Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
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ExuserIn-2014-06-30
Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
Das Risiko wird kein seriöser Arzt eingehen.
Warum willst du das? Warum scheust du den Weg zum Psychologen?
Warum willst du das? Warum scheust du den Weg zum Psychologen?
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Vivian Cologne
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Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
So einen Arzt wirst du in Deutschland sicher nicht finden, denn der wäre seine Approbation ziemlich flott los. Und ohne eine solche lebt es sich eben schlecht als Arzt ... Privatrezept heißt übrigens nicht losgelöst von sämtlichen Regeln ärztlicher Heilkunst.
Und den Ausdruck "Psycho Indikation" finde ich auch ein bisschen lapidar. Ich habe hier im Forum schon eine Menge Rat dazu bekommen, das einfach so als unnötig abzutun finde ich daneben!
Vivian
Und den Ausdruck "Psycho Indikation" finde ich auch ein bisschen lapidar. Ich habe hier im Forum schon eine Menge Rat dazu bekommen, das einfach so als unnötig abzutun finde ich daneben!
Vivian
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Julia65
Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
Ich muss Tiger und Vivian recht geben. In vollem Umfang.
Wer sich allerdings sicher ist, eine HRT machen zu wollen. Wer sich sicher ist, eine Frau im Männerkörper zu sein, oder eben sicher ist als Frau leben zu wollen. Wer das schon Jahrzehnte mit sich rumträgt. Wer Erinnerungen an leidvolle Erlebnisse, neidvolle Augeblicke seit der Jugend jederzeit hervorholen und erzählen kann, wird von einem Psychologen/Psychologin früher oder später die entsprechende Indikation doch auch bekommen. Und sollte es widererwarten Gegengründe geben, dann ist es vielleicht ein Glück, dass diese gefunden wurden.
LG
Julia
Wer sich allerdings sicher ist, eine HRT machen zu wollen. Wer sich sicher ist, eine Frau im Männerkörper zu sein, oder eben sicher ist als Frau leben zu wollen. Wer das schon Jahrzehnte mit sich rumträgt. Wer Erinnerungen an leidvolle Erlebnisse, neidvolle Augeblicke seit der Jugend jederzeit hervorholen und erzählen kann, wird von einem Psychologen/Psychologin früher oder später die entsprechende Indikation doch auch bekommen. Und sollte es widererwarten Gegengründe geben, dann ist es vielleicht ein Glück, dass diese gefunden wurden.
LG
Julia
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nicole.f
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Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
Hallo!
Ich kann allem zuvor Genanntem auch nur zustimmen, würde jedoch noch mit etwas Empathie einen Aspekt hinzufügen...
Ja, natürlich ist dies ein verlockender Gedanke - ohne großen Wind und Wirbel, mal husch husch zum Arzt, Rezept abholen und schon beginnt das große Wunder.
Keine sozialen Konsequenzen, kein Outing, niemand muss es mitbekommen, aber man kann für sich selbst etwas mehr Frau sein.
Soweit die Theorie.
Doch das ist ein wenig arg kurz gedacht?
Warum sollte man dies tun? Und was wären die längerfristigen Konsequenzen davon?
Wenn man die unabdingbare Notwendigkeit verspürt, sozial als Frau leben zu müssen, dann ist es, wie Julia schon sagte, gar kein Problem, eine entsprechende Indikation von einem Psych* (-ologen, -iater, -otherapeuten) zu bekommen. Die Konsequenzen sind nur dann auch relativ klar - ein verstecktes Leben als Teilzeitfrau ist dann nicht drin. Doch wenn man bereits Hormone in Erwägung zieht und dies als innere Notwendigkeit betrachtet, um damit den Körper an die gefühlte Geschlechtsidentität ein Stück weit anzupassen, warum sollte man dann nicht auch konsequenterweise den richtigen Weg wählen? Der einzige Grund kann doch eigentlich nur sein, sich noch nicht in aller Konsequenz darüber sicher zu sein. Ist man sich darüber aber nicht sicher, dann sollte man auch ebenso konsequent Hormone für sich nicht in Betracht ziehen. Das Ergebnis wäre auf Dauer desaströs - halb Mann halb Weib. Wem wäre damit dann wirklich geholfen?
Der Reiz ist natürlich groß und ich würde mal tippen, viele von uns hatten ihn. Doch eine HRT (Deutsch eigentlich HET - Hormon Ersatz Therapie) stellt einen recht massiven Eingriff in den Körper dar. Einiges davon wird auch bald irreversibel. Eine nicht völlige Sicherheit wird dann schnell zur Falle.
Also wenn ich Dir einen Rat geben darf - stelle den Gedanken an HET zunächst noch einmal zurück und denke sehr intensiv und bis zur letzten Konsequenz nach, was Du wirklich möchtest, brauchst und erreichen willst. Wenn Du bereits an Hormone denkst, dann denke auch mal sehr unbefangen darüber nach, was es in Konsequenz für Dich bedeuten würde, in der sozialen Rolle der Frau zu leben. Ist es das, was du wirklich möchtest? Was Du brauchst, um ausgeglichen und glücklich leben zu können? Wenn das so ist, dann los! Gehe zu einem Therapeuten, sprich mit ihm und er/sie wird Dir den Weg ebnen - denn dafür sind sie da, Dir zu helfen. Wenn die Konsequenz für Dich jedoch zu weit geht, dann streiche HET wieder von der Wunschliste und suche Dir Ziele, die Du auch konsequent angehen und realistisch leben kannst. Hormone lösen praktisch keinerlei Probleme - sie sind für die, die völlig die Rolle wechseln müssen ein notwendiges Hilfsmittel. Sie sind aber keinesfalls soetwas wie Luxus Kosmetik.
Liebe Grüße
nicole
PS: Eine HET ohne Indikation auf Transsexualität wäre sehr angreifbar... im Prinzip würde der Arzt damit wissentlich einen gesunden männlichen Körper schädigen, was er/sie nicht darf. Das darf er erst, wenn damit ein anderes, schwerwiegenderes Leiden beendet oder zumindest gemildert wird. Was würdest Du dem Arzt sagen wollen, warum Du diese Präparate verordnet haben wolltest?
Ich kann allem zuvor Genanntem auch nur zustimmen, würde jedoch noch mit etwas Empathie einen Aspekt hinzufügen...
Ja, natürlich ist dies ein verlockender Gedanke - ohne großen Wind und Wirbel, mal husch husch zum Arzt, Rezept abholen und schon beginnt das große Wunder.
Keine sozialen Konsequenzen, kein Outing, niemand muss es mitbekommen, aber man kann für sich selbst etwas mehr Frau sein.
Soweit die Theorie.
Doch das ist ein wenig arg kurz gedacht?
Warum sollte man dies tun? Und was wären die längerfristigen Konsequenzen davon?
Wenn man die unabdingbare Notwendigkeit verspürt, sozial als Frau leben zu müssen, dann ist es, wie Julia schon sagte, gar kein Problem, eine entsprechende Indikation von einem Psych* (-ologen, -iater, -otherapeuten) zu bekommen. Die Konsequenzen sind nur dann auch relativ klar - ein verstecktes Leben als Teilzeitfrau ist dann nicht drin. Doch wenn man bereits Hormone in Erwägung zieht und dies als innere Notwendigkeit betrachtet, um damit den Körper an die gefühlte Geschlechtsidentität ein Stück weit anzupassen, warum sollte man dann nicht auch konsequenterweise den richtigen Weg wählen? Der einzige Grund kann doch eigentlich nur sein, sich noch nicht in aller Konsequenz darüber sicher zu sein. Ist man sich darüber aber nicht sicher, dann sollte man auch ebenso konsequent Hormone für sich nicht in Betracht ziehen. Das Ergebnis wäre auf Dauer desaströs - halb Mann halb Weib. Wem wäre damit dann wirklich geholfen?
Der Reiz ist natürlich groß und ich würde mal tippen, viele von uns hatten ihn. Doch eine HRT (Deutsch eigentlich HET - Hormon Ersatz Therapie) stellt einen recht massiven Eingriff in den Körper dar. Einiges davon wird auch bald irreversibel. Eine nicht völlige Sicherheit wird dann schnell zur Falle.
Also wenn ich Dir einen Rat geben darf - stelle den Gedanken an HET zunächst noch einmal zurück und denke sehr intensiv und bis zur letzten Konsequenz nach, was Du wirklich möchtest, brauchst und erreichen willst. Wenn Du bereits an Hormone denkst, dann denke auch mal sehr unbefangen darüber nach, was es in Konsequenz für Dich bedeuten würde, in der sozialen Rolle der Frau zu leben. Ist es das, was du wirklich möchtest? Was Du brauchst, um ausgeglichen und glücklich leben zu können? Wenn das so ist, dann los! Gehe zu einem Therapeuten, sprich mit ihm und er/sie wird Dir den Weg ebnen - denn dafür sind sie da, Dir zu helfen. Wenn die Konsequenz für Dich jedoch zu weit geht, dann streiche HET wieder von der Wunschliste und suche Dir Ziele, die Du auch konsequent angehen und realistisch leben kannst. Hormone lösen praktisch keinerlei Probleme - sie sind für die, die völlig die Rolle wechseln müssen ein notwendiges Hilfsmittel. Sie sind aber keinesfalls soetwas wie Luxus Kosmetik.
Liebe Grüße
nicole
PS: Eine HET ohne Indikation auf Transsexualität wäre sehr angreifbar... im Prinzip würde der Arzt damit wissentlich einen gesunden männlichen Körper schädigen, was er/sie nicht darf. Das darf er erst, wenn damit ein anderes, schwerwiegenderes Leiden beendet oder zumindest gemildert wird. Was würdest Du dem Arzt sagen wollen, warum Du diese Präparate verordnet haben wolltest?
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
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petra
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Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
hallo menschen
und es gibt sie doch.
soweit ich weiß sogar in köln.
jaja alles böse und gefährlich usw.... das sollte aber jeder für sich selbst entscheiden. es soll ja auch menschen geben,
die keine gao anstreben, sei es weil schon zu alt (wie ich z.b.) oder aus anderen gründen. andererseits soll es aber
doch den wunsch geben eine weibliche brust zu haben.
ich seh schon wieder die erhobenen zeigefinger ... wenn einmal da, dann nix zurück ... is klar, alles richtig trotzdem ist
der wunsch da. also was machen? darauf habt ihr, die mit dem erhobenen finger, auch keine antwort.
und das einem mann in einer solchen situation ein psychologe hilft ... dass ich nicht lächle.
es wäre also allemal besser, wenn man von einem arzt, nach entsprechnder untersuchung, die erforderlichen hormone
bekommt, ohne den ganzen firlefanz mit psycho und co., als das man hingeht und nach langer internetrecherche sich
das zeugs aus england oder sonstwo (indien, keiner weiß was drin ist) her besorgt und bei der anwendung auch noch
fehler macht mit möglichen üblen folgen (trombosen usw.)
ich würde einem arzt, der das so handhabt keinerlei vorwürfe machen.
habe fertig
Petra
und es gibt sie doch.
soweit ich weiß sogar in köln.
jaja alles böse und gefährlich usw.... das sollte aber jeder für sich selbst entscheiden. es soll ja auch menschen geben,
die keine gao anstreben, sei es weil schon zu alt (wie ich z.b.) oder aus anderen gründen. andererseits soll es aber
doch den wunsch geben eine weibliche brust zu haben.
ich seh schon wieder die erhobenen zeigefinger ... wenn einmal da, dann nix zurück ... is klar, alles richtig trotzdem ist
der wunsch da. also was machen? darauf habt ihr, die mit dem erhobenen finger, auch keine antwort.
und das einem mann in einer solchen situation ein psychologe hilft ... dass ich nicht lächle.
es wäre also allemal besser, wenn man von einem arzt, nach entsprechnder untersuchung, die erforderlichen hormone
bekommt, ohne den ganzen firlefanz mit psycho und co., als das man hingeht und nach langer internetrecherche sich
das zeugs aus england oder sonstwo (indien, keiner weiß was drin ist) her besorgt und bei der anwendung auch noch
fehler macht mit möglichen üblen folgen (trombosen usw.)
ich würde einem arzt, der das so handhabt keinerlei vorwürfe machen.
habe fertig
Petra
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
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Exuserin-2015-08-11
Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
Oh ,Petra das ist doch nicht Sinn der Sache ,Brust hin oder her ,aber Hormone irgendwo her .Geht das körperlich?
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petra
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Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
hi Ilektra
ich schrieb doch
Petra
ich schrieb doch
lges wäre also allemal besser, wenn man von einem arzt, nach entsprechnder untersuchung,
die erforderlichen hormone bekommt, ohne den ganzen firlefanz mit psycho und co., als das man hingeht .....
Petra
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
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rena
Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
@ ilektra
aus eigener ehrfahrung kann ich berichten ja man kommt an niedrigdosierte hormone ran muss dabei aber auch schon lügen,
@ ncc
gehe doch erst mal zum hausarzt oder endokrinologen um dein problem aus medizinischer sicht ins rollen zu bringen,der endokrinologe kann dir dann nämlich auch gleich sagen ob es bei dir risiken gibt auf die zu achten sind,
und da diese ja auch oft mit psychotherapeuten zusammenarbeiten kann er dir ja vielleicht die eine oder andere gute adresse dahingehend geben
kopf hoch die sonne scheint
rena
aus eigener ehrfahrung kann ich berichten ja man kommt an niedrigdosierte hormone ran muss dabei aber auch schon lügen,
@ ncc
gehe doch erst mal zum hausarzt oder endokrinologen um dein problem aus medizinischer sicht ins rollen zu bringen,der endokrinologe kann dir dann nämlich auch gleich sagen ob es bei dir risiken gibt auf die zu achten sind,
und da diese ja auch oft mit psychotherapeuten zusammenarbeiten kann er dir ja vielleicht die eine oder andere gute adresse dahingehend geben
kopf hoch die sonne scheint
rena
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nicole.f
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Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
Hallo NCC!
Jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Du lebst (mindestens größtenteils) bereits als Frau, verwendest bereits einen weiblichen Vornamen, möchtest nun Hormone, um eine weitere körperliche Feminisierung zu erreichen. OK. Damit wäre dann auch die Frage nach der persönlichen Sicherheit geklärt - prima! Wenn hier einige, auch ich, den Zeigefinger erheben, dann liegt das auch schlicht daran, dass wir Dich noch nicht so gut kennen / kannten. Daher sehe ich das schon als richtig an, zuersteinmal vor den Folgen zu warnen und zu hinterfragen, was denn Hintergrund und Motivation ist.
Was ich jetzt nur nicht verstehe ist, dass Du Dich standhaft weigerst, den "normalen" Weg zu gehen?
Also nicht falsch verstehen, ich stelle das nicht in Frage! Ich würde nur gerne Deine Beweggründe dazu verstehen.
Ich gebe durchaus zu, dass "dieser" Weg und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten wie Psych* Besuche nicht sonderlich verlockend erscheinen, aber sie tun auch nicht weh. Und auch wenn der Psych* Dir nicht helfen kann, weil Du keine Probleme hast, bei denen er helfen könnte, so kann er dennoch für Sicherheit sorgen - auch wenn es nicht Deine eigene ist, dann aber für eine Absicherung der behandelnden Ärzte.
Um es mal an einem Beispiel konkret zu machen, bei mir war das etwas ähnlich. Ich habe keine psychischen Probleme wegen meiner Transsexualität - keine Depression, keine Krisen etc. Mein Psychologe hat das auch sehr schnell eingesehen und daraufhin auch nicht versucht, meinen Geldbeutel zu schröpfen - die Gespräche fanden dann nur einmal im Monat statt. Auch war es keinerlei Problem ihm glaubhaft zu machen, was ich bin und was ich brauche - das hatten wir praktisch nach einer Stunde geklärt. Für seine Sorgfaltspflicht kamen dann noch ein paar Monate Beobachtung - vier, um genau zu sein. Das wird dann Ende Mai abgeschlossen sein und wenn ich bis dahin nichts anderes sage und weiterhin "stabil" bin (was für mich keine Frage ist), dann wird er mir seine abgesicherte Diagnose schriftlich geben - das ist dann leider diese pathologisierende Klassifikation F64.0 nach ICD-10 [1]. Aber damit sind dann behandelnde Ärzte, wie ein Endokrinologe, hinreichend abgesichert und werden, nach Empfehlung des Psychologen, die HET auf Privatrezept verschreiben (ich bin privat versichert, weshalb das bei mir also sowieso nur privat geht).
Du hattest auch die Geschlechtsangleichende-OP (GaOP) in Frage gestellt. Dazu besteht doch auch gar keine Pflicht und/oder Notwendigkeit!?
Niemand wird Dich im Rahmen einer Absicherung der Diagnose dazu drängen, eine GaOP vornehmen zu lassen! Genausowenig ist sie irgendeine Voraussetzung für irgendetwas und auch nicht verbindliches Ziel. Was Du für Dich und Dein weiteres Leben brauchst, bestimmst Du und nicht Ärzte oder ein Gesetz. Der OP Zwang des alten Transsexuellengesetzes (TSG) zur Personenstandsänderung (PÄ) ist glücklicherweise durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von IIRC 2010 gekippt. Wenn Du also für Dich eine GaOP ablehnst, dann ist das völlig OK. Das hindert Dich in keiner Art und Weise daran, offiziell VÄ oder PÄ zu beantragen (es ja auch nur eine VÄ möglich), wenn Du diesen Namen offiziell führen möchtest - und das scheint mir ja so, da Du ihn ja offenbar bereits öffentlich verwendest. Leider ist es dafür allerdings immernoch so, dass dann vom Gericht zwei unabhängige Gutachter beauftragt werden, die Dich dann "untersuchen" und den dauerhaften Wunsch im anderen Geschlecht zu leben attestieren müssen - doch daran wird auch vielerorts bereits gearbeitet.
Die lange Begleitung, Alltagserprobung etc. werden erst so richtig "verpflichtend", wenn Du von einer gesetzlichen Krankenkasse die Kosten übernommen haben möchtest. Die richten sich nach den auf den Standards of Care (SoC, [2]) basierenden Behandlungsrichtlinien plus eigener Interpretation davon, denn die SoC sind nur Empfehlungen und keine verbindlichen Richtlinien. Das kann, ja, unerfreulich werden, gerade wenn dann noch ein sturer MDK hinzu kommt. Doch wenn Du das privat übernehmen möchtest und das glaubhaft machen kannst, dass Du das auch dauerhaft kannst, dann sollte das auch mit deutlich weniger Aufriss machbar sein. Aber davon abgesehen, wenn es stimmt was Du sagst und Du bereits längere Zeit auch gesellschaftlich als Frau lebst, dann sollte das alles wirklich keinerlei Problem sein - selbst mit Krankenkasse...
Liebe Grüße
nicole
PS: Und das sind nicht nur die amtsschimmeligen Deutschen... das ist fast überall auf der Welt so, denn die meisten orientieren sich an ICD-10 (daher auch das "I" für "international") - und SoC:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/ICD-10
für Deutschland angepasste Variante ICD-10-GM
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/ic ... /index.htm
sowie DSM-5
https://de.wikipedia.org/wiki/DSM-5
[2] SoC
https://en.wikipedia.org/wiki/Standards ... _disorders
http://www.wpath.org/site_page.cfm?pk_a ... bpage=3926
Für Deutschland hauptbeteiligt ist die "Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung"
http://dgfs.info/category/leitlinienentwicklung/
Jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Du lebst (mindestens größtenteils) bereits als Frau, verwendest bereits einen weiblichen Vornamen, möchtest nun Hormone, um eine weitere körperliche Feminisierung zu erreichen. OK. Damit wäre dann auch die Frage nach der persönlichen Sicherheit geklärt - prima! Wenn hier einige, auch ich, den Zeigefinger erheben, dann liegt das auch schlicht daran, dass wir Dich noch nicht so gut kennen / kannten. Daher sehe ich das schon als richtig an, zuersteinmal vor den Folgen zu warnen und zu hinterfragen, was denn Hintergrund und Motivation ist.
Was ich jetzt nur nicht verstehe ist, dass Du Dich standhaft weigerst, den "normalen" Weg zu gehen?
Also nicht falsch verstehen, ich stelle das nicht in Frage! Ich würde nur gerne Deine Beweggründe dazu verstehen.
Ich gebe durchaus zu, dass "dieser" Weg und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten wie Psych* Besuche nicht sonderlich verlockend erscheinen, aber sie tun auch nicht weh. Und auch wenn der Psych* Dir nicht helfen kann, weil Du keine Probleme hast, bei denen er helfen könnte, so kann er dennoch für Sicherheit sorgen - auch wenn es nicht Deine eigene ist, dann aber für eine Absicherung der behandelnden Ärzte.
Um es mal an einem Beispiel konkret zu machen, bei mir war das etwas ähnlich. Ich habe keine psychischen Probleme wegen meiner Transsexualität - keine Depression, keine Krisen etc. Mein Psychologe hat das auch sehr schnell eingesehen und daraufhin auch nicht versucht, meinen Geldbeutel zu schröpfen - die Gespräche fanden dann nur einmal im Monat statt. Auch war es keinerlei Problem ihm glaubhaft zu machen, was ich bin und was ich brauche - das hatten wir praktisch nach einer Stunde geklärt. Für seine Sorgfaltspflicht kamen dann noch ein paar Monate Beobachtung - vier, um genau zu sein. Das wird dann Ende Mai abgeschlossen sein und wenn ich bis dahin nichts anderes sage und weiterhin "stabil" bin (was für mich keine Frage ist), dann wird er mir seine abgesicherte Diagnose schriftlich geben - das ist dann leider diese pathologisierende Klassifikation F64.0 nach ICD-10 [1]. Aber damit sind dann behandelnde Ärzte, wie ein Endokrinologe, hinreichend abgesichert und werden, nach Empfehlung des Psychologen, die HET auf Privatrezept verschreiben (ich bin privat versichert, weshalb das bei mir also sowieso nur privat geht).
Du hattest auch die Geschlechtsangleichende-OP (GaOP) in Frage gestellt. Dazu besteht doch auch gar keine Pflicht und/oder Notwendigkeit!?
Niemand wird Dich im Rahmen einer Absicherung der Diagnose dazu drängen, eine GaOP vornehmen zu lassen! Genausowenig ist sie irgendeine Voraussetzung für irgendetwas und auch nicht verbindliches Ziel. Was Du für Dich und Dein weiteres Leben brauchst, bestimmst Du und nicht Ärzte oder ein Gesetz. Der OP Zwang des alten Transsexuellengesetzes (TSG) zur Personenstandsänderung (PÄ) ist glücklicherweise durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von IIRC 2010 gekippt. Wenn Du also für Dich eine GaOP ablehnst, dann ist das völlig OK. Das hindert Dich in keiner Art und Weise daran, offiziell VÄ oder PÄ zu beantragen (es ja auch nur eine VÄ möglich), wenn Du diesen Namen offiziell führen möchtest - und das scheint mir ja so, da Du ihn ja offenbar bereits öffentlich verwendest. Leider ist es dafür allerdings immernoch so, dass dann vom Gericht zwei unabhängige Gutachter beauftragt werden, die Dich dann "untersuchen" und den dauerhaften Wunsch im anderen Geschlecht zu leben attestieren müssen - doch daran wird auch vielerorts bereits gearbeitet.
Die lange Begleitung, Alltagserprobung etc. werden erst so richtig "verpflichtend", wenn Du von einer gesetzlichen Krankenkasse die Kosten übernommen haben möchtest. Die richten sich nach den auf den Standards of Care (SoC, [2]) basierenden Behandlungsrichtlinien plus eigener Interpretation davon, denn die SoC sind nur Empfehlungen und keine verbindlichen Richtlinien. Das kann, ja, unerfreulich werden, gerade wenn dann noch ein sturer MDK hinzu kommt. Doch wenn Du das privat übernehmen möchtest und das glaubhaft machen kannst, dass Du das auch dauerhaft kannst, dann sollte das auch mit deutlich weniger Aufriss machbar sein. Aber davon abgesehen, wenn es stimmt was Du sagst und Du bereits längere Zeit auch gesellschaftlich als Frau lebst, dann sollte das alles wirklich keinerlei Problem sein - selbst mit Krankenkasse...
Liebe Grüße
nicole
PS: Und das sind nicht nur die amtsschimmeligen Deutschen... das ist fast überall auf der Welt so, denn die meisten orientieren sich an ICD-10 (daher auch das "I" für "international") - und SoC:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/ICD-10
für Deutschland angepasste Variante ICD-10-GM
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/ic ... /index.htm
sowie DSM-5
https://de.wikipedia.org/wiki/DSM-5
[2] SoC
https://en.wikipedia.org/wiki/Standards ... _disorders
http://www.wpath.org/site_page.cfm?pk_a ... bpage=3926
Für Deutschland hauptbeteiligt ist die "Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung"
http://dgfs.info/category/leitlinienentwicklung/
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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Julia65
Re: Ärzte die HRT auf Privatrezept ausstellen
Ach, daher weht der Wind!
Ich glaube, ncc scheut einfach die Psychologen/Psychiater/Psychotherapeuten.
Ich scheine da sehr viel Glück zu haben. Meine Psychiaterin hat mich nie wirklich mit Fragen gelöchert. Sie hat zu Anfang interessiert meinen Ausführungen zugehört und schon, wie auch bei Nicole, beim 1. Treffen bestätigt, dass ich überzeugende wirke. Ich ging dann ca alle 14 Tage zu ihr und schon nach 4 bis 6 Sitzungen (in denen wir nett plauderten und viel über meine Erlebnisse im Alltagstest lachten) bekam ich die schriftliche Diagnose, die in der Tat anderen Ärzten (Endokrinologen) zur Einleitung der HET motiviert.
Wenn du, NCC, also zu meiner Psychiaterin gehen würdest, glaubhaft als Frau auftrittst und zudem noch erkären würdest, dass du eh schon seit Jahren als Frau öffentlich lebst, hättest du die Indikation über deine TS schneller in der Tasche, als die Diskussion in diesem Thread abebben mag.
Ich habe mir in den Wochen und Monaten vor meinen Gutachterterminen für die VÄ/PÄ einen Kopf gemacht. Sorgte mich, dass ich mit peinlichen Fragen bombardiert werden würde, oder sogar nach Gründen für eine Ablehnung gesucht werden würde. Ich sorgte mich vor psychologischen Tricks.
Und was war? Beide Gutachter begrüssten mit freundlich mit Händedruck persönlich schon an der Tür und es kam mir vor als wäre die eigentliche Begutachtung nach 3 Sekungen gelaufen. Sie treten einen halben Schritt zurück, betrachten einen kurz von oben bis unten und legen dabei leicht lächelnd den Kopf etwas auf die Seite. Es scheint auf der Stirn dann zu lesen zu sein: "Begutachtung abgeschlossen. Kein Zweifel. Nun brauch ich ein paar Angaben aus dem Leben dieser Person, damit ich die Seiten vollschreiben kann. Punkt."
Beide Gutachter bestätigten mir unaufgefordert spätestens am Ende des Gespräches, dass ich für sie eindeutig und überzeugend sei und sie vorbehaltlos zustimmen würden.
Diese Reaktionen, haben mir nicht nur zur VÄ/PÄ verholfen, sondern auch mein Selbstwertgefühl enorm gesteigert.
Ich wünsche dir Erfolg, NCC.
LG
Julia
Ich glaube, ncc scheut einfach die Psychologen/Psychiater/Psychotherapeuten.
Dies beschreibt m.E. eine weit verbreitete Sichtweise über Psychologen/Psychiater. Allerdings trifft das wohl nur in den wenigsten Fällen zu. Sicherlich braucht es ein wenig Glück einen Psychiater/Psychologen zu finden, der für einen passend ist. Und das ist gar nicht so leicht, weil die Wartezeiten auf den 1. Termin und die Anzahl Psychologen/Psychiater mit Erfahrung in gewünschten Bereich begrenzt ist.NCC hat geschrieben: Es soll ja ruhig Psychologen geben die unsicheren Menschen helfen und ihnen
zu Seite stehen aber sie sollten keine gesunden Menschen verrückt machen
mit Dingen die evtl. sein könnten und dich Jahre lang mit Fragen Löchern für
ein Stückchen Papier...
Ich scheine da sehr viel Glück zu haben. Meine Psychiaterin hat mich nie wirklich mit Fragen gelöchert. Sie hat zu Anfang interessiert meinen Ausführungen zugehört und schon, wie auch bei Nicole, beim 1. Treffen bestätigt, dass ich überzeugende wirke. Ich ging dann ca alle 14 Tage zu ihr und schon nach 4 bis 6 Sitzungen (in denen wir nett plauderten und viel über meine Erlebnisse im Alltagstest lachten) bekam ich die schriftliche Diagnose, die in der Tat anderen Ärzten (Endokrinologen) zur Einleitung der HET motiviert.
Wenn du, NCC, also zu meiner Psychiaterin gehen würdest, glaubhaft als Frau auftrittst und zudem noch erkären würdest, dass du eh schon seit Jahren als Frau öffentlich lebst, hättest du die Indikation über deine TS schneller in der Tasche, als die Diskussion in diesem Thread abebben mag.
Wie Nicole schon ausführte, ist die GAOP nicht verpflichtend. Weder für die HET, noch für die VÄ/PÄ. Weiterhin ist man auch nicht in der Situation, eine solche Absicht heucheln zu müssen. Ich strebe (bisher) auch keine GAOP an. Einerseits, weil ich nicht mehr die Jüngste bin, andererseits bin ich der Meinung, dass ich nur dann eine riskante OP machen lassen will, wenn es medizinisch notwendig ist, meine Gesundheit oder gar mein Leben gefährdet wäre. Eine andauernde Unzufriedenheit bzw. Depression wegen dem Vorhandensein bspw. männlicher Genetalien kann m.E. aber durchaus gesundheitsgefährdent sein. Solange das bei mir nicht zutrifft, strebe ich eine solche GAOP nicht an. Und GENAU DAS habe ich auch bei Ärzten, Endokrinologen, Psychiatern und Gutachtern gesagt. Was ich erntete, war zustimmendes Nicken.petra hat geschrieben:... es soll ja auch menschen geben,
die keine gao anstreben, sei es weil schon zu alt (wie ich z.b.) oder aus anderen gründen. andererseits soll es aber
doch den wunsch geben eine weibliche brust zu haben....
Ich habe mir in den Wochen und Monaten vor meinen Gutachterterminen für die VÄ/PÄ einen Kopf gemacht. Sorgte mich, dass ich mit peinlichen Fragen bombardiert werden würde, oder sogar nach Gründen für eine Ablehnung gesucht werden würde. Ich sorgte mich vor psychologischen Tricks.
Und was war? Beide Gutachter begrüssten mit freundlich mit Händedruck persönlich schon an der Tür und es kam mir vor als wäre die eigentliche Begutachtung nach 3 Sekungen gelaufen. Sie treten einen halben Schritt zurück, betrachten einen kurz von oben bis unten und legen dabei leicht lächelnd den Kopf etwas auf die Seite. Es scheint auf der Stirn dann zu lesen zu sein: "Begutachtung abgeschlossen. Kein Zweifel. Nun brauch ich ein paar Angaben aus dem Leben dieser Person, damit ich die Seiten vollschreiben kann. Punkt."
Beide Gutachter bestätigten mir unaufgefordert spätestens am Ende des Gespräches, dass ich für sie eindeutig und überzeugend sei und sie vorbehaltlos zustimmen würden.
Diese Reaktionen, haben mir nicht nur zur VÄ/PÄ verholfen, sondern auch mein Selbstwertgefühl enorm gesteigert.
Ich wünsche dir Erfolg, NCC.
LG
Julia