https://www.nzz.ch/feuilleton/kim-de-lh ... ld.1707890
Gerade hat Kim de l"™Horizon den Deutschen Buchpreis für den Debütroman -«Blutbuch-» erhalten, dessen autobiografische Figur sich weder als Mann noch als Frau fühlt. Hier schreibt Kim de l"™Horizon über einen Faustschlag in Berlin und über Bundesrat Ueli Maurer, der, wie er sagte, lieber kein -«Es-» als Nachfolger haben möchte.
Ich könnte dazu schreiben, dass sich ein reaktionäres, manchmal proto-faschistisches Blatt einen Alibi-Artikel gegönnt hat, aber ich freue mich vielleicht besser darüber, dass der Artikel überhaupt erschienen istWieso also wird dermassen viel über -«uns-» gesprochen? Wieso gibt es mehr Artikel über trans* Menschen als trans* Menschen? Wieso spricht auch diese Zeitung hier mehr über als mit trans* Menschen? Und wenn, dann lässt sie nur trans* Menschen zu Wort kommen, die ihre Transition bereuen — was nur drei Prozent tun, wie neue Studien belegen, und das meistens, weil sie stark an der Diskriminierung leiden, und nicht, weil der neue Körper -«nicht passt-». Wieso bin ich die erste nonbinäre Person, die hier über ihre Erfahrungen schreiben darf? Let"™s cut the crap. Ihr fühlt euch nicht von so was Munzelimäusligem wie einem * bedroht. Es geht um Macht. Um Macht und um die Wunden, die wir alle tragen.
Analog zum Artikel: "Beyond the Gender Binary" von Alok Vaid-Menon.