Tanzsport und Homophobie
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Anne-Mette
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Tanzsport und Homophobie

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

... hätte ich mir in Berlin auch noch die TAZ gekauft, hätte ich den Artikel sicherlich schon in der Druck-Ausgabe gelesen (smili)

Die taz schreibt: Schwule und Lesben haben in den vergangenen Jahren den Tanzsport verändert. Nur die Wertungsrichter bleiben konservativ.

http://www.taz.de/TANZEN/!116110/

Tanzen im Rock macht Spaß, wie ich unlängst feststellen konnte; nur - wenn zwei weibliche "Figuren" tanzen - wer übernimmt dann die Führung?
Im Artikel heißt es dazu: "Wenn Wenzel im TIB Sportzentrum am Columbiadamm bei den deutschen Meisterschaften im Equality-Tanzsport mit seinem Standardpartner Pascal Herrbach die Führung wechselt, ist das ein Statement."

Gruß
CPG
Anne-Mette
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Re: Tanzsport und Homophobie

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich komme aus einer Zeit, in der eigentlich fast alle "rumgehoppelt" sind, also mehr Freestyle praktiziert haben.
Allerdings hatte ích in grauer Vorzeit mal einen herkömmlichen Tanzkurs, der mich in der damaligen Zeit (mit 17...18) nicht begeistert hat. Ich habe mich wohl etwas unbeholfen angestellt; so waren die besten Tanzpartnerinnen auch immer schon vergeben (smili)
Die vielen Jahre in Berlin hat es sich so entwickelt, dass es fast nur noch um die individuelle Bewegung zur Musik ging. Da war auch selten etwas dabei, was zum Anfassen und Diskussionen über Führung oder Nichtführung geeignet gewesen wäre )):m
Inzwischen ist das anders geworden. Hier "im Dorf" wird durchaus "partnerschaftlich" getanzt.
Das stellte uns erst einmal vor größere Probleme. Da es sich nicht um Standard-Tänze handelte, die man sicherlich zusammen noch einmal unter fachlicher Anleitung lernen könnte, gab es immer wieder Probleme mit der Entscheidung, wer führt (smili)
Vielleicht finden wir mal eine tolerante Tanzschule(?)
Allerdings sollte man nach einem Kurs Veranstaltungen besuchen, bei denen man immer mal wieder "richtig" tanzen kann, um das Gelernte nicht zu vergessen.
Wenn es dann doch nur wieder um Discofox geht, lohnt es sich wohl nicht.

Gruß
Anne-Mette
Flodur
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Re: Tanzsport und Homophobie

Post 3 im Thema

Beitrag von Flodur »

Mit dem "rumgehoppel" bin zwar auch ich aufgewachsen, habe mich aber nie dabei wohl gefühlt.

Neben dem "Schul-Pflicht-Tanzkurs" haben meine Frau und ich dann vor gut 10 Jahren nochmal gemeinsam Tanzkurse besucht.
Leider ist es damit nicht so wie Fahrradfahren oder Schwimmen, dass man es nie mehr verlernt: Ohne Übung schwindet es einfach dahin.

Bei den wenigen Tänzen die ich noch kann, war es mir aber immer ein Ehrgeiz die auch "linksherum" zu üben. Zu "Führen-Lassen" ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. Ich habe das bei einigen Faschingsparties ziemlich gut hingekriegt.

Natürlich muss die/der Partner/in dann auch Führen können/wollen. Für mich war der (eigentlich auch nur sehr leicht) geänderte Bewegungsablauf oft das kleinere Problem, dagegen forderte es einige Konzentration die/den andere/n ungestört machen zu lassen und nur zu folgen.
Regina
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Re: Tanzsport und Homophobie

Post 4 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo zusammen,

Tanzsport war hier vor einiger Zeit ja schon einmal Thema. Schön, dass die TAZ nun den Equality Tanzsport aufgreift.

Es ist richtig, dass bei Equality Turnieren die gleichen Wertungsrichter arbeiten wie bei den "normalen" Tanzturnieren. Da gibt es natürlich immer wieder welche die bei der Bewertung bestimmter Posen Probleme haben. Das lockert sich jedoch mit der Zeit, denn die sportlichen Leistungen, die man auf solchen Turnieren geboten bekommt sind hervorragend.

Interessant finde ich aber die Kleiderordnung bei Equality Turnieren. Soweit ich weiß ist es Männern nicht gestattet im Kleid zu tanzen. Wie es Artikel auch steht: "bei Frauen geht alles". Die "Paare" tanzen somit meist in ähnlicher Kleidung. Da ist es auch einfacher den oder die Führende zu identifizieren. Trägt nur eine/r von beiden ein Kleid geht man automatisch davon aus das er/sie die geführte Person ist.

Ich tanze seit über 30 Jahren als Herr. Seit einigen Jahren bin ich auch Trainer und beherrsche somit auch die Damenschritte. Dennoch würde ich mich eher als "sperrige" Dame bezeichnen. Wenn man immer nur führt ist es schwierig die/den andere/n ungestört machen zu lassen und nur zu folgen. Wie Flodur so richtig schreibt.

Liebe Grüße,
Regina
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
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