Emma T hat geschrieben: Fr 18. Aug 2017, 13:57
Anne-Mette hat geschrieben: Fr 18. Aug 2017, 11:56
Ich denke allerdings, dass eine "gewisse Attraktivität" in einer Beziehung schon eine Rolle spielt - und dass der so bezeichnete "Attraktivitätslevel" durch Veränderungen gewaltig fallen kann.
Jeder Mensch ändert sich im Laufe seines Lebens und somit auch im Verlauf einer Beziehung. Also kann bei einer negativen Entwicklung des Attraktivitätslevels dieses natürlich fallen. Aber ich persönlich finde es recht oberflächlich dem zu viel Wert beizumessen. Unsere Partner/Partnerinnen sind schließlich kein Schmuck mit dem wir uns behängen und so flanieren nach dem Motto "Schaut euch mein Schmuckstück an!" Äußerliche Attraktivität ist eben nur rein objektiv. Viel wichtiger ist meinem Empfinden nach die innere Attraktivität. Natürlich lege ich auch Wert auf den optischen Eindruck. Ganz klar. Aber Schönheit vergeht. Der Mensch in dieser Hülle bleibt jedoch.
Anne-Mette hat geschrieben: Fr 18. Aug 2017, 11:56
Pech nur, wenn die Bewertung des Attraktivitätslevels sehr unterschiedlich ausfällt...
Und das ist bei solchen Fragen oft der Knackpunkt.

Attraktivität ist eben eine rein persönliche Definition.
Daaaaaas stimmt so leider nicht ganz ... auch das Attraktivitätsempfinden geschlechtlos ist ( steht weiter oben )
Natürlich kann ich als heterosexueller Mann einen grundsätzlich attraktiven Zeitgenossen von einem unattraktiven unterscheiden...
Es gibt zu dem Thema aber eine schöne Studie
Männern wurden Bilder von Gesichtern verschiedener Frauen gezeigt. Diese wurden dann mit Punkten bewertet. Es waren mehrere unterschiedliche Frauen , deren Bilder nachträglich digital verändert waren
Zusätzlich waren diesen Bildern grobe Eckdaten zugeordnet ( schlank / übergewichtig / alt / jung / volle Haare / schütteres Haar / blond / rothaarig und und und und .. )
So gab es dann zum Beispiel ein Bild von Frau A. ohne Bearbeitung.
Dazu ein Bild von Frau A mit etwas mehr Volumen im Gesicht.
Und eines von Frau A mit schiefen Zähnen , die sie vorher nicht hatte.
Auf diesem Weg sind aus einigen hundert Bildern etliche mehr geworden
Nachdem man eine sehr große Anzahl von Männern eine sehr große Anzahl von Bildern hat bewerten lassen hat sich in etwas Folgendes gezeigt :
- Haarfarbe ist Geschmacksache ( mit Tendenz zu blond )
- Männer bevorzugen Frauen mit vollen Haaren
- Männer bevorzugen junge Frauen
- Männer bevorzugen schlanke ( nicht aber dürre ) Frauen
bis hierhin keine großen Überraschungen.
Dank der Größe des Datenpools war es sogar möglich den unterschiedlichen Attributen eine prozentuelle Wertung zuzuordnen...
Interessant ist gewesen das ein Mann eine Frau die normale Zähne hat mit einem gewissen Wert beurteilt.
Später ein Bild der gleichen Frau mit schiefen oder fehlenden Zähnen merklich schlechter beurteilt.
In Zahlen ... ohne Spass ... 20 % ... und wenn man ehrlich ist machen die Zähne "flächenmässig" sicher nur eine sehr kleinen Teil des Gesichtes aus ( insbes. wenn man teils-voluminöse Frisuren mit einbezieht )
Und das über alle Männer hinweg. Eine Frau mit nicht-schönen Beissern ist um ein ganzes 1/5 !!! hässlicher ( in der Wahrnehmung eines Mannes ) als sie es wäre wenn die Zähne gerade wären.
Hier kann man schonmal sagen das inbes. in diesem Punkt ( und es gibt natürlich noch viel mehr ) kaum persönliche Unterschiede existieren ( Geschmacksache : Nö )
In unemanzipierter Vorzeit hat der Mann schlicht die Frau gewählt.
Und das auch nur nach einem Gesichtspunkt : Bekommt sie viele meiner Kinder über den Winter .. Charles Darvin lässt Grüße
Frauen mit großen Zähnen können in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit besser mit problematischer Kost umgehen und wurden dafür eher zur Mutter erkoren als ihre sonst "baugleiche" Schwester mit kleineren Zähnen.
In einem Nebensatz der Studie wurde erwähnt das Frauen durch diese Selektion heute tatsächlich ( bezogen auf die Schädelbreite ) größere Schneidezähne als Männer in ähnlicher Körpergröße haben.
Dieses Wunschkriterium der Männer ist seit Ewigkeiten in den Genen der Männer verankert ... schlagt mal zum Spass die nächste Glücksrevue auf und schaut Euch die großen weissen Frontzähne der Mädels auf dem Cover an ... bei Männern sind es im Übrigen nur 5 % ( mit denen eine Frau die männlichen Zähne für die Bewertung der Gesichtsattraktivität heranzieht ).
Frauen haben UNTER ANDEREM aus diesem Selektionsgrund breitere Becken als Männer..
Im Tierreich ( aus dem wir ja stammen ) finden sich eigentlich recht wenige Beispiele für eine deutlich unterschiedliche skelettale Silhouette ... Ich bin nicht sicher ob ich eine weibliche Giraffe / Elefant / Schimpanse / Schildkröte / Papagei .... von einem männlichen Pendant unterscheiden könnte. Es gibt natürlich Artenunterschiede ( Gorillas / Pfau ...) aber das sind nicht die Sachen die ich meine
Ich hoffe die Themen "persönlicher Geschmack" und "Geschlechtsspezifität" hier um ein paar Aspekte erweitert zu haben .. Grundsätzlich sind natürlich persönliche Präferenzen maßgeblich aber es ist bei Weitem nicht so zufällig wie man immer meint
Liebe Grüße