Stimme OP
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BiancaC
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Stimme OP

Post 1 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Hallo alle zusammen,

hat jemand von euch Erfahrungen mit der OP Technik von Fr. Prof. Dr. med. habil. Kerstin Hoffmann ?

Vielen Dank im voraus

VlG Bianca
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DieKatja
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Re: Stimme OP

Post 2 im Thema

Beitrag von DieKatja »

Ist eine OP überhaupt notwendig? Oft reicht es schon aus seine Stimme zu trainieren. Da gibt's einige Videos auf Youtube drüber. Da gibt's eine Methode die ist ganz easy. Undzwar trainiert man dadurch das man einige Zeit wie Micky Maus (also sehr hohe piepsige Stimme) spricht. Das übt man Jeden Tag etwa drei Monate lang, dadurch trainiert man einen Muskel am Kehlkopf irgendwo der dann bei etwas Training automatisch eine weibliche Stimme schafft. Funktioniert nicht immer aber häufig reichts.

Solltest du sowas schonmal gemacht haben dann hab ich nichts gesagt, wäre aber für andere Damen hier wahrscheinlich interessant.
Einfach mal "weibliche Stimme bekommen" bei Youtube suchen.

Liebe Grüße!
BiancaC
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Re: Stimme OP

Post 3 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Hallo Katja,
Ich war bei einem HNO Artz der mir gesagt hat das ich mit Training (logopädie) nichts erreichen kann.
Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig.
Die Technik die Fr. Prof.Dr. Hoffmann anwendet verändert die Stimmbänder nicht !!.
Deshalb hab ich eigentlich gesagt das wäre die letzte Op (stimme) die ich machen würde aber bei der Technik hört sich das gut an und kann im extrem Fall wieder rückgängig gemacht werden.

VlG Bianca
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Engelchen
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Re: Stimme OP

Post 4 im Thema

Beitrag von Engelchen »

BiancaC hat geschrieben: Sa 5. Dez 2020, 17:05 Deshalb hab ich eigentlich gesagt das wäre die letzte Op (stimme) die ich machen würde aber bei der Technik hört sich das gut an und kann im extrem Fall wieder rückgängig gemacht werden.
Was für eine Technik verwenden die?
Konnte da nichts rausfinden.

Lg

Lisa
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BiancaC
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Re: Stimme OP

Post 5 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Hallo Lisa, Hallo alle zusammen,

anbei Links die die Op Technik von ihr darstellen.
Frau Dr. Hoffmann hat die Technik selbst erfunden.
https://de.wikibooks.org/wiki/Transsexu ... roximation

http://transxtest.transgender.at/Dokumente/OpMFKehl.pdf

VlG Bianca
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Engelchen
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Re: Stimme OP

Post 6 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Tsjaney hat geschrieben: Do 24. Dez 2020, 17:49 "Die Stimme einer Frau" und
"Sprachübung für Transsexuelle MzF Stimmbildung v1.0"
Würde mich mal interresieren - gibt es Links dazu?

Liebe Grüße

Lisa
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Re: Stimme OP

Post 7 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

BiancaC hat geschrieben: Sa 5. Dez 2020, 17:05 Ich war bei einem HNO Artz der mir gesagt hat das ich mit Training (logopädie) nichts erreichen kann.
Hallo Bianca,

hat der Arzt auch begründet weshalb dies (seiner Meinung nach) bei dir nicht zu erreichen wäre?

LG Kathi
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Re: Stimme OP

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

Ich finde, eine transgenderneutrale Tonhöhe (Sprache, nicht Gesang) reicht durchaus vollkommen, es sind andere Merkmale die es zu erlernen zu erstreben sind und gerade diese machen den Unterschied Frau/Mann Stimme aus... und die neue Stimme sollte auch zum Charaktertyp passen. Einfach nur hohe Stimme...ist nicht immer passend und schön.

LG Kathy
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Re: Stimme OP

Post 9 im Thema

Beitrag von BiancaC »

kathy hat geschrieben: Do 24. Dez 2020, 20:49 Hallo Bianca,

hat der Arzt auch begründet weshalb dies (seiner Meinung nach) bei dir nicht zu erreichen wäre?

LG Kathi
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Hallo Kathi

Ich meine er hätte gesagt das ich eine Kopfstimme hätte (Aber laut def. hab ich das nicht).
Ich war mittlerweile zum Pre-Op Gespräch in Weimar.
Dort wurde verschiedene Untersuchungen und Tests gemacht.
Ergebnis: Fr. Prof. Hoffmann hat mir gesagt das ich so oder so eine Logopädin brauche !
Die Op könnte eine Tonerhöhung von bis zu 4,5 Halbtöne ergeben.
Nachteil der OP ist das Frau keine geplante OP für 9 Monate haben sollte.(Intubation zerstört das OP-Ergebins sehr wahrscheinlich)

VlG Bianca
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Re: Stimme OP

Post 10 im Thema

Beitrag von BiancaC »

kathy hat geschrieben: Fr 25. Dez 2020, 00:22 Einfach nur hohe Stimme...ist nicht immer passend und schön.
Nochmal Hallo Kathi

Deshalb bin ich von Fr. Prof. Hoffmann so fasziniert,sie hat gesagt das es nicht Ziel ist ,einfach eine sehr hohe Stimme (ich übertreibe Micky Maus) zu haben ,sondern sie muß zur Person passen.
Und diese Ergebnis (Micky Maus) möchte sie nicht haben !
VlG Bianca
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Re: Stimme OP

Post 11 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

Hallo Bianca,

meine Aussage war allgemein gehalten und bezog sich nicht auf die OP und nicht auf dich.... eher auf eine andere Aussage hier (aber nicht von dir)... tut mir leid wenn das falsch aufgefasst wurde... ansonsten finde ich es interessant diese OP-Methode weil sonst ja eher von den (klassischen) OP-Methoden abgeraten wird.

LG Kathy
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Re: Stimme OP

Post 12 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Hallo,
ich kann zu der speziellen OP Methode nichts sagen, kenne sie nicht und bin auch keine Ärztin. Vor ein paar Jahren besuchte ich die EPATH Konferenz (European Professional Association for Transgender Health, das Europäische Pendent zur WPATH) und habe dort ein paar Vorträge zu operativen Stimmtherapien gehört, verschiedene OP Methoden etc.

Vorweg, ja, ich kann den Druck völlig nachvollziehen. Auch mir geht es saumäßig auf die Nerven, immer wieder am Telefon falsch erkannt zu werden. Das nervt einfach unglaublich. Ich habe mich für Logopädie interessiert, auch die Internet basierten Dinge probiert und an ein paar Sitzungen teilgenommen. Wenn man das wirklich will, dann kann man mit Stimtraining eine Menge erreichen und das kann auch eigentlich jede. Aber es ist viel, viel und harte Arbeit!

Eine OP erscheint da natürlich ein enigermaßen einfacher Weg - Narkose und fertig. Doch so einfach ist das nicht. Ganz allgemein ist die Tonhöhe nur ein Teil dessen, was das "gelesen werden" ausmacht. Mindestens ebenso wichtig sind Dinge wie Betonung, Melodie (Prosodie) etc. Dies wird bei einer OP nicht verändert und das ist der Teil, weshalb Ärzt_innen auch sagen, dass trotz OP immernoch Logopädie nötig ist. Man kommt darum also sowieso nicht drumherum - und ich würde schätzen, dass der Aufwand dafür trotz OP fast gleich bleibt.

Ein großer Nachteil aller damals vorgestellten OP Techniken war zudem, dass zwar die mittlere Sprechtonlage dann um einige Töne höher liegt, aber der post-OP noch erreichbare Tonumfang leider auch erheblich geringer war, d.h. die Möglichkeit die Tonhöhe selbst zu veräÅ„dern ist deutlich eingeschränkt, sehr deutlich. Wer gerne singt sollte sich das daher sehr gut überlegen.

Auch wenn die Stimmbänder selbst nicht operativ verändert werden, birgt jede OP Risiken - Entzündungen, Vernarbungen, Verwachsungen dort wo man sie nicht will etc. Die Stimmbänder und der Sprechapparat sind sehr empfindlich. Eine sehr übliche Nebenwirkung ist mehr oder weniger ausgeprägte Heiserkeit, die bei manchen dann eben nie wieder nachlässt.

Ich habe einige Menschen kennengelernt, die eine Stimm-OP haben machen lassen und, es tut mir leid, bei den allermeisten hat das Ergebnis nicht überzeugt. Die Stimmen waren dann irgendwie unpassend, zu hoch, piepsig, ohne Volumen und eben oft mit einer mehr oder weniger starken Heiserkeit. Das klingt dann oft doch eher künstlich.


Falsch gelesen zu werden nervt mich, sehr sogar. Doch im Großen und Ganzen mag ich meine Stimme und im persönlichen Kontakt im Alltag, wenn zur Stimme noch das Erscheinungsbild hinzu kommt, habe ich in der Regel auch keine Probleme - wenn ich selbst etwas auf meine Stimme achte, Resonanz und Tonhöhe bewusst unter Kontrolle bringe. In der Abwängung Risiko zu Nutzen kommt eine OP für mich nicht in Frage, vor allem da ich weiß, dass ich noch deutlich mehr rausholen könnte, wenn ich nicht so stinkend faul wäre und logopädische übungen konsequenter machen würde!
(Und nein, ich habe nicht von Natur aus eine eher weibliche Stimme, sondern durchauch einen ordentlichen Bass, wenn ich will... und dieses "wollen können" würde ich mir auch nicht nehmen lassen wollen...)

Liebe Bianca, überlege Dir das gut und mach vielleicht trotzdem vorher mal eine Zeit lang intensiv Logopädie - es nützt Dir auch, selbst wenn Du dann doch noch die OP machen wolltest, aber vielleicht kommst Du ja dann auch zu dem Schluss, dass Du die OP nicht mehr brauchst?

Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
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ExuseIn-2021-01-31
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Re: Stimme OP

Post 13 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

Ich möchte mich den Worten von Nicole anschliessen.

Oben wird geschrieben dass eine OP eine Tonerhöhung von 4 bis 5 Halbtöne versprechen soll.
Ich habe allein durch die Logopädie eine Tonerhöhung von 5 Ganztönen (!) erreichen können unter Beibehaltung in allen Varianten noch spielen zu können. Ein Jahr habe ich allerdings schon hierzu gebraucht... Ob sich dann eine OP lohnt?

Dieses Spielen der Stimme ist für mich immens wichtig weil nur so ich die Stimme finden werde die zu meinem Typ passt, aber auch mal entlasten kann bei längerer Unterhaltung oder wenn es einfach Tage sind wo meine Stimme doch lieber etwas tiefer mag und sich etwas ausruhen möchte. Meine Stimme liegt trotzdem nicht in der typisch hohen weiblichen Tonhöhe (passt nicht zu mir), braucht es auch nicht... sie wird durch andere Merkmale als feminin genug betrachtet in den Ohren anderer und wenn mal nicht dann ist es auch mal kein Untergang. Und an manchen Tagen will ich auch mal wieder mit der etwas tieferen Stimme sprechen wenn auch nicht ganz tief wie zu Anfang. Wichtig ist für mich dass meine Stimme noch authentisch klingt und nicht gekünstelt.

Bei einer OP hätte ich Angst dass ich all diese Möglickeiten - mit der Stimme zu spielen um meine Stimme zu finden - möglicherweise aus den Händen geben würde.

Die Frage war jedoch ob jemand diese OP-Methode kennt, vielleicht findet sich noch jemand der hier von eigene Erfahrungen berichten kann.

LG Kathy
BiancaC
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Re: Stimme OP

Post 14 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Hallo Nicole,
nicole.f hat geschrieben: Mo 28. Dez 2020, 16:59 Vorweg, ja, ich kann den Druck völlig nachvollziehen. Auch mir geht es saumäßig auf die Nerven, immer wieder am Telefon falsch erkannt zu werden. Das nervt einfach unglaublich. Ich habe mich für Logopädie interessiert, auch die Internet basierten Dinge probiert und an ein paar Sitzungen teilgenommen. Wenn man das wirklich will, dann kann man mit Stimtraining eine Menge erreichen und das kann auch eigentlich jede. Aber es ist viel, viel und harte Arbeit!
Das am Telefon ist eines meiner Probleme.Ich melde mich am Telefon "Guten Tag, sie sprechen mit Bianca..." und dann kommt von der anderen Seite :" Sie haben aber eine männliche Stimme ! "
Frau Prof. Hoffmann hat mir gesagt das es so oder so nicht ohne Logopädie funktioniert !
nicole.f hat geschrieben: Mo 28. Dez 2020, 16:59 Eine OP erscheint da natürlich ein enigermaßen einfacher Weg - Narkose und fertig. Doch so einfach ist das nicht. Ganz allgemein ist die Tonhöhe nur ein Teil dessen, was das "gelesen werden" ausmacht. Mindestens ebenso wichtig sind Dinge wie Betonung, Melodie (Prosodie) etc. Dies wird bei einer OP nicht verändert und das ist der Teil, weshalb Ärzt_innen auch sagen, dass trotz OP immernoch Logopädie nötig ist. Man kommt darum also sowieso nicht drumherum - und ich würde schätzen, dass der Aufwand dafür trotz OP fast gleich bleibt.
Also ich habe mich lange mit allen Veränderungen und OPs beschäftigt. Bevor ich von dieser OP gehört hatte habe ich für mich eigentlich entschieden das eine Stimm-Op die letzte OP sein würde.
Und nein Fr. Hoffmann hat mir gesagt das es nicht so einfach ist ! Sie hat mir gesagt das ich am besten heute noch mit der Logopädie anfangen soll ! Und wahrscheinlich noch zimlich lange !
Des weiteren hat sie gesagt das ich auf jeden Fall zu einer Logopädin gehen soll.Ein Frau wird mehr auf das Frauliche Sprechen achten.
nicole.f hat geschrieben: Mo 28. Dez 2020, 16:59 Ein großer Nachteil aller damals vorgestellten OP Techniken war zudem, dass zwar die mittlere Sprechtonlage dann um einige Töne höher liegt, aber der post-OP noch erreichbare Tonumfang leider auch erheblich geringer war, d.h. die Möglichkeit die Tonhöhe selbst zu veräÅ„dern ist deutlich eingeschränkt, sehr deutlich. Wer gerne singt sollte sich das daher sehr gut überlegen.

Auch wenn die Stimmbänder selbst nicht operativ verändert werden, birgt jede OP Risiken - Entzündungen, Vernarbungen, Verwachsungen dort wo man sie nicht will etc. Die Stimmbänder und der Sprechapparat sind sehr empfindlich. Eine sehr übliche Nebenwirkung ist mehr oder weniger ausgeprägte Heiserkeit, die bei manchen dann eben nie wieder nachlässt.
Fr. Hoffmann (bzw. die beleitende Logopädin) sagte mir es ist nicht Sinn und Zweck die Stimme anzuheben "Wir wollen keine Micky Maus oder Helium Stimme" . Desweiteren sagte sie mir das die OP das gesammte Stimmfeld verschiebt . Sie sagte das die Stimme bei nur Logopädie mehr belastet wird (Heiserkeit).

Ja Nicole es soll keine Rechferigung oder so etwas sein.
Ein weiterer Nachteil ist das nach dieser OP 9 Monate keine geplante OP gemacht werden sollte.
Ich habe ein pre OP Gespräch gehabt ,Sie hat mir alle Risken erläuert.
Ich werde jetzt erst mal Logopädie machen und dann erstmal eine Brustaufbau OP machen.
Bisdahin wird erstmal Zeit ins Land gehen und dann werden wir weiter sehen.

Vielen Dank nochmal für deine Ausführungen Nicole und

Viele liebe Grüße Bianca
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Lavendellöwin
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Re: Stimme OP

Post 15 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Liebe Bianca...

hmm..

ich möchte dir sagen, das ich das grösste Verständnis dafür habe, wenn sich eine Person zu einer
OP entschliesst, denn das passiert nicht ohne Grund und Hintergrund.
Und auch bei einer OP was die Stimme angeht ist es doch ein Eingriff an einem gesunden Organ.
An einem trainierbaren und sehr flexiblen Organ sogar...

ich weiss nicht, ob du meine Entwicklung in meinem Stimm-Thread verfolgt hast, das ist aber auch
nicht wichtig an der Stelle.

Ich fange mal bei der absoluten Höhe an-dafür braucht es aus meiner Sicht keine Logopädie, keine OP
und nicht mal ein Talent in stimmlicher Form. Nur den Willen, die alte Stimme abzulegen.
Jetzt und für immer. Dann dauert die Umstellung, hmm ach, vielleicht 6 Monate.
Stimmanalyse_1229.png
Hier siehst du wie lange ich schon im neutralen oder weiblichen Bereich bin und da war ich bevor
ich überhaupt mit der Logopädie angefangen habe. Ja, das klang manchmal schräg und nicht schön,
das gehört aber zum Prozess und ist eventuell genauso unschön wie eine Übergangsfrisur die grade
mal über Ohren reicht...

ich wurde mal gefragt ob das nicht auffällt-ja tut es, aber, man lernt schminken, sucht sich vielleicht
einen neuen Kleidungsstil, die Brüste wachsen-das fällt auch auf ist aber ein Teil der weiblichen Entwicklung.
Unsere Quasi-zweite-Pubertät. Mir gehen grade die Haare aus, aber ich sehe auch das sie verändert wieder
neu wachsen, das hart, aber ich geh da durch. Ich weiss wo ich hin will-wäre ich ein Mann würd ich mir da
keine Gedanken machen, sondern sagen thats it....

hmmm..ich hoffe @Jeanne du liest mit, denn das was ich jetzt schreibe möchte ich auch dir sagen.
Es sind jetzt gute 2 Jahre, wo ich am Feintuning der Stimme arbeite...
arbeite ich daran? Nein, ich leb es und genau das ist der springende Punkt an der Logopädie überhaupt.
Leben, Freude, wohlfühlen-nichts weiter...
es gibt furchtbar viele auch echt tolle Übungen, manche sind albern (denn man soll auch mal die Mickey Mouse
machen und gezielt übertreiben), manche sehr anstrengend (das Korkensprechen, das ist aber super effektiv für die
Prosodie und um zu merken wo die Stimme sitzt), welche aber passt ist sehr individuell.

Ich sag euch offen, was mir in der Logopädie am meisten gebracht hat und das waren nicht die Übungen.
Nein, denn ich habe mit meiner Logopädin manche Stunde nicht eine Übung gemacht, sondern wir haben
uns einfach unterhalten, was ist los, wie geht es mir, fast eher psychologisch.
Was hat mir am meisten geholfen?
Naja, das meine Logopädin als eingefleischte Feministin mich nie in Frage gestellt hat, sie hat nicht einem
Mann geholfen sich eine "weibliche" Stimme zu erarbeiten, sondern sie war quasi eine Geburtshelferin
meines weiblichen Seins und ich hab mich sau wohl bei ihr gefühlt.
Dafür könnte ich sie heute noch stundenlang umarmen... (he)

deswegen vergesst das meiste "technische", es geht besser übers Herz und das wahre Leben

Alles Liebe Marie (flo)
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Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Di 29. Dez 2020, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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