Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
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Nora_7
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Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Hallo,
zur Einstimmung dieser Artikel:
https://www.focus.de/panorama/welt/inte ... 71077.html
Ich liebe unsere CD-Mädelzabende: Girls have more fun! Ich sehe es auch so oft bei reinen Frauengruppen: Spaß ohne Ende, ohne agressives oder abartiges Verhalten. Völlig anders als bei Männergruppen - keine Belästigungen, Schlägereien, extreme freiwillige Besäufnisse, mit dem Alkoholpegel steigender Grad unverschämter Anmache des anderen Geschlechts. Allenfalls etwas "lockerer".
Obwohl wir keine TS sind (verhalten sich m.E. 100% weiblich), benehmen wir uns und feiern wie Frauen. Konsequenz/Hypothese: Gebt den Männern das Kleid und sie werden disziplinierter? Ich meide inzwischen Männergruppen.
Liebe Grüße Nora_7
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https://www.focus.de/panorama/welt/inte ... 71077.html
Ich liebe unsere CD-Mädelzabende: Girls have more fun! Ich sehe es auch so oft bei reinen Frauengruppen: Spaß ohne Ende, ohne agressives oder abartiges Verhalten. Völlig anders als bei Männergruppen - keine Belästigungen, Schlägereien, extreme freiwillige Besäufnisse, mit dem Alkoholpegel steigender Grad unverschämter Anmache des anderen Geschlechts. Allenfalls etwas "lockerer".
Obwohl wir keine TS sind (verhalten sich m.E. 100% weiblich), benehmen wir uns und feiern wie Frauen. Konsequenz/Hypothese: Gebt den Männern das Kleid und sie werden disziplinierter? Ich meide inzwischen Männergruppen.
Liebe Grüße Nora_7
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Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
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Anne-Mette
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Guten Abend,
Ihr Buch hat sie/er in zahlreichen Fernsehsendungen vorgestellt
und war auch auf einem unserer Forumtreffen dabei.
Später erlebte ich ihn noch einmal auf einem Landfrauen-Treffen, auf dem sein "Experiment" auch Thema war: viewtopic.php?p=117500#p117500
Zu seinen/ihren Büchern: https://www.penguinrandomhouse.de/Autor ... 416508.rhd
14.02.14, DAI Heidelberg: Christian Seidel - "Die Frau in mir"
Das deckt sich mit den Erfahrungen von Christian(e) Seidel.
Ihr Buch hat sie/er in zahlreichen Fernsehsendungen vorgestellt
und war auch auf einem unserer Forumtreffen dabei.
Später erlebte ich ihn noch einmal auf einem Landfrauen-Treffen, auf dem sein "Experiment" auch Thema war: viewtopic.php?p=117500#p117500
Zu seinen/ihren Büchern: https://www.penguinrandomhouse.de/Autor ... 416508.rhd
14.02.14, DAI Heidelberg: Christian Seidel - "Die Frau in mir"
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Shoshana
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Hallo Nora,
denke eher, dass da andersherum ein Schuh draus wird.
Männer die sich für CD interessieren bzw. als CD aktiv sind haben eine stärkere Affinität zur weiblichen Seite und fremdeln daher in typischen Männerrunden. So geht und ging es zumindest mir. Mit dem typischen Macho-, Imponiergehabe konnte ich noch nie etwas anfangen.
Kleidung alleine verändert keine Verhaltensweisen und Ansichten, wäre ja auch zu schön und einfach.
LG, Shoshana
denke eher, dass da andersherum ein Schuh draus wird.
Männer die sich für CD interessieren bzw. als CD aktiv sind haben eine stärkere Affinität zur weiblichen Seite und fremdeln daher in typischen Männerrunden. So geht und ging es zumindest mir. Mit dem typischen Macho-, Imponiergehabe konnte ich noch nie etwas anfangen.
Kleidung alleine verändert keine Verhaltensweisen und Ansichten, wäre ja auch zu schön und einfach.
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Julia CD
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Ich glaube nicht, dass es nur am Crossdressing liegt sondern an der Veranlagung tief in uns drin, welche uns eigentlich zum Crossdressing bewegt.
Ich persönlich sehe mich zeit meines Denkens als friedfertigen und zuvorkommenden Menschen und glaube das dieser Teil meines Wesens auch dazu beiträgt dass ich lieber Kleider statt Hosen trage. Ich glaube jemand der vom Wesen her der absolute Obermacho ist und den Frauen gegenüber bereits Verächtlich gegenübersteht wird so schnell kein Kleid anziehen. Jemand der Empathie und Einfühlungsvermögen hat schon eher. Ich glaube zwar auch das man das nicht pauschalisieren kann und es wie immer auch Ausnahmen gibt aber vom Grundlegenden her glaube ich das sich der Wunsch für Crossdressing oder gar die Transition bereits aus unserem Tiefsten Innersten ergibt.
LG
Julia
Ich persönlich sehe mich zeit meines Denkens als friedfertigen und zuvorkommenden Menschen und glaube das dieser Teil meines Wesens auch dazu beiträgt dass ich lieber Kleider statt Hosen trage. Ich glaube jemand der vom Wesen her der absolute Obermacho ist und den Frauen gegenüber bereits Verächtlich gegenübersteht wird so schnell kein Kleid anziehen. Jemand der Empathie und Einfühlungsvermögen hat schon eher. Ich glaube zwar auch das man das nicht pauschalisieren kann und es wie immer auch Ausnahmen gibt aber vom Grundlegenden her glaube ich das sich der Wunsch für Crossdressing oder gar die Transition bereits aus unserem Tiefsten Innersten ergibt.
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Nora_7
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Die Kleidung kann auch DER Trigger sein. Für meine Bühnenauftritte hatte ich immer professionelle weibliche Unterstützung - Kostümdesign, Makeup, Haare. Und ALLE beteiligten Frauen sagten übereinstimmend, dass ab einem bestimmten Moment bei den Anproben sie eine Frau vor sich sahen. Nicht nur nach Aussehen.Shoshana hat geschrieben: Mo 17. Jul 2023, 21:40 Kleidung alleine verändert keine Verhaltensweisen und Ansichten, wäre ja auch zu schön und einfach.
Liebe Grüße Nora
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Shoshana
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Klar aber du hast auch eine Neigung in diese Richtung. Ein Macho bleibt auch im Kleid, falls er das überhaupt anzieht, einer.
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NB-Sabine
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Fast alles, was Du hier beschreibst, gibt es durchaus auch bei Frauen. Das hat eher mit der Sozialisierung zu tun, als mit dem Geschlecht/Gender.Nora_7 hat geschrieben: Mo 17. Jul 2023, 21:17 Völlig anders als bei Männergruppen - keine Belästigungen, Schlägereien, extreme freiwillige Besäufnisse, mit dem Alkoholpegel steigender Grad unverschämter Anmache des anderen Geschlechts.
Jede(r) ist anders bzw. einzigartig... ;)
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Maura.Masqurin
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Ich denke einerseits nicht das Crossdressing das männliche Verhalten verändert, da Crossdresser durch ihren Hang zur weiblichen Seite da einfach grundlegend gefühlvoller, sowie vernünftiger denken und handeln. Andererseits kann das vorhandene Interesse am Frausein sich auch weiterentwickeln und die positiveren Grundzüge verstärken. Diese Aussage ist so das "Henne-Ei" Thema. War das Denken und Handeln eher da und es wurde Crossdressing draus oder hat Crossdressing das vernünftiger Denken und Handeln gefördert?
Ich denke grundlegend sind solche Beispiele wie am Ballermann deutliche Extreme. Ich habe sehr viele Männer im Freundeskreis und bin selbst in vielen Businessnetzwerken, Verbänden usw. Von den hunderten Männern ist da kein einziger dabei, der überhaupt Urlaub am Ballermann in Erwägung ziehen würde. Heißt jetzt als Fazit, dass auch Männer, ganz ohne eine weibliche Seite zu haben, vernünftig, einfühlsam uvm sein können.
Ich denke grundlegend sind solche Beispiele wie am Ballermann deutliche Extreme. Ich habe sehr viele Männer im Freundeskreis und bin selbst in vielen Businessnetzwerken, Verbänden usw. Von den hunderten Männern ist da kein einziger dabei, der überhaupt Urlaub am Ballermann in Erwägung ziehen würde. Heißt jetzt als Fazit, dass auch Männer, ganz ohne eine weibliche Seite zu haben, vernünftig, einfühlsam uvm sein können.
Zuletzt geändert von Maura.Masqurin am Mo 17. Jul 2023, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
TUN ist wie wollen, nur krasser !!!
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Lucky70
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Ich denke das für mich auch: ich habe nie etwas für (typisch) männliches Imponiergehabe und Leistungsdruck (ich bin der beste) übrig gehabt. Auch wenn ich mich nicht als Frau fühle. Aber da gibt es auch viele andere Männer ohne solche Neigungen. Die werden dann gerne als Softi (freundlich) oder Schwuchtel (Alternativ-like) abgetan bzw. beschimpft.
Und: weiblicher Zickenkrieg ist um kein bisschen besser. Das will frau auch nicht reingezogen werden.
Aber immer dran denken: jeder ist ein Individuum und passt eigentlich nie wirklich in diese Stereotypen. Aber sie machen die Welt ja so einfach ...
Lucy.
Und: weiblicher Zickenkrieg ist um kein bisschen besser. Das will frau auch nicht reingezogen werden.
Aber immer dran denken: jeder ist ein Individuum und passt eigentlich nie wirklich in diese Stereotypen. Aber sie machen die Welt ja so einfach ...
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Lavendellöwin
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Hmmm,Nora_7 hat geschrieben: Mo 17. Jul 2023, 21:17 Obwohl wir keine TS sind (verhalten sich m.E. 100% weiblich)
da sind wir wieder. Was ist denn 100% weiblich?
Ich bin mir sicher, keine Person ist zu 100% männlich oder weiblich oder oder..auch nicht bei 100% XX oder XY.
Wie willst du auch die 100% messen oder feststellen? Ich würde mir nie, niemals anmassen zu sagen ich bin 100%
weiblich, ja ich bin mir sogar sicher das ich es nicht bin. Auch bin ich mir sicher das ich mich nicht zu 100% weiblich verhalte.
Das hat aber kein bisschen was damit zu tun, das ich eine Frau bin und alle (Bio) Frauen in meinem Umfeld
sagen auch das sie auch "männliche" Anteile in sich tragen.
Selbst meine Begleittherapeutin hat immer gesagt 100% gibt es nicht, aber eine Art Grundtendenz die Frau sein
ausmacht. Ich entwickle mich nach fast 5 Jahren HRT immer noch ins Frau sein.
Ein Kleid soll das richten, sorry nicht in 1000 Jahren. Das ist eine romantische Vorstellung und völlig unrealistisch.
Wir sind unterm Strich Wesen mit einer Dualität, wer das Gegenteil behauptet hat ein Auge ganz fest zugekniffen und
sieht nicht wirklich alles.
FunFact: ich habe ein paar meiner Freundinnen das Siegerfoto mit den Finalistinnen der Miss Niederlande Wahl gezeigt
und gefragt wer da die trans Frau ist. Alle und das waren 5 haben richtig getippt, 2 mit der Aussage ich kenne ja dich.
Habt es gut, Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Nora_7
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Es kam mir darauf an, die Gegensätze polarisiert aufzuzeigen, nicht eine unenndliche Diskussion zu m/w-Anteilen zu führen. Auch sehe ich keinen notwendigen Zusammenhang zwischen Macho und Aggressivität. Kommt häufig vor, ist aber keine Bedingung.EmmiMarie hat geschrieben: Mo 17. Jul 2023, 22:41 da sind wir wieder. Was ist denn 100% weiblich?
Ich bin mir sicher, keine Person ist zu 100% männlich oder weiblich oder oder..auch nicht bei 100% XX oder XY.
Nora_7
Zuletzt geändert von Nora_7 am Di 18. Jul 2023, 08:49, insgesamt 1-mal geändert.
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sbsr
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Teilweise bin ich mir nicht sicher, was grausamer ist. Männer hauen sich die Köpfe ein und dann is' wieder gut. Frauen beherrschen Monate langen Psychoterror, Mobbing etc.NB-Sabine hat geschrieben: Mo 17. Jul 2023, 22:13 Fast alles, was Du hier beschreibst, gibt es durchaus auch bei Frauen. Das hat eher mit der Sozialisierung zu tun, als mit dem Geschlecht/Gender.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Hallo Nora,
der Artikel beschreibt mit Sicherheit extreme Verhältnisse und ich glaube, die sind im Krieg noch wüster. Andererseits schärfen diese Pointierungen das Bewusstsein für Dinge, die in menschlichen Gesellschaften dominant erscheinen.
Grundsätzlich denke ich nicht, dass man die Ausgangsfrage bejahen kann. Ich habe eher den Eindruck, dass Menschen, die zumindest zeitweise in die weibliche Rolle gehen und dies auch durch CD ausdrücken in höherem Maße empfindsam reagieren. Dann bedeutet ihr Frausein nicht unbedingt, dass sie Frauen sind, sondern dass eine Identifizierung mit Frauen dazu dient, den notwendigen seelischen Ausgleich zu erlangen. Wenn ich für mich reklamiere, eine Frau zu sein, dann identifiziere ich mich total damit und wünsche ich mir auch als Frau zu leben. Das fühlt sich vollkommen echt an. Aber was passiert letztlich wirklich in mir ?
Zu dieser Frage habe ich noch immer keine abschließende Antwort gefunden. Dazu habe ich wieder ein wenig in meinen Annalen gewühlt und das Thema "Hochsensibilität" wieder für mich entdeckt und einen neuen Fred aufgemacht. Ich glaube, dass Transfrauen im allgemeinen eben ein höheres Maß an dieser Sensibilität besitzen. Es ist für mich eine Form der Empathie, wenn ich mich als Frau sehe. Dieses Gefühl ist echt, es ist für mich auch körperlich spürbar, fusst aber möglicherweise auf einer anderen Basis als bei Bio-Frauen. Es ist weder gut noch schlecht. Es ist anders.
Insofern glaube ich nicht, dass Männer, die man in Frauenkleider steckt, anders empfinden können. Sie können nur so empathisch sein, wie es ihr Charakter zulässt. Nicht ausschließen möchte ich, dass trotzdem in solchen Männern auch der Wunsch Empathie zu leben in irgendeiner Weise existiert. Aber am Ballermann kommen noch ganz andere Aspekte, wie z.B. "Gruppenzwang", Konventionen, etc. zum Tragen. Alkohol spielt hier sicher auch eine maßgebliche Rolle, denn er beeinflusst die Wahrnehmung und damit auch Empathie. Und Gewalt, Lärm, ausfallende Bemerkungen etc. sind nun einmal auffälliger als "zahmes" Verhalten. Das beeinflusst auch unsere Wahrnehmung. Vergessen wir nicht, dass es auch Frauen- und Mädelsveranstaltungen gibt, in denen heftiges Auftreten vorkommt. Auch Frauen kennen Saufgelage oder enthemmtes oder aufdringliches Verhalten, z.B. bei Stripshows. Auch ist dominantes und rechthaberisches Verhalten, wie es z.B. bei s.g. "TERFs" vorkommt, auch nicht gerade empathisch und fällt mMn. in den Bereich von Übergriffen und damit in die Gewalt.
Jedenfalls dürfte pauschalisiertes Beurteilen der Situation nicht gerecht werden. Es gibt nicht die Männer oder die Frauen. Ich kenne viele Männer, die ein Verhalten wie am Ballermann verurteilen ohne das sie deswegen Frauenkleider tragen. Zumindest weiß ich nichts davon
Aber ich glaube fest daran, dass in den allermeisten Männern ein gewisses Grundmaß an sensibilität schlummert. Was scheinbar fehlt, ist die (gefühlte ?) Möglichkeit, dies auch auszudrücken.
der Artikel beschreibt mit Sicherheit extreme Verhältnisse und ich glaube, die sind im Krieg noch wüster. Andererseits schärfen diese Pointierungen das Bewusstsein für Dinge, die in menschlichen Gesellschaften dominant erscheinen.
Grundsätzlich denke ich nicht, dass man die Ausgangsfrage bejahen kann. Ich habe eher den Eindruck, dass Menschen, die zumindest zeitweise in die weibliche Rolle gehen und dies auch durch CD ausdrücken in höherem Maße empfindsam reagieren. Dann bedeutet ihr Frausein nicht unbedingt, dass sie Frauen sind, sondern dass eine Identifizierung mit Frauen dazu dient, den notwendigen seelischen Ausgleich zu erlangen. Wenn ich für mich reklamiere, eine Frau zu sein, dann identifiziere ich mich total damit und wünsche ich mir auch als Frau zu leben. Das fühlt sich vollkommen echt an. Aber was passiert letztlich wirklich in mir ?
Zu dieser Frage habe ich noch immer keine abschließende Antwort gefunden. Dazu habe ich wieder ein wenig in meinen Annalen gewühlt und das Thema "Hochsensibilität" wieder für mich entdeckt und einen neuen Fred aufgemacht. Ich glaube, dass Transfrauen im allgemeinen eben ein höheres Maß an dieser Sensibilität besitzen. Es ist für mich eine Form der Empathie, wenn ich mich als Frau sehe. Dieses Gefühl ist echt, es ist für mich auch körperlich spürbar, fusst aber möglicherweise auf einer anderen Basis als bei Bio-Frauen. Es ist weder gut noch schlecht. Es ist anders.
Insofern glaube ich nicht, dass Männer, die man in Frauenkleider steckt, anders empfinden können. Sie können nur so empathisch sein, wie es ihr Charakter zulässt. Nicht ausschließen möchte ich, dass trotzdem in solchen Männern auch der Wunsch Empathie zu leben in irgendeiner Weise existiert. Aber am Ballermann kommen noch ganz andere Aspekte, wie z.B. "Gruppenzwang", Konventionen, etc. zum Tragen. Alkohol spielt hier sicher auch eine maßgebliche Rolle, denn er beeinflusst die Wahrnehmung und damit auch Empathie. Und Gewalt, Lärm, ausfallende Bemerkungen etc. sind nun einmal auffälliger als "zahmes" Verhalten. Das beeinflusst auch unsere Wahrnehmung. Vergessen wir nicht, dass es auch Frauen- und Mädelsveranstaltungen gibt, in denen heftiges Auftreten vorkommt. Auch Frauen kennen Saufgelage oder enthemmtes oder aufdringliches Verhalten, z.B. bei Stripshows. Auch ist dominantes und rechthaberisches Verhalten, wie es z.B. bei s.g. "TERFs" vorkommt, auch nicht gerade empathisch und fällt mMn. in den Bereich von Übergriffen und damit in die Gewalt.
Jedenfalls dürfte pauschalisiertes Beurteilen der Situation nicht gerecht werden. Es gibt nicht die Männer oder die Frauen. Ich kenne viele Männer, die ein Verhalten wie am Ballermann verurteilen ohne das sie deswegen Frauenkleider tragen. Zumindest weiß ich nichts davon
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Anne-Mette
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Moin,
ich denke, die Verhältnisse am "Ballermann" sind kaum vergleichbar mit CD-Abenden und Treffen in relativ kultivierten Kreisen.
Auch Frauen können "die Sau rauslassen" - mit allem, was "dazu gehört".
Wenn wir uns diesem besonderen Thema abwenden und wieder darauf kommen, ob Crossdressing "männliches Verhalten" ändert, so möchte ich noch einmal sagen/schreiben, warum ich die Erfahrungen von C. Seidel erwähnt habe; denn
seine/ihre (allerdings) Langzeit-Erfahrungen sprachen dafür, wie in vielen verschiedenen Beiträgen - auch in Funk und Fernsehen - beschrieben wurde.
Natürlich ist es keine Studie gewesen, aber interessant fand ich die geschilderten Veränderungen trotzdem.
Es wurde sogar davon gesprochen, dass sich der Hormonstatus verändert hat.
Allerdings war es ein Experisment 24/7/12, also dauerte ein Jahr und es waren keine "gelegentlichen Einzelerlebnisse".
Gruß
Anne-Mette
ich denke, die Verhältnisse am "Ballermann" sind kaum vergleichbar mit CD-Abenden und Treffen in relativ kultivierten Kreisen.
Auch Frauen können "die Sau rauslassen" - mit allem, was "dazu gehört".
Wenn wir uns diesem besonderen Thema abwenden und wieder darauf kommen, ob Crossdressing "männliches Verhalten" ändert, so möchte ich noch einmal sagen/schreiben, warum ich die Erfahrungen von C. Seidel erwähnt habe; denn
seine/ihre (allerdings) Langzeit-Erfahrungen sprachen dafür, wie in vielen verschiedenen Beiträgen - auch in Funk und Fernsehen - beschrieben wurde.
Natürlich ist es keine Studie gewesen, aber interessant fand ich die geschilderten Veränderungen trotzdem.
Es wurde sogar davon gesprochen, dass sich der Hormonstatus verändert hat.
Allerdings war es ein Experisment 24/7/12, also dauerte ein Jahr und es waren keine "gelegentlichen Einzelerlebnisse".
Gruß
Anne-Mette
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Lavendellöwin
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Re: Ändert Crossdressing männliches Verhalten?
Nora_7 hat geschrieben: Di 18. Jul 2023, 08:15 Es kam mir darauf an, die Gegensätze polarisiert aufzuzeigen, nicht eine unenndliche Diskussion zu m/w-Anteilen zu führen. Auch sehe ich keinen notwendigen Zusammenhang zwischen Macho und Aggressivität. Kommt häufig vor, ist aber keine Bedingung.
Hmmm..
darf ich raten? Bei der 2 Satz Antwort hast du kein Kleid angehabt oder?
Zum einen habe ich deine 100% aus dem Eingangspost für mich erklärt aus meiner Sicht.
Das Anteile eingeführt wurden kam doch nicht von mir
Zum anderen sagte ich, das kein Kleid eine männliche Person schnell mal auf den anderen Pol bringt.
Was ich denke was es ist, das sage ich jetzt auch völlig emphatiefrei, ist das die kleidertragende
Person ihre Vorstellung von Frausein in das Kleidertragen projiziert. Das das dann bei einer längeren
Phase durchaus in die Richtung gehen kann die Anne-Mette und Vicky angeschnitten haben,
schliesse ich nicht mal aus.
Denn so 1,5 naja 2 Jahre nach dem Start der HRT ist meine ich sage bewusst "männliche Mauer"
von Gleichgültigkeit, geht mich nichts an, und überhaupt dieses ganze König der Welt Verhalten zu einem
Häufchen Staub zerfallen. Frauen fühlen anders als Männer, nehmen auf anderen und viel mehr
Ebenen wahr. Das kommt aber definitiv nicht von der Kleidung oder Make-Up.
Und würde ich jetzt professionell eine Dienstleistung verkaufen, würde ich auch sagen das das alles
perfekt ist, gehört irgendwie zur Arbeit dazu und schärft das Profil, richtig?
Alles Liebe Marie
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Di 18. Jul 2023, 10:33, insgesamt 2-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.