doccheck: Was macht Abtreibung mit der Psyche?
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Anne-Mette
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Karla
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Re: doccheck: Was macht Abtreibung mit der Psyche?
Fazit der Autorin Dr. med Petra Brandt:
"Erfahrungen aus der Praxis
Ganz grundsätzlich: Es gibt nicht den Schwangerschaftskonflikt, jeder Fall und jede Patientin ist anders. Es gibt Situationen, in denen Frauen sich sehr klar für einen Abbruch entscheiden und von Erleichterung und Gewissheit über die richtige Entscheidung sprechen.
Es gibt äußerlich sehr ungünstige Konstellationen, in denen dennoch ein Ja zum Kind gefunden wird. Ich denke an eine 17-jährige Frau ohne Schulabschluss und ohne verlässlichen Partner. Nach langem Ringen, positivem Rückhalt durch die Familie und vielen Gesprächen war sie im Nachhinein froh und dankbar, sich gegen einen Abbruch entschieden zu haben.
Immer wieder werden in Anamnesegesprächen lange zurückliegende Schwangerschaftsabbrüche zögerlich und nicht selten unter Tränen erwähnt: "Wenn ich gewusst hätte, wie sehr ich darunter im Nachhinein leide, hätte ich mich anders entschieden." Und es gibt auch Männer, die nicht mit der Entscheidung für einen Abbruch einverstanden sind: "Es ist doch auch mein Kind." Genauso wie es Männer gibt, die ihre Partnerinnen zu einem Schwangerschaftsabbruch nötigen, worunter diese Jahre später noch psychisch leiden.
Mein Fazit
Die Studienlage über psychische Folgen nach einem Schwangerschaftsabbruch ist widersprüchlich. Es gibt umfassende Studien, die dafür sprechen, andere sehen dagegen keine erhöhte Risikosituation für die psychische Gesundheit von Frauen. Solange es keine eindeutigen Ergebnisse gibt, sollte weitere Studienarbeit gefördert und an einer einheitlichen Methodik gearbeitet werden."
Ellys Fazit daraus:
Zum -§218 gibt es keine Alternative: Irgendwie müssen die Schwangeren aus Absatz 2 und 3 ja erreicht werden, damit sie nicht eine Entscheidung treffen, die sie später bereuen!
-§219 gehört auf den Müll bzw. so geändert, daß ein Mediziner straffrei bleibt, der neben der medizinischen Seite auch das für und wider des Abbruchs erwähnt (s.o.): dann ist es keine "Werbung aus Profitgründen" mehr!
Um weiteren Druck auf Ärzt:innen und Schwangere zu unterbinden, sind Aktionen von Abtreibungsgegnern im Umkreis von 500m um Wohnung und Praxis von Ärzten als Nötigung zu v erfolgen!
Um Frauen- und Kinderarmut zu bekämpfen, braucht es u.a. eine Grundsicherung für Kinder! Vom Ehegattensplitting sollte dorthin umgeschichtet werden!
Wenn nur jede 10. Abtreibung zugunsten von Adoption vermieden werden könnte, wär das toll!
LG Elly
"Erfahrungen aus der Praxis
Ganz grundsätzlich: Es gibt nicht den Schwangerschaftskonflikt, jeder Fall und jede Patientin ist anders. Es gibt Situationen, in denen Frauen sich sehr klar für einen Abbruch entscheiden und von Erleichterung und Gewissheit über die richtige Entscheidung sprechen.
Es gibt äußerlich sehr ungünstige Konstellationen, in denen dennoch ein Ja zum Kind gefunden wird. Ich denke an eine 17-jährige Frau ohne Schulabschluss und ohne verlässlichen Partner. Nach langem Ringen, positivem Rückhalt durch die Familie und vielen Gesprächen war sie im Nachhinein froh und dankbar, sich gegen einen Abbruch entschieden zu haben.
Immer wieder werden in Anamnesegesprächen lange zurückliegende Schwangerschaftsabbrüche zögerlich und nicht selten unter Tränen erwähnt: "Wenn ich gewusst hätte, wie sehr ich darunter im Nachhinein leide, hätte ich mich anders entschieden." Und es gibt auch Männer, die nicht mit der Entscheidung für einen Abbruch einverstanden sind: "Es ist doch auch mein Kind." Genauso wie es Männer gibt, die ihre Partnerinnen zu einem Schwangerschaftsabbruch nötigen, worunter diese Jahre später noch psychisch leiden.
Mein Fazit
Die Studienlage über psychische Folgen nach einem Schwangerschaftsabbruch ist widersprüchlich. Es gibt umfassende Studien, die dafür sprechen, andere sehen dagegen keine erhöhte Risikosituation für die psychische Gesundheit von Frauen. Solange es keine eindeutigen Ergebnisse gibt, sollte weitere Studienarbeit gefördert und an einer einheitlichen Methodik gearbeitet werden."
Ellys Fazit daraus:
Zum -§218 gibt es keine Alternative: Irgendwie müssen die Schwangeren aus Absatz 2 und 3 ja erreicht werden, damit sie nicht eine Entscheidung treffen, die sie später bereuen!
-§219 gehört auf den Müll bzw. so geändert, daß ein Mediziner straffrei bleibt, der neben der medizinischen Seite auch das für und wider des Abbruchs erwähnt (s.o.): dann ist es keine "Werbung aus Profitgründen" mehr!
Um weiteren Druck auf Ärzt:innen und Schwangere zu unterbinden, sind Aktionen von Abtreibungsgegnern im Umkreis von 500m um Wohnung und Praxis von Ärzten als Nötigung zu v erfolgen!
Um Frauen- und Kinderarmut zu bekämpfen, braucht es u.a. eine Grundsicherung für Kinder! Vom Ehegattensplitting sollte dorthin umgeschichtet werden!
Wenn nur jede 10. Abtreibung zugunsten von Adoption vermieden werden könnte, wär das toll!
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Mirjam
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Re: doccheck: Was macht Abtreibung mit der Psyche?
Hallo Welt
Ich lese ja gerne auch die Kommentare, wenn es nicht zu viele sind. Hier gefiel mir insbesondere einer davon. Ich zitiere mal daraus:
LG, Mirjam
Ich lese ja gerne auch die Kommentare, wenn es nicht zu viele sind. Hier gefiel mir insbesondere einer davon. Ich zitiere mal daraus:
Ich glaube, hier liegt einer der Schlüssel. Denn über eine bessere (nicht nur, aber auch finanzielle) Förderung dürfte es doch auch zu erreichen sein, dass sich weniger Frauen für den Abbruch entscheiden, ohne die, die es dann doch tun, kriminalisieren zu müssen. Das heißt jetzt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass ich den -§ 218 ersatzlos streichen würde. Aber vielleicht wäre es ja möglich, dass ein Abbruch in den ersten drei Monaten nicht nur straffrei, sondern auch nicht mehr rechtswidrig wäre? Ja, die Idee ist bestimmt noch nicht ausgegoren, dessen bin ich mir bewusst.[...] Ich will lediglich darauf hinweisen, dass es viel wichtiger ist die Strukturen für alleinerziehende Mütter, für ungewollte und schlecht geförderte und gefährdete Kinder zu verbessern als darüber zu urteilen, ob eine Frau über ihren Körper und ihr Leben selbst entscheiden darf und kann und tut.
LG, Mirjam
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Karla
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Re: doccheck: Was macht Abtreibung mit der Psyche?
Durch einen Abbruch wird ein Leben beendet: das muß rechtswidrig bleiben! - wenn die Schwangere nach SSW12 noch 4 Monate durchhält, ist das Kind lebensfähig!!! Es muß gesellschaftlich akzeptiert werden, wenn sie die Verantwortung danach an andere abgibt, Nachteile wie Verzögerung der Ausbildung,... müssen ausgeglichen werden! Ich wünsche mir 100.000 Adoptionen und <5000 Abbrüche pro Jahr statt umgekehrt! (o.K., ist utopisch, aber das wär die richtige Richtung!) (noch schöner wäre, wenn Kinder nicht zum Karriere- und Armutsrisiko würden und sich dadurch ein Großteil der 100.000 Frauen pro Jahr anstelle Abbruch für das Kind entscheiden könnten)
Dennoch muß JEDE Frau, die dazu nicht bereit ist, die Möglichkeit zu einem straffreien Abbruch haben, damit sie sich nicht dem Risiko eines heimlichen, illegalen Abbruchs aussetzen muß.
Dennoch muß JEDE Frau, die dazu nicht bereit ist, die Möglichkeit zu einem straffreien Abbruch haben, damit sie sich nicht dem Risiko eines heimlichen, illegalen Abbruchs aussetzen muß.
LG EllyMirjam hat geschrieben: So 10. Okt 2021, 13:41 Das heißt jetzt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass ich den -§ 218 ersatzlos streichen würde. Aber vielleicht wäre es ja möglich, dass ein Abbruch in den ersten drei Monaten nicht nur straffrei, sondern auch nicht mehr rechtswidrig wäre? Ja, die Idee ist bestimmt noch nicht ausgegoren, dessen bin ich mir bewusst.
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)