Eigentlich bin ich seit mehr als 4 Jahrzehnten überzeugter und engagierter Crossdresser, wobei mir bei der Verwandlung in meine "andere Hälfte", in die möglichst authentische Frauenrolle, ein gutes Passing auch unter den meist viel kritischeren Augen der "Geschlechtsgenossinnen" -- also der BioFrauen -- immer wichtig war und noch ist.
Durch private Umstände und einige Schickssalschläge der letzten Jahre, hat sich mein Lebensalltag aber so stark geändert, dass immer weniger Zeit und Raum für "die Frau in mir" bleibt, um sie angemessen ausleben zu können, was ich derzeit leider nicht ändern kann.
Wobei ich immer mehr -- zunächst aus der Not geboren -- dazu übergegangen bin, meine ohnehin nur noch spärlich mit Männerklamotten bestückten Kleiderschrank, mehr und mehr nach unisex und androgyn tauglichen Stücken zu sortieren. Es kann ja nicht so "unmöglich" sein, durch selbstbewusstes Tragen von einem ganz eigenen Stilmix aus "vermeintlich weiblichen Klamotten" und Accessoires, die "all shades of grey"-Masse der minder-bedienten Jungs unter den modeinteressierten Menschen, die konformistischen Zwänge der Einfalt im Look auf unseren Straßen zu durchbrechen?
Nachdem ich damit recht gute Erfahrungen selbst "in der Provinz" gemacht habe, frage ich mich, ob dieses Vorgehen nicht auch ein Weg für andere von uns sein könnte, um die Toleranz und Akzeptanz gegenüber "unsereins" generell zu erhöhen? Denn im Grunde ist es ja ein Armutszeugnis für alle Männlein, die gesamte Modebranche und auch für unsere "aufgeschlossene" Gesellschaft, dass die konformistischen Normen ohne rationale Gründe, die Emanzipation des Mannes diesbezüglich bisher immer wieder verhindert haben.
Wie sind Eure Meinungen dazu? Ist das eine Form von CROSSDRESSING "light", die man(n) öfter und mehr praktizieren sollte?
Oder gehört Ihr eher zu den "Puristen", für die CD nur dann "echt und erfüllend" ist, wenn wir das "volle Programm" durchziehen?
PS: An die TS/TG/TI unter Euch oder die Menschen auf dem Weg dorthin: Dieser Thread richtet sich v.a. an jene CD, die im Alltag kein Problem damit haben, zeitweise wieder in die Männerrolle zu schlüpfen.
Würde mich über einen regen Meinungs- / Erfahrungsaustausch freuen!
VLG, Ronda_PTL.