Reformationstag - und Halloween
Reformationstag - und Halloween

Anne-Mette
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Reformationstag „ und Halloween

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ich muss zugeben - Reformationstag ist mir wichtiger als Halloween (smili)
Es treibt schon sonderbare Blüten - und es scheint alles geeignet sein, sich irgendwie vermarkten zu lassen.
"Halloween-Rabatt auf Nero Burning ROM 12" war heute in meinem Email-Postfach zu lesen. Eine Kerze in einem Kürbis hat ja wohl auch ein klein wenig mit "burning" zu tun - aber muss es gleich Rom sen? (smili)
Zum Reformationstag habe ich noch keine Werbe-Botschaft bekommen. Das wäre allerdings thematisch eher etwas für einen Baumarkt, hat doch Luther seine Thesen
am Tag vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt. Ob man das heute noch mit Nägeln machen könnte? Das wäre doch sicherlich Sachbeschädigung...
In der Schule haben wir viel über Luther gesprochen und ich muss sagen, er erschien mir als mutiger Mann!
Was würde Luther heute machen und was wären heute seine Thesen? Mit wem würde er sich anlegen? Hätte er eine Internetseite, oder würde er direkten Kontakt zu den Kirchengängern suchen?
Ich vermute mal, er würde sich auf alle Fälle nicht verstecken und auch heute mutig für seinen Glauben eintreten und schwarz auf weiß benennen, wo er die Feighheit sieht, die unter dem Deckmantel des (angeblich richtigen) Glaubens eine üble Brühe, bestehend aus Verleumdungen, Lügen und Bedrohungen über die Menschen auskippt, die diesen Glaubens-Normen nicht entsprechen.

Ich weiß nicht, ob heute Halloween-Läufer kommen. Nur zur Sicherheit habe ich ein paar Süßigkeiten eingekauft (smili)
Allerdings muss ich sagen, dass sich die Rummelpottläufer, die Silvester durch die Dörfer ziehen, viel mehr Mühe mit Verkleidung, Spruch oder Gesang )):m geben.
Die Halloween-Leute sagen immer nur "Süßes - sonst gibt's Saures" - nicht sehr originell.

Gruß
Anne-Mette
ab08
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 »

Alles Gute zum Reformationstag,
lieber Anne-Mette
und ein herzliches Danke für Deinen Beitrag!

Halloween und das Geschäft damit ist typisch für die heutige Zeit.
Für Historker /Sozialwissenschaftler wäre es sicher durchaus interessant, es näher zu untersuchen -
Über Ursachen & Folgen diskutieren, kann ich nicht, denn ich versteh viel zu wenig davon...
Andererseits beschäftigt mich - villeicht liegt es am Alter oder am Beruf - natürlich die steigende Oberflächlichkeit in der Gesellschaft, die sich hier zeigt.

Übrigens wurde ich evangelisch-lutherisch getauft und konfirmiert.
Protestantin blieb ich trotz Outing - Mich bestärkte, dass ich trotzdem bei manchen aus meiner Kirche Verständnis & Unterstützung fand.

Gerade heute, am Reformationstag, sollten wir alle*) uns auch an die Grundlagen des christlichen Glaubens erinnern :wink:
*) also nicht nur Protestanten!

Liebe Grüße
ab
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Marielle
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 3 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Tag zusammen,
Guten Tag Carat,
Er würde seine mittelalterlichen Theorien und Geschichten unter die Leute bringen wollen und ein behagliches Leben führen auf Kosten des Steuerzahlers.
Findest du nicht, dass das eine etwas merkwürdige Vermutung über das heutige Tun eines Menschen ist, der vor 500 Jahren seinen Ar.... riskiert hat, um gegen die fraglos üblen Umstände in der römischen Kirche zu opponieren?

Wo du dich selbst als "Ketzerin" bezeichnest: Hoffentlich musst du dich nie fragen was du tätest, wenn du in grauer Vorzeit auf Isabella und Ferdinand träfest :D


Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
exuser-23-02-2013

Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 4 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Wie war das noch? Vor 15 oder 20 Jahren kannten nur die Leute in Deutschland Halloween, die dies schon einmal in Amerika erlebt oder amerikanische Nachbarn hatten. Aber dann kam irgendjemand im Komplex Handel-Industrie auf die glorreiche Idee, dass sich damit Geld verdienen lässt, kann man schließlich nicht nur Süßigkeiten sondern auch Kostüme etc. verkaufen - und gegen diese geballte Macht ist der Verbraucher machtlos, da nutzt es auch nicht viel, wenn man die eigenen Kinder nicht mitziehen lässt, entspricht dieses "Fest" doch so gar nicht der "deutschen Leitkultur" (so eine Wortschöpfung gab es damals) und ist auch pädagogisch sehr fraglich, handelt es sich doch nüchtern betrachtet um eine ganz ordinäre Erpressung.

Da ist mir Luther weitaus sympathischer - nicht nur, weil ich Protestant bin, sondern auch, weil er den Mut hatte, Missstände in der bestehenden "gottgegebenen" Ordnung anzuprangern. Eine Kirchenspaltung hat er sicher nicht gewollt und auch sonst war er aus heutiger Sicht mit Sicherheit kein Revoluzzer, die Sache wurde aber zu einem Selbstläufer und für Luther sogar lebensgefährlich.
conny
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 5 im Thema

Beitrag von conny »

für mich ist heute reformationstag und ich finde es schlimm, dass der tag immer mehr von halloween überlagert wird. hier hat für viele mal wieder der kommerz gesiegt, der mit dem ganzen gruselkram ein neues geschäftsfeld entdeckt hat, obwohl es bei uns keine hierfür keinen traditionellen bezug gibt.

@sumpfhuhn
das mit der ordinären erpressung hat was. in unserem wohngebiet ist es dazu fast schon terror, wenn es vom einbruch der dunkelheit bis ca. 21.00 uhr fast ununterbrochen klingelt. als meine frau sagte, dass die süßigkeiten alle sind bekam sie die antwort: "wir nehmen auch geld"

@carat
geht's vielleicht noch platter?
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 6 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Leute!
Soweit ich weiss läßt sich Halloween auf die Kelten zurückführen. Ein Mondfest beim November Vollmond in Verbindung mit dem Totengericht. Hat somit also auch einenreligiösen Hintergrund. Weist aber kaum Einer.
Liebe Grüße
Verena
Nachtrag: Luther hatte übrigens auch seine Schattenseite. Er befürwortete die Hexenverfolgung und war auch gegen Juden und Moslems. Eine Haltung die nicht auf Gottes Wort beruht. Seine Bibelauslegung hat er damit also selbst in Frage gestellt.
LG
Verena
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 7 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Hallo zusammen,

also mit Reformationstag habe ich als Orthodoxe nichts zu tun, mit Halloween, das ja auch gar nicht mehr, wie dem Ursprung nach, ein Gedenken an alle (auch nicht zu heiligen) Toten ist (der Heiligen wird dann ja am Folgetag gedacht), sondern purer Kommerz, noch viel weniger. Der heutige Kalender kennt doch nur noch Halloween, Advent, Weihnachten, Silvester, Karneval, Valentintstag, Ostern (nicht Christi Auferstehung, sondern der Eier legende Hase ist gefragt), Muttertag, Vatertag (umfunktioniert aus Himmelfahrt) und Sommerurlaub. Kaum aus dem Sommerurlaub (September/Oktober allerdings) fand ich mich konfrontiert mit Adventsgestecken, Stollen, Schlitten usw. (bei 24-°C) ... Das ist nicht neu, aber jedes Jahr wieder abstoßend. Was Luther heute machen würde? Vielleicht doch aufräumen mit alledem wie Jesus im Tempel. Aber fünfzig Jahre später wäre alles wieder wie vorher, wissen wir doch aus der Geschichte. Eine nette Anekdote zur Ergänzung: Da das orthodoxe Osterfest mit dem westlichen meist nicht zusammenfällt, habe ich bei meinem akademischen Unterricht in der Regel darauf hingewiesen, dass zum (orthodoxen) Karfreitag meine Lehrveranstaltungen ausfielen (ich habe dann immer Urlaub genommen). Einmal fragte mich daraufhin eine Studentin, ob die Sitzung am Freitag vor Weihnachten ausfalle. Auf meine erstaunte Rückfrage meinte sie, ob da nicht auch Karfreitag sei? Eine andere fragte mich einmal, als ich das mit der ausfallenden Karfreitagssitzung sagte, was denn da passiert sei? Wen wundert dann noch die Kommerzialisierung?

Allen noch schöne letzte Minuten des Reformationstags, soweit es Euch betrifft, und ein besinnliches Fest aller Heiligen,

Nicoletta
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 8 im Thema

Beitrag von Lina »

Sabrina Verena hat geschrieben:Hallo Leute!
Soweit ich weiss läßt sich Halloween auf die Kelten zurückführen. Ein Mondfest beim November Vollmond in Verbindung mit dem Totengericht. Hat somit also auch einenreligiösen Hintergrund. Weist aber kaum Einer.
Liebe Grüße
Verena
Nachtrag: Luther hatte übrigens auch seine Schattenseite. Er befürwortete die Hexenverfolgung und war auch gegen Juden und Moslems. Eine Haltung die nicht auf Gottes Wort beruht. Seine Bibelauslegung hat er damit also selbst in Frage gestellt.
LG
Verena

Ja, korrekt, eigentlich ist es ein keltisches Neujahrsfest oder so. Das Ende eines Jahreszyklus, alles ist abgeerntet, Pflanzen "schlafen ein" oder stellen sich tot bis zum nächsten Frühling, es wird kalt, geschwächte Tiere und manchmal auch Menschen werden den nächsten Frühling nicht sehen. U.a. deshalb hielt man zu dieser Zeit die Trennung zwischen unserer Welt und der Anderswelt besonders leicht durchdränglich ... ob man damit rechnete dass jemand aus der Anderswelt kurz zu besuch kommen konnte? Vielleicht. Bei den Kelten rannten in der Nacht auch junge Männer, weiß geschminkt durch die Gegend und machten ein bisschen Lärm.
Om man auch so eine Grusel-Show daraus machte, ist die Frage. Die hatten ein entspannteres Verhältnis zum Tod als Christen es haben. Christen sollen gefälligst ein bisschen Angst haben, denn da wird entschieden, wie schlimm die ganzen Sünden zu bewerten sind.
Kelten meinten, man geht in die Anderswelt, ruht sich eine Weile aus und kommt dann in einem neuen Körper zurück. (Das geht natürlich gar nicht - wie sollen die Respekt vor Kirche und Papst haben?)

---

Was du über Luther erzählst, wusste ich aber nicht. Schrecklich finde ich das. Andererseits bin ich nicht wirklich überrascht.
Yasmine
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 9 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Hallo zusammen,
für das gesunde Halbwissen hier mal ein Link. Da steht u. A. auch drin, woher der Name herkommt...

http://www.stern.de/lifestyle/lebensart ... 45520.html

Also ich finde das auch schade, dass das ganze Halloween so komerzialisiert ist.
Wir haben in den 90er angefangen, Halloween zu feiern, damals noch als Studenten und wir mussten alle Deko selber machen.
Das war noch was tolles, weil losgelöst von allem Komerz.

Mittlerweile ist das leider anders, aber trotzdem lasse ich mir die Feier mit Freunden nicht nehmen.
Schließlich macht das Verkleiden und das schaurige Einrichten des Hauses ja auch Spaß.
Und b. t. w. mein christlichen Hintergrund kennt man ja und ich kann Halloween trotzdem einfach feiern, weil's Spaß macht.

LG
Yasmine
Olivia
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 10 im Thema

Beitrag von Olivia »

Hallo zusammen,

Carat, ich muss Dir beipflichten — und auch zum Thema Reformationstag, evangelische Kirche und Luther etwas beisteuern:
Die evangelische Kirche Deutschlands, die bereits 1933 einen judenfeindlichen Arierparagrafen geschaffen hatte, veröffentlichte 1941 eine Bekanntmachung über die kirchliche Stellung evangelischer Juden, in der sie nicht nur die Schuld am Zweiten Weltkrieg ausschließlich den Weltjuden zuschrieb, sondern auch alle Bürger jüdischen Glaubens als "geborene Welt- und Reichsfeinde" beschimpfte. Den evangelischen Oberhirten war es unter diesen Umständen ein leichtes, sich auf Martin Luther zu berufen und dessen Forderung zu wiederholen, dass "schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen" seien.

Luther kann man gut finden, man muss es aber nicht.

Liebe Grüße von Olivia
exuser-23-02-2013

Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 11 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

@ Olivia

Bevor Du solche Dinge unreflektiert postest, solltest Du Dir die Arbeit machen und genauer recherchieren. Sehr schnell wirst Du darauf stoßen, dass die evangelische Kirche weit von einem einheitlichen Aufbau entfernt ist, den Du in der katholischen Kirche antriffst. Außerdem gab es bekanntlich heftige Auseinandersetzungen im Umfeld der Wahl des "Reichsbischofs", denn der spätere Amtsinhaber Ludwig Müller war bei der ersten Wahl unterlegen. Die Intrigen und Machenschaften führten aber zum Rücktritt und zur Neuwahl sowie letztlich zur Entstehung der Bekennenden Kirche (kontra Nationalsozialismus) sowie der Deutschen Christen (pro). Dauerhaft konnten die Deutschen Christen aber nicht Fuß fassen und nicht umsonst schloss das Regime nach Kriegsbeginn mit beiden Kirchen faktisch einen "Burgfrieden", weil man sich diese inneren Kämpfe nicht mehr leisten konnte.

Ansonsten gilt: In der Kirche sind auch nur Menschen am Werk - und Menschen machen Fehler. Der einzige Umstand, der wirklich kritikwürdig ist, ist der, dass es ein Dogma gibt, dass der Papst unfehlbar sei, was eben genau der allgemeinen Erkenntnis, dass Menschen Fehler machen, widerspricht. Leider tun sich immer wieder kirchliche "Mitarbeiter" schwer damit, dass sie eben auch mit Fehlern behaftete Menschen sind ...
Olivia
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 12 im Thema

Beitrag von Olivia »

Hallo Sumpfhuhn,

"¦es war zu wenig recherchiert, was ich geschrieben habe, nun gut, hier eine klitzekleine Auswahl, was weitere Recherche zu Tage fördern kann:

Am 20. November 1936 gelobten die evangelischen Landesbischöfe: "Wir stehen mit dem Reichskirchenausschuß hinter dem Führer im Lebenskampf des deutschen Volkes gegen den Bolschewismus"¦Wir werden unsere Gemeinden unermüdlich aufrufen zum völkischen Einsatz der christlichen Kräfte in diesem Kampf in der Gewissheit, dass damit dem deutschen Volk der wertvollste Dienst geleistet wird."
Am 2. September 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, versichern die evangelischen Landesbischöfe: "Die Deutsche Evangelische Kirche stand immer in treuer Verbundenheit zum Schicksal des deutschen Volkes. Zu den Waffen aus Stahl hat sie die unüberwindlichen Kräfte aus dem Wort Gottes gereicht"¦So vereinigen wir uns auch in dieser Stunde mit unserem Volk in der Fürbitte für Führer und Reich"¦"
Der Reichsbundführer der Evangelischen Pfarrvereine eröffnet einen Aufruf am 8. September 1939: "Großdeutschland ruft zum Dienst. Es ruft jedermann, alt, jung, Mann und Weib — es ruft auch uns. Die einen zum Dienst draußen im Feld, die anderen daheim als Diener dessen, der gesagt hat: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken."
Nach dem geglückten Überfall auf Polen danken die deutschen evangelischen Kirchenführer Gott und Hitler in ihrer Kanzelankündigung zum Erntedankfest 1939: "Und mit dem Dank gegen Gott verbinden wir den Dank gegen alle, die in wenigen Wochen eine solche gewaltige Wende herbeigeführt haben: gegen den Führer und seine Generale, gegen die tapferen Soldaten auf dem Lande, zu Wasser und in der Luft"¦Wir loben Dich droben, Du Lenker der Schlachten, und flehen, mögst stehen uns fernerhin bei."
Nach dem Angriff auf die Sowjetunion erhielt Hitler am 30. Juni 1941 ein langes, enthusiastisches Telegramm, das mit den Worten beginnt. "Der geistliche Vertrauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche, erstmalig seit des Entscheidungskampfes im Osten versammelt, versichert Ihnen, mein Führer, in diesen hinreißend bewegten Stunden aufs neue die unabwendbare Treue und Einsatzbereitschaft der gesamten evangelischen Christenheit des Reiches"¦. Das deutsche Volk und mit ihm alle seine christlichen Glieder danken Ihnen für diese Ihre Tat."

Trotzdem ist es natürlich richtig, Sumpfhuhn, dass es Protestanten gab, die auch öffentlich gegen den Nationalsozialismus Zeugnis ablegten. Die "Bekennende Kirche" gehörte dazu. Auch ist es natürlich richtig, dass geistliche in den KZ ermordet wurden — Ehre ihrem Andenken! Allerdings hat sogar der nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet Pater Alfred Delp bekannt: "Die künftige deutsche Geschichte wird das bittere Kapitel zu schreiben haben über das Versagen der Kirchen." Ich habe an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass es selbstverständlich Mitglieder der Kirchen gab, die besser waren, als ihre Organisationen.

In diesem Sinne liebe Grüße von Olivia
Sabrina Verena
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 13 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Leute, noch mal zum Keltischen Ursprung des Halloween Festes. Es handelt sich um folgendes Fest:
"1.Samhain - Beginn des Winterhalbjahres und Neujahr der Hexen, 11. Neumond im Kalenderjahr" (Quelle Wikipedia)
Bezüglich des Vollmondes hatte ich mich geirrt. Zu bedenken, gilt allerdingst, dass dies eine Anpassung an den Julianischen Kalender ist. Die Kelten selber hatten kein Schrriftum, von Ausnahmen im Bereich der griechischen Kolonie in Galien mal abgesehen. Auch dürften es wohl eher Druiden gewesen sein und keine Hexen. Parachristliche Einflüsse sind auch möglich.
Liebe Grüße
Verena
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exuser-23-02-2013

Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 14 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

@ Olivia

Die meisten Deiner Aussagen - alle konnte ich auf die Schnelle nicht überprüfen - stammen aus den Reihen der "Deutschen Christen", welche sich, lass es mich mal so ausdrücken, der meisten offiziellen Leitungsämter der evangelischen Kirche bemächtigt hatten - genau das hatte ja auch zum Entstehen des Pfarrernotbundes und der Bekennenden Kirche geführt. Im Übrigen empfehle ich die Eingeständnisse nach dem Krieg, welche sehr selbstkritisch waren, obgleich sie zum größten Teil von Leuten kamen, die der Bekennenden Kirche angehört hatten.
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Re: Reformationstag „ und Halloween

Post 15 im Thema

Beitrag von conny »

sicher hat die (evangelische) kirche in ihrer geschichte schuld auf sich geladen. das taugt aber nicht zur beurteilung der heutigen kirche. ich habe oft den eindruck, dass kirchenferne leute hier die notwendige differenzierung vermissen lassen.
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