Gender Mainstreaming - Verwirklichung des eigenen Ich - # 2
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Sabrina Verena
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Re: Gender Mainstreaming „ Verwirklichung des eigenen Ich
Hallo Daniela!
Jede/r von uns kennt Ihre/Seine Nächsten am besten und weis womit zu rechnen ist, im Falle eines Outings.
In meinem Fall z.B. meine Eltern sind um die 70, im 3. Reich haben sie ihre Kindheit während des 2. Weltkrieges verbracht.
Die damit verbundene Erziehung ist bis heute nicht überwunden.
Glaubst Du ernsthaft meine Eltern würden es akzeptieren, wenn ich mich ihnen gegenüber oute?
Ich der gewünschte Sohn ein Transvestit und kein richtiger Kerl.
Der noch dazu Single und kinderlos ist.
Meine jüngere Schwester ist lesbisch, meine Eltern haben es nach 20 Jahren noch nicht akzeptiert.
All die Jenigen, die sich nicht outen, tun dieses wegen ihrer Kollegen, Verwandten und Bekannten, die sie nur zu gut kennen.
LG Verena
Jede/r von uns kennt Ihre/Seine Nächsten am besten und weis womit zu rechnen ist, im Falle eines Outings.
In meinem Fall z.B. meine Eltern sind um die 70, im 3. Reich haben sie ihre Kindheit während des 2. Weltkrieges verbracht.
Die damit verbundene Erziehung ist bis heute nicht überwunden.
Glaubst Du ernsthaft meine Eltern würden es akzeptieren, wenn ich mich ihnen gegenüber oute?
Ich der gewünschte Sohn ein Transvestit und kein richtiger Kerl.
Der noch dazu Single und kinderlos ist.
Meine jüngere Schwester ist lesbisch, meine Eltern haben es nach 20 Jahren noch nicht akzeptiert.
All die Jenigen, die sich nicht outen, tun dieses wegen ihrer Kollegen, Verwandten und Bekannten, die sie nur zu gut kennen.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
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Anne-Mette
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Re: Gender Mainstreaming „ Verwirklichung des eigenen Ich
Moin,
bei den Eltern kann ich Dir heftig widersprechen - zum Glück habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht
Gruß
Anne-Mette
bei den Eltern kann ich Dir heftig widersprechen - zum Glück habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht
Gruß
Anne-Mette
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Marielle
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Re: Gender Mainstreaming „ Verwirklichung des eigenen Ich
Hallo Daniela, Guten Morgen zusammen,
Das es nicht funktioniert, wenn man in der eigenen Kammer hockt und darauf wartet, dass sich die Dinge von allein regeln, weiss ich und habe das weiter oben auch schon mal geschrieben. Für diese Art des "inaktiven Selbstmitleids" habe ich selbst auch kein Verständnis. Jede/r sollte, im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten an der Verbesserung der Situation mitarbeiten.
Letztlich denke ich, dass es auch eine Form der Toleranz ist, wenn wir uns untereinander zugestehen, dass es hier Menschen mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Erfahrungen gibt und von jeder/m nur soviel Beitrag 'zur Sache' erwarten, wie dieser einzelne Mensch leisten kann.
liebe Grüsse
Marielle
Das sehe ich exakt genau so wie du. Mir war nur wichtig darauf hinzuweisen, dass niemand 'verpflichtet' ist sich immer und überall zu outen. Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass durch euphorische Berichte über Outings und Outing-Empfehlungen ein gewisser Druck bei Nicht-geouteten entsteht. Denen sollte dann gesagt sein, dass es ihre freie Entscheidung ist und das sie den Schritt für sich selbst abwägen dürfen und sollen. Anne-Mette hat das gut zusammengefasst.Ich kann es immer weniger akzeptieren, dass wir eine Toleranz bzw. Akzeptanz in der Gesellschaft einfordern und dabei in Verstecken darauf warten wollen, bis diese wie durch ein Wunder draußen in der Welt gewachsen ist. So funktioniert es eben nicht.
Das es nicht funktioniert, wenn man in der eigenen Kammer hockt und darauf wartet, dass sich die Dinge von allein regeln, weiss ich und habe das weiter oben auch schon mal geschrieben. Für diese Art des "inaktiven Selbstmitleids" habe ich selbst auch kein Verständnis. Jede/r sollte, im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten an der Verbesserung der Situation mitarbeiten.
Letztlich denke ich, dass es auch eine Form der Toleranz ist, wenn wir uns untereinander zugestehen, dass es hier Menschen mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Erfahrungen gibt und von jeder/m nur soviel Beitrag 'zur Sache' erwarten, wie dieser einzelne Mensch leisten kann.
liebe Grüsse
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Flodur
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Re: Gender Mainstreaming „ Verwirklichung des eigenen Ich
Ich bin, wie Marielle, einer der ganz wenigen, der das tut.buddy hat geschrieben:...welche von uns geht denn schon MIT BART und Frauenkleidung in die Öffentlichkeit?...
Ich habe kein "weiblichen Wesen", bin keine "Frau im Körper eines Mannes", ich bin ein Mann.
Meine Nachbarn in meinem kleinen Dorf kennen mich so, ich fahre Zug, gehe einkaufen, gehe so zu meinen Nachhilfeschülern und auf"˜s Arbeitsamt, und ja, auch zu Vorstellungsgesprächen. (Letzteres ohne Erfolg, wer weiß warum"¦?)
Ich bin bei meinen Verwandten geoutet und werde akzeptiert aber meine eigene Familie ist daran zerbrochen.
Das versteckspielen ist endlich Schluss.
Bin ich erleichtert? Wohl doch ja!
Und gleichzeitig weiß ich ständig: Ich bin ein Perverser der das einzige Glück seines Lebens mutwillig zerstört hat.
(Spart euch jetzt bitte eure Entgegnungen und Mitgefühl!)
Ja - die Barrieren sind in unseren eigenen Köpfen und dagegen gibt es keine Hilfe!buddy hat geschrieben:Die Intoleranz ist doch in u n s!
Meiner Meinung nach: JA!Anja hat geschrieben:Ist es denn auch schon ein Verstecken, wenn ich mich als Frau unters Volk mische und mich nicht als Bio-Mann oute?
Eine sehr aktive Teilnehmerin des Forums hat mir es auch so erklärt: Hinter der "Maske" verstecken können und so tun was sie als Mann erkennbar sich nie trauen würde.
Wenn du irgendwie "trans"¦" bist (wirklich und ehrlich!) dann ist es "natürlich" als Frau rumzulaufen.
Aber wenn du "nur" Crossdresser bist, dann ist es Verstecken.
Dagegen hab ich nichts, aber seid zu euch selbst ehrlich!
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Daniela.transg
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Re: Gender Mainstreaming „ Verwirklichung des eigenen Ich
Hmmm .... mal schnell die Mittagspause nutzen
(Vom schreiben wird man nicht dick)
Wie schon mehrfach unterstrichen (auch von Marielle) - es ist kein zwangsläufiges Muss, dass man sich als Transgender outet. Das obliegt jedem in seiner eigenen freien Entscheidung.
Ich kann dabei nur immer auf meine eigene Geschichte reflektieren - 14 Jahre Ehe incl. Versteckspielen und meinerseits auch keinen Mut, mich meiner damaligen Frau zu offenbaren; "Zwangsouting" als sie die berühmte Tasche gefunden hatte, meinerseits das "Versprechen" ich höre auf damit.... wir alle wissen, dass dies nicht funktioniert. Also war es der Beginn einer neuen Lebenslüge und neuer Heimlichkeiten. Ich bin mir sicher, dass viele hier im Forum ähnliche "Erlebnisse" kennen.
Nach meiner Scheidung (Daniela war NICHT der Scheidungsgrund) habe ich mich zuerst vor mir selbst geoutet: Eine neue Beziehung wird es von Anfang an ohne Geheimnisse geben. Klar waren da Fragen, nach warum, wieso und was auch immer ..... aber ich konnte mich erklären und das war gut so. So betrachten meine Freundin und ich heute nach über 2 1/2 Jahren auch als Bereicherung unserer Beziehung und manchmal habe ich auch den Eindruck, dass unser Freundeskreis es als Bereicherung betrachtet.
Das die Auseinandersetzung mit mir selbst dabei die wichtigste Voraussetzung war und erst nachdem ich ich selbst wusste, was ich eigentlich will / bin war sicher ein wesentlicher Aspekt für ein positives Outing.
Rückblickend denke ich dass wir die Gesellschaft (die ja in vielen Augen böse ist) als Schutzschild für eine gewisse eigene Feigheit genommen wird. Wir setzen zu oft voraus, dass wir Transgender in der Gesellschaft auf Ablehnung stoßen und finden immer wieder Beispiele dafür. Ebenso lassen sich auch viele sehr gute und positive Beispiele, die wir leider oft ignorieren.
Wir müssen einfach nur den Mut zu uns selbst finden - dann klappts auch mit dem Nachbarn
Wie schon mehrfach unterstrichen (auch von Marielle) - es ist kein zwangsläufiges Muss, dass man sich als Transgender outet. Das obliegt jedem in seiner eigenen freien Entscheidung.
Ich kann dabei nur immer auf meine eigene Geschichte reflektieren - 14 Jahre Ehe incl. Versteckspielen und meinerseits auch keinen Mut, mich meiner damaligen Frau zu offenbaren; "Zwangsouting" als sie die berühmte Tasche gefunden hatte, meinerseits das "Versprechen" ich höre auf damit.... wir alle wissen, dass dies nicht funktioniert. Also war es der Beginn einer neuen Lebenslüge und neuer Heimlichkeiten. Ich bin mir sicher, dass viele hier im Forum ähnliche "Erlebnisse" kennen.
Nach meiner Scheidung (Daniela war NICHT der Scheidungsgrund) habe ich mich zuerst vor mir selbst geoutet: Eine neue Beziehung wird es von Anfang an ohne Geheimnisse geben. Klar waren da Fragen, nach warum, wieso und was auch immer ..... aber ich konnte mich erklären und das war gut so. So betrachten meine Freundin und ich heute nach über 2 1/2 Jahren auch als Bereicherung unserer Beziehung und manchmal habe ich auch den Eindruck, dass unser Freundeskreis es als Bereicherung betrachtet.
Das die Auseinandersetzung mit mir selbst dabei die wichtigste Voraussetzung war und erst nachdem ich ich selbst wusste, was ich eigentlich will / bin war sicher ein wesentlicher Aspekt für ein positives Outing.
Rückblickend denke ich dass wir die Gesellschaft (die ja in vielen Augen böse ist) als Schutzschild für eine gewisse eigene Feigheit genommen wird. Wir setzen zu oft voraus, dass wir Transgender in der Gesellschaft auf Ablehnung stoßen und finden immer wieder Beispiele dafür. Ebenso lassen sich auch viele sehr gute und positive Beispiele, die wir leider oft ignorieren.
Wir müssen einfach nur den Mut zu uns selbst finden - dann klappts auch mit dem Nachbarn
Viele Grüße aus Salzgitter
Daniela
Besuche uns doch auf
der Homepage: http://www.gender-bs.de
auf Facebook: https://www.facebook.com/gender.bs
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Ulrike-Marisa
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Re: Gender Mainstreaming „ Verwirklichung des eigenen Ich
Moin,
also ich für mich finde es ganz natürlich (mit der Einschränkung der Bannmeilen um das Familienheim), wenn ich en femme bin Zu Hause und auch draußen; siehe meine weinigen Beispielbilder; so bin ich und so fühle ich mich wohl en femme und ich habe nicht das Gefühl den in der Tat geburtsmäßig vorhandenen männlichen Anteil in mir zu verstecken, vom rasieren mal abgesehen. Mittlerweile habe ich das Gefühl. dass ich eher als Mann auffalle durch Gesicht und lange Haare,Schmuck und Ohrringe, Damenuhr..., da ich doch so den gängigen Konventionen eher nicht so recht entspreche, was auch meine Frau beständig bemängelt: von wegen so könne ich als Mann eigentlich nicht rumlaufen...
Wie alles im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile und ist der Notwendigkeit von zu treffenden Kompromissen unterworfen; da muß nun jede/r ihren/seinen Weg finden, zu dem sie/er auch stehen kann.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...es gibt nichts gutes, außer frau/man tut es...
also ich für mich finde es ganz natürlich (mit der Einschränkung der Bannmeilen um das Familienheim), wenn ich en femme bin Zu Hause und auch draußen; siehe meine weinigen Beispielbilder; so bin ich und so fühle ich mich wohl en femme und ich habe nicht das Gefühl den in der Tat geburtsmäßig vorhandenen männlichen Anteil in mir zu verstecken, vom rasieren mal abgesehen. Mittlerweile habe ich das Gefühl. dass ich eher als Mann auffalle durch Gesicht und lange Haare,Schmuck und Ohrringe, Damenuhr..., da ich doch so den gängigen Konventionen eher nicht so recht entspreche, was auch meine Frau beständig bemängelt: von wegen so könne ich als Mann eigentlich nicht rumlaufen...
Wie alles im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile und ist der Notwendigkeit von zu treffenden Kompromissen unterworfen; da muß nun jede/r ihren/seinen Weg finden, zu dem sie/er auch stehen kann.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...es gibt nichts gutes, außer frau/man tut es...