Bundestagswahl
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Helga
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Bundestagswahl

Post 1 im Thema

Beitrag von Helga »

Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Es gibt bei uns zwar keine Wahl- Pflicht, sondern "nur" ein Wahl- Recht, dennoch sollte es jeder noch vernunftbegabte Mensch als seine Pflicht ansehen alles dafür zu tun den immer weiter um sich greifenden politischen Grenzüberschreitungen einen Riegel vorzuschieben.
Ein Bundeskanzler Friedrich Merz wird uns wohl nicht erspart bleiben. Es gilt jetzt aber der CDU einen möglichst starken Koalitionspartner an die Seite zu stellen, der nicht AFD heißt um eine Regierung zu bilden, die nicht vom Wohlwollen von Weidel und Co abhängig ist.
Nichtwählen ist keine Gewissensentscheidung, ein Wahlboykott kein politisches Statement sondern eine bodenlose Dummheit.
Durch unser Verhältniswahlrecht zählen nur die Stimmen, die tatsächlich abgegeben wurden, nicht die schweigende Mehrheit und leider auch nicht die Stimmen, die an Parteien gegeben wurden, die an der 5% Hürde scheitern, mögen diese auch noch so gute Wahlprogramme haben. Jede Stimme, die nicht zählt, kommt letztlich nur der AFD zugute, die es schafft ihre Wählerschaft zu mobilisieren.
Wenn eine Million Menschen wählen gehen und 200.000 von ihnen AFD wählen, kommt die Partei auf 20%. Wenn es gelingt die schweigende Mehrheit zu mobilisieren so dass 2 Millionen wählen gehen, von denen auch 200.000 AFD wählen, kommt die Partei nur auf 10%. Ein Unterschied, der durchaus Vorhaben durchsetzen oder zu Fall bringen kann.
Daher nochmals die dringende Bitte: Geht wählen. Gebt eure Stimme einer Partei, die mit einiger Sicherheit in den Bundestag kommt und nicht die AFD ist.
Ich weiß, momentan fällt es schwer sich mit den Programmen der etablierten Parteien zu identifizieren. Egal, wählt einfach die, bei der es am ehesten zu Übereinstimmungen kommt.
Mobilisiert auch Freunde, Verwandte, Bekannte. Gleichgültigkeit wäre in der derzeitigen Situation ein schwerer Fehler.
Nichtwählen heißt AFD billigen.
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Rusza
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Re: Bundestagswahl

Post 2 im Thema

Beitrag von Rusza »

Warum soll ich meine Stimme nicht einer Partei geben,welche die 5% Hürde vielleicht nicht schafft.Das nenne ich Bevormundung.Ich werde auch dieses mal wieder so wie immer die Linke wählen,auch wenn das den meisten Leuten nicht passt,und die Partei das Ziel 5% nicht schafft.Wenn ich nur zwischen SPD,Grüne und CDU wählen darf,dann bleibe ich der Wahl fern oder wähle aus Frust die AfD.Ich gebe meine Stimme aber nicht den oben genannten drei Parteien nur um eine andere Partei zu verhindern.
edeka
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Re: Bundestagswahl

Post 3 im Thema

Beitrag von edeka »

Es ist ja durchaus positiv, zum wählen zu motivieren. (yes)
Völlig daneben ist es aber, das wählen einer Partei, die möglicherweise an der 5% Hürde scheitert zu verurteilen. :((a Das ist nicht gerade Ausdruck einer demokratischen Gesinnung.
Helga hat geschrieben: Mo 17. Feb 2025, 22:00 Durch unser Verhältniswahlrecht zählen nur die Stimmen, die tatsächlich abgegeben wurden, nicht die schweigende Mehrheit und leider auch nicht die Stimmen, die an Parteien gegeben wurden, die an der 5% Hürde scheitern, mögen diese auch noch so gute Wahlprogramme haben. Jede Stimme, die nicht zählt, kommt letztlich nur der AFD zugute, die es schafft ihre Wählerschaft zu mobilisieren.
...
Gebt eure Stimme einer Partei, die mit einiger Sicherheit in den Bundestag kommt und nicht die AFD ist.
Ich weiß, momentan fällt es schwer sich mit den Programmen der etablierten Parteien zu identifizieren. Egal, wählt einfach die, bei der es am ehesten zu Übereinstimmungen kommt.
Selbstverständlich kann man taktisch wählen. Und ich finde auch das Prinzip "kleineres Übel" richtig ! So habe ich auch schon gewählt !
Aber es gab auch schon mal eine Wahl (nicht dieses Mal), wo ich bei keiner der grösseren Parteien noch ein "kleineres Übel" feststellen konnte, weil sie in den allerwichtigsten Themen nicht wählbar waren. Dann bleibt nur noch die Wahl einer Splitterpartei.

Zurück zu heute:
wenn man nach den Umfragen geht, dann sind drei Parteien mit der 5% Hürde gefährdet. Darf man deshalb keine FDP, BSW, Linke wählen ? Wenn man so denkt, ist das ein Armutszeugnis.
Es ist auch viel besser, seine Stimme einer Partei in der Opposition zu geben (bestenfalls mit Abgeordneten) - falls diese den eigenen Überzeugungen weitgehend entspricht - als einer der zukünftigen Regierungsparteien (die man eigentlich nicht will) seine Stimme zu geben, nur in dem Gefühl "damit bin ich doch besser vertreten". Das wäre dann wirklich nur ein trügerisches Gefühl.

PS. im übrigen hoffe ich, dass dieser Thread nicht zum Wahlkampf für oder gegen bestimmte Parteien missbraucht wird. (arg)
LG ascona )))(:
Malvine
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Re: Bundestagswahl

Post 4 im Thema

Beitrag von Malvine »

ascona hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 13:49 Darf man deshalb keine FDP, BSW, Linke wählen ?
In meinen Augen ist es völlig legitim eine dieser Parteien zu wählen.
Ich könnte mir vorstellen, Helga meinte auch andere Parteien, die zwar auf dem Stimmzettel stehen, aber definitiv keine Chance haben, in den Bundestag zu kommen.
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Re: Bundestagswahl

Post 5 im Thema

Beitrag von Alicia »

Eigentlich ist es egal, welche demokratische Partei man wählt, Hauptsache man wählt. Für mich gibt es im kompletten Spektrum (auch bei den kleinsten) keine Partei, die meine Wünsche 100%ig abdeckt. Beim Wahl-O-Mat kam die beste Übereinstimmung auf 70% und diese Partei ist bei mir daheim gar nicht auf dem Zettel.
Also werde ich eine Partei wählen, mit der ich die größte Schnittmenge ausmachen kann. Sollte diese Partei dann bei einer Regierungskoalition mitmischen dürfen, so wird eh nur ein Bruchteil des Wahlprogramms umgesetzt. Aber bloß, weil diese Partei keine Chance haben könnte, nicht zur Wahl zu gehen, kommt gar nicht in Frage.
Wahlen haben auch etwas von "wünsch dir was" und Wundertüte. Hinterher kommt es meistens anders als vorhergesagt.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Re: Bundestagswahl

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Für mich hat sich die Demokratie inzwischen endgültig selbst abgeschafft - wenn es sie überhaupt jemals wirklich gab. Wo bitte ist da das Kreuzchen für die Enthaltung, das bei der Ermittlung der Mehrheit mit gezählt wird? Bei kleinen Vereinen ist das allgemein so üblich! Gäbe es dieses Kreuzchen, hätten alle etablierten Parteien schon lange keine Mehrheit mehr - auch ohne die AFD. Dann müsste sich die Mehrheit dafür einsetzen, dass ehrliche Leute unsere Interessen vertreten und nicht diejenigen an die Macht kommen, die denen dienen, die uns unterdrücken und am liebsten mehr kontrollieren wollen als einst die STASI die DDR. Solche Volks-Verräter statt -Vertreter kann ich nicht mit ruhigem gewissen wählen.

Was ich meine, das wir wirklich brauchen oder haben wollen, ist keine irgendwie geteilte Gewalt, sondern eine Verwaltung mit Personen, die unsere Interessen ehrlich vertreten. Dann braucht es keine Gewalt in Form von Polizei und Justiz, weil die große Mehrheit diese Verwaltung versteht, beachtet und unterstützt. Gewalt gehört abgeschafft und nicht geteilt. Und würde man das weltweit so verstehen, gäbe es auch keine Kriege mehr. Ich hoffe irgendwie, dass es sich so langsam in diese Richtung entwickelt. Es stellt sich aber niemand dafür zur Wahl. So weit ich da Einblick habe, funktioniert das heute nicht einmal mehr bei einem Gemeinderat.

Was soll ich also machen? Eine eigene Partei gründen? - Mit meiner Stimme in diesem Gefäß für eine Beerdigung erreiche ich da jedenfalls nichts. Eigentlich habe ich mich auch noch nie für Politik interessiert. Ich kann es nun einmal nicht ertragen, wenn ständig nur gehetzt und gelogen wird. Dann brülle ich entweder bitterböse und zynisch zurück oder halte mich heraus. - Also dann setzt euch bitte jetzt alle vielleicht - oder doch wohl besser nicht - für die neue NSDAP (Nicoles Sozialdemokratische Deutsche Alternativ-Partei) ein. :mrgreen:

LG Nicole
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Re: Bundestagswahl

Post 7 im Thema

Beitrag von Inga »

Rusza hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 10:08 Warum soll ich meine Stimme nicht einer Partei geben,welche die 5% Hürde vielleicht nicht schafft.Das nenne ich Bevormundung.Ich werde auch dieses mal wieder so wie immer die Linke wählen,auch wenn das den meisten Leuten nicht passt,und die Partei das Ziel 5% nicht schafft.Wenn ich nur zwischen SPD,Grüne und CDU wählen darf,dann bleibe ich der Wahl fern oder wähle aus Frust die AfD.Ich gebe meine Stimme aber nicht den oben genannten drei Parteien nur um eine andere Partei zu verhindern.
Liebe Rusza,

Wer sagt denn, dass die Linke nicht doch die fünf Prozent schaffen kann?
Na, also.
Wählen gehen.
Und da dann Richtig Wählen!
Du hast es in der Hand!

Liebe Grüße
Inga
lexes
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Re: Bundestagswahl

Post 8 im Thema

Beitrag von lexes »

Rusza hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 10:08 Warum soll ich meine Stimme nicht einer Partei geben,welche die 5% Hürde vielleicht nicht schafft.Das nenne ich Bevormundung.Ich werde auch dieses mal wieder so wie immer die Linke wählen,auch wenn das den meisten Leuten nicht passt,und die Partei das Ziel 5% nicht schafft.Wenn ich nur zwischen SPD,Grüne und CDU wählen darf,dann bleibe ich der Wahl fern oder wähle aus Frust die AfD.Ich gebe meine Stimme aber nicht den oben genannten drei Parteien nur um eine andere Partei zu verhindern.
Ruhig ... gaaaaanz ruhig !!

Also von Bevormundung kann ja hier echt keine Rede sein :-)

1: Es wurde Dir ja nichts befohlen oder verboten ....

2: Helga hat nichts von SPD oder den Grünen als Pflichtwahl erzählt ( sondern von starken Koalitionspartnern )

3: UND die Linke scheint ( dank Super-Heidi ) ja irgendwo bei 6 - 7 % zu liegen
( bei der U-18-Wahl in Bielefeld liegen die Linken bei 42 % !!!! )


Da haste Dich aber dreifach umsonst aufgeregt :-)

Wähl die Linke und alles ist gut.

Aus Frust die AFD wählen ( wie Du es schreibst ) ist dann mal echt der komplett falsche Schluß aus der Konstellation weil du dich ja nicht grundsätzlich zwischen CDU , SPD und Grünen entscheiden musst.

Eine starke Opposition ( mit der Linken ) ist doch auch extrem viel wert.

Und sind wir mal ehrlich : Die Linke gibt der AFD immer am meisten Feuer und führt dieses skandierende Idiotentruppe immer am schönsten vor :-) ( Danke Heidi (he) )

Mach mal Dein Ding , Hauptsache es gehen viele Leute wählen (yes) (yes) und tun etwas dafür das diese ( auch aussenpolitische Voll-Blamage-truppe ) AFD nicht zu viele Sitze bekommt



ascona hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 13:49 PS. im übrigen hoffe ich, dass dieser Thread nicht zum Wahlkampf für oder gegen bestimmte Parteien missbraucht wird. (arg)
LG ascona )))(:
Wir sind uns ja ziemlich einig das die AFD für Menschen aus diesem Forum mit Abstand die größte Katastrophe darstellt .. das ist ja kaum diskutierbar.
Ansonsten läuft das hier doch sehr demokratisch ab.
Und grundsätzlich fände ich einen Diskurs zu den Parteien gar nicht so unangebracht .. aber eigentlich wissen doch alle schon was sie wählen wollen (he) (he)



Nicole Fritz hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 15:30 Wo bitte ist da das Kreuzchen für die Enthaltung, das bei der Ermittlung der Mehrheit mit gezählt wird? Bei kleinen Vereinen ist das allgemein so üblich!
Das ist eine echt gute Idee.
Ich habe auch schonmal das Konzept der Minus-Stimme gehört. ist noch eine bessere Idee.

Ich finde keine Partei, dann gebe ich der Truppe mit der ich am wenigsten anfangen meine Negativ-Stimme und kürze dafür eine Pro-Stimme raus.
Warum das noch keiner ernsthaft durchdacht hat ist mir ein Rätsel.
Das Konzept klingt erstmal komisch.
Aber bevor ich mich enthalte ( weil ich mich nirgends repräsentiert fühle ) kann ich so locker ein noch genaueres Abbild der Wünsche der Bevölkerung erhalten




Inga hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 16:26
Liebe Rusza,

Wer sagt denn, dass die Linke nicht doch die fünf Prozent schaffen kann?
Na, also.
Wählen gehen.
Und da dann Richtig Wählen!
Du hast es in der Hand!

Liebe Grüße
Inga
Genau so sieht das nämlich aus. Und ich bin fast sicher das die Linke locker die 5%-Hürde knackt
Zuletzt geändert von lexes am Di 18. Feb 2025, 17:20, insgesamt 1-mal geändert.
HeikeCD
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Re: Bundestagswahl

Post 9 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Bin ich froh das bei uns der SSW auf dem Wahlzettel steht, hihihi...
🇩🇰
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lexes
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Re: Bundestagswahl

Post 10 im Thema

Beitrag von lexes »

HeikeCD hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 17:17 Bin ich froh das bei uns der SSW auf dem Wahlzettel steht, hihihi...
🇩🇰
Das musste ich jetzt echt erstmal googeln :

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) setzt sich als nordische Minderheitenpartei für eine dezentrale und bürgernahe Politik ein.

Hab gerade mal auf deren Homepage gelesen .. solide Themen .. keine Polemik ,.. klingt gut (yes)
Christiane
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Re: Bundestagswahl

Post 11 im Thema

Beitrag von Christiane »

Moin

Wenn ich mich noch richtig erinnere:
Wenn man keine Partei wählen will, kann man einen entwerteten Stimmzettel einwerfen - quasi eine Enthaltung.
"Damals" wurde diese Stimme dann keiner Partei zugezählt - sie war definitiv für die Mehrheits- und Sitzebeschaffung verloren.
Das war zumindest mein Stand als ich in den 80ern und 90ern Wahlleiter war.
Es kann natürlich sein, daß dies in den vergangenen Jahren zu Ungunsten des "mündigen Bürgers" geändert wurde.
Genauso, wie man versucht, den Auslandsdeutschen das Wählen so kompliziert wie möglich zu machen.
Hier spreche ich aus Erfahrung.
"Ein Schelm, der Arges dabei denkt."
Gruß
Christiane
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Re: Bundestagswahl

Post 12 im Thema

Beitrag von Michi »

Rusza hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 10:08 Warum soll ich meine Stimme nicht einer Partei geben,welche die 5% Hürde vielleicht nicht schafft.Das nenne ich Bevormundung.
ascona hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 13:49 Völlig daneben ist es aber, das wählen einer Partei, die möglicherweise an der 5% Hürde scheitert zu verurteilen.
Sorry, vielleicht habe ich es ja überlesen. Wer hat denn da bevormundet oder verurteilt?

Ich finde es legitim, darauf hinzuweisen, dass Stimmen für Parteien, die es nicht schaffen, in den Bundestag einzuziehen, den anderen Parteien quasi anteilig zugeschlagen werden.

Nach meiner langjährigen Erfahrung gibt es immer genug Menschen, denen das nicht klar ist, und die dann verwundert fragen, wieso das so ist.

Einfache Antwort:
Die Plätze der Parteien, die den Einzug wegen der 5-Prozent-Hürde nicht schaffen, bleiben leider nicht frei. Sie werden entsprechend dem Verhältnis der Wählerstimmen aufgeteilt, die die anderen Parteien erhalten haben.

Fazit:
Wer mit seiner Stimme etwas gegen AfD und CDU/CDU erreichen will, der muss zwangsläufig eine der anderen Partei wählen, die eine realistische Chance haben, in den Bundestag einzuziehen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Bundestagswahl

Post 13 im Thema

Beitrag von Michi »

lexes hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 17:09 Ich habe auch schonmal das Konzept der Minus-Stimme gehört.
Oh .. das war mir neu. Danke für die Info.

Bisher habe ich meine Ansicht propagiert, dass Plätze im Bundestag auch leer bleiben könnten .. etwa für die ungültig gemachten Stimmzettel, oder für die Stimmanteile der Kleinparteien, die wegen der 5-Prozent-Hürde draußen bleiben müssen. Die damit einhergehende Verknappung würde m.M.n. schon einen Anreiz bei Politikern schaffen, sich tatsächlich mehr zu engagieren.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Bundestagswahl

Post 14 im Thema

Beitrag von Céline »

„Bodenlose Dummheit „…
Im Grunde eine sehr große Unverschämtheit und noch größere Beleidigung Menschen so zu bezeichnen die mit diesem System nicht oder nicht mehr konform sind.
Ich halte mich normal aus politischen Diskussionen raus aber hier stößt es mir gewaltig auf.
Und zudem bin ich ein Schwarzes Schaf und stehe dazu gegen den Strom zu schwimmen und stehe dazu. Demokratie heißt die Meinung Anderer zu akzeptieren den damit muss man umgehen können. Wir erwarten von Anderen uns zu akzeptieren und deshalb müssen wir auch andere akzeptieren.
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Re: Bundestagswahl

Post 15 im Thema

Beitrag von Helga »

Liebe Rusza,
nimm es bitte nicht persönlich, dass ich dich hier zitiere, das geschriebene ist auch stellvertretend für andere.
Rusza hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 10:08 Warum soll ich meine Stimme nicht einer Partei geben,welche die 5% Hürde vielleicht nicht schafft.Das nenne ich Bevormundung
Natürlich darfst du wählen was du wählen möchtest und deine Partei freut sich auch über den Bundeszuschuss zur Parteienfinanzierung. In der Sitzplatzverteilung im Bundestag hat deine Stimme allerdings keinerlei Mitspracherecht, wenn die gewählte Partei nicht über die 5% Hürde kommt. Diese Regelung wurde einstmals nach den Erfahrungen aus der Weimarer Republik aufgelegt, in der der Reichstag stark zersplittert war. Tatsächlich hat diese Regelung lange Zeit geholfen die Rechten aus dem Bundestag fernzuhalten. Natürlich ist es bedauerlich, dass es gerade Newcomern, die frischen Wind in die Politik bringen würden, damit extrem schwer gemacht wird.
Im Übrigen spreche ich nur Empfehlungen aus. In der Frage "welche Partei wählen?" kann und darf dir niemand Vorschriften machen.
Wie bereits von anderen angedeutet: Nach den neuesten Umfragen schafft die Linke mit ca. 7% mit einiger Sicherheit den Sprung in den Bundestag.
Rusza hat geschrieben: Di 18. Feb 2025, 10:08 dann bleibe ich der Wahl fern oder wähle aus Frust die AfD
Diesen Satz finde ich sehr schlimm, aber vermutlich ist er systematisch für die AFD- Wähler. Niemand beschäftigt sich ernsthaft mit dem Wahlprogramm, sondern wählt diese Partei nur aus Frust, oder um den Etablierten eins auszuwischen.
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass wir uns zumindest in dieser Runde einig sind, dass die AFD absolute "no- go area" ist. Aber ok, die Brandmauer wackelt überall, daher folgende Denkanstöße:
Eigentlich ist es völlig ausreichend die ständig kommunizierten Ideen dieser Partei mit gesundem Menschenverstand zu betrachten:
Selbstbestimmung, geschlechtliche Vielfalt, sexuelle Orientierung etc. interessieren den durchschnittlichen Frustwähler vermutlich nicht wirklich. Hier im Forum haben wir die Ideen der AFD zu diesem Thema intensiv erörtert und sind uns hoffentlich einig, dass mit der AFD hier deutliche Rückschritte zu erwarten wären.
Aber bereits das Thema Migration betrifft ALLE, egal über wie viele Generationen der Stammbaum auf Ansässigkeit im "Deutschen Stammgebiet" zurückblicken kann. Wer jetzt von der Angst vor Überfremdung redet, möge sich bitte folgendes vor Augen halten:
Krankenhäuser, Pflegeheime, Pflegedienste, etc. sind auf die Arbeitskraft von Menschen mit Migrationshintergrund angewiesen. Das gleiche dürfte für die Gastronomie und andere Niedriglohnsparten gelten. Wer jetzt meint Syrer, Ukrainer und andere in ihre Heimatländer zurückschicken zu müssen, würde unser ohnehin prekäres Gesundheits- und Pflegesystem zum Zusammenbruch bringen. Unsere knappen Sozialkassen sind im Übrigen dankbar für die finanziellen Beiträge, die diese Menschen leisten.
Beim Thema Migration gibt es unstrittig noch etliche Baustellen, die insbesondere mit Integration zu tun haben.
Vorfälle wie in München oder in Magdeburg dürfen nicht dazu führen Menschen mit Migrationshintergrund in Sippenhaft zu nehmen. Es gibt auch deutschstämmige Mörder, die in der Regel allerdings versuchen weniger öffentlichkeitswirksam tätig zu werden. Völlig unverständlich ist mir aber die von namhaften Politikern vermutlich im Affekt getroffene Aussage, den Attentäter möglichst schnell abschieben zu wollen. Was soll das? Wie wollen wir sicher gehen, dass er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird? Es wäre ein völlig falsches Signal Mörder in Ihr Heimatland in die Straffreiheit abzuschieben, wo sie womöglich noch als Helden gefeiert werden, weil sie Ungläubige getötet haben.
Ein anderes großes Thema: Energie. Wer Windenergieanlagen abreißen möchte und statt dessen lieber auf "billiges russisches Gas" setzt, um die Wirtschaft anzukurbeln und Wohnen bezahlbar zu machen, plant damit sehr kurzfristig. Voraussichtlich werden diese Versprechungen nicht einmal bis zum Ende der Legislaturperiode zu halten sein. Man mag über die Ampel geteilter Meinung sein, immerhin hat sie es geschafft uns in kurzer Zeit aus der Abhängigkeit von russischer Energie herauszubringen. Eine Bundeskanzlerin Weidel würde diese Abhängigkeit in noch kürzerer Zeit wieder herstellen. Aber auch die Russen haben das Prinzip von Angebot und Nachfrage verstanden. Sobald die Abhängigkeit wieder hergestellt ist, werden die Preise deutlich anziehen. Der Preis wird aber nicht nur pekuniärer Art sein, auch politisch werden wir zur Kasse gebeten werden. Das erste wird wie von Frau Weidel bereits verkündet, das Ende der Unterstützung der Ukraine sein. Der Fall der Ukraine wird uns über den ersten Winter helfen. Für den zweiten Winter wird Georgien geopfert, wer danach dran ist wird sich herausstellen.
Die Großmachtpläne von Putin und sein hinterhältiger Charakter mit psychopathischen Zügen sind offensichtlich. Er wird beides nicht Frau Weidel (oder Frau Wagenknecht) zuliebe aufgeben. Alles was aus der Richtung kommt wird teuer bezahlt werden müssen.
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
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