DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?
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allgemeiner Austausch
Franka
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DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 1 im Thema

Beitrag von Franka »

Hallo Speedy,

die Bandbreite zwischen DWT und TS ist recht groß. Wo genau dein "Mann" sich da einordnen möchte/kann, müsst ihr in Gesprächen herausfinden.
Und diese Einordnung, wenn überhaupt möglich, ist natürlich auch nicht Manifestiert. Oft ist es eher eine Entwicklung, man möchte immer einen Schritt weiter, etwas mehr, als, man im Moment gerade hat.
Das ist ja wohl in anderen Lebensbereichen meist auch so. Aber es gibt auch viele hier, die sich mit dem Tragen von Damenunterwäsche zufrieden geben und damit schon glücklich sind.
Man kann das also nicht unbedingt verallgemeinern. Ich habe fast 50 Jahre als Crossdresser gelebt und bin erst jetzt zu der Erkenntnis gekommen, dass doch mehr dahinter steckt.
Aktuell bin ich therapeutischer Behandlung und nehme seit kurzem Hormone. Namens und Personenstandsänderung stehen vielleicht noch als nächstes Ziel an. Eine GAOP ist aber derzeit ausgeschlossen.
Ich kann aber auch nur meinen jetzigen Stand der Dinge beurteilen, wo die Entwicklung enden wird, steht auch bei mir in den Sternen.
Das ist natürlich auch ein Thema zwischen meiner Frau und mir, aber wir versuchen auch das Beste draus zu machen und lassen die Zukunft einfach erst mal auf uns zukommen.

LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Michaela P.
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 2 im Thema

Beitrag von Michaela P. »

Hallo Speedy,

Diese Gedankengänge treiben auch mich als CD des öfteren um. Meine Entwicklung war in den letzten Monaten äußerst rasant, und ich habe immer behauptet das der letzte Stand der Dinge mir jetzt ausreichen. Ob das auch für die Zukunft gilt kann keiner ausreichend beantworten. Vielleicht ist es an der Zeit mal inne zu halten und auf das geschehene zu Blicken und sich ausreichen Klarheit über die nächsten Schritte zu verschaffen.
Ich schließe mich da wieder Dahlia an das du zusammen mit deinem Mann herausfindest wie er die Sache sieht, oder noch von sich erwartet und das ihr zusammen das Beste daraus machen könnt und sollt. Patentrezepte oder festgezurrte Vereinbarungen gibt oder kann es nicht geben, dafür ist die Sache zu sehr im fliesen, nichts bleib wie es ist. Auch wenn wir es noch so sehr wollen.

deine
Michaela
Katrin70
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 3 im Thema

Beitrag von Katrin70 »

Hallo Speedy,
meiner Ansicht nach kommt es drauf an und es gibt da keine Einheitsentwicklung. Jede oder jeder ist da individuell. Versteht er das DWT oder Crossdressing als leichte Spielerei als Mann oder ist die Motivation tiefgründiger und spürt sie eine Inkongruenz im Geschlechtsempfinden ? Und dann gibt es noch die, für die das ganze einen Kick bedeutet und von denen manche dann immer mehr wollen um den Kick zu erhalten. Und dann gibt es noch unzählige weitere Schattierungen und Abstufungen. Am Besten Ihr sprecht miteinander über die Motivation. Es gibt eben auch viele Männer, die das als Phase in ihrem Leben mal ausprobieren, vielleicht auch ausprobieren müssen, weil sie diesen Wunsch ein Leben lang unterdrückt haben und nach dem Ausprobieren ist es wieder vorbei. Who knows. Ihr werdet es herausfinden, wenn ihr miteinander sprecht. Und vielleicht findet ihr ja sogar einen Weg,, der beiden Spaß macht. Das wäre das Optimum. Oder wie in meinem Fall zieht ihr gewisse Linien ein, um die Beziehung nicht zu sehr zu belasten, aber Du gibst ihm/ihr gewissen Freiraum: statt dem Feierabendbier hat er dann seine Feinstrumpfhosenabende :-)
Viele liebe Grüße

Katrin
JaquelineL
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 4 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Hallo Speedy,

die Verunsicherung kann ich verstehen, aber eine zwingende Entwicklung sehe ich nicht. Anders herum wird meiner Erfahrung nach ein Schuh daraus: Ganz häufig habe ich erfahren, dass sich später als TS betrachtende Menschen vorher eine (teilweise Jahrzehnte dauernde) Phase als Crossdresser hatten.

Ob es dann zu einer GaOP führt, wenn man sich selbst als TS "herausfindet", sei obendrein dahin gestellt. Ich bin selbst gerade in einer entsprechenden Findungsphase und muss sagen, die rein medizinischen Aussichten klingen wie ein hoher Preis.

Die Unsicherheit kann ich Dir leider nicht nehmen. Ich schwor 30 Jahre lang jeden Eid, dass ich CD (bzw. dann irgendwann "bigender") sei und nicht TS. Anfang diesen Jahres dann ließ *meine Frau* den Gedanken zu, plötzlich machte es dann auch bei mir "pling". Ich vermute, dass ich diesen Gedanken bis dahin nicht zugelassen hatte, da meine Frau nicht nur im Laufe der Jahre wiederholt fragte, ob ich nicht vielleicht TS sei, sondern der "Unterton" auch klarstellte, dass dies sie über das Erträgliche hinaus belasten könnte und unsere Beziehung dann wahrscheinlich zu Ende ginge. Da ich ihr das nicht zumuten wollte, habe ich wohl unterbewusst den Gedanken "TS" gar nicht erst zugelassen.

Die von Dir beschriebene emotionale Situation kenne ich von meiner Frau sehr gut, wenngleich die Gesamtkonstellation (DWT/...) eine ganz andere war (sonst hätte ich echt überlegt, ob sie sich doch noch hier angemeldet hätte ;) ). Die jetzt aufgetretene Situation "TS" ist definitiv eine Verschärfung, für uns beide, aber es sieht zur Zeit danach aus, dass wir auch diese Herausforderung gemeinsam überstehen werden. Ich hoffe, dass *das* zumindest ein wenig zu Deiner Beruhigung beiträgt.

Wie mit der Unklarheit umgehen? Aus einer (grundsätzlich begründeten) Angst zu fragen brachte zumindest bei mir nicht sehr viel, siehe oben. Das Thema aus Angst totschweigen - das riskiert die Beziehung, davon würde ich dringlich abraten. Sich beiderseits jetzt voll auf diese Möglichkeit zu stürzen, birgt auch Risiken. Bleibt eigentlich nur, sich jeden Tag auf ein Neues auf euren Weg einzulassen und bei jedem Schritt zu überlegen, wie ihr beide ihn zusammen weiter gehen könnt. Und mit dem Risiko zu leben, dass es auch sehr problematische Wegstrecken geben kann.

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
rika
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 5 im Thema

Beitrag von rika »

Ich sage es mal von meiner Seite oder wie hat jemand gesagt: "Sie sind ein stattlicher Mann". Ich bin auch nicht feminin im Sinne des Wortes aber beanspruche einfach 3 Attribute: sensibel, höflich und ästhetisch. Damit unterscheide ich mich schon von vielen klassischen Männern. Damit bin ich erfüllt und glücklich - das Skalpell kommt nicht an mich.

rika
Valerie Bellegarde
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 6 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Speedy,
wir redeten heute kurz im Chat miteinander. Deine Frage, ob das Crossdressing bei Männern einer bestimmten Regelhaftigkeit oder gar einer "Automatik" unterliegt, kann ich nur aus persönlicher Erfahrung beantworten. Statistische Daten liegen mir keine vor. (Das wäre vielleicht eine Anregung für die Kollegen aus der psychologischen Fakultät für eine empirische Forschungsarbeit).

Was mich selbst betrifft, so "praktiziere" ich das Crossdressing wie viele hier im Forum schon sehr lange, bestimmt sind es bald 50 Jahre. Dabei habe ich bei mir selbst aber nicht beobachtet, dass "es-§ im Laufe der Jahre und Jahrzehnte intensiver oder stärker geworden wäre, im Gegenteil. Keinesfalls handelt es sich auch um einen Drang oder Trieb, d.h. ich verkleide mich nicht zwanghaft und regelmäßig sondern nur ab und zu wenn ich Lust dazu habe, und auch nur dann, wenn ich dabei ungestört bin. Ich würde es eher beschreiben als eine Art lustvolles Hobby, Frauenkleidung zu tragen und damit in die Öffentlichkeit zu gehen, um quasi auf Zeit eine Frauenrolle einzunehmen (d.h. von Fremden als Frau wahrgenommen zu werden). Das manifestiert sich dann und wann einmal und geht auch wieder. Dieses Gefühl auf zeit mal in die Frauenrolle zu schlüpfen ist spannend, interessant, und auch ein wenig erotisch, d.h. reizvoll. Mehr als das (eine Art exquisites Hobby) war es aber nie. Und so soll es auch bleiben. Ich betrachte das Crossdressing als eine Bereicherung meines Privatlebens.

Ich habe auch nicht vor, mein Geschlecht auf Dauer zu verändern, dazu gefällt mir die Männerrolle, die ich in meinem Leben einnehme und das Leben als Mann doch zu sehr. Insofern kann ich dich also beruhigen. eine unumkehrbare Automatik hin zur GAOP gibt es nicht. Du liest viel (auch hier im Forum) von Männern, die Hormone nehmen, sich "umoperieren" lassen oder auch nur eine Änderung des Personenstands beantragen, also andere Papiere. Von denjenigen, die all das NICHT machen, sondern die Sache ähnlich wie ich als quasi kleines Steckenpferd betreiben und ihre männliche Rolle im normalen Leben weiterspielen wollen, liest du allerdings nichts, denn das ist ja auch nicht spektakulär. Ich denke aber, es gibt auch bei uns eine schweigende Mehrheit. Das ist wohl so ähnlich wie bei dem alten Witz von dem Zeitungredakteur, der seinen jungen Volontär über die Funktion einer guten Schlagzeile aufklärte: "Hund beisst Mann" ist keine Schlagzeile wert, das liest kein Mensch. Spektakulär wird es aber anders rum: "Mann beisst Hund. Damit pushen wir die Auflage".

Über den Verlauf des CD bei anderen Personen weiß ich wenig. Aber nach dem was ich hier im Forum bisher hörte, gibt es wohl viele verschiedene Verläufe, die auch unterschiedlich intensiv sein mögen, und möglicherweise sehen deshalb andere Betroffene das Ganze auch nicht so gelassen wie ich. Wissenschaftlich ist die Frage bisher meines Wissens nach auch noch nicht untersucht worden, leider. Es wäre schon sinnvoll, wenn die Sache mal in Kategorien gefasst wäre und mit Fallzahlen unterlegt, die eine belastbare Statistik zulassen würden. Jedenfalls möchte ich davon abraten, weitreichende Entscheidungen zu treffen, solange noch so wenig Faktenmaterial auf dem Tisch liegt.

Beste Grüße auch an deinen Mann
von Valerie Bellegarde
Regina
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 7 im Thema

Beitrag von Regina »

Liebe Speedy,

diesen vorgezeichneten Weg gibt es keinesfalls.
Sicher waren viele, vor allem der älteren post OP TS, über lange Jahre DWT oder CD, ehe sie dann für sich feststellten dass wohl doch mehr dahinter steckt. Das heißt im Rückschluss aber nicht, dass alle die heute cross-dressen sich auch irgendwann unter das Messer legen werden.

Der Wunsch der CDs nach mehr, geht doch meist in die Richtung mehr Freiheit. Wer will sich denn auch immer nur schick machen um dann im Wohnzimmer vor dem Fernseher zu hocken. Es geht doch eher darum sich nicht mehr schämen zu wollen, sondern einfach so zu leben wie man ist. Mal als Mann und mal als Frau gekleidet. Ohne dafür blöd angemacht zu werden oder an Ansehen zu verlieren.

Mir persönlich wäre es viel zu anstrengend dauerhaft als Frau Leben zu müssen. Nicht weil ich das Frausein mit Aufgaben verbinde, die mir zu anstrengend wären. Sondern weil ich als Frau auch ein gewisses Bild abgeben möchte. Und dieses Bild zu erreichen bedarf einer, nicht geringen Vorarbeit. So schön es auch immer ist, aber dazu hätte ich echt nicht jeden Tag Lust. Ich bin dann auch mal ganz gern unrasiert mit schluffigen Klamotten im Garten oder schraube am Auto oder so...

Außerdem reizt mich der Wechsel auch sehr.

Eben alles zu seiner Zeit.

Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Yasmin

Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 8 im Thema

Beitrag von Yasmin »

Regina hat geschrieben: Der Wunsch der CDs nach mehr, geht doch meist in die Richtung mehr Freiheit. Wer will sich denn auch immer nur schick machen um dann im Wohnzimmer vor dem Fernseher zu hocken. Es geht doch eher darum sich nicht mehr schämen zu wollen, sondern einfach so zu leben wie man ist. Mal als Mann und mal als Frau gekleidet. Ohne dafür blöd angemacht zu werden oder an Ansehen zu verlieren.
Hallo Speedy,

das unterschreib ich.
Ich muss aber dazu noch sagen,daß es bei mir eher meine Frau ist,die mich anstachelt,Sachen zu tun für die ich noch nicht bereit bin.Erst letztens hat sie mich gefragt,warum ich keinen BH anziehe?Ich gab ihr zur Antwort,Wofür?Ich hab nix reinzustecken.
Aber das Gefühl nach MEHR hab ich auch.Jede ist aber anders.Du wirst es nur in einem Gespräch (und das immer mal wieder) herausfinden.Es kommt auch auf das Ego deine(r) (s) (Frau) (Mannes) an.Ich z.B. hab gar keine Probleme damit als (von Frauen oft erkannter) Frauenversteher und femininer Mann(oder Frau) durch die Welt zu gehen.(da hab ich hier schon verklemmtere Beiträge gelesen) Eine GAOP würde ich mir aber warscheinlich (sag niemals nie ) trauen.Da wäre schon der Verlust meiner Sexualität bedroht.(Wie kann ich dann noch einen Orgasmus bekommen?)

Liebe Grüße Yasmin
maia
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 9 im Thema

Beitrag von maia »

Hallo Speedy,

ich will mal den Satz von Valerie Bellegarde aufgreifen: "Von denjenigen, die all das NICHT machen, sondern die Sache ähnlich wie ich als quasi kleines Steckenpferd betreiben und ihre männliche Rolle im normalen Leben weiterspielen wollen, liest du allerdings nichts, denn das ist ja auch nicht spektakulär. Ich denke aber, es gibt auch bei uns eine schweigende Mehrheit."
Dieser Mehrheit gehöre ich auch an und breche mal das Schweigen. Ich geniese die Stunden als Frau, mehr Zeit am Stück habe ich leider nie. Auch bei mir gab es eine Entwicklung. Die wird am deutlichsten beim Blick in meinen Kleiderschrank. Früher hat eine große Tüte gereicht, heute brauche ich den halben Schrank. Aber irgendwo ist diese Entwicklung anscheinend zu Ende. Mehr brauche ich nicht, an Zeit und Gelegenheit sicher schon, aber ständig Frau, nein das strebe ich nicht an. Da halte ich es wie Regina. Schon der zu erwartende Aufwand bringt machmal die Lust am Verwandeln zum Erliegen. Mein männliches Leben will ich auch nicht aufgeben. Und der Kick ab und zu als Frau wie selbstverständlich z.B. durch die Fußgängerzone einer Großstadt zu schlendern wäre vielleicht auch nicht mehr so groß, wenn es zur Alltäglichkeit würde.
Du siehst also, wir sind schon Einige die als Beispiel herhalten können, daß nich jeder CD zwangsläufig auf dem OP-Tisch enden muß.

Liebe Grüße aus Sachsen-Anhalt
Maia
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit zu jedem Thema etwas sagen zu müssen!" Teresa von Ávila (1515-1582)
Magdalena
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 10 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Speedy,

zu Vielem was hier geschrieben wurde kann ich eigentlich nichts hinzufügen. Es gibt leider keine Kristallkugel mit der wir in die Zukunft blicken können. Das Du hier aber so viel liest über Crossdresser die sich zu einer Frau gewandelt haben, liegt daran, dass sie andere an ihrer Entwicklung teihaben lassen. Die, die nur Crossdresser oder DWT sind, schreiben nicht ständig warum sie nicht den Weg zu TS entwickeln und sich nicht der GAOP unterziehen. Auch wenn es Dir zunächst nicht klar ist, oft kann Dir Dein Mann auch nicht sagen wohin er sich entwickeln wird. Wichtig ist, er belügt Dich nicht und macht Dir nichts vor. Auch wenn du Dich manchmal so fühlen solltest. Und einen normalen Werdegang, wie Du schreibst, gibt es nicht. Dazu ist Jede/r von uns zu individuell.

Ich für meinen Teil sehe mich als Crossdresser, der es auch mal genießt, zum Beispiel den Urlaub als Frau zu leben. Dabei auch als Frau behandelt zu werden und doch zu wissen, eigentlich wieder zurück zum Mann zu entwickeln. Aber es ist kein Spiel für mich. wenn ich als Frau unterwegs bin, dann bin ich Frau und fühle mich so. So als wäre ich eine andere Person, eine Frau eben. Und trozdem möchte ich nicht immer als Frau leben. Warum? Auch dafür habe ich keine passende Antwort zur Hand. Beides gehört zu mir, Frau und Mann in einer Person zu sein.

Ihr könnt oder müsst beide stark sein und herausfinden in welche Richtung die reise gehen soll, und ob Du Deinen Partnerauf dieser Reise begleiten willst.


Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 11 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Speedy,

ich schließe mich Magdalena weitgehend an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei mir niemals zu GaOP oder Hormontherapie kommen wird. Mein Leben besteht bez. des gefühlten Geschlechts aus Phasen, die Wochen oder Monate dauern können. Mir gefällt der Begriff "Freiheit" das zu tun und zu leben wie man möchte. So lebe ich manchmal gemäß meines Geburtsgeschlechts. In diesen Phasen habe ich überhaupt kein Interesse irgendwie eine "weibliche Identität" zu besitzen. Aber als Mann im klassischen Sinn verstehe ich mich dann auch nicht. Und dann gibt es Phasen, da möchte ich Weiblichkeit ausdrücken. Und weil es diese Schwankungen gibt, ist es klar, dass ich weder körperliche Veränderungen anstrebe, noch meine weibliche Garderobe aufgebe. Ich kann nicht ausschließen, dass es irgendwann "klick" macht. Und das weder in die eine noch in die andere Richtung. Es ist kein Tanz auf dem Drahtseil, sondern eher ein Pendel, der von der einen auf die andere Seite und wieder zurück schwingt. Mein Ruhepol liegt irgendwo in der Mitte.

Ich habe mir das nicht ausgesucht und bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen, es wirklich steuern zu können. Und eigentlich habe ich auch keine Lust (mehr) dazu. Es ist wie es ist. Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.
Viele Grüße
Vicky

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biene38
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 12 im Thema

Beitrag von biene38 »

Vicky_Rose hat geschrieben:Hallo Speedy,

Mir gefällt der Begriff "Freiheit" das zu tun und zu leben wie man möchte.

Das ist meiner Meinung nach ein ganz zentraler Punkt. Viele Männer hier fühlen sich in dem derzeitigen sozialen Geschlecht/Rollenbild des Mannes zu sehr eingeengt, und sehen sich dem der Frau näher.
Im Grunde geht es viel mehr um die Emanzipation des Mannes z.b. die Kleidung tragen zu dürfen, die ihm gefällt.

Diesen vorgezeichneten Weg DWT hin zur GAOP sehe ich nicht. Das betrifft meiner Ansicht nach nur eine Minderheit.

Grüße von der Biene, die sich nur emanzipieren möchte (na)
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 13 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Speedy und Lady B,

ich frage einmal anders herum. Was ist es denn konkret, was Euch Angst macht ? Oder ist es eher ein diffuses Gefühl ?

Ich denke, die meisten Ängste und Phantasien, die einer/m im Kopf herum geistern, sind völlig unbegründet. Deshalb macht es Sinn, sich konkret damit zu beschäftigen und die Ängste zu benennen. Allein das Aussprechen kann schon helfen zu erkennen, wo die echten Probleme sitzen, wenn es denn welche gibt ...

Wenn ich von mir ausgehe, würde ich sagen, dass auch Eure Partner Ängste mit sich herum tragen. Auch diese Ängste sind z.T. Phantasieprodukte. Natürlich kann es Probleme geben, aber sicher nicht dort, wo man sie erwartet.

Vielleicht hilft auch die Einstellung, dass nun eine spannende Phase in Eurem Leben begonnen hat. Wann bekommt man schon Gelegenheit über das Thema männlich/weiblich wirklich nachzudenken ? Es gibt so viele Klischees in unserem Denken und Handeln, das wir es gar nicht mehr wahrnehmen. Aber Ihr habt jetzt einen konkreten Anlass. Mich interessiert z.B. die Frage, warum ist das, was bei einem Mann "lächerlich" zu sein scheint, bei der Frau nicht so ? Insofern würde ein CD "typisch" weibliches Verhalten karikieren.

Aber das ist nur die Oberfläche, weil es um gesellschaftliche Konventionen geht. Ich denke, es geht um viel mehr. Es geht um Persönlichkeit, Respekt und Anerkennung (in beiden Richtungen). Euer Partner ist wie er ist, daran werdet Ihr nichts ändern. Ihr geht da sehr offen mit um. Das finde ich bewundernswert. Eure "Krise" ist eine Chance, Euch zu entwickeln und neue Kenntnisse und Einsichten zu erfahren.

Ist Angst nicht rückwärts gewandt ? Man möchte nicht, dass sich Gravierendes ändert. Statt Angst kann man auch Neugier, nämlich auf das was kommt, entwickeln. Ich zitiere Schiller (das Musik-Projekt):

Was wollt Ihr: Angst oder Neugier ?
Das magische Lebensgefühl
als beständiger Zustand -
das wäre ein Lebensziel!

sich unentwegt vom Leben verzaubert zu empfinden -
welch ein Seiltanz,
welch faszinierendes Spiel
um Glück und Schönheit:

ein wahrer Zeitvertreib
mit Aussicht auf Ewigkeit
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 14 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Was, wenn Frauenkleidung nicht mehr ausreicht ?
Angst macht nur Sinn, wenn man an einer Situation etwas ändern kann. Sie ist dann eine Art "Alarmanlage". Ansonsten lähmt sie. Wenn es so kommt, wirst Du nichts wirklich daran ändern können. Die Karten liegen bei Deinem Mann.

Ist es dann nicht besser, auf die Angst zu verzichten und vorwärts zu gehen: step by step ?

Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Langen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt;
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe
Viele Grüße
Vicky

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Re: DWT- Crossdressing- und dann irgendwann GAOP?

Post 15 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Ich kann mich in "Lady B" recht gut hineinfühlen und verstehe auch ihre Ängste. Sie sind nun mal da und nicht mit logischen Argumenten wegzuwischen. So halte ich mich mit guten Ratschlägen zurück, denn die in einem schlummernden Gedanken kann man so nicht elemenieren. Ich hoffe jedoch, dass vielleicht die Zeit helfen kann die ganze Situation "leichter" zu sehen.
LG
Christina
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