Wer begnügt sich mit der „kleinen Lösung"?
Wer begnügt sich mit der „kleinen Lösung"? - # 2

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Cybill
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 16 im Thema

Beitrag von Cybill »

Dornröschen hat geschrieben:...und kann sehr glücklich so mit mir leben.
LG
Christina
Und das ist das Wichtigste! (ap)


-Cy


P.S.: an alle: Denkt immer daran :wink:
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Annabelle-R.
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 17 im Thema

Beitrag von Annabelle-R. »

Mein Traum wär's schon, einen weiblichen Körper(und Kopf) zu haben, aber mit den Genitalien und Brüsten ist's mir nicht getan.
Ich bin froh mit fast 63 körperlich noch recht fit zu sein, daran möchte ich nichts ändern, indem ich mich freiwillig zum Patienten mache,
außerdem brauche ich als Bauhandwerker meine (verbliebene) Körperkraft.
Deshalb und noch weiteren Gründen werde ich weiterhin switchen, im Beruf Mann, sonst überwiegend Frau.

Liebe Grüße
Annabelle
Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
Hanna74

Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 18 im Thema

Beitrag von Hanna74 »

Hallo,

wie alle Vorrednerinnen kann ich natürlich nur für mich selbst sprechen. :) Ich habe recht lange für mich darüber nachgedacht und bin am Ende dazu gekommen, daß für mich (wenn überhaupt, s.u.) nur die "kleine Lösung" im Sinne von VÄ/PÄ, eventuell HRT und Haarentfernung in Frage kommt.

Meiner Liebsten habe ich meine Gedanken seinerzeit so erklärt:

"Wenn es eine Möglichkeit gäbe, jederzeit hin- und herzuwechseln, ohne Schäden und irreversible Nebenwirkungen: Keine Frage, her damit, wo muß ich unterschreiben? Wenn es die Möglichkeit gäbe, genau einmal zu wechseln, aber dann einen wirklich komplett funktionierenden weiblichen Körper zu haben (einschließlich Proportionen, Stimme, ja und auch Menstruation etc.): Ich würde es überlegen, glaube ich. Das ist aber beides Science Fiction. Das einzige, was wirklich geht ist, durch viele riskante Operationen einen Körper zu bekommen, der nach außen hin mehr oder weniger weiblich wirkt, es aber nicht wirklich ist. Das ist mir zu wenig, das Risiko nicht wert."

Das ist immer noch mein aktueller Stand. Kann sein, daß er sich nochmal ändert (ich bin mittlerweile klug genug, niemals "niemals!" zu sagen ;-) ), aber er ist jetzt schon recht lange stabil.

(Zum "wenn überhaupt": Ich bin nur im engsten Freundeskreis und in bestimmten Ecken im Netz "out", und zaudere immer noch, weitere Schritte in Richtung VÄ/PÄ etc. zu gehen. Nicht weil ich nicht grundsätzlich als Johanna leben wollen würde, sondern weil ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich den Preis dafür zahlen will. Schön wäre es aber schon...)

Liebe Grüße,

Johanna
(nach langer Zeit mal wieder hier, und immer noch nicht wirklich weiter...)
Inga
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 19 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Hanna,

Operation - für mich nein danke. Doch freue ich mich, dass einfach so meine Brust zur Zeit etwas mehr kugelige Form bekommen hat. Wahrscheinlich zwar altersbedingt, gefällt mir gut und könnte ruhig etwas mehr werden ... .

Deine letzten Sätze könnten von mir sein. Ja, außerhalb meiner mir etablierten Schutzräume in Gruppen und "Fremde Stadt" heraus gehen würde mich gerne mehr outen und im Alltag unter Bekannten und Verwandte etwas mehr von der weiblichen Seiten zeigen. Doch weiß ich nicht, was für eienen Preis ich zahlen würde und ob ich bereit bin, dies auf mich zu nehmen. Ja, da fühle ich bei mir auch eher einen Stillstand, der mich auf die Dauer zu wenig zufrieden stellt.

Liebe Grüße
Inga
Andrea aus Sachsen
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 20 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Danke erst mal für all die Antworten! Wie ich daraus entnehme, schein das erhöhte Risiko im fortgeschrittenen Alter oder durch Vorerkrankungen der Hauptgrund für einen Verzicht auf die GaOP zu sein.
Sehr unterschiedlich sind dagegen die Vorstellungen von der "kleinen Lösung". Eigentlich sollte es ja auch so sein, dass jede(r) die für sich selbst optimale Lösung sucht und findet, egal, ob diese klein, normal, gängig, ungewöhnlich oder großartig bezeichnet wird. Ich bezog mich bei meiner Frage aber nur auf Transsexuelle, die zu 100% als (Trans-)Frau oder (Trans-)Mann leben und zumindest die VÄ/PÄ anstreben oder bereits hinter sich haben. Für alle, die nur zeitweise im anderen Geschlecht leben (wollen), dürfte meines Erachtens die GaOP ohnehin kein Thema sein.
Aus euren bisherigen Antworten entnehme ich, dass Nicoletta, Tatjana, Abby, Christina und Johanna eine ähnliche "kleine Lösung" wie ich gefunden haben oder anstreben. Das wäre in der Tat nur ein Bruchteil der hier angemeldeten TS, sodass ich mit meiner Vermutung wohl nicht falsch liege, dass die meisten doch den ganzen Weg bis zur GaOP gehen (wollen). Bitte ergänzt oder korrigiert mich, wenn ich jemanden vergessen haben sollte oder etwas falsch interpretiert habe.
Ansonsten sind weitere Wortmeldungen willkommen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 21 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Nur so aus statistischer Sicht:
Das wäre in der Tat nur ein Bruchteil der hier angemeldeten TS
Das mag vielleicht so sein, aber es erschließt sich mir nicht aus den Antworten in Deinem Fred. Weißt Du, wie viele TS hier angemeldet sind ? Ist bekannt wie viele davon eine "kleine Lösung" suchen ? Wenige haben geschrieben, aber ist das repräsentativ ? Deshalb ist die Aussage
sodass ich mit meiner Vermutung wohl nicht falsch liege, dass die meisten doch den ganzen Weg bis zur GaOP gehen (wollen)
nicht zulässig. Es kann sein, muss aber nicht. Gerade weil die Anzahl der TS so klein ist, ist die Gefahr eine Fehlinterpretation sehr groß. Außerdem können noch andere Einflüsse von Bedeutung sein. Du hast selber z.B. das fortgeschrittene Alter angesprochen, dass die Aussage verfälschen kann. Ich würde die Aussage auf der Basis der vorliegenden Informationen so nicht treffen. Außerdem muss man sehr aufpassen, dass man auf Grund eigener Vorstellungen nicht nur die Infos heraus liest, die zur eigenen Meinung passen.

Nix für ungut, aber Du hast Hinweise eingefordert...
Viele Grüße
Vicky

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ab08
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 22 im Thema

Beitrag von ab08 »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:Bruchteil der hier angemeldeten TS, sodass ich mit meiner Vermutung wohl nicht falsch liege, dass die meisten doch den ganzen Weg bis zur GaOP gehen (wollen).
Liebe Andrea,

zunächst möchte ich hier nur allgemein schreiben, da für mich, wie bereits erwähnt, das Thema individuell, intim ist.
in den letzten Jahren kam ich mit vielen in Kontakt, kenne aber keine exakten Zahlen.
Trotzdem möchte ich obige Aussage "die meisten" bzgl. der Gesamtzahl der transsexuellen Frauen in Deutschland relativieren. (Bei transsexuellen Männeren ist die Zahl der GAOPs wahrscheinlich geringer)
Einen Prozentsatz kenn ich nicht, aber - meinem persönlichen Eindruck nach,- ist von 25:75 über 50:50 bis zu 75:25 alles möglich.
Ich kenn jedenfalls einige, die auf die GAOP bewußt verzichteten...
- z.B. weil es für sie nicht wichtig ist, weil sie mit ihrem körperlichen Zustand zufrieden sind und sich trotzdem wohl fühlen.
Manche verzichten auch aus gesundheitlichen Gründen auf die GAOP, weil sie andere Prioritäten setzen.

Für andere ist der Verzicht auf die GAOP aber eine zu große Belastung!!
(Übrigens, weil hier oft "Alter" Argument ist. Die klassische Methode ist bei gutem körperlichen Zustand(!) unter 70 in der Regel durchaus erfolgreich.)

Trotzdem ich bleibe dabei: Es ist eine individuelle, extrem intime Entscheidung !
Wie sich andere entscheiden, sollte daher keine Rolle spielen.

Liebe Grüße
Andrea

P.S. vgl. Vicky --> Danke Vicky! (flo)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 23 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo Andrea,

wie Du vielleicht weißt, gehöre ich zur der Fraktion, die sich für die GAOP entschieden hat. Bei der Entscheidung hat bei mir keine Rolle gespielt, wie viele sich dafür oder dagegen ausgesprochen haben. Für mich war nur entscheidend, womit es mir voraussichtlich am besten geht. Irgendwann war ich mir sicher, dass dazu die GAOP gehört, auch unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken.

Damit möchte ich vor allem sagen, dass es eine sehr persönliche Entscheidung ist. Ich habe sie in aller Stille getroffen und in dieser Zeit war ich auch kaum im Forum. Es war mir wichtig in mich hineinzuhören und mich danach zu richten, möglichst ohne äußeren Einfluss und Druck.

Wie Christina sinngemäß geschrieben hat, es kommt drauf an glücklich zu leben.

Abgesehen davon würde mich jetzt, nachdem meine Entscheidung feststeht, auch interessieren, wie viele die GAOP machen (wollen) und wie viele nicht. Und was die wichtigsten Gründe sind, sowohl dafür, als auch dagegen. Dieser Thread gibt einen kleinen Einblick, vielen Dank dafür.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Frida
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 24 im Thema

Beitrag von Frida »

Liebe Andrea, (moin)

ich sehe es wie Andrea und auch Anke, denn es ist wirklich eine sehr intime Entscheidung, wie der persönliche Weg einer Transition verläuft.
Ich würde auch gar nicht davon sprechen, ob sich jemand mit einer kleinen Lösung begnügt, denn jeder Lebensweg ist verschieden und meiner Meinung nach gibt es keine "Lösung". Ich habe nie meinen Weg richtig geplant, sondern war eher immer wieder überrascht, wohin er mich führt..."Der Weg ist das Ziel."
Teil meines Schicksals ist nun diese Transition, den ich Schritt für Schritt gehe, d.h. ich schaue auch nur, wohin ich den Nächsten setzen kann, will. Vielleicht werde ich dann an der Stelle verbleiben, zumindest ein Zeit lang, es kann aber auch sein, dass es mich gleich weitertreibt, manchmal geht es ein Schritt zurück oder ich gehe Umwege. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht Wünsche habe, die ich mir erfüllen kann, aber auch welche, die Unerreichbar bleiben, was aber nicht so schlimm ist... es gehört zum Leben eines jeden Menschen.

Jeder muss sich selber fragen, was brauche ich um gesund und zufrieden Leben zu können, was könnte mich glücklich machen und welche Kompromisse könnte ich ertragen ohne mich zu verleugnen. Mein Leben ist nun mal endlich und für mich ist es wichtig, mich immer weiter zu entfalten und zu wachsen, denn tue ich das nicht, dann verkümmere ich. Das hat sich bei mir bemerkbar gemacht durch verschiedene psychosomatische Krankheiten, durch ein Getriebensein, ein ständiges Suchen und durch ein Gefühl des Verlorenseins. Mit dem Beginn des CO und der Transition hat sich grundlegend etwas bei mir geändert. Ich habe mich endlich gefunden und es als Befreiung erlebt, dass ich mich erkannt habe. Da ich nun seit September Hormone nehme, ist eine innerliche Ruhe eingekehrt und die körperlichen Veränderungen tun mir auch gut.

Nun bin ich wieder an einer Kreuzung angelangt, an der ich mich frage, ob ich mit der jetzigen Entwicklung zufrieden bin und wohin ich noch will. Die Frage nach einer GaOp schiebt sich mit Macht in den Vordergrund. Eigentlich war es von Anfang an klar, aber wie gesagt, ich gehe Schritt für Schritt.
Schon seit meiner Kindheit weiß ich, dass ich "anders" bin, dass mit mir etwas nicht stimmt. Diese Unstimmigkeit war einmal rollenbezogen, aber auch sehr körperlich. Mein Genital fühlte sich als nicht richtig an, es passte nicht zu mir.
Solange mir die Erkenntnis über mich selbst fehlte, dass ich transsexuell bin, konnte ich einigermaßen in der unpassenden Rolle leben und war auch mit meinem Körper trotz einiger Einschränkungen ganz zufrieden, aber"¦..s.o.
Ich weiß, dass ich aus meinem Körper in den ich geboren wurde, keinen weiblichen Körper machen kann. Es sind nur Angleichungen, die ich erreichen kann. Die GaOp ist eine Möglichkeit, die ich nun ins Auge fasse. Der Wunsch nach einem weiblichen Genital ist schon immer in mir, wurde aber gezwungenermaßen, weil ich die Möglichkeit für mich gar nicht sah, verdrängt. Es war nur ein Traum"¦..der aber nun vielleicht in Erfüllung gehen könnte.

Mein Alter, ich werde bald 66, spielt dabei keine Rolle, sondern eher der Gesundheitszustand und ob ich die Kraft habe, eine solche schwere Operation auf mich zu nehmen"¦ob ich das will. Ich weiß, wenn ich es will, dann kann ich es auch.
Ich würde mich dann natürlich sehr genau von meinen Ärzten beraten lassen.
Dann besteht auch noch die Möglichkeit zu schauen, in welchem Umfang diese GaOp sein sollte.

Aber noch einmal"¦..jeder muss seinen Weg finden und schauen, ob es der Richtige ist und er ihn gehen kann,
Ich gehe meinen Weg, den Weg einer transsexuellen Frau"¦mein Schicksal.

Liebe Grüße, Frida ---)))

PS: Wenn du willst auch gerne per PN
Ach übrigens, wenn du mich heute fragen würdest, ob ich eine Op will, ich würde stöhnend abwinken, denn ich wurde gestern an meiner Leiste operiert. O weh!
Aber ich weiß natürlich, von der anderen Leisten Op ist kaum noch etwas zu sehen, das sieht in ein paar Tagen, Wochen schon wieder anders aus.
Frida
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 25 im Thema

Beitrag von Frida »

Hallo Daenerys,

ich kann dich gut verstehen...diese Traurigkeit...was hätte sein können, wenn... aber so geht es ja vielen Frauen, die nicht transsexuell sind. Wir sind da nicht allein.
Ich hatte immer schon den Wunsch selber Kinder zu bekommen, aber das war nicht möglich und wird es auch nie sein, weil ich mit einem männlichen Körper geboren worden bin. Ich hatte nun wenigstens das Glück mit meiner Frau Kinder zu bekommen und bin so nun eine Papa von drei erwachsenen wundervollen Menschen. Darüber bin ich sehr froh und kann so etwas Positives aus der ungeliebten Vaterrolle mitnehmen.

Das schönste Erlebnis war die Geburt meiner Tochter, die durch Kaiserschnitt zur Welt kam, leider zwar eine sehr technische Geburt, aber ich war es. die sie zuerst in meine Arme nehmen konnte. Das war ein sehr schöner Moment, den ich nie vergessen werde und mich besonders glücklich machte. Dadurch habe ich vielleicht gerade zu meiner Tochter eine besondere Beziehung. Bei der Transition ist mir die Anerkennung als Frau wichtig und ich muss sagen, dass das eigentlich ganz gut klappt, wenn es auch besonders im engeren Kreis mit meiner Veränderung Schwierigkeiten gab die sich aber mit der Zeit zum Besseren zu wenden scheinen.

Eine VÄ/PÄ ist mir zuerst einmal nicht so wichtig, obwohl es schon manchmal nervt, wenn ich mich immer wieder bei besonderen Anlässen erklären muss. So war es nun auch im Krankenhaus, wo ich die ambulante Op (s.o.)habe vornehmen lassen. Ich konnte aber auch feststellen, dass oft großes Interesse bestand, sozusagen aus erster Hand, etwas über Transsexualität zu erfahren. Die waren dann auch alle sehr lieb zu mir und sofort bereit mich als Frau anzusprechen und haben sogar die Krankenhauspapiere mit einem großen "Frida" versehen. So habe ich mir gedacht, trage ich zur Aufklärung bei und nehme auch manch unangenehme Frage in Kauf.

Für eine GaOp muss man wohl aber eine VÄ/PÄ haben oder?

Liebe Grüße, Frida
nicole.f
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 26 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Ach herrjeh, eine der ganz schweren Fragen, kommt wohl in ihrer Schwere kurz nach "soll ich eine Transition wagen?".

Das Wichtigste ist schon mehrfach genannt worden, es ist und darf nur eine Entscheidung von einem selbst sein. Es gibt keinen rationalen Grund, warum man soetwas unbedingt anstreben müsse. Aber es gibt sicherlich Dutzende von mehr oder weniger wichtigen Argumenten dafür, aber auch dagegen.

@Andrea, folgendes soll keine persönliche Kritik sein, aber die Frage beinhaltet bereits eine Bewertung "Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung"?", oder? Dieses "begnügt" klingt irgendwie nach Verzicht und hat auch, finde ich, den Beigeschmack von Minderwertigkeit? Naja, dann begnüge ich mich eben mit dem zweiten Platz, mit dem lauwarmen Kaffee, mit der halben Lösung. Ist das wirklich so?

Es wird leider oft so dargestellt, als seien trans* Frauen ohne GaOp allenfalls nur halbe Frauen, sie wüssten ja gar nicht wie das sei, ganz Frau zu sein, wer das nicht anstreben würde wäre nicht "echt" und so vieles mehr. Doch kämpfen nicht gerade wir dafür, dass wir, denen uns ein Geschlecht bei Geburt anhand eben jener Genitalien zugewiesen wurde, mit unserem persönlichen Geschlecht anerkannt werden, gerade unabhängig von den Genitalien oder anderer körperlicher Merkmale? Und dann kommen Menschen aus unserer eigenen Community daher und diffamieren wieder mit genitalistischen Argumenten? Manchmal verstehe ich die Welt einfach nicht.

Davon ab ist es aber auch, ganz ohne die sozialkritische Keule schwingen zu wollen, schlicht ein gesellschaftlicher Normierungsdruck, der auf uns lastet. Natürlich möchte man nicht in Sauna, Schwimmbaddusche oder ähnlichen Situationen auffallen, möchte sich anpassen. Wir möchten nicht bei medizinischen Untersuchungen diese anatomische Besonderheit erklären müssen oder in ganz schlimmen Fällen wieder anhand der Anatomie geschlechtlich falsch einsortiert werden. Diese Probleme könnte eine GaOp lösen helfen. Aber große Güte, wollen wir uns wirklich zur Erfüllung veralteter Körper- und Geschlechtsbilder einem solchen Risiko aussetzen und uns unter's Messer legen? Viva la revolucion - ich bin Frau mit Penis! Kann es vielleicht doch so einfach sein?

Auch müssen wir an unsere Sexualität denken. Wer ist/sind meine zukünftigen Sexualpartner? Wird es für sie vielleicht eine Rolle spielen, welches Genital dann dort unten vorhanden sein wird? Welche Rolle spielt für mich eigentlich Sexualität? Und wo wir schon bei Sexualität sind, wie sieht es eigentlich mit Fortpflanzung aus? Möchte ich noch einmal ein Kind bekommen oder zeugen?

Der Punkt möglicher Risiken wurde ja auch bereits angesprochen. Alle Arten von Inkontinenzen (Stuhl und Urin), Darmperforation, künstlicher Darmausgang, künstlicher Harnleiter und -Ausgang, kann alles passieren. Das Aussehen kann auch völlig daneben gehen, von wunderbar bis völlig entstellt ist alles drin. Gleiches gilt für die mögliche Empfindsamkeit, von völlig taub bis super Orgasmen, alles möglich. Auch können chronische Schmerzen durchaus eine Folge sein - eine Freundin einer Freundin sagte ihr mal, sie fühlt sich seitdem wie täglich gepfählt, niemand weiß warum und sie kann nur mit stärksten Schmerzmitteln den Tag überstehen - nicht erst seit gestern, sondern bereits seit mehreren Jahren.

Das alles *kann* passieren, doch, das sollte man auch sagen, bei erfahrenen Operateuren sind ernste Schwierigkeiten selten und es kommen nur eher sehr selten Komplikationen vor, die später nicht mehr zu heilen sind. Größtes Risiko ist wohl aber nach wie vor die Empfindsamkeit. Richtig schwierig ist nach wie vor der Penoid Aufbau bzw. Phalloplastik bei trans* Männern, weshalb doch viele trans* Männer auf diese GaOp zunächst verzichten - kann ich gut verstehen, vor allem wenn man mal nach Bildern davon geguckt hat, das ist sehr oft nicht wirklich "ansprechend", um es noch eher vorsichtig zu formulieren.

Es sind nicht unerhebliche Risiken, ein großer Eingriff in einen bis dahin meist physisch gesunden Körper. Ich finde es daher völlig verständlich, dass man sich das sehr sehr gut überlegt und auch anhand der persönlichen Situation zu dem Schluss kommen kann, nunja, schöner wäre es vielleicht anders, aber das Risiko ist nicht zu ignorieren, der mögliche Gewinn wiegt es nicht auf, also verzichte ich lieber. Das finde ich völlig legitim und verdient großen Respekt. Denn damit bleibt man dann ein Stückchen "besonders" und das kann auch wieder für Herausforderungen sorgen.

Auch möchte ich kurz einwerfen, dass es nicht nur ein Ganz oder Gar Nicht gibt. Ich hatte es an anderer Stelle hier auch bereits geschrieben, recht zu Anfang meines Weges hatte ich bereits eine sog. "bilaterale Orchiektomie" durchführen lassen, also eine beidseitige Entfernung der Hoden, oder ganz kurz gesagt, Kastration. Damit waren dann endlich die Testosteronproduzenten weg, die HET einfacher und zuguterletzt auch ein "mechanisches" Problem dort unten ein gutes Stück kleiner. Ich weiß noch, dass die Entscheidung dazu damals für mich gar keine Frage war, weder vorher noch jemals hinterher. Das war von Anfang an gut und richtig. Ich glaube so sollte man auch die Entscheidung zu einer GaOp treffen, wenn es für einen selbst außer Frage steht, wenn es völlig klar ist und man, ähnlich wie zu Anfang der Transition, ohne Frage bereit ist, die dadurch erwachsenden Risiken auf sich zu nehmen.

Nocheinmal kurz zurückkommend auf die Op als solche, auch bei der GaOp kann man sich einige Probleme ersparen, wenn man sich bspw. für eine Scheinscheide entscheidet, also nur das äußere Genital angeglichen wird, aber keine / kaum Scheidentiefe. Dann muss der Beckenboden nicht durchtrennt werden, kein aufwändiges Bougieren hinterher, kürzere Verheildauer etc. Wenn abzusehen ist, dass man ohnehin keinen vaginalen Sex haben wird, bspw. aus Altersgründen, spart das eine Menge potentiellen Ärger. Die meisten Operateure bieten das auf Wunsch auch gerne an.


Das alles war sehr allgemein. Daenerys hat es sehr gut beschrieben, wir verändern uns alle ständig. Was gestern noch gut erschien, muss es heute lange nicht mehr sein und umgekehrt. Ich stelle auch bei mir viele Veränderungen fest, ständig. Vor etwa drei Jahren habe ich noch gesagt, dass ich mir eine GaOp nicht vorstellen könnte. Auch sagte ich, dass ich mir Intimität mir einem Mann überhaupt nicht vorstellen könnte! Geht gar nicht! Sagte ich. Vor etwa drei Jahren sah auch mein Körper noch relativ männlich aus und mit etwas Kleidung und anderer Hilfsmittel konnte ich mir darüber hinweg helfen. Doch sogar auch dies geschah nur halb bewusst, denn mir war nicht so ganz klar, dass ich damit eben auch meinen Körper kaschierte, vor mir selbst.

In diesen drei Jahren hat sich viel verändert. Immer öfter wenn ich nun nackt in den Spiegel blicke, beginnt mir das, was ich dort sehe, zu gefallen. Langsam beginnt sich, wie man auch sagt, eine Kongruenz einzustellen. Trotz einiger Unzulänglichkeiten, wie bspw. hier und da ein wenig zuviel Speckpolster, beginnt sich ein unbewusstes Selbstbild und das Spiegelbild zu überlagern, eben in Kongruenz zu kommen. Ich kann immer mehr zu meinem Körper stehen, ihn als meinen annehmen und es entwickelt sich auch zum ersten mal in meinem Leben ein gewissen kleiner Stolz auf meinen Körper. Ich kann keine Details ausmachen, an denen ich das festmachen könnte, es sind nicht die immernoch viel zu kleinen Brüste oder die vielleicht ein wenig rundlicheren Formen, ich weiß es nicht. Aber da ist etwas.

Doch genau so wie diese Veränderungen vieles zu "meinem" machen, zu etwas, zu dem ich nun eine Beziehung gewinne, so verändert es auch das Empfinden gegenüber anderem in ein nicht zugehöriges und negatives Empfinden. Ihr ahnt schon, was das wohl ist... Ich bin aber auch noch nicht an dem Punkt, an dem ich damals mit der Orchiektomie war, also das es die zweifelsfrei richtige Entscheidung wäre. So wie es auch Daenerys schrieb, wäre da die gute Fee und würde mir den Wunsch gewähren und sagen, dass danach alles toll wäre, ich wäre sofort dabei!

Doch wenn ich an die Nachsorge für 1-2 Jahre denke, macht mir das ungeheure Angst. Die ersten Monate danach müssen die Hölle sein, große Schmerzen, Lästigkeiten (ständig austretendes Wundsekret), drei bis vier mal am Tag intensiv bougieren, am besten in einem Sitzbad (in den ersten 3-6 Monaten danach), mindestens tägliches intensives Bougieren für die nächsten Monate bis Jahre. Ich weiß noch von meiner Orchiektomie, dass es über ein Jahr gedauert hat, bis die Narbe völlig verheilt war und keinerlei Wundschmerz mehr auslöste (der super gering war, aber ich merkte eben noch, dass da mal etwas war). Das sagt mir dann, dass es sicherlich ein bis zwei Jahre dauern wird, bis eine GaOP wirklich verheilt sein würde und über diese Zeit ist dann klarerweise intensives Bougieren notwendig. Solange noch Gewebe, für die Heilung, gebildet wird, solange muss intensiv dafür gesorgt werden, dass es sich nicht an der falschen Stelle und in ausreichender Menge bildet. Für eine Scheidentiefe von 3-4cm braucht man den ganzen Aufwand ja nicht zu machen, doch da endet man, wenn man in den ersten Jahren nicht darauf achtet und "sich pflegt".

Jetzt kenne ich mich aber auch. Ich bin kein sehr konsequenter Mensch, ich kann schonmal gerne Fünfe gerade sein lassen, vor allem seitdem ich ich bin. Würde ich konsequent genug sein, mein neues Genital zu pflegen? Eine Freundin von mir hat sich dafür ein hartes Programm verordnet und mir davon erzählt, ich erstarrte in Ehrfurcht, ich weiß nicht ob ich das könnte - 5:30h aufstehen, 1/2-3/4h Sitzbad und bougieren, Frühstück, zur Arbeit, Nachmittags zu Hause gegen 1600h wieder 1/2-3/4h Sitzbad mit bougieren, Abendessen, noch etwas erledigen, Haushalt, 22-23Uhr wieder 1/2-3/4h Sitzbad und bougieren. Und das nicht nur für eine Woche oder einen Monat, sondern für das erste Jahr! Die Hölle. Sie sprach auch davon, dass die Schmerzen teilweise unmenschlich waren und sie so manches mal die gesamte Zeit vor Schmerzen geheult hätte, gerade in den ersten Wochen.

Doch das Ergebnis spricht für sich. Nachdem sie das durchgestanden hatte, ist die weitere Nachsorge lächerlich, vielleicht einmal die Woche und das kann man dann auch mit etwas Spaß verbinden. Für sie ist es wichtig, denn sie ist heterosexuell, d.h. mit männlichen Partnern zusammen. Das wiederum ist nicht mein Ansinnen, wenngleich auch hier eine Veränderung stattfand :) Bei einigen (wenigen) Männern hatte ich in letzter doch auch schonmal "seltsame" Gefühle :) Aber nein, ich bin mit meiner Frau zusammen und daran werde ich auch nichts ändern. Für sie ist es glücklicherweise auch egal, ob ich diesen Schritt (Schnitt) nun mache oder nicht.

Und nun? Ich warte ab. Irgendwann wird es keine Entscheidung sondern eine völlige Selbstverständlichkeit sein.

Aus dem Bauch heraus würde ich eigentlich jedem raten, wenn die Entscheidung noch unklar ist, wenn Zweifel bestehen, dann erzwingt es nicht. Es wird kommen, ganz von alleine und Dritte haben dabei keinerlei Druck auszüben. Das muss jede_r für sich selbst entscheiden, ganz alleine.

Liebe Grüße & viel Erfolg beim Vermehren der Erkenntnisse
nicole
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Magdalena
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 27 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich habe die Beiträge gelesen. Nun möchte ich mich dazu äußern. Ich glaube Andrea, die sich gerade auf macht ihren Weg in ein Leben als Frau zu gehen, ist auf der Suche nach Antworten. Antworten, die ihr eigentlich niemand geben kann. Da jede Entscheidung eine sehr persönliche ist. Welche Erwartungen verknüpfe ich mit der OP oder nicht OP? Möchte ich mit einem Partner zusammenleben? Wo doch irgendwann auch das sexuelle Leben und Empfinden wichtig wird. Es findet ein Abwägen der Möglichkeiten statt. Ich kann hier Andrea keinen Rat geben. Zum einen weil ich nicht den Weg gehe. Aber auch weil ein sehr persönlicher Weg ist. Der sich nicht mit den Wegen anderer Transsexueller vergleichen lässt.
Es ist eine individuelle, extrem intime Entscheidung !
Wie sich andere entscheiden, sollte daher keine Rolle spielen.
Diesem Satz der anderen Andrea kann ich nichts mehr hinzufügen.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Andrea aus Sachsen
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 28 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Ich denke, wir sind uns darin einig, dass die Entscheidung für oder gegen geschlechtsangleichenden Maßnahmen intime persönlich Entscheidungen sind, die jede(r) für sich selbst treffen muss. Ich hatte mit meiner Frage deshalb auch keine diesbezüglichen Ratschläge erwartet, denn meine Entscheidung ist längst gefallen, ohne mich dabei an anderen zu orientieren.
Ich wollte eigentlich nur mal wissen, ob an meiner Vermutung etwas dran ist, dass die meisten TS den Weg bis zur GaOP gehen (wollen), denn von den anderen hört bzw. liest man eher selten etwas. Der Eindruck kann allerdings auch deswegen täuschen, weil diejenigen, die sich operieren lassen, meist darüber reden oder schreiben, während es für die anderen keinen Grund gibt, über das "nicht machen lassen" viele Worte zu verlieren. Und wenn doch, geht eine Meldung wie "Ich mache es nicht" schnell zwischen den zahlreichen Beiträgen rund um die GaOP unter.
Grundsätzlich aber sehe ich meine Vermutung erst einmal nicht widerlegt, wenngleich ich denjenigen Recht geben muss, die da meinen, dass die "Umfrage" hier nicht repräsentativ sei. Auf jeden Fall freue ich mich, jetzt von einigen Leuten zu wissen, die eine ähnliche Lebensplanung bezüglich Trans* haben wie ich.
Leider haftet der von mir favorisierten "kleinen Lösung" der Makel des unvollständigen, minderwertigen an. Ich glaube, da hätte auch eine andere Formulierung meiner Frage erst mal nichts daran geändert. Für mich ist es tatsächlich das sich begnügen mit etwas kleinem und der Verzicht auf etwas größeres. Aber ist denn das etwas Negatives? Für manche(n) ist sicher genau das "erste Wahl".
Ja und was ich auch bestätigen kann: Die Lebensplanung jedes einzelnen kann sich immer mal wieder ändern. Wenn ich nur daran denke, was ich vor vier Jahren hier noch geschrieben habe! TS kam in meinen Gedanken damals überhaupt nicht vor. Deshalb kann ich nur zustimmen: Frau sollte niemals nie sagen!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Anne-Mette
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 29 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin Andrea,
Leider haftet der von mir favorisierten "kleinen Lösung" der Makel des unvollständigen, minderwertigen an.
Wer sollte das so bewerten?
Wie Du schon geschrieben hast, ist es eine sehr persönliche Entscheidung, die genau so einen Stellenwert hat wie eine andere.
Woher kommt die "Minderwertigkeit"; äußert sich die in negativen Beiträgen oder Gesprächen?

Gruß
Anne-Mette
Andrea aus Sachsen
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Re: Wer begnügt sich mit der "kleinen Lösung“?

Post 30 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Anne-Mette hat geschrieben:Woher kommt die "Minderwertigkeit"; äußert sich die in negativen Beiträgen oder Gesprächen?
Hallo Anne —Mette,
konkrete Beispiele kann ich leider nicht nennen, aber aus manchen Gesprächen hört man schon heraus: Wenn schon Frau (oder Mann), dann richtig, wobei "richtig" in diesem Fall auch nur relativ ist. Das kann bei denjenigen, die den kompletten Weg, aus welchen Gründen auch immer, nicht gehen wollen, schon mal zu Minderwertigkeitsgefühlen führen, besonders, wenn diese unter TS gefühlt nur in Unterzahl vorkommen. Auch ich selbst habe mir mal die Frage gestellt, ob ich ohne GaOP nur eine "halbe" Frau wäre.
Nicht zu vernachlässigen ist meines Erachtens auch die Tatsache, dass diese Denkweise vor nicht allzu langer Zeit noch staatlich sanktioniert wurde: Ohne Operation keine Personenstandsänderung!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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