Gestern war ich beim CSD in Essen. Auf dem zentralen Ort, dem Kennedyplatz, war unter anderem ein Infostand zum Thema Transgender. Ich hatte den Eindruck, dass schon fast Werbung für geschlechtsangleichende Operationen gemacht wurde. Fotos aus dem Intimbereich, Namen von Operateuren und Kliniken, Medikamente. Dazu lagen eine schwarze Damenperücke und ein unansehnlicher, gepolsterter Büstenhalter, Typ Lustmörder, aus.
Lange stand ich vor einer Infotafel mit Einzelheiten aus der internationalen psychiatrischen Klassifikation. Darunter auch das Thema Fetisch. Trifft auf mich zu, aber kann man das so eng eingrenzen?
500 Euro habe ich wie im Rausch vor einigen Monaten in wenigen Tagen für Damenkleidung, Schuhe und Wäsche ausgegeben. Aber ich ziehe nichts mehr an, außer täglich ein Damenhöschen unter einer Herrenunterhose. Hat auch praktische Gründe für mich.
Wo stehe ich? In der Nähe ist ein Schwulenlokal, wo auch Transgender verkehren. Ein junger, großer, schlanker Kerl in einem dunkelroten Ballkleid, etwa Anfang 20 Jahre alt. Geschminkt, Perücke mit langem, hellblonden Haar. High Heels. Unter dem Träger des Kleides wird immer wieder der Träger eines schwarzen BH sichtbar. Er schiebt ihn sich zurecht. Sehr geil. Überhaupt ist der "Kerl" hübsch, sexy, obwohl oder gerade weil die Brust etwas zu flach und die Hüften zu schmal sind. Aber er fasziniert mich, regt mich auf. Er ist sehr schön. Ich kann meine Augen nicht von ihm lassen. Aber auch nicht von zwei ausnehmend hübschen jungen Schwulen in Alltagskleidung, mit modischen, kurzen Haaren, etwa knapp 20. Sie sitzen in der anderen Blickrichtung, einer auf dem Oberschenkel des anderen und regen mich auch auf.
Wo stehe ich?
Beim CSD in Essen
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Lukretia
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Re: Beim CSD in Essen
Gut, dass ich von meinen Damensachen nichts weggeworfen habe. Jetzt kriege ich wieder einen "Schub" und habe Lust, welche anzuziehen. Das geht bei mir hin und her.