60 Jahre geschlechtsangleichende Operationen
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Anne-Mette
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60 Jahre geschlechtsangleichende Operationen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Die BBC beschäftigt sich mit dem Thema unter der Überschrift:

"Christine Jorgensen: 60 years of sex change ops"

http://www.bbc.co.uk/news/magazine-20544095

Auch Wikipedia widmet Christine Jorgensen einen ausführlichen Artikel (engl.): http://en.wikipedia.org/wiki/Christine_Jorgensen


Sicherlich sollte man mit dem Thema keine "Wette" veranstalten, wer nun wo die erste "geschlechtsangleichende Operation" vorgenommen hat.
Lili Elbe, geboren als Einar Wegener, war ein dänischer Maler und einer der ersten Transsexuellen, der sich geschlechtsangleichenden Operationen zunächst im Institut von Magnus Hirschfeld, dann in der Dresdener Frauenklinik unterzog. Daher auch der neue Nachname.

Mein Erinnerungsvermögen ist doch noch halbwegs in Ordnung - und dem BBC-Artikel müsste noch einiges hinzugefügt werden. Es war wohl doch nicht die erste Trans* OP...

Ich schrieb in meinem Tagebuch (14.11.2011):

Ich habe mal wieder ein Buch bekommen, das mich beeindruckt hat: Roberta Cowell -
"Ich war ein Mann".
Nein, es ist kein neues Buch und nicht einmal ein neuer Titel.
Roberta wuchs als "Robert" auf, versuchte "übermännlich" zu sein, war Rennfahrer und Mechaniker,
ging als Pilot zur britischen Luftwaffe, geriet zum Ende des
2. Weltkrieges in deutsche Gefangenschaft und merkte nach seiner Rückkehr,
"dass etwas mit ihm nicht stimmte". Roberta war durchaus nicht die erste
Transsexuelle, nicht einmal die erste, die operiert wurde. Sehr viel schwieriger als heute
war es damals mit den Diagnosen und mit den durchzuführenden Behandlungsschritten.
Das Buch enthält einige Fotos und persönliche Dokumente und ist recht flüssig und
spannend geschrieben. Viele Meinungen sind dem damaligen Kenntnisstand geschuldet.
Sicherlich haben mehrere Faktoren ihre gelungene "Umwandlung" erleichtert.
So war sie von der körperlichen Anlage her begünstigt und hatte genug Zeit, Raum und
finanzielle Mittel. Weiterhin hatte sie eine freundschaftliche Begleitung und
hervorragende Ärzte und Chirurgen. Eine Freundin wurde ihre "Lehrmeisterin"; denn sie
musste das Frausein natürlich erst lernen.
Ihre zeitweilige Tätigkeit in der Modebranche hat sicherlich viel zu einem guten Passing
beigetragen. Etwas zu kurz kommen die familiären Verhältnisse. Es wird wenig über
die späteren Begegnungen mit ihrem Vater und ihrer Mutter erzählt, sondern es wird
nur dem "Outing" ein paar Zeilen gewidmet.


Gruß
CPG
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