normalomen64 hat geschrieben:Ich bin selbst Crossdresser und kann deshalb vielleicht am besten eine Anwort auf deine Frage geben.
Ich bin auf der einen Seite ein Mann wie er im Buche steht (Hart wie ein Fels ,usw.) und im nachsten Moment wüsche ich mir nicht mehr als einen Minirock und Spitzendessous anzuziehen.
Dies ist vielleicht eine Flucht oder die Sehsucht nicht immer das starke Geschlecht zu sein, sondern Schwächen habe zu dürfen ohne gleich als Versager da zu stehen.
Ich möchte aber auch noch sagen, das ich es schon sehr heiß finde einen BH und Spitzenstring zu tragen.
Das klingt ja ziemlich schrecklich - nicht nur die Problematik sonderna auch viele von den Antworten: Wir reden nun mal hier von lebenden Menschen und keine technischen Geräten, keine Lichtschalter, Lampen oder Akkus. Auch wenn man als Mann leicht den Eindruck bekommtn, dass von einem abverlangt wird, dass man alle Probleme sauber löst wie eine Maschine, dann sind wir keine Maschinen. Ich nicht, der Mannsweib unserer Lichterscheinung und sie selbst auch nicht.
Man kann natürlich viel zu der ganzen Geschichte sagen, aber die wirkliche Problematik ist ja eigentlich, dass eine Partie nicht darüber redet. Dass die nicht darüber redet kann vermutlich massenhaft Gründe haben.
Die hat nie entdeckt, dass man über Sachen reden kann, die nicht konkret technisch definierbar sind. (Scheint einigen hier so zu gehen).
Die hat mal versucht, über Gefühle zu reden und wurde häufig oder einmal sehr abrupt gestoppt.
Die schämt sich darüber, Gefühle zu haben, und redet deshalb nicht darüber. Dies führt aber zur nächsten Frage, warum sie sich darüber schämt?
Eine sehr plausible These wäre dann, sie schämt sich darüber, weil es unmännlich ist. Und wenn man sich darüber schämt, was unmännliches zu tun, warum ... die Frage ist wohl unnötig zu vollenden.
Und die ganze Fragerei, sie aus der "Reserve locken" usw., wird wahrscheinlich alles auch gar nicht viel bringen, wenn sie nicht selber reden will.
Da muss einfach was Anderes passieren. Entweder akzeptiert man die meiner Meinung nach in-akzeptablen Situation, dass zweil Leute zusammen Leben und keiner weiß eigentlich was oder wer die andere Person ist. Oder die sehen - hoffentlich beide ein - dass die beide so nicht glücklich sein können und versuchen für sich genauer zu definieren, wie es aussehen sollten, damit sie glücklich sein können. Das ist eigentlich die einzig wirkliche Ausgangsposition, die dazu führen kann, dass die beiden zusammen -
mit oder ohne fremder Hilfe - mal aufräumen und rausfinden, wie die miteinander reden können, und wie die beide sich jeweils definieren wollen und können ...
Da reicht es aber nicht, dass eine die Lichterscheinung und die andere die tiefe Dunkelheit darstellt. Da müssen beide mit ziehen. Sonst sehe ich schwarz.