9.Lucky70 hat geschrieben: Mi 17. Apr 2024, 18:58 Ist die Frage nicht eigentlich auch: will ich nicht eigentlich als solches wahrgenommen werden?
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Aber wenn ich Schuhe mit Absatz dazu anziehe - oder Lederleggins anziehe, dann ist das auffallen doch irgendwie auch Bestandteil der Kleidung. Ich bin da selbst immer unschlüssig...
Dieses Hin-und-her-Gerissensein kenne ich auch!sbsr hat geschrieben: Fr 20. Okt 2023, 12:37 ... daher wohl auch dieses "so viel wie möglich, ohne dass es zu sehr auffällt" Verlangen.
- Einerseits in weiblichen Stoffen, Farben, Schnitten schwelgen wollen und andererseits Angst haben, dass das irgendwie over the top ist. Das geht so weit, dass ich mir sogar mitunter zuhause unangenehm overdressed vorkomme für das, was ich gerade so tue. Es ist paradox: mehr Femininität im äußeren Erscheinungsbild kann dann dafür sorgen, dass ich mich weniger feminin fühle, weil ich das nicht ganz unberechtigte Gefühl nicht loswerde, dass keine Frau in der gegebenen Situation so gekleidet wäre.
- Am liebsten gar nicht auffallen, schließlich hat man so viel Zeit und Mühe in sein Passing investiert, aber wenn schon auffallen, dann doch bitteschön auf jeden Fall positiv, weil man sich ja extra ganz besonders schick gemacht hat
- Und: Erfreue ich mich möglichst oft an dem Gefühl und dem Bewusstsein, Jeans und Unterwäsche aus der Damenabteilung zu tragen, ohne dass es jemandem außer mir groß auffällt, oder verdirbt mir das mit der Zeit meine selteneren "richtigen" Crossdressing-Momente, wenn dieses magische Gefühl des Eintauchens in etwas ganz anderes, die völlige Verwandlung in eine soweit wie möglich weiblich auftretende Person gewissermaßen entwertet wird durch die fehlende Abgrenzung, weil ich mich zu oft in zwei Welten gleichzeitig aufhalte? Es gibt dann so gesehen nicht nur den männlichen Alltag einerseits und die besonders wertgeschätzte Zeit als Flora andererseits, sondern auch dieses Nebenbei-(Hybrid)-Crossdressen, bei dem ich mich dann oft frage: Will ich gerade Flora sein? Übe ich gerade, Flora zu sein? Oder schiebe ich Flora so langfristig ins Abseits, indem ich sie eines Teils ihres Wesens beraube, um es in meinen an sich männlichen Alltag zu integrieren?
(Das hängt für mich auch damit zusammen, dass ich versuche, beim Crossdressing auch eine andere innere Haltung einzunehmen und mich dabei bewusst wohlzufühlen. Noch so ein Konflikt: will ich lieber möglichst viele der aufgrund äußerer Umstände eher raren Gelegenheiten zum Crossdressen nutzen, auch wenn klar ist, dass dann aus Zeitgründen nur eigentlich dem männlichen Alltag zuzurechnende, mitunter lästige Aufgaben erledigt werden, oder will ich lieber strikt darauf achten, dass Flora Quality-Time genießt und dafür noch seltener rauskommt?)