HRT über lange Zeit
HRT über lange Zeit

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Daniela Nicola
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HRT über lange Zeit

Post 1 im Thema

Beitrag von Daniela Nicola »

von Toni Smith -» Mo 1. Apr 2019, 19:09
Hallo Daniela,
da du ja bereits sehr lange HRT machst, kannst du mir sagen ob du irgendwelche Gesundheitlichen Probleme bekommen hast? Wie alt warst du bei Beginn der HRT?
Hallo zusammen,

die Anfrage kam zwischen den Kommentaren zum Thema: "Echo aus der Vergangenheit (oder Entscheidung?)"
Die Anfrage passte natürlich nicht zum Thema, deshalb setze ich hier neu an.

Jeder Mensch ist anders und ich bin medizinisch nicht gebildet. Es sind nur meine Erfahrungen von denen ich hier berichten kann. Begonnen hat meine HRT Ende 1994. Bin inzwischen 62 Jahre alt und gesundheitlich in einem guten Zustand. Meine tägliche Dosis ist eine Tablette Estrifam 2mg. Ich bin eine nachlässige Patientin und habe schon ewig lange meinen Hormonstatus nicht mehr messen lassen. Ich weiß, dass die Tabletten die Leber schädigen können. Meine Blutwerte, die ich regelmäßig kontrollieren lasse, sind aber in Ordnung. Was das wichtigste ist, ich fühle mich rundum wohl.

Schwierigkeiten hatte ich nur am Anfang bei der Hormonumstellung. Begonnen hat das damals mit einem Antiandrogen (Androcur 50mg) und einer Estradiol Depotspritze, die ich alle vier Wochen verabreicht bekam. Die ersten Tage nach jeder Depotspritze, war ich immer nervös und fahrig.

Ich war damals Mitglied in einer Begleitband für Michael Heltau. Der sang französische Chansons in deutscher Übersetzung. Wir hatten einen Auftritt in Wien. Die Veranstaltung lief in der Wiener Staatsoper unter dem Titel "Of Opera" und fand spät nachts, nach der Opernvorstellung, auf der Bühne statt. Für mich gab es einige schöne Violinsoli zu spielen. Auf der Bahnfahrt nach Wien bekam ich plötzlich extremes Lampenfieber vor dem Auftritt. Mir war richtig schlecht vor Angst. So etwas hatte ich vorher nie erlebt. Ich war mir sicher, dass ich da vor knapp 2000 Zuhörern elend abkacken würde. Kurios war, dass ich eine halbe Stunde vor dem Konzert wieder vollkommen ruhig wurde. Alles lief gut ab, wie sonst auch immer.

Als ich dem behandelnden Endokrinologen von meinem Erlebnis erzählte, lächelte er etwas darüber und meinte, von den Hormonen, so wie er sie verschrieben hätte, könne das nicht kommen. Er stellte mich dann trotzdem auf Tabletten um. Seitdem hatte ich in dieser Richtung nie mehr Probleme.

Der Endokrinologe empfahl mir auch nach zwei Jahren Behandlung, kurz vor der GaOp, mir gleichzeitig die Brüste operativ vergrößern zu lassen, denn nach zwei Jahren wäre das natürliche Wachstum abgeschlossen, mehr würde da nicht mehr kommen. Ich hatte Körbchengröße A erreicht. Ich verzichtete auf die Op, denn für mein Empfinden war das genug. Wenige Wochen nach der Operation begannen die Brüste noch einmal zu wachsen und schließlich bin ich bei C gelandet.

Mein Busen ist zwar nicht überragend groß geworden. Dafür ist er aber heute noch stramm und hängt nicht nach unten.

Meine sexuelle Orientierung hat sich inzwischen eindeutig Richtung Männer verschoben. Ich kann mir heute Sex mit einer Frau nicht mehr vorstellen, obwohl ich ja lange mit einer Frau verheiratet war und auch Kinder gezeugt habe. Sex war für mich damals immer ein wenig bäh gewesen, weil ich meine männlichen Geschlechtsteile gehasst habe. Ich habe meine Frau als Mensch geliebt und den Sex als partnerschaftliche Pflichterfüllung hingenommen. Die Initiative musste von ihr aus gehen.

Noch einmal: bedenkt bitte, meine Erfahrungen sind etwa 22 Jahre alt und inzwischen hat sich viel geändert!

Liebe Grüße
Eure Daniela
Marlin
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Re: HRT über lange Zeit

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlin »

Hallo Daniela,
vielen Dank für deinen Bericht. Für mich, die erst seit etwas über einem Jahr in HRT ist, sind solche Erfahrungen sehr wertvoll. Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass die Brüste nach der GaOP wieder einen Schub bekommen können. Mal sehen, wie ich mich bezüglich einer Vergrößerung entscheide, wenn es soweit ist.
LG
Marlin
ExuserIn-2020-07-10
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Re: HRT über lange Zeit

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Mit dem Brustaufbau sollte man Erfahrungsgemäß 4 Jahre warten, dann ist man auf der sicheren Seite und gibt nicht unnötig Geld aus.

Die Erfahrung mit den Ängsten kann ich bestätigen. Ich hatte nach 1 Jahr HRT mit steigenden Sorgen zu kämpfen, welche meine Belastbarkeit sehr stark beeinträchtigte. Organisatorisches welches mir vor HRT keine Probleme bereitete wurden unglaublich schwer für mich, so dass ich unter Stressreaktionen wie Zusammenbrüche und Erbrechen litt.

Unter Androcur kamen dann noch soziophobe Tendenzen hinzu. Sie sorgten dann dafür das ich keine Termine mit Freunden mehr wahrnehmen konnte, weil ich Angst hatte den Bus oder die Bahn zubenutzen.

Ohne HRT bin ich nun wieder stabiler und heule nur noch selten. Unter HRT war es mehrmals pro Tag.
Lavendellöwin
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Re: HRT über lange Zeit

Post 4 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hallo Daniela Nicola,

auch ich finde deinen Bericht wirklich wertvoll, weil man recht selten von jemandem hört (zumindest hier), die schon so lange
ihren Weg gegangen ist. Danke, das du deine Erfahrungen teilst! Weil ich neugierig bin, würde ich gerne auch mehr und genauer
wissen wie sich deine Gefühle die Jahre über entwickelt und verändert haben..

Bei den Aussagen bisher wundere ich mich kaum, da ich für mich es schon ganz ähnlich angenommen habe.
Und gerade habe ich auch eine "fahrige" Zeit-obwohl ich sowas in der HRT bisher nicht hatte. Hmm ich beobachte das mal
noch bis zum nächsten Termin beim Endo Anfang Juni...

jedenfalls, ganz vielen lieben Dank dir!

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: HRT über lange Zeit

Post 5 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Vielen Dank, Daniela, für den Bericht, auch wenn ich keine HRT anstrebe. Interessant finde ich den Satz:
Daniela Nicola hat geschrieben: Mi 3. Apr 2019, 18:26 Meine sexuelle Orientierung hat sich inzwischen eindeutig Richtung Männer verschoben.
Jemand in diesem Forum hat einmal ähnliches berichtet. Gibt es möglicherweise eine Verbindung, die den heterosexuellen Aspekt verstärkt ? Ich finde das jedenfalls eigenartig und spannend.
Viele Grüße
Vicky

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Jasmin_35
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Re: HRT über lange Zeit

Post 6 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Ich möchte mich an dieser Stelle auch für diesen Bericht bedanken, da man sowas so gut wie nirgends findet, was auch gut ist, denn das bedeutet, das die leute einfach ihr leben weiterleben und damit auch den richtigen weg gefunden haben.

Aber das nimmt auch die Angst vor langzeitwirkungen der hormongabe.

Freut mich jedenfalls immer sehr zu lesen, das die meisten auch nach jahrzehnten immernoch glücklich sind.
Liebe Grüße Jasmin
Lavendellöwin
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Re: HRT über lange Zeit

Post 7 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 13:54 Vielen Dank, Daniela, für den Bericht, auch wenn ich keine HRT anstrebe. Interessant finde ich den Satz:
Daniela Nicola hat geschrieben: Mi 3. Apr 2019, 18:26 Meine sexuelle Orientierung hat sich inzwischen eindeutig Richtung Männer verschoben.
Jemand in diesem Forum hat einmal ähnliches berichtet. Gibt es möglicherweise eine Verbindung, die den heterosexuellen Aspekt verstärkt ? Ich finde das jedenfalls eigenartig und spannend.
Hallo Vicky,

gerade den Satz den du zitierst finde ich am allerwenigsten eigenartig..

Bei mir ist die Sache so-ich bin bi und hatte also zu beiden (binären) Geschlechtern gewisse Kontakte.
Doch habe ich Cis-Frauen als Partnerinnen vorgezogen..das verschiebt sich in den letzten Monaten
derart, das das Zusammenleben mit meiner derzeitigen Partnerin zunehmend schwierig wird.

Und noch viel seltsamer für andere ist, uns beiden ist irgendwie klar, das eine uns irgendwann mit einem
Mann vor der Tür stehen wird...über kurz oder lang...

nun ja die Zeit wirds zeigen..

Alles Liebe Marie (flo)
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ChristinaF
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Re: HRT über lange Zeit

Post 8 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Bislang konnte ich negative Begleiterscheinigungen bei meiner HRT (über fünf Jahre) nicht feststellen. Alle Werte, ob nun Blut oder Leber sind völlig in Ordnung. Mein Blutdruck liegt immer noch bei 110/65 mal bischen mehr, mal weniger.
Ich fühle mich rundum wohl, nehme aber die typisch hin zum Weiblichen "Nebenwirkungen" wie weinerlich, äußerliche Schwäche, kaum mehr streitbewusst, innerliche Ruhe und tiefe Zufriedenheit usw. gerne auf mich.
Kurzum für mich ist alles durch die Hormone so eingetreten wie ich es mir gewünscht und oder vorgestellt habe.
Von den körperlichen Veränderungen ganz zu schweigen.
Liebe Grüße
Christina
Daniela Nicola
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Re: HRT über lange Zeit

Post 9 im Thema

Beitrag von Daniela Nicola »

Hallo zusammen,

mein Verhältnis zu den verschiedenen Geschlechtern war vor meinem neuen Leben als Frau etwas kompliziert. Verguckt habe ich mich, besonders während Pubertät, oft in Jungs oder Männer. Frauen habe ich immer danach beurteilt, ob sie mir ein Vorbild im Aussehen sein könnten. Beides konnte mich sexuell erregen. Eigentlich wäre ich doch selber gerne eine vollständige Frau gewesen.
Sex mit homosexuellen Männern habe ich ausprobiert, hat mir aber nicht wirklich viel gegeben. Sie haben mich ja als Mann und nicht als Frau wahrgenommen. Dann gab es eine Zeit, da hätte ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als selber schwanger werden zu können.

Dass ich gerne eine Frau wäre, bzw. innerlich eine bin, wusste ich immer. Leider waren die Informationen, die ich vor dem Zeitalter des Internets bekommen konnte sehr dürftig und zum Teil auch falsch. Ich versuchte auch im Denken "erwachsen" zu werden. Als ich meine Frau kennen und lieben gelernt hatte, hoffte ich, mit der Gründung einer Familie meine Wünsche und Vorstellungen unterdrücken zu können. Ich liebte sie wirklich als Mensch. Sex hat immer nur funktioniert, wenn ich mir dabei vorstellte, selber eine Frau zu sein.

Schon bald nach Beginn der HRT verlor ich gänzlich das sexuelle Interesse an Frauen. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, mit einer Frau zusammen zu sein.

Liebe Grüße
Eure Daniela
ExuserIn-2020-07-10
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Re: HRT über lange Zeit

Post 10 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Vor der HRT habe ich schon vermutet das ich bi bin. Aber wirklich auf Männer hab ich nie gestanden. Auch keine Schwermerrei.

Ich hab mich nur in Frauen verkuckt. Aber Lust aufs Flirten wollte sich bei mir nie einstellen.
Ich hatte dann ca. alle 2 Jahre mal das Bedürfnis auf Partnerschaft und hatte dann immer anfängliche Romanzen die aber nie lange hilten.

Frauen waren mir zu anstrengend und zu fordernd. Man musste immer den ersten Schritt machen. Nervig fand ich es auch das die potenzielle Partnerschaft ständig im Raum stand. Dadurch verkrampfte ich total. Smalltalk war so gar nicht mehr möglich.

Sex mit Frauen oder Männern war für mich eh nicht denkbar.

Zusätzlich strömten Frauen so einen eigenartigen Duft aus, den ich absolut nicht ausstehen konnte.

Dann hatte ich mein inneres Comingout als Frau. Ich hab nun gedacht, weil ich ja Frau bin darf ich jetzt auf Männer stehen und muss nicht mehr auf Frauen stehen. Ab dem Moment drehte sich meine Sexualität um 180 grad. Fraueb waren aufeinmal tabu führ mich und Männern hab ich hinterher geschmachtet.

Mit der HRT fand ich dann auf den Duft von Männern zunehmend attraktiver und das Flirten kam jetzt instiktiv.
Ich hab auch das Gefühl unter HRT konnte ich mich mehr gehen lassen.

Nach dem HRT abruch dachte ich meine Sexualität könnte sich wieder drehen aber es hat sich nur meine Rolligkeit verändert, die blieb seit dem aus. Auf Männer stehe ich dennoch aber auch etwas auf Frauen. Obwohl ich es nicht unterscheiden kann ob es nicht doch einfach Neid oder Bewunderung ist.

Ich sag immer ich liebe Frauen anders als Männer.
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Re: HRT über lange Zeit

Post 11 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 13:54 Vielen Dank, Daniela, für den Bericht, auch wenn ich keine HRT anstrebe. Interessant finde ich den Satz:
Daniela Nicola hat geschrieben: Mi 3. Apr 2019, 18:26 Meine sexuelle Orientierung hat sich inzwischen eindeutig Richtung Männer verschoben.
Jemand in diesem Forum hat einmal ähnliches berichtet. Gibt es möglicherweise eine Verbindung, die den heterosexuellen Aspekt verstärkt ? Ich finde das jedenfalls eigenartig und spannend.
Kann sein, dass du mich damit meinst. Ich habe das mal gesagt. Gibt aber bestimmt andere, denen es ähnlich geht.
Je länger die HET läuft, umso mehr ich bei mir ankomme, desto mehr interessiere ich mich sie. Anfangs dachte ich: Was ist denn nun los?! Du hast doch immer gesagt, dass wenn du wirklich TS sein solltest, du garantiert lesbisch sein wirst. Naja, das war wohl ein Irrglaube. Klar finde ich Frauen immer noch attraktiv aber ich könnte mir nicht mehr vorstellen mit einer was zu haben. Es würde sich zwar vertraut, aber sehr komisch anfühlen, das weiss ich. Meine Bedürfnisse haben sich nun mal geändert. Ich mag es, geführt zu werden, mich anzulehnen, nicht stark sein zu müssen. Ich stehe auch auf kernige Typen mit starker Brust zum Kopf drauflegen. Ja, ich weiss, das typische binäre Rollenbild, aber so ist es nun mal.
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Re: HRT über lange Zeit

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Toni Smith hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 17:03Dann hatte ich mein inneres Comingout als Frau. Ich hab nun gedacht, weil ich ja Frau bin darf ich jetzt auf Männer stehen und muss nicht mehr auf Frauen stehen.
Entschuldige die Frage, aber: Wie kommt eins auf diese Idee? Was hat das eigene Geschlechtsgefühl damit zu tun, wen man romantisch oder sexuell attraktiv findet?
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Re: HRT über lange Zeit

Post 13 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Mina_35 hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 14:22Ich möchte mich an dieser Stelle auch für diesen Bericht bedanken, da man sowas so gut wie nirgends findet, was auch gut ist, denn das bedeutet, das die leute einfach ihr leben weiterleben und damit auch den richtigen weg gefunden haben.
Ein ganz wichtiger Punkt: Berichtet wird bevorzugt über Negativfälle und das verzerrt die Perspektive. Ich nenne sowas den Krafft-Ebing-Irrtum.


(R. v. Krafft-Ebing hat die "Psychopatia Sexualis" geschrieben, wo praktisch alles pathologisch ist, was nicht rein reproduktiver Sex in Missionarsstellung ist. Er war Gerichtsmediziner und sah einfach nur die Fälle, wo was schief gegangen war oder Exzessivität vorlag).
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Re: HRT über lange Zeit

Post 14 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Jaddy hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 20:18
Toni Smith hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 17:03Dann hatte ich mein inneres Comingout als Frau. Ich hab nun gedacht, weil ich ja Frau bin darf ich jetzt auf Männer stehen und muss nicht mehr auf Frauen stehen.
Entschuldige die Frage, aber: Wie kommt eins auf diese Idee? Was hat das eigene Geschlechtsgefühl damit zu tun, wen man romantisch oder sexuell attraktiv findet?
Das sind halt Erziehungsmuster die in mir eingebrant waren. Umwelt, Familie, Fernsehen alles mögliche halt. Jeder Mensch nimmt die Sachen anders auf. Ich habs halt so aufgenommen.
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Re: HRT über lange Zeit

Post 15 im Thema

Beitrag von Karla »

Daniela Nicola hat geschrieben: Do 4. Apr 2019, 16:45 Dann gab es eine Zeit, da hätte ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als selber schwanger werden zu können.
Sex hat immer nur funktioniert, wenn ich mir dabei vorstellte, selber eine Frau zu sein.
Danke dafür, daß Du diese Gedanken mit uns teilst!
Eines meiner Kinder hat mich mal mit der Mama verwechselt und an MEINEM Nippel angedockt:
Derart überrumpelt worden bin ich nicht oft: Hätte mir gewünscht, stillen zu können "bis der Schulbus kommt"!
(Leider hat es nur Sekunden gedauert, bis der Irrtum erkannt wurde)
"Missionarsstellung mit vertauschten Rollen": hat bei mir i.d.R. am besten funktioniert!
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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