Trost und (neues) Selbstverständnis
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Sabrina Verena
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 1 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Sandra!
Transident und Transsexuel ist das Selbe. Transident wird von den Betroffenen allerdingst bevorzugt, weil es nicht am biologischen Geschlecht, sondern an Einstellung/Empfinden festgemacht wird.

Was unsere Fehler betrifft, Niemand ist perfekt. Jeder muss mit seinen Fehlern klarrkommen und sollte daraus lernen.
Liebe Grüße
Verena
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 2 im Thema

Beitrag von Becky »

Also echt: Da ist doch nichts schlimmes daran!
aber es entschuldigt nicht meine Taten
??? Warum diese Vorwürfe??? Wen, ausser Dich selbst, hast Du denn Betrogen??? Die andere Seite ist ein Teil von Dir, wenn Du es unterdrückst wirst Du Krank. Hast Du schon mal etwas über BI-Gender, auch two Spirits genannt gelesen? vieleicht findest Du Dich ja da eher.
Eine ganze Reihe dieser eigenen eisernen Regeln habe ich gebrochen als dieses "CD-Thema" aus mir herausbrach.
Eine Frau muss nicht immer Stark usw. sein und da passen harte MÄNNER REGELN nun mal nicht.
Lies doch mal in Anja's Tagebuch, vieleicht findest Du Dich ja dort wieder.

LG Elena
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Julia65

Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 3 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Hallo Frl. Sandra,
Transidentität und Transexualität sind 2 Begriffe für die gleiche Sache. Der Begriff Transexualität birgt einen gewissen "Übersetzungsfehler" in sich. Im Englischen bezeichnet das Wort "sex" das Geschlecht. Im Deutschen ist Sex eben Sex.
Es ist ein bisschen wie früher bei der Sesamstrasse. Welcher der 4 Begriffe gehört nicht zu den anderen? Heterosexuell, Homosexuell, Bisexuell, Transsexuell ? Richtig, Transsexuell gehört nicht dazu. Die anderen 3 Begriffe beschreiben eine sexuelle Ausrichtung, doch Transsexuell beschreibt die Identität zum anderen Geschlecht. Um diese Missverständniss möglichst zu umgehen verwenden Psychologen und Betroffene oft lieber den Begriff Transident.
Man kann aber durchaus auch transident (transsexuell) sein, wenn man sein physikalisches Geschlecht nicht ablehnt. Man spricht u.a. von der primären und sekundären Transidentität. Ich verstehe die primäre Transidentität als in etwa die klassische, auf der die Aussage "im falschen Körper geboren" am ehesten zutrifft. Dabei wird oft schon in früher Kindheit massiv unter dem Geschlecht gelitten in das man geboren wurde und die Geschlechtsmerkmale weden stark abgelehnt, bis hin zum ekel. Bei der sekundären Transidentität hat sich eine Transidentität entweder mit der Zeit entwickelt, z.b. aus einem Transvestititsmus oder eine Fetisch heraus, oder die Transidentität hat lange geruht und ist aus irgendwelchen Gründen erst im Laufe des Lebens nach und nach in Erscheinung getreten. Aber die Ansichten, Theorien und Diskussionen um Ursachen und Verlauf sind wirklich umfangreich.

Zu den anderen Dingen die du beschreibst, kann und will ich nichts sagen, da ich davon wirklich nicht viel verstehe und Probleme habe, genauer zu verstehen, was du meinst.
LG
Julia
Sabrina Verena
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 4 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Sandra!
Ich glaube Du verwechselts den Begriff Transident mit androgyn (männlich und weiblich gleichzeitig enpfindend) oder Bigender (männlich und weiblich abwechselnd enpfindend).
Liebe Grüße
Verena
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Julia65

Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 5 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Hallo Sandra,
also ich denke, selbst die Erkenntniss über eine sekundäre TS zwingt dich ja nicht dieser nachzugeben und den Weg der Transition zu gehen. Es gibt ja noch viele andere Möglichkeiten im Bereich von CD.
Gerade wenn diene Partnerin und Freunde im Umfeld bescheid wissen, kannst du ja dem Drang gelegentlich nachgeben und mal Frau sein ohne es offiziell und dauerhaft sein zu müssen.
Denn so wie du es beschreibst würde die Transition dich ja dann in die Situation bringen, dass du danach auch nicht glücklicher wärst, weil du das Männliche vermissen würdest.
LG
Julia
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 6 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Sandra,

ich denke, du solltet dir keine Vorwürfe machen, dass du jetzt weibliche Seiten von dir und in dir entdeckt hast, und dass du jetzt manches aus deinem bisherigen Lebensweg anders einsortieren kannst oder in einem anderen Licht sehen kannst als vorher.

Werde dir klar, dass es viele, sehr viele Formen geben kann, wie man sich irgendwo zwischen Mannsein und Frausein sehen kann. Da sind Begriffe wie androgyn (etwas von beiden Geschlechtern) , Two-Spirits (zwischen beiden Geschlechtern abwechseln), Bi-Gender, und sicher noch manch andere Begriffe, die versuchen, das Gemisch zwischen männlich und weiblich in einer Persönlichkeit zu beschreiben. Hier im Forum gibt es manche Beiträge dazu.

Was man m. E. aber dabei erkennt: Irgendwie ist man selber das Individuum, das manchem Phänomen nahe kommt, aber nicht unbedingt ganz in die Schubladen passt. Irgendetwas ist doch ein bisschen anders. Ich finde das für mich etwa letztendlich auch nicht tragisch: Wichtig ist, dass man ehrlich zu sich ist. Sich so gut wie möglich erkennt. Ich bin ja ich und dadurch gewissermaßen einmalig. Da versagen vielleicht schon mal die bekannten Schubladen.

Klar, bist du mit der plötzlichen Erkenntnis etwas verunsichert. Doch spricht überhaupt nichts dagegen, dass du mit der aktuellen Erkenntnis über dich und dein bisheriges Leben wieder Sicherheit gewinnst, dass du weiter deine Partnerin beschützt, dass du für sie sorgst, sie liebst und so ernsthaft dich auch um ihr wohl kümmerst wie vorher. Du liebst sie als Mensch. Warum solltest du nicht mehr so intensiv zu ihr stehen können wie vorher? Warum solltest dich nicht mehr so nach deinen Kräften und deinen Möglichkeiten verhalten können?! Es gibt genug Beispiele hier im Forum, dass das Leben weiter geht.

Ich finde, die weibliche Seite in sich ist zwar das ganze Leben schon da, aber bisher versteckt, und jetzt erst langsam sichtbar. Es ist für mich wie ein alter Koffer voll Gold, der auf dem Dachboden irgendwo in der Ecke steht und auf einmal gefunden wird. Der Koffer war schon immer da, das Gold auch, doch als man den entdeckt, ist man davon ganz schön vereinnahmt. Ja, und der entdeckte Koffer ist ein Schatz, etwas Wertvolles, etwas m das es gilt zu erkennen, angemessen zu bewahren und angemessen zu pflegen. Das braucht schon etwas Zeit bis man mit so einem Schatz klar kommt.

Ups, das sind doch mehr geworden als ein paar Zeilen...

Liebe Grüße
Inga
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 7 im Thema

Beitrag von Becky »

Je mehr ich von DIr lese, desto mehr glaub ich bei Dir an BI- Gender. Hast Du schon angefangen Anjas Tagebuch zu lesen? Weil die ist ja auch two Spirits.

LG Elena
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

Post 8 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Fräulein Sandra hat geschrieben:
"Für das Neue Jahr wünsche ich mir eine Art IEC EN DIN 1234567:2013 "Intersexualität - Definitionen und Begriffsbestimmungen."

Hallo Sandra!
Für dieses Forum ist etwas ähnliches in Arbeit. Es soll gerade neuen Mitgliedern eine Orientierungshilfe geben. Das Problem mit den nicht passenden Schubladen ist dabei allen bekannt und bewusst. Aber leider gibt es nicht immer eine Ideallösung, so dass manchen mehrere Schubladen offen stehen und anderen nur ein oder mehrere Überbegriffe.
Es dient freilich auch der Verständigung, weil sonst im Gespräch ein und dert selbe Begriff unterschiedlich verstanden wird und sich daraus Missverständnisse entwickeln.
Liebe Grüße
Verena (smili)
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Re: Trost und (neues) Selbstverständnis

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Beitrag von Julia65 »

Je genauer man die "Schubladen" beschreibt und definiert, desto mehr davon werden nötig.
Am Ende steckt jeder in seiner eigenen und wir haben somit keine mehr.
Ich glaube, alleine weil du dich mit der Thematik schon ernsthaft auseinander setzt, wirst du einen passenden Weg für dich finden.
Die Erkenntniss, dass du die weibliche Seite in dir nicht ignorieren kannst, ist dabei sehr wichtig.
LG
Julia
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