Heute ist mir etwas passiert, was eigentlich fast nie vorgekommen ist. In der Früh hatte ich einen Besprechungstermin für meine Vorsorgeuntersuchung (alles bestens -Gott sei Dank), dann war ich auf einen Sprung bei meiner Mutter und hatte dann Zeit, in mein Refugium zu fahren,um mich für einen Outdoor-Ausflug zurechtzumachen. Es war schon in der Früh, als ich losfuhr ziemlich nebelig, also prinzipiell nicht unbedingt das Wetter für eine Langlaufrunde.
Ich hatte mich dann auch schon zurecht gemacht, Wimpern aufgelegt, Outfit gewählt, das Make-Up fertig - und mich schon auf den Weg gemacht, um in der Stadt eine kleine Runde zu drehen.
DSC_1768.JPG
Ich war auch schon im Auto auf dem Weg in die Stadt. Da hat mich plötzlich die Lust verlassen, ich bin zurückgefahren, habe mich wieder abgeschminkt, bin nach Hause gefahren und habe meine Langlaufausrüstung angezogen und bin zum Feld zwischen unseren Dörfern gegangen und habe eine schöne Stunde meine Runde gedreht.
Was mich dann zur Frage geführt hat - was ist denn jetzt los? Sonst hatte ich doch in der letzten Zeit fast jede Gelegenheit genutzt, um Gerda auszuführen, und sei es nur eine kleine Runde ins nahe EKZ.
Vielleicht war das dann doch zuviel - ich hatte es, wenn ich so in mich blicke, fast schon als Zwang gesehen, mich enfemme nach draussen zu begegen. Es hat sich fast alles nur um die Gelegenheiten gedreht, sich zu verwandeln. Und da kam mir zu Bewusstsein, dass Gerda zwar in mir ist, aber dass ich es nicht sein
MUSS Und dass es noch andere Dinge im Leben gibt, die es zu geniessen gilt.
Und auch die Erkenntnis, was es für eine wunderbare Freiheit ist, sich diese Gelegenheiten schaffen zu können, aber nicht zu müssen.
Und da bin ich auch meiner Liebsten sehr dankbar, dass ich mir diese Freiheiten nehmen kann, fast immer wenn ich möchte.
Etwas nachdenklich
Gerda