Politik: Energiewende...
Politik: Energiewende... - # 6

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Inga
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Re: Politik: Energiewende...

Post 76 im Thema

Beitrag von Inga »

Sophie_90 hat geschrieben:Hallo
Inga hat geschrieben:Soweit ich es im Kopf und Terminkalender habe, war der letzte große Castortransport nach Gorleben im vergangenen Jahr. War das schon vor deiner Zeit?
Das Polizeiaufgebot war schon allein von der Logistik beeindruckend. die Beschränkung der Bürgerrechte (Versammlungsfreiheit) im Umfeld des Transports war schon enorm: Einschränkung der Bewegungsfreiheit u. a. durch Sperrung von öffentlichen Straßen über Tage und Wochen! Versammlungsverbote im Korridor an der Strecke....
Ich habe zwar nicht alles miterleben können, die Dokumentationen sprechen aber für sich und wären sie nicht durch Beobachtungen für sie recherchiert worden, wäre mancher Einsatz sicher noch viel unmenschlicher gewesen.
Ja vielleicht war das vor meiner Zeit...dass muss es wohl sein. Jetzt mal im Ernst:
Auch wenns hart klingt. Irgendwelche Demonstranten ketten sich an Gleise, unterhöhlen ebendiese Gleise und behindern anderweitig den Transport von Gefahrgut. Weil sie ihn nicht mögen.
Die Polizei macht ihre arbeit und schützt den Transport. Wird von den Demonstranten angegriffen (ja das gibts!). Und die beschweren sich dann, dass eben jene Polizisten nicht sagen "bitte bitte wollen wir uns nicht wieder vertragen?" sondern die bekannten Mittel einsetzten um unruhen auseinanderzutreiben. In einem wirklich unmenschlichen Polizeieinsatz wären sie grün und blau geschlagen worden und in Bauzen II gesteckt worden. Insofern halte ich das für heuchelei. Warum demonstrieren diese Leute? Der hirnverbrannte (meine persönliche Meinung, bevor wieder die Diskussion los geht) Atomausstieg ist doch beschlossene Sache.
Liebe Sophie_90,

nicht dabei gewesen und flotte Sprüche frisch vom Stammtisch klopfen. Das ist wenig glaubwürdig. aber wohl dein Stil.

Ist der prügelnde Polizeistaat auch eine (Minderheiten-)Position in der Piratenpartei?
So werde ich da gerne andere Piraten danach befragen wollen. Und ihr solltet die Wähler darüber auch unterrichten. Vielleicht bald zur Wahl in Niedersachsen "Piraten wollen prügelnde Polizisten gegen Atomkraftgegner".

Hast du mitbekommen, worum es seit vierzig Jahren beim Gorleben-Konflikt geht? Um die Lüge der sicheren Aufbewahrung des verstrahlten Atommülls! Es zeigt sich immer deutlicher, das fachliche Kriterien keine Rolle bei der Wahl des Ortes für die Lagerung des angefallenen strahlenden Atommülls spielt. Der schon erzeugte Atommüll strahlt weiter und verschwindet auch nicht beim Ausstieg. Und solange nicht alle Kernkraftwerke abgeschaltet sind und solange nicht alle Kernkraftwerke zurück gebaut sind, wird es noch immer mehr Atommüll werden. Ein Problem, das man in der Begeisterung für Kernenergie ignoriert hat und sich bis heute nicht von selber gelöst hat, noch es schlüssige Konzepte gibt. Dafür aber ein Restrisiko.

Der Salzstock bei Gorleben ist für die Einlagerung von Atommüll wegen wiederkehrender Wassereinbrüche und geologischen Veränderungen sich noch weniger geeignet als die Asse (was uns vor Jahren auch als hundertprozentig sicheres Bauwerk verkauft wurde). Das ist von Geologen schon früh erkannt worden und selbst mit etwas gesundem Menschenverstand plausibel nachzuvollziehen. Dennoch sind Studien, Informationen, etc. von Politik und Ministerien jahrzehntelang unterdrückt worden. Die Gefahren verharmlost. (Du kennst auch die Sache der Wassereinbrüche in den Salzstock am Arendsee und die unterirdischen Gasexplosion zu DDR-Zeiten bei Lenzen?) Dennoch wurden und werden Millionen in Erkundungsbauwerke verbaut und kräftig Atommüll nach Gorleben "zwischengelagert". Notfallpäne und Rettungspläne, ja wo sind sie? Ein Schalk, wer Böses dabei denkt.

Liebe Grüße
Inga
exuser-12-02-2013

Re: Politik: Energiewende...

Post 77 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013 »

Hallo Mädels
Zur aufheiterung: http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... shima.html
Ebenfalls lesenswert: http://www.klopfers-web.de/kol86.php
Und wer immer noch glaubt, wir würden mehr Strom nach F exportieren als umgekehrt, hier schwarz auf weiss: https://www-genesis.destatis.de/genesis ... uf=starten
Inga hat geschrieben:Das ist wenig glaubwürdig. aber wohl dein Stil.
Aha. Jetzt wirds persönlich. (Mathe ist unglaubwürdig, Naturwissenschaften flotte Sprüche. Warum habe ich das nur nicht früher gemerkt?)
Inga hat geschrieben:So werde ich da gerne andere Piraten danach befragen wollen. Und ihr solltet die Wähler darüber auch unterrichten. Vielleicht bald zur Wahl in Niedersachsen "Piraten wollen prügelnde Polizisten gegen Atomkraftgegner".
Ahm, Inga, ich weiss das es nicht besonders spannend ist, sich die ältere Kommentare durchzulesen, aber dann hättest du gemerkt, dass ich weder mitglied noch überhaupt Fan der Piraten bin. Ich zitiere die Seite nur, weil sie hervorragend gemacht ist, verständlich und voll mit Belegen und Quellen. Damit keiner behauptet, es wäre gelogen.
Gorleben? Ich weis nur dass sich die Politiker mal wieder über die Meinung von Experten (also Geologen usw.) hinweggesetzt hat. So aber auch nichts neues.
Inga hat geschrieben:(was uns vor Jahren auch als hundertprozentig sicheres Bauwerk verkauft wurde)

Eben diese Politiker haben uns diesen Quatsch verzapft. Nicht die Leute, die sich mit der Materie auskennen. Aber für dich ist das wohl der selbe Haufen, oder?
Inga hat geschrieben:Und solange nicht alle Kernkraftwerke abgeschaltet sind und solange nicht alle Kernkraftwerke zurück gebaut sind, wird es noch immer mehr Atommüll werden. Ein Problem, das man in der Begeisterung für Kernenergie ignoriert hat und sich bis heute nicht von selber gelöst hat, noch es schlüssige Konzepte gibt.
Zum tausendsten Mal. Doch! http://www.guardian.co.uk/environment/2 ... -nightmare
Einer von vielen, leider nur englischsprachigen Artikeln zu diesem Thema.
Und hier ein anderer Denkanstoss: http://www.final-frontier.ch/du-sollst- ... lich-nicht
Speziell dieser Kommentar (> http://www.final-frontier.ch/du-sollst- ... mment-9827 ), den ich so nicht unterschreiben will. Ich meine die Bewertung "Grüner" Parteien.
Inga
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Re: Politik: Energiewende...

Post 78 im Thema

Beitrag von Inga »

Liebe Sophie_90,

ach wenn es so schön wäre, dann bräuchten wir Atommüll von Sellafield gar nicht mehr nach Deutschland zurück holen (Probleme Atomgfreie Häfen ... ) sondern würden ihn gleich dort lassen und würden nur den damit erzeugten Strom abnehmen. Tja, das wird in unseren Medien ja gar nicht diskutiert. Warum wohl nicht?

Zum tausendstenundein Mal. Lesen hilft. In dem Artikel des Guardian heißt es "some scientists say". Das ist erst mal eine Meinung einiger Wissenschaftler, mehr nicht.

Und tatsächlich heißt es einige Absätze weiter, dass es auch andere Meinungen unter Wissenschaftlern gibt, dass gar nicht so viel Strom erzeugt wird, und dass das meiste Plutonium dabei intakt bleibt. Unbd dass es eine Menge Geld kostet und mit zehn Jahren Bau- und Anfahrzeit verbunden ist. Und das Großbritanien erst in zwei Jahren überhaupt darüber grünes Licht geben kann. Und Geld geben will die Regierung nur bei vernichteten Plutonium. Wie die ganze Sache bis dahin finanziert wird, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.

Ach ja, und zur "Neutralität" und "Nichtbeeinflussbarkeit von Naturwissenschaftlern" allgemein, weißt du, ich glaube auch nicht mehr an den Weihnachtsmann, seitdem ich studiert habe und neben den Lehrbüchern und Seminararbeiten auch universitäre Gremienarbeit kennen gelernt habe. Auch bei den ach so neutralen Naturwissenschaftlern gibt es handfeste Interessen, die mit mehr oder weniger pfiffiger Strategie durchgesetzt werden. Manch einer ist verdammt gut käuflich mit attraktiven Forschungsgeldern. Ich glaube, man nennt das alles auch Forschungspolitik.

Es wird dir zu persönlich? Ach ja? Ist da im Persönlichen vielleicht ein empfindlicher nachdenklicher zweifelnder Nerv verborgen, der vielleicht auch dich an der so selbstsicher daher kommenden Naturwissenschaft, ja an einem plumpen Fortschrittsglaube, misstrauisch werden lässt?

Wissenschaft ist ja nicht das Nachplappern von aufgestellten Thesen, sondern das Messen von Thesen an der Realität und das kritische Hinterfragen von Methodiken.

Und Fortschritt. Ja, was ist eigentlich Fortschritt?- Für dich?

Liebe Grüße
Inga
Sonja Bernhardt
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Re: Politik: Energiewende...

Post 79 im Thema

Beitrag von Sonja Bernhardt »

Hallo Carat,

sorry, aber ich denke hier hast du einige Ideen falsch verstanden, bzw. ich habe mich schlecht ausgedrückt. Ich sagte NICHT Hochspannungsmasten "auf" der Autobahn sondern Leitungen "Unter" bzw. Neben unter der Autobahn. Vorteil: Das Land gehört denke ich mal sowieso dem Bund Und wenn man sich das Streckennetz ansieht, dann sieht man das es von Oben nach Unten direkte Verbindungen gibt. Kein Baum muss gefällt werden und kein unnötiger Mast muss entstehen.
Ausserdem sollte sic so das Planungsverfahren deutlich vereinfachen lassen, da man kein "fremdes" Land durchqueren muss und die Diskussionen um "Ich will aber keinen Hochspannungsmast in meinem Garten" wären so auch erledigt.

Solarzellen auf dem Dach gab es sogar schonmal im Serienauto, der Stern hatte das mal ich glaube in der E-Klasse um damit im Sommer die Klimaanlage zu betreiben wenn das Auto geparkt ist. Damals war das aber nur ein schmaler Streifen in der Dachmitte. Und es geht nicht darum den Strom zu erzeugen und dann ins Netz zu speisen sondern, darum das die eigenen Batterien dieser Solarautos damit gefüllt werden könnten. Ausserdem habe ich nie davon gesprochen hinter einem
Flieger ein Windrad zu installieren.

Ich denke übrigens, wenn Du schon über meinen Beruf spricht dann hat das eher was mit Logik und Verstehen zu tun, achja oft auch mit zuhören um die Probleme der Anwender auch richtig zu aufzunehmen. Sehr selten spielt da was technisches mit, ich baue jedenfalls keine Robotor, hab also nie dreckige Finger und Löte auch selten irgendwo rum. Achja, ich mache das was ich mache schon recht lange seit nun über 25 Jahren und bis jetzt hat mir noch niemand unterstellt das meine Ideen nicht Praxisgerecht sind.

Naja, aber wenn Dir Ideen die Frau in einem Forum ausspricht schon zu Verrückt sind, um einfach mal darüber zu sprechen, dann entschuldige ich mich natürlich umgehend für meinen Verstoß hier Blödsinn geschrieben zu haben. Wie sehen denn Deine Vorstellungen zu einer besseren Welt aus?

Liebe Grüße

Sonja
exuser-12-02-2013

Re: Politik: Energiewende...

Post 80 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013 »

Ein schönen Guten Morgen
Inga hat geschrieben: Tja, das wird in unseren Medien ja gar nicht diskutiert. Warum wohl nicht?
Weil in der BRD Nukleartechnologie ein Tabuthema ist, über das nur negatives berichtet wird.
Inga hat geschrieben: In dem Artikel des Guardian heißt es "some scientists say". Das ist erst mal eine Meinung einiger Wissenschaftler, mehr nicht.
Wahrscheinlich einiger vieler Wissenschaftler. Der PRISM-Reaktor wurde ja schon entworfen. Der Vorgänger, der Intergral Fast Reactor (IFR), bereits gebaut und getestet. Es damals recht gut ausgeschaut.
Inga hat geschrieben:Und tatsächlich heißt es einige Absätze weiter, dass es auch andere Meinungen unter Wissenschaftlern gibt, dass gar nicht so viel Strom erzeugt wird, und dass das meiste Plutonium dabei intakt bleibt. Unbd dass es eine Menge Geld kostet und mit zehn Jahren Bau- und Anfahrzeit verbunden ist. Und das Großbritanien erst in zwei Jahren überhaupt darüber grünes Licht geben kann. Und Geld geben will die Regierung nur bei vernichteten Plutonium. Wie die ganze Sache bis dahin finanziert wird, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.
Ich vermute, du meinst folgende Passage:
Britain has a history of embarrassing failures with mox, including the closure last year of a $2 billion blending plant that spent 10 years producing a scant amount of fuel. And critics say that, even if it works properly, mox fuel is an expensive way of generating not much energy, while leaving most of the plutonium intact, albeit in a less dangerous form.
Wenn du selbst den Artikel richtig gelesen hättest, hättest du gemerkt, dass es hier um MOX geht. Uran-Plutonium-Mischoxide, die in konventionellen Reaktoren eingestzt werden sollen, nicht um die schnellen Reaktoren.
Persönlich ernst nehme ich diese Einwände:
The technical challenges include the fact that it would require converting the plutonium powder into a metal alloy, with uranium and zirconium. This would be a large-scale industrial activity on its own that would create "a likely large amount of plutonium-contaminated salt waste," Simper said.
Simper is also concerned that the plutonium metal, once prepared for the reactor, would be even more vulnerable to theft for making bombs than the powdered oxide. This view is shared by the Union of Concerned Scientists in the U.S., which argues that plutonium liberated from spent fuel in preparation for recycling "would be dangerously vulnerable to theft or misuse."
Die Gefahr Profilation war schon der Grund, warum damals der IFR, trotz guter Erfolgsaussichten dann doch noch gekappt wurde.
Die anderen Einwände, insbesondere des britischen Geenpeace-Chefs, ignoriere ich. Den Grund hierfür hat der Autor des Artikels selbst gut in Worte gefasst:
[A few months ago, I signed a letter with Monbiot and others to British Prime Minister David Cameron, arguing that environmentalists were dressing up their doctrinaire technophobic opposition to all things nuclear behind scaremongering and often threadbare arguments about cost. I stand by that view.]
Mag sein, dass du den Artikel sowieso als voreingenommen betrachtest. Bitteschön.
Aber ich weiss auch, dass Atomkraftgegner den Atommüll wie eine Monstranz vor sich hertragen (metaphorisch). Er ist ihr Fels in der Brandung, an dem sie sich immer Festhalten.
Ständig werden versuche, den Müll zu beseitigen oder sichere Reaktortypen zu entwickeln torpediert. Ein guter Artikel stand in einer "Physik-Journal"-Ausgabe letztes Jahr.
Ein schelm, der hier böses denkt.
Inga hat geschrieben:Es wird dir zu persönlich? Ach ja? Ist da im Persönlichen vielleicht ein empfindlicher nachdenklicher zweifelnder Nerv verborgen, der vielleicht auch dich an der so selbstsicher daher kommenden Naturwissenschaft, ja an einem plumpen Fortschrittsglaube, misstrauisch werden lässt?
Es wird mir persönlich, weil du mich beschuldigst, nur flotte sprüche abzulassen. Das kränkt mich, weil ich immer versucht habe sachlich und nachweisbar zu argumentieren. Im gegensatz zu dir.
Und nein, ich zweifle nicht an der Kernenergie. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit der Energiewende auf die Katastrophe zusteuern.
Aber jetzt kommen wir der Sache auf den Grund. Ist es bei dir vielleicht nur ein Hass auf Wissenschaft und Technik? Diesen "arroganten" Akademikern? Und übrigens, "plumper Fortschrittsglaube": wieder zeige ich auf den von mir verlinkten Artikel.
Vanessa_T
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Re: Politik: Energiewende...

Post 81 im Thema

Beitrag von Vanessa_T »

Hi,

ich möchte Sophie zur Seite springen. Nein, ich will keine weiteren technischen Aspekte einführen, dass kann sie viel besser als ich. Aber was ich hier im Forum wie in der Politik und der veröffentlichten Meinung vermisse, ist zum einen eine faktengeleitete und ideologiefreie Diskussion über das Thema. Da wird mir viel zu viel mit diffusen Ängsten operiert und Angst ist meistens ein schlechter Ratgeber, zumindest auf mittel- und langfristige Sicht. Zum anderen finde ich es absolut bigott, dass es mittlerweile zum guten Ton gehört, die Grundlagen, die es zum Funktionieren unserer Industriegesellschaft braucht, zutiefst zu verachten. Dazu gehört zweifelsohne, dass wir Ressourcen auf eine Art und Weise verbrauchen, die sich nicht unendlich fortsetzen lässt. Die Annehmlichkeiten und den Wohlstand, die uns das gebracht hat, nehmen aber 99% aller Menschen gerne mit.

Ich würde mir ein nüchternes Abwägen wünschen abseits von Panikmache und Populismus. Dann allerdings wäre die Energiewende, wie sie in Deutschland erfolgen soll, hinfällig, weil mit viel zu heisser Nadel gestrickt und geradezu unverantwortlich hinsichtlich einer verlässlichen Energieversorgung. Ich hätte mir auch gewünscht, dass das Thema Atomkraft ergebnisoffen diskutiert worden wäre. Ja, selbstverständlich gibt es dort Risisken und ja, die Endlagerung ist ebenfalls ein schwieriges Problem. Aber mit diesen Problemen müssen wir umgehen, die müssen wir lösen, zumal ich auf die gesamte Welt bezogen überhaupt nicht erkennen kann, dass die Kernkraft im Rückzug begriffen wäre, und das gerade auch vor unserer Haustüre. Meine These, die Kernkraft wird auch in den nächsten Jahrzehnten einen nicht unerheblichen Teil zur Energieversorgung in der Welt beitragen. Nur leider ohne deutsches Know-how und ohne die Chance für Deutschland, an diesem Markt zu partizipieren.

Ach ja, hier war irgendwo die Rede davon, dass ein Haus in Gorleben verschenkt werden soll. Leider kann ich meinen Job nicht dahin verlegen, sonst würde ich es sofort nehmen.
"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser".

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Re: Politik: Energiewende...

Post 82 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Sophie_90 und Vannessa_T,

Ach ja, die so lange und so oft wiederholt vorgetragene Forderung der "Ideiologiefreie sachlichen Diskussion" ist eine Ideologie an sich. Sie ist eben nicht in der Lage, Ängste ernst zu nehmen, einzubinden und zu berücksichtigen, sondern spricht ihr einfach die Berechtigung ab. Dabei ist "Angst" nicht nur einer der Hauptantriebe menschlichen Verhaltens, sondern in der Weiterentwicklung einer Sache durchaus hilfreich, weil durch "Angst" nämlich durch Euphorie bedingten Flüchtigkeitsfehler und systematische Fehler aufgedeckt werden können, der Fehleinschätzung von Ressourcen, der Überschätzung von Kräften, Stärken und Möglichkeiten entgegegen gewirkt werden kann und somit insgesamt einem damit einher gehendem Scheiterns und Versagens schützen kann.


So aber ich habe noch zwei "sachliche" Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen an die AtomexpertInnen:

1. Wie schaut es mit der Verlässlichkeit der Kernreaktoren aus, wenn saisonal bedingt oder auch durch den anhaltenden Klimawandel zu wenig Kühlwasser vorhanden ist? Die technische Sicherheit wird nur erhalten bleiben, wenn die Kernreaktoren vom Netz genommen werden und herunter geregelt werden. So wurde es z. B in Frankreich bisher in sehr heißen Sommermonaten gemacht, wenn die Flüsse zu wenig Wasser hatten oder das Wasser zu warm war. Sprich: Es gibt gerade in heißen Zeiten beim Strom eine zur Kühlung benötigten Versorgungslücke, die im Netz durch andere Produzenten gedeckt werden muss. M.E. ist es auch in Deutschland schon vorgekommen, dass Reaktoren wegen zu wenig verfügbaren Kühlwasser temporär vom Netz gegangen sind bzw. nach Wartung gar nicht wie geplant ans Netz gehen konnten.

2. Weiterhin ist es m. E. nicht ernsthaft gelöst worden, wie die vorhandenen Reaktoren als auch diverse (Zwischen-)Lageserstätten vor dem gezielten Absturz eines Flugzeugs in der Größenordnung eines Passagierflugzeugs oder dem schweren Bombardement im militärischen Falle (oder selbst bei Fehlleitung in einer Übung) gesichert werden.

Ich gehe mal davon aus, dass fern gesteuerte (und fehl gesteuerte) Drohnen und Sportflugzeuge eh so klein sind, dass sie auch einem älteren Betonmantel nicht viel anhaben können. Ob sie allerdings zwischengelagertem Müll in Castoren in einer Blechhalle etwas antun können, vermag ich nicht beurteilen.


@Vannessa_T

Wenn es beruflich nichts mit einem Häuschen in Gorleben ist, wie wäre es denn mit einem in der Nähe der Uranabbaugebieten in Sichtweise von Abbauhalden? Ich bin sicher, dass man angesichts der statistisch niedrigeren Lebenserwartung dort in den Gemeinden Leute wie dich willkommen heißen wird, auch dann wenn sie bei Nutzung und Nachnutzung der Gruben nur wenig mithelfen können.


Liebe Grüße
Inga
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Re: Politik: Energiewende...

Post 83 im Thema

Beitrag von Inga »

Carat hat geschrieben:.... O.K. jetzt im Ernst. Das Bundeskabarett hat gerade eine Mithaftung für Stromkunden bei Schadensersatzfällen beschlossen. Wir müssen jetzt alle für die unsäglichen Pannen die zur Zeit bei den geplanten Offshore-Windparks in der Nordsee laufen mitbezahlen. Die Hersteller der HGÜ's sind mit der Technologie völlig überfordert und bekommen sie nicht in den Griff. Der Renditen der Betreiber werden unverändert bei 9 Prozent garantiert bleiben.

Liebe Grüße, Carat
Hallo Carat,

Nimm den Beschluss nicht schwer. Lege doch einfach die gleichen Maßstäbe für alle Energieträger an, wie es andere in diesem Thread schon forderten.

Als Steuerzahler und Stromkonsumenten haben wir in den letzten Jahrzehnten schon diverse Lasten für die Kernenergie und deren Risiken (Rücklagenbildung) übernommen, damit die Renditen der Kraftwerkserbauer und -betreiber stimmen, da wird es bei der Offshore-Windkraft schon nicht so schwer sein, auch die angemessene Rendite zu garantieren.

Und ich habe keinen Zweifel, das der deutsche Forschergeist auch all diese "Überforderungen" bei der recht neuen Offshore-Energie in wenigen Jahren gelöst haben wird, wenn er selbst strahlenden Atommüll ohne Komplikationen in strahlungsarmen Müll verwandeln kann.

Liebe Grüße
Inga
Sabrina Verena
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Re: Politik: Energiewende...

Post 84 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Leute, Liebe Carat!
Hochspannung ist nicht dasselbe wie Überland!

Zitat von Carat: " Ach, und warum heist es dann Hochspannung und nicht Unterspannung?"

Hochspannungsleitungen können sehr wohl auch unter der Erde verlaufen, sie müssen nicht zwangsläufig Überlandleitungen sein. Sonjas Idee, die Versorgungsleitungen (hier Strom) entlang der Autobahnen (und sonstiger Straßen) verlaufen zu lassen, ist durchaus berechtigt! Und mit Blick auf dem Flächenschwund auch notwendig.

Wie wäre es, wenn bei der Kostendebatte einmal die Realkosten verglichen werden? Ohne Steuerzuschüsse? Ohne Kostenübernahmen durch den Steuerzahler?
Glaubt ihr wirklich, das die Kernenergie noch ein Thema wäre, wenn die Betreiber ihre Kosten allein bewältigen müssten? Von der Rohstoffbeschaffung bis hin zur "sicheren" Entsorgung?
Wenn die Betreiber die Räumung und Sanierung von Asse selber schultern müssten?
Das Thema wäre längst zu den Akten gelegt!
Habt ihr mal über die Arbeitsplätze nachgedacht? Der Bereich der alternativen Energieversorgung hat sich als Jobmagnet erwiesen. Die Kernenergie nicht!!

Sorry, aber dieser Gefühlsausbruch musste mal sein.
Liebe Grüße
Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Re: Politik: Energiewende...

Post 85 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Vanessa!
Nur eine Frage.
Wozu werden Diskussionen geführt, wenn nicht zum Meinungsaustausch?
Libe Grüße
Verena
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Re: Politik: Energiewende...

Post 86 im Thema

Beitrag von Vanessa_T »

Hi, Inga,

gerne antworte ich aus meiner Sicht, aber eine Atomexpertin bin ich sicherlich nicht. Da würde ich mich mit falschen Federn schmücken.

Angst kann aus meiner Sicht mittel- und langfristig niemals ein guter Ratgeber sein. Kurzfristig schon, sie mobilisiert unseren Körper zu Höchstleistungen, sie löst einen Fluchtreflex aus und sie zwingt uns zu extremer Vorsicht. Angst als Dauerzustand ist für mich aber eher leistungshemmend und verstellt den Blick, wenn es darum geht, zu einem rationalen Urteil zu kommen und dabei ein Problem von allen Seiten zu betrachten. Euphorie schätze ich übrigens genauso ein.

Dass auch AKW's temporär vom Netz gehen müssen, ist doch unbestritten. Da lese ich immer vom vielgerühmten Energiemix, könnte doch dann zum Tragen kommen. Wobei ich die augenblickliche Grundlastfähigkeit von Solar- und Windenergie ausdrücklich bezweifele, oder warum müssen jetzt wieder so viele Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden?

Dass Atomenergie völlig ohne Risiko zu haben ist, glaube ich übrigens auch nicht. Mir geht es eher um die realistische Einschätzung eines Risikos inklusive der daraus folgenden Abwägung, und die vermisse ich. Ein schweres militärisches Bombardement auch als fehlgeleitete Übung schliesse ich aus. Das wäre ja schon, ohne ein AKW zu treffen, eine absolute Katastrophe und ist meines Wissens in der Bundesrepublik noch nie vorgekommen. Die Flugzeuggeschichte ist auch so eine Sache. Es bräuchte meines Wissens schon einen exzellent ausgebildeten Piloten, um mit einer Verkehrsmaschine im Sturzflug ein AKW zu treffen. Klar, ist denkbar, dass ein entsprechender Lufthansa-Kapitän als langjähriger Al-Quaida gesteuerter Schläfer nur auf seinen Einsatz wartet. Aber dem stünden dann auch andere Ziele zur Verfügung, ein vollbesetztes Fussballstadion z.B. und jetzt, Flugbewegungen an Bundesligaspieltagen verbieten?

Schliesslich zum Haus an der Abraumhalde. Klar will ich nicht mit so einem Blick wohnen und ich bin froh, dass meine Familie und ich uns etwas anderes leisten konnten. Ich hätte kein Problem mit einem AKW in der Nähe und eben auch nicht in Gorleben. Ich bin aber auch froh, dass ich nicht an der grossen Ausfallstrasse wohnen muss und ich will auch nicht unter Fluglärm leiden, ist gerade ein grosses Thema bei uns in Rhein-Main. Auch hier wieder Bigotterie aller Orten, denn zur Demo gehen nur die, die betroffen sind. Der Rest nimmt die Vorteile des Flughafens gerne mit. Und zu der Geschichte mit der Strahlung, Krebswahrscheinlichkeit und Lebenserwartung habe ich noch nichts gelesen, was wirklich wissenschaftlich erhärtet wäre. Dazu muss ich sagen, dass ich kein blinder dem technischen Fortschritt bedingungslos huldigender Technokrat bin. Sind wir wieder beim Thema Euphorie als schlechtem Ratgeber, und diese Euphorie gepaart mit massiven wirtschaftlichen Interessen hat bestimmt dafür gesorgt, dass in der Kernenergie z.B. beim Thema End- und Zwischenlager einige fatale Irrwege beschritten worden sind. Aktuell erlebe ich aber dies Euphorie wiederum gepaart mit massiven wirtschaftlichen Interessen und gestützt von extrem aktivem und wirkungsvollem Lobbyismus im Bereich erneuerbare Energien, Stichwort "Tank oder Teller". Einige wenige wagen inzwischen, mal die unbequemen Fragen zu stellen, die lange verpönt waren.

Mein Credo, unser Lebensstil ist ohne gewisse Risiken nicht zu halten, zum Nulltarif können wir unseren Wohlstand nicht bewahren. Der ein oder andere mag behaupten, dass er zu massiven Einschränkungen bereit ist. Das nehme ich aber nur den wenigsten Menschen ab. Also wünsche ich mir eine Diskussion, die diese Grundannahme einpreist und die ideologie- und angstfrei, dafür aber faktengeleitet und zielorientiert verschiedene Lösungsmodelle betrachtet. Ja, verschiedene Lösungsmodelle, also selbstverständlich auch erneuerbare Energien. Aber bitte realisitisch bleiben und keine alleinseeligmachende Lösung. Ist sicherlich auch der Atomstrom nicht.
"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser".

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Re: Politik: Energiewende...

Post 87 im Thema

Beitrag von Vanessa_T »

Sabrina Verena hat geschrieben:Hallo Vanessa!
Nur eine Frage.
Wozu werden Diskussionen geführt, wenn nicht zum Meinungsaustausch?
Libe Grüße
Verena
Ja, absolut, bin ich doch eine leidenschaftliche Verfechterin davon. Nur bitte faktengeleitet und nicht mit der Angst der Menschen spielend und selbige instrumentalisierend.

Zum Thema Subventionen. Der Jobmagnet erneuerbare Energien beruht doch einzig und allein darauf, dass hier massiv seitens des Staates bzw. aufgrund der Gesetzgebung Geld in diesen Sektor gepumpt wird. Das ist an sich auch nicht verwerflich, kann als grossflächige Anschubfinanzierung sogar sehr sinnvoll sein. Nur irgendwann muss es sich eben auch selbst tragen und dann dürfen keien Chinesen um die Ecke kommen, die alles viel billiger bauen und dann ist das Jobwunder schon wieder vorbei.
"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser".

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Re: Politik: Energiewende...

Post 88 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Liebe Vanessa!
Danke für die Antwort. Ich habe allerdingst den Eindruck gewonnen, dass hier fast Jede/r vor etwas Angst hat. Ich habe Angst vor der Strahlenkrankheit und ein durch Unfruchtbarkeit ausgelöstes Artensterben. Ich habe Angst vor einen Zusammenbruch der Biosphäre, weil die untersten Glieder des Nahrungsnetzes durch Radioaktivität getötet werden. Jene Glieder mit Denen das Leben auf diesem Planeten vor über 3,8 Milliarden Jahren im Katarchaikum vor dem Archaikum seinen Anfang nahm.

Die Anderen haben bewusst oder unbewusst ebenfalls ihre Ängste offenbart.

Die Förderungen im Bereich der Alternativen Energieträger wird bereits seit einigen Jahren stätig zurück gefahren. Gerade in der Solarbranche haben viele deutsche Hersteller deshalb konkurs anmelden müssen, während Zeitarbeiter chinesische Solarzellen montieren. (War selber Zeitarbeiter auf entsprechenden Baustellen). Nicht unwesentliche Steuergelder fließen aber in den Traum von der Kernfussion und der Sanierung von Asse. Von Castortransporten möchte ich hier nur beiläufig reden, da sie "unseren" Müll transportieren, für den wir die Verantwortung haben. Genau genommen aber die Erzeuger des Mülls, welche fein raus sind. Die Fördergelder dienten übrigens der Anschubfinanzierung. Wahrscheinlich meintes Du hier aber die Energie Einspeise Vergütung durch die Energieversorger, und damit den Energieverbrauchern?

Ich möcht jetzt nicht abschweifen (Wobei Energieversorgung allerdingst auch etwas mit Elektroschrott zu tun hat.), aber würde man Elektroschrott konsequent zerlegen und recyclen, könnten ebenfalls Arbeitsplätze geschaffen werden. Aber es ist ja günstiger, wenn Kinder in der Dritten Welt unter freiem Himmel ihre Hände in Quecksilber baden. Dabei zeigen Hetzel in Nürnberg und Elektrocycling in Braunschweig schon seit Langem, dass es auch anders geht.

Liebe Grüße
Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

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exuser-23-02-2013

Re: Politik: Energiewende...

Post 89 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Oh man, jetzt muss ich doch noch einmal ohne neue Argumente eingreifen:

Wenn ich die letzten Diskussionsbeiträge betrachte, so bleibt nur zu erkennen, dass sich selbige letztlich im Kreis dreht. Zwar kommen stets neue Aspekte zum Vorschein, aber an der Quintessenz ändert sich nichts. Ich könnte jetzt ganz provokativ schreiben, dass da die Gruppe der Wir-haben-die-Weisheit-gepachtet und die der Wir-haben-verstanden aufeinanderprallen - jetzt sucht Euch aus, wer welche Gruppe repräsentiert.

Tatsache ist, dass ein "weiter so" offenkundig nicht mehr geht, obgleich ich befürchte, dass, wenn ich jetzt behaupte, dass der Klimawandel bereits begonnen hat, ich um die Ohren gehauen bekomme, dies sei nicht erwiesen und eine unbelegte These. Rein wissenschaftlich mag das stimmen - nur dumm, dass, wenn wir das irgendwann wissenschaftlich werden belegen können, es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu spät sein wird, um noch wirksam gegensteuern zu können. Aber wir können natürlich gerne auch zukünftig darüber streiten, ob nun das Huhn, das Ei oder womöglich sogar der Hahn zuerst da war ... :))b
exuser-23-02-2013

Re: Politik: Energiewende...

Post 90 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Carat hat geschrieben:
Sabrina Verena hat geschrieben: Hochspannungsleitungen können sehr wohl auch unter der Erde verlaufen......
Wie wäre es, wenn bei der Kostendebatte einmal die Realkosten verglichen werden? .....
Liebe Grüße
Verena
kann sein daß mein Kenntnisstand veraltet ist. Meines Wissens nach gibt es noch kein dauerhaft brauchbares Erdkabel für 320.000 Volt. Das ist auch das Problem der Offshore-Windparks mit dem Umweg über HGÜ.
Nach meinem Kenntnisstand ist das nicht die Wurzel des Problems, sondern der Umstand, dass die Verlegung unterirdischer Kabel etwa um den Faktor 4 teurer ist als ein Überlandkabel. Dass es technisch kein Problem ist, lässt sich am Beispiel Helgoland sehr schön verdeutlichen, denn die Insel wurde vor einigen Jahren per Kabel an das Stromnetz des Festlands angeschlossen - und liegt bekanntlich rund 60 km von der Küste entfernt, also weiter als die Windparks, über die wir gerade sprechen. Zugegeben, meines Wissens nach nur ein 20 kV-Kabel und mir fehlen die technischen Detailkenntnisse, ob da Hochspannungsgleichstom andere Probleme macht - aber habe ich in diesem Thema nicht den Satz gelesen, dass der Mensch sich bei Problemen bisher immer etwas hat einfallen lassen ... :wink:
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