MichiWell hat geschrieben: So 29. Aug 2021, 16:11Mag sein, dass Anette bissel ruppig in der Wortwahl war, und man es mehr aus der eigenen Perspektive heraus schreiben könnte. Aber die Kernaussage ist nicht grundsätzlich zu bemängeln.
Hallo nochmals,
ja, das mag wohl sein, dass ich mich etwas ruppig ausgedrückt habe. Und ich möchte auch nicht bei dir anecken, liebe Fanny, doch was ich sagen wollte ist folgendes (ich kann da aber nur für mich selbst reden):
Ich finde es nicht in Ordnung, wenn ein Partner oder Partnerin gleich solche Regeln aufstellt, gerade in der Frühzeit einer Beziehung. Skepsis und Zweifel, ja selbst Unmut und Inakzeptanz sind auf ihre Weise gerechtfertigt, doch um dann sogleich die betreffende Person in einen aus Zwängen und Verboten bestehenden "Seelenkäfig" hinein zu nötigen, sprengt den Rahmen aller Vernunft. Um wieviel besser wäre es doch, wenn der/die zweifelnde Partner/in, die neuen Erkenntnisse erst einmal sacken ließe, um dann zu sehen wie sich der Konflikt von selbst entwickeln wird. Zum Reden bleib ja eh Zeit genug, und bei Bedarf kann man die beziehungstechnischen Bedürfnisse anpassen, oder umgekehrt.
Ich selbst lebe nur noch als Frau und lasse mir da von niemandem ins Zeug reden, selbst wenn dies das Ende meiner eigenen Beziehung bedeuten würde. Aber ich geb ja zu, ich hab da gut reden, meine Familie steht ausnahmslos hinter mir und akzeptiert mich wie ich eben bin. Und auch während den noch kommenden Etappen auf meinem Weg werden sie sich nicht von mir abwenden und zu mir stehen, bis ich endlich angekommen sein werde. In diesem Sinne hab ich großes Glück, meine Frau ist der toleranteste Mensch, dem ich je begegnet bin. Da mag mir das Nörgeln und Krakeelen über die Meinungen anderer wohl allzu leicht fallen.
Dennoch, ich denke, deine Freundin sollte nicht sogleich die schweren Geschütze auffahren indem sie Bedingungen drakonischem Ausmaßes stellt. Vor allem du selbst hast da was mitzureden, und es liegt nicht nur ausschließlich an dir, Kompromisse einzugehen. Auch sie sollte dir entgegenkommen, nicht nur während der, übrigens völlig idiotischen, Faschingszeit.
Und nun, nachdem ich meine vorigen Aussagen hoffentlich ins rechte Licht gerückt habe, wünsche ich dir, liebe Fanny, alles Gute für dein eigenes Anliegen, wie auch für deine Beziehung.
Mit liebsten Grüßen,
Annette