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Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 6. Apr 2016, 08:22
von Feldmaus
Hallo zusammen

Da ich auch mehr einen "männlichen" Beruf habe.(arbeite seit 20 Jahren im Gartenbau und in der Forstwirtschaft ) kann ich Nicole Aussage nur bestätigen.
Frauen wird allgemein technisches Wissen abgesprochen und männliche Kollegen werden mir vorgezogen.Obwohl manche Männer überhaupt kein Fachwissen besitzen und nur auf " großen Macker" machen habe ich Probleme mich durch zusetzen.Doch nach einige guten Fachgesprächen , mit dem Kunden ,wird schnell klar
das ich weiß wovon ich rede.Leider muss ich mich immer noch gegen meine männlichen Kollegen durchsetzen und klar stellen wer hier Ahnung hat oder nicht.
Da ich nun schon länger in meinen Beruf unterwegs bin kennen mich viele Männer schon und haben sich an mich gewöhnt.Sie wissen ich lasse mir nichts gefallen und sage was ich denke. Das knallt dann schon mal. Danach weiß jeder wo er steht und die Männer haben mehr Respekt vor mir.Nach so einen kleinen Knall funktioniert die Teamarbeit meist viel besser. (smili)

Liebe Nicole du musst dich gegen die Männerwelt durchsetzen und zeigen was für eine tolle Fachfrau du bist.Lehne dich auf , beschwere dich zeige ihnen das Du dir nichts gefallen lässt. Du bist hier die Chefin und hast das Sagen alle anderen kommen nach dir. Wenn du das zeigst werden sie mehr Respekt vor dir haben und die Geschäfte laufen besser.
Wünsche dir viel Kraft und lass dir nichts gefallen.
Lg daniela

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 6. Apr 2016, 09:05
von Ulrike-Marisa
Moin,

...viel richtiges und gutes ist gesagt worden - aber was tue ich nun für mich gesehen? Ich denke, dass vorbildliches Verhalten am ehesten eine Veränderung des Verhaltens meiner Mitmenschen beeinflussen kann. Wenn ich als Frau als erste an einer Tür bin, was vergebe ich mir, anderen Menschen, Frau oder Mann, diese dann freundlich zu öffnen/offen zu halten. Auch ein männlicher Teilnehmer einer Besprechung vergibt sich auch nichts, wenn er einen Kaffee anbietet...
Es wird eine Frage des gleichberechtigten Umgangs mit einander auf Augenhöhe, wie es in Skandinavien schon eher üblich ist, sein, die das Verhalten aller Beteiligten ändern wird und damit wirkliche Gleichberechtigung bei uns erst bewirken wird. Gesetze reichen da nicht aus, denn Papier ist geduldig. angemessenes Verhalten im Umgang miteinander scheint mir der Schlüssel zu sein - zumindest meiner Meinung nach. :!:

LG, Ulrike-Marisa

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 6. Apr 2016, 09:32
von Jessie
Hallo, ich habe nicht alle Beiträge gelesen.

Ich selber komme aus einem Technischen berreich und binn auf der ganzen Welt unterwegs.

Ich muss sagen das ich mich Nicole anschließe, nur weil dort plötzlich eine Frau steht heißt das noch lange nicht das die Frau weniger kompetent ist.

Man kann das Blatt drehen und wenden wie man möchte, messt die Kompetenz nicht an dem Geschlecht.

Ich erlebe sehr oft das es Männer gibt die ihre "Kompetenz" nur spielen, alles blender die weder Ahnung haben noch ordentliche arbeiten abliefern.

Es ist schon richtig das Frau anders Arbeitet jedoch wenn mal eine Frau mit mir arbeiten und ich merke das sie länger braucht wie andere (Männer) dann kann ich davon ausgehen das die Arbeit gewissenhafter erledigt wird.


Das Problem welches ich sehe ist einfach das es nicht genug Frauen in Technischen berreichen gibt von daher wird die Frau nicht ernst genug genommen.

Leider kann ich das wenig machen es müssten sich mehr Frauen für den Bereich interessieren

Wenn ich die Wahl habe Messe ich den Menschen an seinen Taten....

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 6. Apr 2016, 11:54
von Anke
Marielle hat geschrieben:
Vielleicht hilft es ja, mit ein paar gezielten und anspruchsvollen Fragen mal ein wenig nachzubohren. Das hat nämlich zwei Vorteile. Zum einen bin ich aus der "ich muss was beweisen/Verteidungshaltung" raus. Zum anderen muss mein Gegenüber erstmal selbst rudern und zeigen, dass er kompetent ist.
Das klingt nach einem guten Plan, Anke. Und ich glaube, dass es wirklich ein guter Plan ist. Er funktioniert aber nur, wenn man sich selbst nicht in der Beweispflicht sieht, weil man diesen Plan sonst gar nicht ausführen kann. Die Selbstverortung auf einer solchen Position ist aber nicht allen Menschen möglich, die als 'Frau' sozialisiert wurden. Es gehört nicht zu den üblichen 'Features', die einer 'Frau' ansozialisiert werden.
Hallo zusammen,

Marielle hat da einen wie ich finde zentralen Punkt angesprochen. Es kommt auch sehr darauf an, was im eigenen Kopf herumspukt. Wenn ich selbst glaube, dass ich in der Beweispflicht stehe, dann werde ich mich auch genau so verhalten.

Eine gute Freundin von mir, eine wirklich kluge, intelligente und gebildete Person, macht ständig die Erfahrung, dass sie versucht ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen und am Ende dann der männliche Kollege, der eigentlich keine richtige Ahnung hat, sich durchsetzt. Wir haben schon ein paar Mal darüber gesprochen. Ihr ist das selbst klar, sie schafft es aber nicht das aus ihrem Kopf zu bekommen. Aber solange das so bleibt, haben andere leichtes Spiel.

Daniela hat eben etwas übers Kämpfen geschrieben. Ich kann sofort unterschreiben, dass es wichtig ist zu kämpfen. Der für mich entscheidende Punkt ist aber, das auch mit den richtigen Mitteln zu tun. Und die können je nach Kontext sehr unterschiedlich ausfallen.

Liebe Grüße

Anke

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 6. Apr 2016, 16:16
von ChristinaF
Beruflich habe ich diesbezüglich noch keinen Sexismus in unserem Amt festgestellt. Gegenseitige Akzeptanz und respektieren der Leute, ob nun Mitarbeiterinnen/er oder "Kunden" ist uso.
Außerhalb meiner Arbeit ist mir das jedoch schon einigemale, teilweise negativ, aufgefallen.
LG
Christina

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: So 21. Aug 2016, 16:02
von nicole.f
Die Erfahrungen gehen sukzessive weiter und ich dachte mir, ich teile davon noch ein paar...

Meine Partnerin macht seit Jahren Merchandising Verkauf für verschiedene Open Source und freie Software Projekte - T-Shirts, Buttons, Aufkleber, Plüschtiere etc. Wir fahren zwei bis drei mal im Jahr zu verschiedenen Veranstaltungen zu denen wir eingeladen werden und breiten dort unser Angebot aus. Meine Partnerin kümmert sich um die Fanartikel und ich bin unterstützend dabei. Damit ich mich nicht völlig langweile, haben wir auch ein paar kleinere technische Spielzeuge dabei. In den letzten Jahren war es dann meist so, dass meine Partnerin primär für die Fanartikel angesprochen wurde und ich eben für die technischen Dinge. Dieses Wochenende sind wir wieder auf einer solchen Veranstaltung, der FrOSCon und siehe da, wir werden nun beide für die Fanartikel angesprochen und selbst wenn es Fragen zu den technischen Teilen gibt, werde ich _nicht_ angesprochen - und das obwohl ich ein T-Shirt mit der Aufschrift "Haeckse" [2] trug :) Also, nuja, das ist schon auffällig. Aber hey, ich werde es überleben. Das das kann ich auch nur so locker sehen, weil ich beruflich fest im Sattel sitze. Wäre ich eine junge Frau am Anfang ihrer Karriere, würde ich mich glaube ich ziemlich ärgern.

Vor ein paar Tagen war ich mit einem Kollegen noch einmal bei dem Kunden, der vor gut einem halben Jahr den Anlass zu diesem Strang gegeben hat. Wieder hatten wir eine technische Besprechung, bei der ich nun wieder mitreden darf, weil sie mich kennen und mir nun auch etwas zutrauen. Ich merke aber nach wie vor deutlich, dass meine Worte mehr abgewogen werden, als die der männlichen Gesprächsteilnehmer. Damit kann ich einigermaßen leben, obwohl die immernoch spürbare Ungleichbehandlung etwas schmerzt.

Bei diesem Treffen sollten wir aber am Ende noch ein Test-Gerät mitnehmen, also ein größeres Gehäuse, mit deren speziellen Geräten, damit wir das Zusammenspiel damit bei uns vor Ort im Büro direkt testen können. Als meinem Kollegen und mir das Gehäuse präsentiert wurde, wurde es mir etwas bange, denn es handelte sich um einen 19 Zoll Schrank, Stahl, 60x60x135cm. Man sagte uns vorher per eMail, ca. 60kg. Das wäre in Ordnung. Tatsächlich aber wiegt das Monster eher 160kg! Da das Treffen eher ein formelles Treffen im Büro war, trug ich Rock, Bluse und nicht all zu hohe Pumps. Eingeladen werden musste das Monster in unseren kleine Kombi mit Ladekante.

Glücklicherweise waren vom Kunden drei starke Männer dabei, die sich dann zusammen mit meinem Kollegen um das Einladen kümmerten, ich blieb davon völlig unbehelligt. Das war in der Situation mal sehr angenehm für mich, nicht nur wegen des hohen Gewichts, dass ich ohnehin kaum noch hätte bugsieren können, sondern auch weil ich für solch eine Aktion deutlich falsch angezogen war.

Es machte aber eben auch klar, dass es auch der impliziten Erwartungshaltung der Herren entsprach, dass ich soetwas nicht könnte, mache oder dafür irgendwie hilfreich sein könnte. Leider, muss ich sagen, hatten Sie in diesem Punkt schon halbwegs recht, denn keinem der Herren hätte ich kräftemäßig ernsthaft gleich kommen können, das ist ein eindeutiger Nachteil der Hormone. Hier ließ ich es also zu, dass meine Wahrnehmung als Frau für andere Interaktionen und andere Erwartungen an mich sorgte.

Liebe Grüße
nicole

[1]
https://www.froscon.de/startseite/

[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Haeckse

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: So 21. Aug 2016, 17:18
von ab08
Liebe Nicole,

Deine Beobachtungen kann ich voll bestätigen.

Fachbetreuung Mathematik seit Mitte der 90er Jahre, in verschiedenen Gremien tätig, bei Fortbildungen galt ich als kompetent, mein Urteil zählte.
Nach dem CO wurde ich freundlich behandelt, man hielt mir durchaus mal die Tür auf und half auch sonst. ABER in fachlicher Hinsicht wurde ich nicht mehr richtig ernst genommen. --> Auch von Menschen, mit denen ich lange vor dem CO bereits lange zusammengearbeitet hatte. :oops:
Das Verhalten mir gegenüber hatte sich geändert. Es muss ein unterbewußter, tief verankerter Prozess sein.
Im Laufe der Zeit konnte ich das teilweise wieder ändern, allerdings blieb ich weit unter dem früheren Niveau. Einer Frau wird in dem Bereich einfach weniger zugetraut.

Auch Schüler verhielten sich nach dem CO anders. Vorher streng, gefürchtet, aber auch ob des Niveaus geachtet und respektiert.
Hinterher galt ich als lieb, gutmütig, aber auch ein wenig doof. Meine Abiklasse dachte insgeheim "Das doofe Huhn da vorn bereitet uns sicher nicht ausreichend vor."
Daher lernten sie extra zusätzlich (deutlich mehr als nötig!!) um den vermeintlichen Nachteil auszugleichen. - Die Parallelklasse unterrichtete ein kompetenter Kollege. Folge, die Schüler verliesen sich voll auf die Lehrkraft (Der wird es schon richtig machen) und zeigten kaum Eigenleistung. => Ergebnis: Mein Abikurs war deutlich besser. :wink:

Liebe Grüße
Andrea

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Di 14. Aug 2018, 17:16
von Marlene K.
Hallo, Ihr Lieben,
ich glaube das gesagte ebenfalls sofort und kann, obwohl offewnsichtlich als Mann in weiblicher Kleidung erkannt, ein Beispiel dafür bringen.
Es war in einem Coaching, bei dem ich einem Trainer deutlich wiedersprochen habe. Dieser hat mir im aus dem raum gehen darauf hin vor Zeugen den Hintern getäschelt so nach dem Motto:"Na, Kleines, red Du mal". In der ersten Reaktion habe ich zunächst die anderen gefragt, ob ich das richtig wahrgenommen habe und dann die Schuld bei mir gesucht.
Erst am nächsten Tag habe ich die (weibliche) Opferrolle aufgegeben und meine direkten Betreuer angesprochen. Erst mit und mit wurde mir die Bedeutung der Handlungen klar.
Der Übergriffige wusste um meine Identität und machte auch schon im Vorfeld seine Probleme damit deutlich.

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Di 14. Aug 2018, 17:35
von nicole.f
Oh wow, das geht ja noch deutlich weiter!
Übel :(

Das ist ja schon nicht Sexismus, das ist schon sexualisiert und das hat nochmal eine ganz andere Qualität. Hier geht es nicht (nur) um Fragen der Gleichberechtigung, sondern es das ist eine sexuell motivierte Handlung, eine physische Übergriffigkeit, die auf gar keinen Fall duldbar ist und sein darf. Während ein Ignorieren oder Übergehen in einer Situation ärgerlich und hinderlich ist, so sind physische Übergriffe wie Grapschen und dergleichen, nicht tolerierbar. Ganz schlimm wird es dann wirklich, wenn sich das Opfer auch noch schuldig fühlt - das sind genau die Mechanismen, die auf jeden Fall abgestellt werden müssen. Ein Weg dazu ist das Empowerment der Opfer, damit ihnen sofort und unmittelbar klar ist, dass sie Opfer sind! Das ihre Rechte verletzt wurde und das ihnen auch sofort klar ist, was ihre Möglichkeiten sind, dagegen vorzugehen. Dort sind wir noch nicht, leider, und es tut mir leid für Dich, dass Du in dieser Form Opfer wurdest.

Liebe Grüße
nicole

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Di 14. Aug 2018, 17:41
von heike65
also
der krasseste sexismus kam bis dato von bekannten Frauen, keine freundinnen eher entfernter Bekanntenkreis
Die fassten mir einfach an die Brust und fragten: sind die echt (sollten sie eigentlich erkennen, aber mehrfach passiert) männer sind da distanzierter

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Di 14. Aug 2018, 18:21
von Tatjana_59
heike65 hat geschrieben: Di 14. Aug 2018, 17:41 also
der krasseste sexismus kam bis dato von bekannten Frauen, keine freundinnen eher entfernter Bekanntenkreis
Die fassten mir einfach an die Brust und fragten: sind die echt (sollten sie eigentlich erkennen, aber mehrfach passiert) männer sind da distanzierter
Von wegen Männer sind distanzierter.
Mir fassten Männer an die Brüste um die Echtheit zu überprüfen, da sie mich kannten dachten sie es ist okay, mein Widerspruch wurde weggelacht.

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Di 14. Aug 2018, 19:08
von nicole.f
Das ist kein Sexismus, das ist schlicht unfassbare Übergriffigkeit!
Meine Güte... was bilden die sich ein?

Zudem zeigt das auch unglaubliche Körpernormierung, die viele (noch) im Kopf haben.

Liebe Grüße
nicole

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Di 14. Aug 2018, 19:10
von heike65
@tatjana
das habe ich bis dato nicht erlebt, manche Männer fragten ob die echt wären, antwort : wenn du die anfasst haste ne anzeige am hals
bis dato funzte das, frauen waren da fixer was das grabschen anbelangt

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 15. Aug 2018, 07:31
von Christiane
Den will ich Euch nicht vorenthalten. Ist zwar schon ein paar Tage her, aber paßt hier bestens rein.

Ich bin umgezogen und da in der Küche die normale Front nicht gestellt werden konnte, benötigte ich eine tiefere Arbeitsplatte (+10cm). Die Meterpreise waren damals für mich nicht zu bezahlen.
Also - Tipp von guter Freundin bekommen - dicke Spanplatte - imprägnieren - Feinsteinzeug darauf fliesen - perfekt. Und wenn wir schon dabei sind machen wir den Schild auch gleich.
Gesagt - getan. Allerdings mit dem Unterschied, daß ich zugeschnitten habe und sie gefliest, weil ich das noch nie gemacht hatte.
Während dieser Arbeiten, kam der Sanitär und wechselte die Fäkalkeramik aus (Vormieter hat sie nicht sehr lieb behandelt). Der hätte vor lauter Glotzen fast den neuen Thron hingeschmissen.
"SIE fliesen das? Kalle schau mal, die Frau fliest die Küche." - und, und, und, "¦. . Und im Subtext wahrscheinlich, daß ich ein Weichei bin. Meiner Freundin ist dann doch gelinde gesagt auch der Hut hoch und sie hat ihn angeschnauzt, daß er lieber jetzt seine Arbeit ordentlich machen soll - sie würde das dann kontrollieren.
Ich glaube, das erzählt der Heini heute noch. Da haben wir wohl ein Weltbild zum Einsturz gebracht.


Und der zweite ist vor nicht mal 2 Monaten passiert. Allerdings geht der Vorwurf diesmal an die Frauenseite.
Lieferantenbesuch ist angekündigt. Eine Frau erscheint - wir sind uns noch fremd - die Firma ist neu.

Als astreiner Typ wäre ich auf die garantiert reingefallen. Das Gespräch war eigentlich eher schon fast ein anbaggern, als ein sachliches Gespräch. Es wurden auf jeden Fall ganz eindeutig die Hormone aktiviert.
Die Kleidung garantiert entsprechend gewählt. Nicht was Ihr jetzt denkt - sehr modisch und dezent - wenn der schwarze Rolli aber noch enger und dünner gewesen wäre, hätte ich die Marke des BH erkannt.
Die Gestik, die Sprache, die Mimik - tut mir leid, aber ich habe mich ziemlich geärgert über die Dame, weil sie so unverhohlen ihre weiblichen Vorzüge in die Waagschale geworfen hat.
Das Produkt war eigentlich Nebenschauplatz.
Nicht ungeschickt - aber mir gegenüber ziemlich ineffektiv. Klar, ich bin auch nicht komplett immun, aber an dem Tag war wohl Christiane voll auf zack und hat die Gute sofort durchschaut. :mrgreen:
Die gute Frau hält mich jetzt bestimmt für homosexuell, weil ich gar nicht angesprungen bin.

Schade, aber wenn wir jedes Erlebnis dieser Art hier in den Thread reinstellen, wird er ganz schnell das "Was tragt Ihr heute..." überholen - leider.
Es bessert sich - aber ich werde das verschwinden dieser Vorurteile wohl nicht mehr erleben.

LG
Christiane

Re: Der alltägliche Sexismus...

Verfasst: Mi 15. Aug 2018, 07:53
von ExuserIn-2018-12-09
Jessie hat geschrieben: Mi 6. Apr 2016, 09:32 Hallo, ich habe nicht alle Beiträge gelesen.

Ich selber komme aus einem Technischen berreich und binn auf der ganzen Welt unterwegs.

Ich muss sagen das ich mich Nicole anschließe, nur weil dort plötzlich eine Frau steht heißt das noch lange nicht das die Frau weniger kompetent ist.

Man kann das Blatt drehen und wenden wie man möchte, messt die Kompetenz nicht an dem Geschlecht.

Ich erlebe sehr oft das es Männer gibt die ihre "Kompetenz" nur spielen, alles blender die weder Ahnung haben noch ordentliche arbeiten abliefern.

Es ist schon richtig das Frau anders Arbeitet jedoch wenn mal eine Frau mit mir arbeiten und ich merke das sie länger braucht wie andere (Männer) dann kann ich davon ausgehen das die Arbeit gewissenhafter erledigt wird.


Das Problem welches ich sehe ist einfach das es nicht genug Frauen in Technischen berreichen gibt von daher wird die Frau nicht ernst genug genommen.

Leider kann ich das wenig machen es müssten sich mehr Frauen für den Bereich interessieren

Wenn ich die Wahl habe Messe ich den Menschen an seinen Taten....
Das größte Talent der Blender ist sich selbst perfekt zu verkaufen. 99% bemerken das nie oder viel zu spät.
Daran ändert sich auch nie etwas. Die sind die perfektem Staubsauger Verkäufer in anderen Gewand.
Aus den meisten von uns spricht der pure Neid das wir nicht genauso gewand sind.