Sonntagsblatt: Transsexuelle Jugendliche suchen sich zunehmend Beratung und Hilfe
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Anne-Mette
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Sonntagsblatt: Transsexuelle Jugendliche suchen sich zunehmend Beratung und Hilfe
Moin,
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/me ... -und-hilfe
Ja, das ist richtig: immer mehr transsexuelle Jugendliche suchen sich Beratung und Hilfe, was nicht (zwangsläufig) bedeteutet, dass es einen "Trans-Hype" gibt.
Gruß
Anne-Mette
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/me ... -und-hilfe
Ja, das ist richtig: immer mehr transsexuelle Jugendliche suchen sich Beratung und Hilfe, was nicht (zwangsläufig) bedeteutet, dass es einen "Trans-Hype" gibt.
Gruß
Anne-Mette
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ExUserIn-2026-01-22
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Re: Sonntagsblatt: Transsexuelle Jugendliche suchen sich zunehmend Beratung und Hilfe
Das sehe ich ähnlich - danke für den Link.Anne-Mette hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 10:29 ...was nicht (zwangsläufig) bedeteutet, dass es einen "Trans-Hype" gibt.
Mich würde nur folgendes interessieren: haben Jugendliche heutzutage mehr den Mut dazu zu stehen und damit umzugehen oder liegt es einfach an unserer Gesellschaft, wo man dank Internet sieht, daß man damit nicht allein ist und an anderen Beispielen sehen kann, wie damit umgegangen wird?
Gehen "Betroffene" heutzutage als erster Schritt zum Psychologen/Arzt oder informiert man sich darüber erst einmal im Internet? Da ich selbst nicht Transsexuell bin habe ich diesbezüglich leider nicht so dein Einblick - wäre schön, wenn das jemand von euch mal erläutern könnte.
Jennifer
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Jaddy
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Re: Sonntagsblatt: Transsexuelle Jugendliche suchen sich zunehmend Beratung und Hilfe
Also in meiner Wahrnehmung, sowohl Online (Discord), als auch Offline (Trans*Cafe, etc. in Bremen) finden die Kids (15+) sehr schnell online andere, denen es ebenso geht. Von dort aus startet die eigene Orientierung, dann geht es ggf mal zur Beratung in der Nähe und dann irgendwann zu Therapie, etc. Das Netz verkürzt einfach die Zeit, der eigenen Situation einen Namen zu geben, bzw auch festzustellen, ob es das wirklich ist, statt wie früher erst Jahrzehnte dran zu leiden, keine Infos zu bekommen, teilweise nicht mal zu wissen, was es alles gibt. Sehr viele sind online auch lange am zweifeln, probieren, stellen fest, dass trans nicht für sie passt. Auf jeden Fall gehen davon nicht 100% dann straight auf die Transition zu.
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Nicole Fritz
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Re: Sonntagsblatt: Transsexuelle Jugendliche suchen sich zunehmend Beratung und Hilfe
ebenfalls danke für den Link. Ich denke, den "Hype" macht vor allem das Internet. Vermutlich hätte selbst ich mich ohne Internet nicht geoutet und mich wohl tot gesoffen oder aufgehängt. Dann hätte man mich bei den "geistesgestörten" Selbstmördern eingereiht und "Ende Gelände".Anne-Mette hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 10:29 ... was nicht (zwangsläufig) bedeteutet, dass es einen "Trans-Hype" gibt.
Das Problem existierte lange nur deshalb deutlich weniger, weil viele der Betroffenen es gar nicht erkannten und in einem Kreislauf von Unerträglichkeit und Depressionen hinein gerieten. Die behandelnden Psychiater - in der Regel sind die ja cis und binär denkend - erkennen das selbst heute meistens nicht und verschreiben dann "Drogen", die nur den Geist benebeln. Dazu gibt es Therapie-Gespräche, die Nutzlos bleiben, weil die Ursache des Problems nicht erkannt oder angesprochen wird. Wer nicht selbst auf Trans*-Identität als mögliche Ursache stößt, hat also kaum eine Chance auf wirkliche Hilfe.
Nur wer sich ganz klar in der Rolle des anderen Geschlechts wieder findet, sucht auch ohne Internet - in Zeitschriften, Büchern oder bei Beratungsstellen - nach Unterstützung. Wer aber wie ich nicht-binär irgendwo dazwischen empfindet, sieht als Mann in den Frauenkleidern oft als nichts weiter als so etwas wie einen Fetisch, oder kleidet und verhält sich als Frau einfach nur eher "männlich". Mit der Sozialisation funktioniert es dann nicht richtig, was zu Isolation, Einsamkeit und den damit verbundenen psychischen Problemen führt. Dabei zeigen sich oft Symptome für Autismus, Borderline, Paranoia und ähnlichem, die dann - wenn überhaupt - falsch und erfolglos behandelt werden. Ich denke da ein Verhaltenstraining, das ich abbrach, weil es mich fast in den Wahnsinn trieb. Ich hatte damals in meinem Job schon mehr als genug Stress.
LG Nicole
PS: Die nicht-binäre "Front" formiert sich wieder zur Attacke!