BILD: Es braucht einen Trans-Pride
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Anne-Mette
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BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

hier kann der Artikel aufgerufen werden: https://www.bild.de/lgbt/2019/lgbt/stut ... .bild.html

Gruß
Anne-Mette
ExuserIn-2019-12-22

Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Das sollte es Deutschland weit und öfters geben.

Tuesday for trans*! oder so.
Engelchen
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Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 3 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Wow, mal ein vernünftiger Artikel der Bildzeitung.
Sowas bräuchte es öfters.
Liebe geben und offen sein für Neues
lexes
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Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 4 im Thema

Beitrag von lexes »

Sehr schön ..
mit 400 Teilnehmern natürlich auch sehr klein ..
aber so haben ja alle mal angefangen ..

Die Forderungen sind allesamt solide und zu unterstützen ..

Ich bemerke aber in meiner direkten Umgebung gerade einen seltsamen Trend. ( der insbes. den weniger akademischen Flügel betrifft )

Nachdem auch der letzte kapiert hat das Witze über ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer ( auf AFD-Parolen-geprägter Grundstimmung entstanden ) nicht mehr witzig werden, bekomme ich jetzt über WhatsApp immer öfter solche Dinge :
Bildschirmfoto 2019-09-10 um 09.27.58.png

oder

Bildschirmfoto 2019-09-10 um 09.32.07.png


So langsam scheint die ein Großteil der Leute es lästig zu finden. Stumpfe Feindbilder ( Flüchtlinge ) polarisieren in beide Richtungen. Aber ein Thema wie das hier ... der Trend ist echt seltsam.

Das mag auch daran liegen das in aufgeklärten und internen Kreisen gerade eine ziemliche Pro-Trans-Bewegung im Gange ist ( passt ja auch zum aktuellen Bericht , Danke Anne-Mette im Übrigen ( mal wieder ).. Soll sagen : die Leute trauen sich endlich mal auf die Strasse .. oder nach langer Zeit in eine HET / GaOP.

Mein Kollege im Betrieb ist knapp über 50 und extrem gebildet. Er hatte kürzlich seinen ersten Trans-Kunden.

Ein Mann ( Ende 40 ) , den wir schon seit Jahren betreuen, der auf einmal in Frauenkleidung kommt und als Frau "Müller" ( natürlich heisst sie nicht so ) angesprochen werden möchte.

Als der Termin vorbei war und Frau Müller und ich uns im Flur noch echt nett unterhalten hatten ( man merkte wie froh sie war das jemand mal 5 Minuten den Blickkontakt halten und ungezwungen SmallTalk machen konnte ) kam der Kollege danach zu mir.

Kollege : "Du kommst ja gut mit "dem" klar. . . "

ich : "JA, ich komme sogar sehr gut mit "Ihr" klar, warum ?? "

Kollege "ich kenne ihn... öh .. sie nur als Mann ... aber es sollen ja fast 10 % aller Männer so sein"

ich "was meinst Du mit SO sein ?? "

Kollege "Jeder 10. Mann soll schwul sein"

Entrücktes Gesicht von mir ... ... künstlerische Pause und dann die Frage " Du glaubst das er schwul ist "?

Kollege "Ja, er steht ja auf Männer "

Ich hab'ihm dann mal kurz in 2 Minuten die Welt erklärt und war ziemlich froh das ich ( als jemand er gerne mal in zu hohen Schuhen und einem sehr engen Kleid in Clubs geht aber nicht wie Frau "Müller" in Ruhe im Lidl einkaufen gehen möchte ) nie das Bedürfnis hatte mit ihm über meine Kollektion an Higheels zu sprechen.

Dazu sei gesagt : Der Kollege ist ein sehr gebildeten Akademiker, scheut den Umgang mit digitalen Medien in keinster Weise und hat 2 Töchter, die gerade durchs Abitur sind.

Wenn DER schon so neben der Wahrheit liegt kann ich gut verstehen warum AFD / Trump und Konsorten ( sicher oft gegen besseres Wissen ) mit so doofen Parolen auf Stimmenfang gehen.

Ich wünsche den Jungs und Mädels auf den Umzügen in Zukunft ganz viel Kraft / positive Energie und Durchhaltevermögen. Wenn's bei uns mal einen gibt gehe ich hin.

Wir sollten unsererseits damit rechnen das OttoNormalBürger(in) vom Thema "Gender" ( in stressigen Zeiten und als nicht selbst-betroffene(r) ) künftig eher genervt sein wird.

Also : durchhalten , nicht penetrant werden, ruhig bleiben , kurz erklären, sacken lassen, nicht dogmatisch predigen

Liebe Grüße

Lexi

( Die jetzt wieder an die Arbeit muss , weil das hier schon wieder die zu lange gedauert hat )
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Zuletzt geändert von lexes am Di 10. Sep 2019, 18:15, insgesamt 2-mal geändert.
Jaddy
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Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Trans* wird jetzt sichtbarer, weil es "dran" ist. Von den LSBTIQIA* waren die Schwulen die lauteste Gruppe und u.a. deshalb sichtbarer und zuerst in der Diskussion(1). Selbst wenn die so berühmten Riots - Compton's Cafe, Stonewall Inn - eher von trans* Personen (of Color) gestartet wurden, nicht von schwulen Männern (die später jene trans* Personen ausgrenzten, pfui).

Und jedes Thema, das "dran" ist, produziert die gleichen Reaktionen. "Es ist nur ein Hype", "müssen wir jetzt alle X werden/machen", "aber die Kinder!", usw.

Krautreporter hatte einen Artikel über den gleichen Hass-Switch in Polen. Von Migranten als Feindbild zu LGBTQIA*. Für mich sind die Keywords darin "Wagenburgmentalität" und "Corporate Identity". Das sehe ich bei uns auch. Einige Menschen sehen ihr bisheriges Weltbild bedroht, das irgendwie biologistisch, häufig kreationistisch geprägt ist, auf jeden Fall fest gefügt, stabil, unveränderbar. Etwas, auf dass sie sich verlassen wollen. Sprache und Umgang inklusive. Sie versuchen zusammen zu rücken, eben die Wagenburg zu bilden und wünschen sich in der Mehrheit zu sein, eben die Corporate Identity zu pflegen, in diesem Fall auch manchmal "nationale Identität" genannt - eine Illusion, glücklicherweise.

Glücklicherweise auch sind diese Menschen in der Minderheit(2). Den allermeisten ist das Thema ziemlich egal. Sie beschäftigen sich einfach nicht damit. Klar sind sie irritiert, wenn ihnen zum ersten Mal persönlich was neues begegnet. Oder sie äussern sich auf einen Artikel hin, ohne jemals darüber nachgedacht zu haben. Und logischerweise bekommen wir alle diese Dinge genau mit. Ich denke, da ist lexes Reaktion perfekt. Sich überrascht geben, freundlich aufklären. Und größtenteils gelassen bleiben bei den meisten, die keine Hater*innen sind, sondern einfach unbedarft. Bei den echten Hassenden, da ist Contra angesagt. Das sehe ich auch so. Aber das sind wenige. Die werden wir auch nicht so einfach überzeugen. Aber wir wir uns da verhalten wird die anderen für oder gegen uns einnehmen.

(1) auch weil "männliche" Sexualität in der Debatte immer wichtiger war in einer von Männern dominierten Gesellschaft, etc.
(2) Die "Ehe für alle" war lange mehrheitsfähig, bevor der BT sie beschlossen hat. Ähnlich mit Adoptionsrechht, etc. Gestern gingen Artikel durch die Medien, dass die Mehrheit der Menschen hier gesellschaftlich schon viel weiter ist als bspw die Bundespolitik.
Jaddy
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Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Anne-Mette hat geschrieben: Di 10. Sep 2019, 08:52hier kann der Artikel aufgerufen werden
Offtopic: So sieht es aus, wenn alle Tracker und Skripte abegschaltet sind (Torbrowser)
Bildschirmfoto 2019-09-10 um 09.54.09.jpg
Echtes Privacy-Gift.
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Jasmin_35
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Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 7 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Es braucht vorallem Blätter wie BLÖD und andere ähnliche Zeitschriften, die in der Bevölkerung viel gelesen werden, die dann über sowas wie Trans-Pride positiv und seriös berichten und as nicht nutzen, um ihre Auflage zu steigern.
Ich denke, wie Lexi auch schon schrieb, das viele Trans* mit Schwul verwechseln, weil sie einfach noch nie im Leben von Trans* gehört haben, aus welchen Gründen auch immer. Wenn jetzt RTL UND die öR im TV darüber in den Nachrichten auch noch kurz positiv berichten würden, würde das Thema Trans* auch irgendwann bei der letzten Person ankommen.
Meine letzte Erfahrung war jedenfalls, das Menschen nicht unbedingt eine Abneigung dagegen haben, sondern durchaus aufgeschlossen sein können, wenn man es Ihnen ruhig erklärt, auch was der Hintergrund ist und ich merke deutlich, bei leuten, bei denen das Thema eben nicht *neu* ist, das diese deutlich offener und toleranter sind und es als völlig *normal* ansehen, das es solche Menschen gibt, als bei denen die erstmal damit noch keine Berührung hatten oder es mit Dragqueens oder anderen Dingen assoziieren. Und wie schon an anderer Stelle geschrieben, bin ich der vollen Überzeugung, das auch bei uns eine gewisse "Lockerheit" dabei sein sollte, wenn Menschen mal einen Fehler in der Anrede machen oder sie sich einfach unsicher sind, was sie sagen sollen. Natürlich sollte man mit zunehmenden Fortschreiten der Bekanntheit des Themas bei der Person auch mehr und mehr auf sein eigenes Recht bestehen, aber halt auch nicht von anfang an mit dem Messer zwischen den Zähnen, wie man so schön sagt :)

Ich freue mich jedenfalls über die Trans-Pride und auch das darüber berichtet wird, das das noch keine CSD Ausmaße angenommen hat, ist ja auch klar, bei der ersten Veranstaltung.

Was ich noch sagen will, ich denke auch sehr stark, das die Mehrheit in D deutlich weiter, offener und toleranter ist, als es die Regierung zugeben will und auch als die Regierung repräsentiert, sonst hätten wir Ehe für alle und Adoption für alle und ein abgeschafftes TSG schon viel viel früher, aber einige Politiker meinen, sie müssen halt weiterhin Klientelpolitik für eine Handvoll sowieso verlorener Wähler machen, die sowieso nicht zurückkommen.

Man sieht aber auch vermehrt, das das Thema LGBT* das Thema Flüchtlinge langsam ablöst, aber ich bin mir sicher, das geht auch bald wieder vorbei. Wie ich auch schon an anderer Stelle schrieb, die Geschichte war noch nie auf der Seite der Verlierer :)
Liebe Grüße Jasmin
Anne-Mette
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Re: BILD: Es braucht einen Trans„Pride

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Offtopic: So sieht es aus, wenn alle Tracker und Skripte abegschaltet sind
wie auch immer: ich habe nicht alles abgeschaltet und konnte den Artikel aufrufen.

Es ist die Frage, wie so etwas bezahlt werden soll oder nicht.
Ich habe eine regionale Zeitung abonniert, kaufe manchmal andere Blätter dazu - und ich unterstütze die taz. Ich habe auch schon für diverse Artikel "im Einzelfall" bezahlt.
Manche Leistungen erfordern Gegenleistungen(?) - allerdings will das kaum jemand.

"Alles umsonst und ohne Werbung" wird es nicht geben...

Von was leben diejenigen, die nichts bezahlen wollen und auch Werbung ablehnen?

Gruß
Anne-Mette
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