwei Wochen so weit sein sollte, dann müsste man längst diesen Planeten in Observatorien sehen. Und wenn das ding wirklich acht mal schwerer als die Erde sein soll, dann kann es jeder Amateurastronom sehen, selbst wenn Planet X im Aphel steht. Die meisten Kometenentdeckungen werden von Amateuren gemacht, so ein riesiger Himmelskörper kann niemandem entgangen sein. Die Regierung kann nicht alle Astronomen zum Schweigen bringen ohne das wir was merken.

S.o., also vielleicht lange nicht entdeckt trotz der Größe. Andererseits gibt es im Internet Fotos, auf denen eine "zweite Sonne" zu sehen ist. Wie zuverlässig solche Aufnahmen sind, kann ich nicht beurteilen, vor allem auch nicht die Deutung.
Sophie_90 hat geschrieben: Nein, ich glaube nicht an diesen Weltuntergang. Wenn unsere Zivilisation schon untergeht, dann ist es auf unserem Mist gewachsen.
Nicoletta hat geschrieben: Wenn die Umlaufzeit um die Sonne von ca. 3600 Jahren stimmt, dann hat die Erde die "bevorstehende Katastrophe" schon oft überlebt. Niemand scheint in die Geschichte zu schauen, um zu sehen, was denn von 3600, 7200, 10800 Jahren usw. passiert ist.
Nicht böse sein, aber das ist etwas unlogisch. Wenn dieser Planet eine Katastrophe ausgelöst haben sollte, dann wäre es eine, die alles Leben vernichtet hätte, nicht nur der untergang von ein paar Völkern. Es wäre entweder zur Kollision gekommen, oder zu einer starken Änderung der Erdumlaufbahn. Auf jeden Fall nicht zu einem läppischen Vulkanausbruch.

Das Szenario einer Kollision der Erde mit Nibiru ist extrem und nach der bisherigen Menschheitsgeschichte nicht zu erwarten. Wie gesagt, wenn Nibiru alle ca. 3600 Jahre die Erde passiert, hat die Menschheit die Passagen bisher irgendwie überlebt. Also keine Kollision, aber die Nähe eines so massereichen Himmelskörpers muss Auswirkungen auf die Erde haben, die sich in Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Verzögerung der Erdrotation, Polsprüngen und Änderungen der Erdumlaufbahn auswirken können. Läppisch ist das sicher nicht, aber auch nicht das Ende der Menschheit. Wenn wir für frühere Passagen nur so bruchstückhaft Kenntnis von in etwa passenden historischen Ereignissen haben, liegt das daran, dass uns solche Ereignisse wie plötzliche Untergänge von Zivilisationen nur bei bekannten Kulturen auffallen, von ähnlich katastrophalen Ereignissen in Regionen, aus denen wir keine historischen Kenntnisse haben (Antarktis, Zentralasien usw.) wissen wir davon einfach nichts, es kann sie aber dennoch gegeben haben. Dass die Antarktis nicht immer den Südpol bildete, dürfte inzwischen gesicherte Erkenntnis sein.

Bin gespannt auf weitere Beiträge. Ich verabschiede mich erst einmal und wünsche eine gute Nacht,

Nicoletta
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Re: 21.12.2012

Post 7 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Nicoletta!
Ich möchte Dir an Dieser Stelle ein paar Literatur Emphehlungen geben "Historische Geologie" von Stphen M. Stanley in der deutschen Fassung von Volker Schweizer im Spektrum Verlag, "Germanische Stammeskunde" von Ernst Schwarz im VMA Verlag, "Die Indoeuropäer" von Harald Haarman im C.H.Beck Verlag, "Astronomie" Deiters, Pailer, Deyerler im Contmedia Verlag, "Die Gescichte des Lebens auf der Erde" von Douglas Palmer Primus Verlag, "Die Ursprünge des Menschen" von Douglas Palmer Bucher Verlag.
Hier findest Du eine Menge Hinweise und Informationen.
Was Nibirus betrifft, besteht noch Forschungsbedarf, aber einen Untergang wird er nicht bringen. Was die Zeit vor 3600 Jahren betrifft gab es bereits Indoeuropäische Völker wie die Italiker oder Veneter in Europa. Herrschend war die Megalithgrabkultur in Europa. Ägypten existierte bereits, aber die letzten Wollhaarmamuts, die isoliert bis ca. 2000 vor CHr. auf einer sibirischen Insel überlebt hatten, waren bereits ausgestorben.
Liebe Grüße
Verena
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Re: 21.12.2012

Post 8 im Thema

Beitrag von Lina »

Nicoletta hat geschrieben:Hallo in die Runde!

...
Ich lese von einem Planeten X bzw. einem braunen Stern bzw. Nibiru, finde Größenangaben (4-8 mal Erdgröße), Angaben zur Umlaufzeit (3600 Jahre) und viel Spekulation, was die Nähe dieses Himmelskörpers zur Erde alles bewirken soll oder könnte. Dazu Nachrichten, uns freundlich gesinnte Aliens seien gerade deshalb verstärkt zur Zeit hier, um uns in dieser schwierigen Phase unserer Geschichte zu unterstützen. Mal heißt es, die NASA streite alles ab, dann wieder, die NASA bestätige die Existenz eines solchen Himmelskörpers, dann werden Fotos ins Netz gestellt, auf denen Nibiru (ich bleibe jetzt mal bei diesem hübschen Namen, der natürlich nicht sumerisch, sondern akkadisch ist) neben der Sonne zu sehen ist, die berühmte zweite Sonne mancher Prophezeiung oder die Schwarze Sonne anderer Couleur.
,,,,

Liebe Grüße,

Nicoletta
Dass es KEINEN Planeten geben sollte, der den Vorgaben entspricht, wäre wohl auch ziemlich unwahrscheinlich. Wohl auch mehrere.

Was willst du überhaupt mit den ganzen "Profezeiungen"? Zum x-ten Mal wird der Weltuntergang vorausgesagt - baiert auf irgend welchen Hopi, Maya oder Nostradamus-Profezeiunten. Und den Quatsch nimmst du Ernst?
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Re: 21.12.2012

Post 9 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Annika.B hat geschrieben:Hallo in die Runde,

weil ja dieser Tage gerne auf den Maya-Kalender verwiesen wird, ein kleiner Hinweis dazu: Dieser "endet" nicht am 21.12.2012, wie vielfach behauptet wird, sondern er fängt wieder von vorne an. Das ist im Prinzip nichts anderes als Sylvester, nur eben auf einer etwas größeren Zeitskala. Kein Grund zur Panik also, sondern eine gute Gelegenheit dieses Jahr zweimal die Sektkorken knallen zu lassen :)p

Liebe Grüsse,
Annika
(smili)
Entschuldige bitte, Annika, aber habe nichts anderes gesagt und selbst den Vergleich mit Silvester 1999 gebracht. Mir kam es gerade darauf an, zwischen Panikmache und vielleicht doch ernst zu Nehmendem zu unterscheiden. Ansonsten viel Spaß mit dem Sekte,

Nicoletta
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Re: 21.12.2012

Post 10 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Lina hat geschrieben:
Was willst du überhaupt mit den ganzen "Profezeiungen"? Zum x-ten Mal wird der Weltuntergang vorausgesagt - baiert auf irgend welchen Hopi, Maya oder Nostradamus-Profezeiunten. Und den Quatsch nimmst du Ernst?
Liebe Lina,

ob alles Quatsch ist, das eben möchte ich gerne wissen. Leider wird ja immer alles in einen Topf geschmissen. Wenn man aber einmal von Prophezeiungen à la Nostradamus, Edgar Cayce und vielen anderen mehr, die sich nicht datieren lassen und deren möglicher Wahrheitsgehalt immer erst im Nachhinein feststellen lässt, absieht, bleibt doch ein Rest, den man auch ernster nehmen darf. Dass die Erde viele Male durch kosmische Ereignisse betroffen worden ist und mehrere Male das Leben auf unserem Planeten fast ausgelöscht worden ist, wird ja wohl inzwischen allgemein anerkannt. Dass solche Großereignisse auch heutzutage möglich sind, hat man vor ein paar Jahren gesehen, als Schumacher (hieß der so?) auf den Jupiter gestürzt ist. Kürzlich las ich noch einen Artikel, dass alle heute auf der Erde lebenden Menschen die Nachfahren von wenigen Tausend Menschen sind, die vor 50 000 Jahren (bei der Jahreszahl bin ich nicht sicher, aber es war recht nahe) abstammen sollen, was bedeutet, dass die Menschheit schon einmal bis auf ein paar tausend Individuen ausgestorben war, warum auch immer. Ich würde daher die ganze Aufregung um Nibiru, Planet X usw. nicht sofort als Quatsch vom Tisch wischen. Andererseits ist es ziemlich müßig, darüber zu spekulieren, denn in Sicherheit bringen kann man sich bestimmt nicht, außerdem würden bei einem Neuanfang der Menschheit nach einer globalen Katastrophe sicher andere Qualitäten erforderlich sein als die, die ich vorzuweisen habe (zu alt, Brillenträger, falsche Zähne, schlechtes Gehör, Kenntnisse in Sprachen, die dann kein Mensch mehr spräche und Wissen über die Geschichte untergegangener Kulturen, nichts, was für einen Neuanfang von Nutzen wäre).
Schönen Sonntag,
Nicoletta
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Re: 21.12.2012

Post 11 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Sabrina Verena hat geschrieben:Hallo Nicoletta!
Ich möchte Dir an Dieser Stelle ein paar Literatur Emphehlungen geben "Historische Geologie" von Stphen M. Stanley in der deutschen Fassung von Volker Schweizer im Spektrum Verlag, "Germanische Stammeskunde" von Ernst Schwarz im VMA Verlag, "Die Indoeuropäer" von Harald Haarman im C.H.Beck Verlag, "Astronomie" Deiters, Pailer, Deyerler im Contmedia Verlag, "Die Gescichte des Lebens auf der Erde" von Douglas Palmer Primus Verlag, "Die Ursprünge des Menschen" von Douglas Palmer Bucher Verlag.
Hier findest Du eine Menge Hinweise und Informationen.
Was Nibirus betrifft, besteht noch Forschungsbedarf, aber einen Untergang wird er nicht bringen. Was die Zeit vor 3600 Jahren betrifft gab es bereits Indoeuropäische Völker wie die Italiker oder Veneter in Europa. Herrschend war die Megalithgrabkultur in Europa. Ägypten existierte bereits, aber die letzten Wollhaarmamuts, die isoliert bis ca. 2000 vor CHr. auf einer sibirischen Insel überlebt hatten, waren bereits ausgestorben.
Liebe Grüße
Verena
Liebe Verena,
danke für die Literaturtipps, aber ich bin da eigentlich ganz gut gerüstet. Meine akademischen Lehrer würden mir nie verzeihen, wenn ich die Indogermanen erst vor 3600 Jahren hätten wandern lassen wollen, wenn Du meinen Beitrag nochmals liest, wirst Du sehen, dass ich einen Zusammenhang eher bei der vorausgegangenen Passage erwogen habe, also vor 7200 Jahren. In meiner Studienzeit setzte man das Indogermanische immer noch um 4000 v.Chr. an, heute mindestens 1000 Jahre früher, so dass ich da nicht so verkehrt liege.
Vile Grüße,
Nicoletta
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exuser-12-02-2013

Re: 21.12.2012

Post 12 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013 »

Hallo
ich würde noch mal gern auf den Planeten zurückkommen.
Nicoletta hat geschrieben:Prinzipiell richtig, aber Nibiru soll ein brauner Zwerg sein, d.h. mit sehr geringer Leuchtkraft und daher nicht so leicht zu entdecken.
Zur Erklärung, falls manche nicht so sehr mit Astronomie vertraut sind, es handelt sich nicht um einen kleinwüchsigen NPD-Politiker, sondern um einen Stern, der zu klein war um die Kernfusion in Gang zu bringen. Deshalb leuchtet er nicht so hell wie ein normaler Stern, aber dennoch heller als ein Planet, der überhaupt kein Licht erzeugt sondern nur reflektiert. Will damit sagen: Wenn Amateurastronomen Kometen (noch ohne Schweif!) entdecken können, dann können sie sicher auch eine Gaskugel größer als Jupiter entdecken.
Zweistens: Astronomie wird heute längst nicht nur mehr mit den Augen gemacht. Jedes Objekt strahlt Wärmestrahlung aus, und zwar umso kurzwelliger, je heißer es ist. Und selbst die allerkältesten braunen Zwerge (die extrem selten sind) sind etwa 300K warm (~30-°C), also im IR gut zu sehen.
Dritter Punkt: Wenn ein Himmelskörper, der so groß ist, alle 3600 a quer durchs Sonnensystem ziehen soll (Das Perihel soll etwa 1 AE, das Aphel etwa 400 AE betragen), dann wären die Plantetenbahnen längst nicht so regelmäßig. Das ist auch der Grund, warum es in Doppelsternsystemen dieses Typs weder Leben, noch überhaupt Planeten geben kann.
Übrigens können wir diesen Punkt auch nachprüfen: Auf heavens-above.com die aktuellen Planetenpositionen raussuchen (bei Misstrauen ins Internet auch einen Himmelsalmanach zu rate ziehen) und abends die Position von Mars, Jupiter und Saturn überprüfen. Die Planetenbahnen lassen sich exakt vorrausberechnen und ein unbekannter, massereicher Himmelskörper muss einfach massive Abweichungen erzeugen.
Aber mal was ganz anderes: Wenn dieser Nibiru so unglaublich schwer zu entdecken sein soll, woher weiss man denn, das es ihn überhaupt geben soll? Diese 3600 Jahre sind als Grundlage einfach unzureichend, weil es erst seit 6000 Jahren aufzeichungen gibt. Um die Periode festzustellen braucht man zwei Ereignisse, dann blieben uns im schlimmsten Fall noch 400 Jahre.
Diese ganze Nibiru-Geschichte erinnert mich an eine andere Theorie, die die Regelmäßigkeit von Aussterbewellen auf der Erde erklären soll. Demzufolge umkreist die Sonne ein brauner Zwerg (allerdings kommt der nie näher als 95000 AE, das sind 1,5 Lichtjahre!), der immer wenn er im Perihel ist, Kometen aus der Oortschen Wolke "herauskatapultiert". Diese bewegen sich dann ins innere Sonnensystem und kollidieren manchmal mit der Erde. Aber das ist alles rein hypothetisch!
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Re: 21.12.2012

Post 13 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Nicoletta!
Vor 50000 Jahren begann die Ausbreitung des Homo Saphiens in Australien. Vor 70000 Jahren war er in Indien . Die Begegnung mit Homo Erectus, genauer Homo javensis und Homo florensis kann nicht ausgeschlossen werden. Woher stammt Deine Info vom fast Auststerben des Homo saphiens? Im Kaukasus wurde er vor 45000 Jahren belegt, von wo er sich nach Europa und Zentralasien ausbreitete, wobei er auf die beiden Unterarten des Homo neanderthalensis gestoßen ist. Der Kaukasus ist auch bei der späteren indoeuropäischen Expansion (Nicht indogermanisch!) Ursprungsgebiet, genauer wanderten die gemeisamen Vorfahren der Indoeuropäer und Uralier nach Norden. Der Homo saphiens hatte zwar mit der Eiszeit zu kämpfen, es war aber nicht der Homo saphiens, sondern Homo neanderthalesis, Homo javensis und Homo florensis, welche das Nachsehen hatten.
Zu den wiederholten mehrfachen fast Aussterben des Lebens, handelt es sich soweit Erkenntnisse vorliegen um klimatische und ökologische Zusammenhänge. Z.B. Perm- Trias- Grenze Entstehung Pangäa im Rahmen der aleghenische Orogenese. Im Gondwannaländischen Süden herschte Eiszeit. Der Lauruschische Norden war in Subtropischen Klimagürtel. Niedrigster Meeresspiegel in der Erdgeschichte, das Zechsteinmeer verdunstete, als Folge Evoporation. Sauerstoffmangel im verbliebenen Meereswasser führte zu Massensterben. Außerdem war das Wasser übersäuert weshalb Kalkschalen sich lösten und Molusken massenhaft starben (spätere Kalkablagerungen).
Nur mal grob zusammengefaßt als Beispiel.
Liebe Grüße
Verena
Zuletzt geändert von Sabrina Verena am So 2. Dez 2012, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 21.12.2012

Post 14 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013 »

Hallo
von diesem fast-aussterben habe ich auch schon irgendwo gelesen. Schuld soll ein Vulkanausbruch gewesen sein, der mit den ansgeworfenen Staubmassen die Sonne verdeckt hat. Dadurch wurde die Nahrungskette unterbrochen.
Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Toba-Katastrophen-Theorie
Ist allerdings unbewiesen.

liebe Grüße
Sophie
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Re: 21.12.2012

Post 15 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Sophie!
Es gab mehrere solcher Ereignisse. Das Aussterben der Saurier zum Beispiel kann in der zeitlichen Abfolge nicht eindeutig mit dem Yucatan Impact in Zusammenhang gebracht werden. Der Zerfall Pangäas weist aber auf eine tektonisch aktive Erde und dem zufolge hoher Vulkantätigkeit hin. Auch die spätere Subduktion der Tetis, welche durch den Zerfall Pangäas geöffnet wurde, hatte eine hohe Vulkantätigkeit zur Folge (Entstehung der Eifel) Die Subduktion der Tetis war der Anfang der alpinen Orogenese, welche bis heute anhält. Ich wohne nahe des Hohenzollerngrabens, ich weis wovon ich schreibe.
Liebe Grüße
Verena
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